Chris Gauthier wurde durch seine Rolle als charmant-schroffer Cafébesitzer Vincent in der Serie „Eureka“ einem breiten Publikum bekannt.
Der kanadische Schauspieler Chris Gauthier ist zwar im britischen Luton zur Welt gekommen, doch nicht nur seine Schauspielkarriere begann in Kanada, sondern er fand auch sein privates Glück im hohen Norden. Chris Gauthier, auch unter dem Spitznamen „The Gooch“ bekannt, ist verheiratet und stolzer Vater zweier Söhne. Mit seiner Familie lebt er in Vancouver.
Seine Karriere startete er, damals noch als Christopher Gauthier, auf den Brettern, die die Welt bedeuten und gab sein Bildschirmdebüt erst im Jahr 2000 in einer Episode der erfolgreichen kanadischen Krimiserie Cold Squad. Zunächst lief seine Laufbahn als Schauspieler nur schleppend an, doch zwei Jahre später ergatterte er bereits kleinere Rollen in Kinofilmen wie in der romantischen Komödie „40 Tage und 40 Nächte“ und in Christpopher Nolans Mystery-Drama „Insomnia - Schlaflos“. Danach ging es bergauf und Gauthier konnte seinen Lebenslauf um weitere Filme wie „Freddy vs. Jason“ (2003), „Agent Cody Banks“ (2003) oder „Scoby Doo 2: Die Monster sind los“ (2004) erweitern. Zuletzt war er in dem Blockbuster „Watchmen - Die Wächter“ (2009) auf der Leinwand zu sehen.
Den größeren Erfolg feierte Chris Gauthier allerdings ab 2004 auf dem kleinen Bildschirm. Nach zahlreichen Gastrollen und wiederkehrenden Rollen in erfolgreichen Serien wie The L Word (2004), Psych (2008), Supernatural (2007/08), Smallville (2004-09) oder Sanctuary (2009/10) und einigen TV-Spielfilmen erhielt er im Jahr 2006 seine bislang größte Rolle in Eureka.
Chris Gauthier spielte bis Ende 2010 vier Jahre lang Vincent, den Besitzer des Cafe Diem in der idyllischen Kleinstadt Eureka. Doch auch er war nicht einfach nur ein Chefkoch, sondern wie viele der anderen Einwohner der geheimnisvollen Stadt, ebenfalls ein Genie.
Daraufhin spielte er Malcolm Ross in der kurzlebigen Mysteryserie Harper's Island (2009). Zuletzt stand der Darsteller für die beiden Sci-Fi-Spielfilme „Iron Golem“ (2010) und „Metal Monster“ (2011) vor der Kamera.
In der Serie Smallville übernahm Gauthier die Rolle des Winslow Schott, auch bekannt als Toyman, einen genialen, aber gefährlichen Erfinder, der in vier Episoden auftauchte.
In Once Upon a Time (2012-2018) spielte er William Smee, den loyalen ersten Maat von Captain Hook, in 14 Episoden. Smee war ein zwielichtiger Charakter, der zwischen Loyalität und Eigennutz schwankte.
Weitere Rollen hatte er in Serien wie Health Nutz (2011-2013), A Series of Unfortunate Events (2017-2019) und Joe Pickett (2023), wo er jeweils wiederkehrende Charaktere verkörperte.
In Filmen wie „Watchmen“ (2009) spielte er Seymour, einen Mitarbeiter der Zeitung, der eine entscheidende Rolle im Finale des Films spielt. Seine Filmografie umfasst über 100 Produktionen, in denen er oft markante Nebenrollen übernahm.
Gauthier war auch in mehreren Werbespots zu sehen, darunter für „Molson Canadian“ Bier (2002-2003), „Charmin“ Toilettenpapier (2003), „Mountain Dew“ Softdrinks und „Pacific Bell“ Telefonunternehmen. Diese Werbespots nutzten sein komödiantisches Talent und seine Fähigkeit, einprägsame Charaktere zu schaffen. Besonders bekannt wurde ein Spot für „Mountain Dew“, in dem er einen überdrehten Wissenschaftler spielte, der eine neue Geschmacksrichtung entwickelte. Diese Auftritte trugen dazu bei, seine Vielseitigkeit als Schauspieler zu demonstrieren. Sie zeigten, dass er nicht nur in Serien und Filmen, sondern auch in kurzen Formaten überzeugte.
Chris Gauthier war seit dem 8. November 2003 mit Erin Gauthier verheiratet, mit der er zwei Söhne, Ben und Sebastian, hatte. Die Familie lebte in Vancouver, British Columbia, wo Gauthier auch verstarb.