CSI: Crime Scene Investigation 11x01

CSI: Crime Scene Investigation 11x01

Was wird mit Langston passieren? Kann Catherine nach den Ereignissen das Team zusammenhalten? Serienjunkies.de-Redakteur Vladislav Tinchev hat genau die passenden Rohre gefunden, um etwas Kleines zu basteln.

Nick hat einen Verdächtigen / © CBS
Nick hat einen Verdächtigen / © CBS

Nach einem enttäuschenden Finale ließ uns CSI: Crime Scene Investigation in diesem Frühling mit einem Cliffhanger zurück. Ray Langstons Nemesis Nate Haskell schaffte es, trotz Bewachung Ray niederzustechen. Shock Waves nimmt genau an diesem Punkt die Handlung wieder auf. Durch die Vertragsverlängerung von Laurence Fishburne wussten die Zuschauer, dass Ray die Attacke überlebt hat. Aber offenbar sollte Shock Waves dem ersten Teil des Titels gerecht werden und die Zuschauer in die Irre führen.

Nachdem Ray eingeliefert wurde und das ganze Team mit besorgten Gesichtern im Krankenhaus steht, schneidet man von Nicks Gesicht, der Ray beruhigen will, auf Nick und Brass in schwarzen Anzügen: bei einem Begräbnis. Nein, nicht Rays - obwohl man als Zuschauer doch für kurze Zeit mit den Gedanken spielt... Es wird jedoch der junge Polizist begraben, der im Finale von Jekyll erschossen wurde. Übrigens: Nate Haskell überlebt die Prügel, die ihm die Polizisten wegen Ray verpassen, was natürlich zu der Schlussfolgerung führt: Die CSI: Crime Scene Investigation-Autoren brauchen ihn noch.

Ray verliert zwar eine Niere nach Haskells Attacke, aber scheint sich schnell zu erholen, so dass er vom Krankenhaus aus entscheidende Hilfe bei der Lösung des Falls leistet. Ach ja - der Fall: Beim Begräbnis explodieren mehrere Bomben, die so viele Leute wie möglich verletzen sollten. Dank Nick (George Eads) ist die Anzahl der Opfer begrenzt. Es gilt herauszufinden, wer Polizisten umbringen will. So kommt man zum großen Highlight der Episode: dem Gastauftritt des musikalischen Wunderkinds Justin Bieber in der Rolle eines jungen Anarchisten, dessen Bruder für die Bomben verantwortlich zu sein scheint.

Da die CSI: Crime Scene Investigation-Produzenten Bieber für mehrere Auftritte engagiert haben, steht zu vermuten, dass man sich mit dieser Maßnahme einen Zugewinn an jüngeren Zuschauern erhofft, nachdem generell die Zahlen in den letzten beiden Jahren gesunken sind. Freilich hat es in der Vergangenheit schon die eine oder andere Überraschung gegeben, was CSI: Crime Scene Investigations Zuschauergruppen betrifft. Ich selbst habe für den deutschen Sprachraum eine nach wissenschaftlichen Kriterien erstellte Umfrage mit über dreitausend Teilnehmern durchgeführt - mit folgenden Ergebnissen: 80 Prozent dieser Teilnehmer waren Frauen im Alter zwischen 20 und 45 Jahren.

Die männlichen Teilnehmer waren meistens älter (um 50 Jahre); die jüngsten - Teenager, z. T. Vierzehnjährige, die überhaupt nicht hätten teilnehmen dürfen - waren weiblich. Dies nur als Zusatzinformation zum Thema "CSIs Zuschauergruppen": die Diskussion "Ist CSI eine Frauenserie?" wollen wir an dieser Stelle nicht anfangen... Ein anderes Mal natürlich gern!

Zurück zur Episode, die auf die emotionale Komponente setzt. Wir erleben innige Momente zwischen Catherine (Marg Helgenberger) und Nick (George Eads), als sie ihm erzählt, wie schwer sie damals mit Warricks Tod umgehen konnte. Nick wiederum ist ziemlich durcheinander wegen der Ereignisse und braucht Hilfe. Ob er sie von seinem alten Mentor Grissom (William Petersen) bekommt? Eine Szene gegen Ende der Episode deutet darauf hin, dass Nick anstatt einen Psychologen Grissom anrufen wird...

Die zweite emotionale Szene findet zwischen Dr. Robbins und Ray statt, als Ersterer Langston einen Gehstock als Geschenk mitbringt und in einem rührenden Monolog Ray dazu bringt, aufgelöst in Robbins Arme zu sinken. Die Aufnahme von Sara (Jorja Fox) wiederum, wie sie in der CSI-Umkleide ihren Schrank anstarrt, erinnert sehr an ihre Abschiedsepisode und ist auf ähnliche Art und Weise gefilmt. Doch gegenüber Catherine wiegelt Sara ab: sie sei einfach nur zu müde, um aufzustehen und nach Hause zu gehen. Ich persönlich hoffe, dass die Autoren sie nicht - schon wieder einmal - auf den dunklen Pfad schicken.

Es mag ungewöhnlich erscheinen, aber ich fand die Aus-dem-Nichts-Einführung der neuen CSI-Mitarbeiterin, der Bombenexpertin Kacey Monahan (Sienna Guillory), sehr gelungen. Sie hat einen britischen Akzent, was heutzutage fast eine Mode in TV-Serien geworden ist. Außerdem liebt sie Bomben genauso viel wie Grissom seine Inseknten. Zuerst habe ich mich gewundert, warum man ihre Tätigkeit auf Bomben begrenzt hat - aber die CSI: Crime Scene Investigation-Produzenten haben angekündigt, dass die elfte Staffel „season of the bombs“ sein wird. Also kommt die letzte Szene der Episode nicht überraschend!

"Warum schauen Sie CSI?" Auf diese Frage antworteten 90 Prozent der Teilnehmer bei meiner Umfrage: Weil es spannend ist. Ja, es bleibt spannend: zu erfahren, wer der Serienbomber ist und was Justin Bieber damit zu tun hat. Denn die letzte Aufnahme der Episode zeigt ihn im Close-Up in der Gefangenenzelle - und man kann ein kleines Lächeln in seinem Mundwinkel sehen.

Verfasser: Vladislav Tinchev am Samstag, 25. September 2010
Episode
Staffel 11, Episode 1
(CSI: Crime Scene Investigation 11x01)
Deutscher Titel der Episode
Bombenalarm in Las Vegas
Titel der Episode im Original
Shock Waves
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 23. September 2010 (CBS)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Donnerstag, 1. September 2011
Autoren
David Weddle, Bradley Thompson
Regisseur
Alec Smight

Schauspieler in der Episode CSI: Crime Scene Investigation 11x01

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