Eureka 5x13

Man kann die allerletzte Eureka-Episode nicht nur als einen Abschied, sondern auch als ein Wiedersehen bezeichnen. Das liegt zum Teil an den vielen Auftritten von Nebendarstellern, die man in den fünf Jahren „“ kennen gelernt hat und manche davon für eine Weile aus Eureka verschwunden waren - etwa Dr. Grant (James Callis) und Zoe (Jordan Hinson).
Auf der anderen Seite wissen es die Autoren ihre Serie entsprechend ihrer Beschaffenheit zu beenden. Denn in der Welt der „verrückten“ Wissenschaften, in der Eureka spielt, kann es kein Ende geben. Jedes Ende ist zugleich Neuanfang und am Ende dieses Finales müssen alle Fans geschmunzelt haben, als Carter (Colin Ferguson) und Zoe Eureka verließen und gleichzeitig zum ersten Mal dort ankamen.
Natürlich ist der Plot in der Episode „Ein ganz normaler Tag“(im englischen Original Just Another Day...) einfach ein Mittel zum Zweck. Und der ist: Die Zuschauer an die vielen schönen Momente zu erinnern. Als Eureka von Wurmlöchern bedroht wird, riskiert Jack wieder einmal sein Leben, um alle zu retten. Aber diese Aktion - als er in dem Wurmloch ist - ist eine Zeitreise, die an die großen Ereignisse der Eureka-Geschichte erinnert.
Damit führt uns Eureka noch einmal vor Augen, dass Carter „the strong force“ in diesem hervorragenden Ensemble von Figuren war und ist. Das bezieht sich nicht nur auf die fiktionale Ebene, sondern auch auf die reale, auf der Colin Ferguson das Zentrum eines in den Jahren zur festen Größe gewordenen Castes ist: Neil Grayston, Joe Morton, Niall Matter, Erica Cerra, Kavan Smith, Felicia Day, Christopher Gauthier, Wil Wheaton, Salli Richardson-Whitfield.
Wie Henry im Finale sagt, sind die Menschen das Wichtigste in Eureka. Natürlich hatten wir über die Jahre amüsante und spannende Plotentwicklungen, aber die Figuren sind es, die den Fans am Herzen liegen. Dessen sind sich auch die Autoren bewusst und bieten mit der letzten Episode einen Ausblick auf ihre Beziehungen und Geschichten für die Zukunft, in der wir ihnen nicht mehr zusehen werden, aber sie in der fiktionalen Eureka weiter leben werden.
Allison teilt Carter mit, dass sie schwanger ist. Joe macht Zane einen Heiratsantrag. Grace kann zu Henry. Fargo und Holly werden (wieder) ein Paar. Apropos Holly: Geschickt benutzen die Autoren die Tatsache, dass in der letzten Episode ihr Gedächtnis ausgelöscht wurde. So blicken wir mit ihren Augen neu auf die Eureka-Welt, entdecken neu das Bekannte.
Das Offensichtliche wird hier auch nicht erspart. Nach dem Versprechen einer sechsten Staffel und der doch darauf folgenden Absetzungen nach dem Finale der fünften, haben sich die Syfy-Verantwortlichen bei den Fans nicht unbedingt beliebt gemacht und noch weniger bei den Eureka-Autoren. Sie wählen hier Fargo als ihr Sprachrohr. Er wettert in einer flammenden Rede gegen die Schließung von Eureka seitens der Behörden und nennt sie „bean-counters and pencil-pushers“. Das ist also die Dankbarkeit für den Erfolg, den Eureka dem Sender beschert hatte und andere Serien ermöglichte (wie Warehouse 13)? Doch es gibt keinen Weg zurück.
Oder doch? Wie aus dem Nichts taucht Dr. Grant (James Callis, Battlestar Galactica) und kauft Eureka, so dass die kleine Stadt fortleben kann. Der Kreis schließt sich und macht eine Sache klar - mit Firefly gesprochen: „You can't stop the signal“. Eureka wird weiter in den Herzen und Gedanken all den Fans existieren, die die Serie über die Jahre begeistert hat...

(Eureka 5x13)
Schauspieler in der Episode Eureka 5x13
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?