Continuum 4x01

Die Neuankömmlinge in voller Kampfmontur zögern nicht lange und eröffnen die Jagd auf Kiera (Rachel Nichols), wÀhrend Brad (Ryan Robbins) versucht, seine potentiellen Kameraden von ihr abzulenken. Kellog (Stephen Lobo) und Alec (Erik Knudsen) beginnen unterdessen mit einer anderen Art von Duell.
Dreams of a better future
Kiera muss nach einer Verfolgungsjagd Bekanntschaft mit den Schusswaffen der Zukunftssoldaten machen und findet sich kurze Zeit spÀter in der Zukunft im Krankenhaus wieder. Doch ihr dortiges Erwachen und das Wiedersehen mit ihrem Sohn stellen sich lediglich als simuliertes Szenario ihres CMR heraus, denn sie findet sich schon bald in der RealitÀt und in Sicherheit wieder.
Unter Zuhilfenahme von Alecs Expertise fasst sie den Entschluss, alles daran zu setzen nach Hause in ihre Zeit und zu ihrer Familie zu kommen. Doch um ihr zu helfen, muss Alec zunĂ€chst die Kontrolle ĂŒber Piron zurĂŒckerlangen, die er aufgrund von Kellogs Intrigen an diesen abgeben musste. Dabei sichert er sich als zusĂ€tzlichen VerbĂŒndeten die UnterstĂŒtzung seines Bruders Julian (Richard Harmon). In der Zwischenzeit wird Emily (Magda Apanowicz) allerdings trotz erheblicher Gegenwehr von einer Gruppe Unbekannter verschleppt.
Kiera beschlieĂt in gewohnter Kombination mit Alec den Zukunftssoldaten einen Besuch abzustatten, um mehr ĂŒber diese und Brads Situation zu erfahren. Doch die Begegnung endet mit einem von den Soldaten spendierten Freiflug vom Dach eines GebĂ€udes, der sie beinahe das Leben kostet.
Ihre Flucht gelingt unter Feuerschutz von Garza (Luvia Petersen), die nach ihrem aktivem Eingreifen genauso wie Kellog Besuch von Curtis (Terry Chen) bekommt, der seine eigene Agenda zu verfolgen scheint, um die IntegritÀt der Zeitlinie zu bewahren.
Continuum continues
Meine Vorfreude auf die letzte verkĂŒrzte Staffel von Continuum war groĂ und aufgrund der LĂ€nge von nur sechs Episoden ist schnell zu merken, dass die Macher keine Zeit verschwenden. GrundsĂ€tzlich ist spĂŒrbar, dass die Handlung und das Tempo gestrafft wurden. Wenn Charaktere und ihre Eigenschaften noch etabliert werden mĂŒssten, wĂ€re das Ă€rgerlich. Doch unter diesen UmstĂ€nden sind keine EinfĂŒhrungen mehr nötig und es lĂ€sst sich der Sache ein groĂer Vorteil abgewinnen: Es herrscht keine Langeweile.
Kieras von ihrem CMR unterstĂŒtzter Wunschtraum löst sich zwar schnell in Rauch auf, doch dadurch manifestiert sich der Gedanke, der in ihr schon sehr lange schlummert und durch die Geschehnisse immer wieder in den Hintergrund gedrĂ€ngt wurde: Sie will endlich nach Hause zu ihrer Familie.
Wie sie und Alec das anstellen wollen, wird sich zeigen, wie das allerdings ultimativ mit ihrer Beziehung zu Brad harmonieren soll, ist fraglich. Die Zukunft steht wie gewohnt jedoch immer noch in den Sternen und die Frage stellt sich, nachdem der Zeitstrang mit Warlord-Kellog kreiert wurde, ob die Zukunft wie Kiera sie kennt ĂŒberhaupt noch existiert.

Wie ĂŒblich, entstehen im Laufe der Staffelpremiere immer mehr Fragen, welche die Grundlage der vierten Staffel bilden werden. Was genau ist die Mission der Zukunftssoldaten und wer auĂer Kiera steht noch auf ihrer erwĂ€hnten Abschlussliste? Welche Agenda verfolgen Curtis (Terry Chen) und der als âThe Travelerâ (Vladimir Ruzich) bekannte HĂŒhne und wie planen sie Garza (Luvia Petersen) in ihre PlĂ€ne mit einzuspannen, die wie immer mit dem Finger am Abzug fĂŒr alles bereit zu sein scheint.
Apropos Frauen, die sich zu wehren wissen, eine Erkenntnis lÀsst sich definitiv feststellen: Emily (Magda Apanowicz) ist verdammt schwer zu kidnappen. Da darf man auch ruhig mal ein Kompliment an die Stuntkoordinatoren loswerden, denn die Kampfszenen waren wirklich sehr gelungen und es hat wirklich Spaà gemacht, Emily dabei zuzuschauen, wie sie Tritte in den Hintern verteilt. Doch zu welcher der zahlreichen Fraktionen gehören ihre Angreifer?
Just like old times
Alec gegen Kellog dĂŒrfte ein spannendes Duell werden, jetzt da die Karten auf dem Tisch sind. Mit dem Angebot von Terry könnte letzterer mit groĂer Wahrscheinlichkeit einen erheblichen Vorteil erlangen, wenn Alec sich nicht die zusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung von Julian gesichert hĂ€tte, was das KrĂ€fteverhĂ€ltnis möglicherweise wieder ausgleichen könnte.
Carlos (Victor Webster) ist diese Episode hauptsĂ€chlich in unterstĂŒtzender Form unterwegs gewesen und seine Hilfestellung fĂŒr Kiera festigt ihren Entschluss, ihr Augenmerk wieder auf ihre RĂŒckkehr zu ihrer Familie zu richten. Dabei weckt ihre Zusammenarbeit mit Alec tatsĂ€chlich wieder Erinnerungen an die alte Dynamik des eingespielten Duos. Wie es mit der Leitung des Polizeireviers weitergeht, ist noch nicht genau vorauszusagen da vor allem noch im Raum steht, ob Dillon ( Brian Markinson) in dieser Funktion zurĂŒckkehrt oder andere ZukunftsplĂ€ne verfolgt.

Auf die Kooperation zwischen Julian (Richard Harmon) und Alec gegen Kellog darf man auch gespannt sein, da die beiden sehr unterschiedlichen BrĂŒder sich auf interessante Weise ergĂ€nzen dĂŒrften. Kellogs nĂ€chster Schachzug dĂŒrfte wohl sehr von der Nachricht seines zukĂŒnftigen Ichs abhĂ€ngen und geprĂ€gt sein. Wenn der charismatische Egomane auf jemanden hört, dann sicherlich am ehesten auf sich selbst.
Fazit
Die Hoffnung auf einen wĂŒrdigen Abschluss einer komplexen und sehenswerten Science-Fiction Serie bleibt bestehen. Nach der starken dritten Staffel lĂ€sst sich bisher feststellen, dass die Straffung des kommenden Abschlusses dem Tempo und Fluss der Serie zu Gute kommt. Mit Lost Hours liefert Continuum einen vielversprechenden Anfang vom Ende.
Verfasser: Tim KrĂŒger am Samstag, 5. September 2015Continuum 4x01 Trailer
(Continuum 4x01)
Schauspieler in der Episode Continuum 4x01
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?