The Big Bang Theory 8x16

The Big Bang Theory 8x16

Die Episode The Intimacy Acceleration hat einige wunderbare Szenen zwischen Penny und Sheldon. Den Rest hatte man sich auch schenken können: Bernadette und Howard sind auf der Suche nach einem verlorenen Koffer und der Rest der Gang besucht einen Live Escape Room.

Penny (Kaley Cuoco-Sweeting) und Sheldon (Jim Parsons) in der Serie „The Big Bang Theory“ / (c) CBS
Penny (Kaley Cuoco-Sweeting) und Sheldon (Jim Parsons) in der Serie „The Big Bang Theory“ / (c) CBS

Es ist der älteste Hut in der Serie The Big Bang Theory: Wenn man Penny (Kaley Cuoco-Sweeting) und Sheldon (Jim Parsons) in einen Raum bringt, kommen mindestens einige interessante Szenen dabei heraus. Das weiß man in der Episode The Intimacy Acceleration zu nutzen. Viel mehr ist dabei jedoch nicht zu holen.

Trauer und Intelligenz

Penny und Sheldon sind in fast jeder Story, in der sie dabei sind, die Zugpferde. Die Episode The Intimacy Acceleration zeigt, dass der Rest sich alleine nicht sonderlich gut schlägt. Doch die Aufteilung ist auch denkbar ungünstig. Aus dem seltsamen Doppeldate etwas herauszuholen, ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt und es wirkt so als wenn die Autoren es auch nicht wirklich versuchen. Der Besuch im Live Escape Room lässt sich, ebenso wie Howards und Bernadettes Suche nach dem Koffer mit der Urne, in einem Satz zusammenfassen. Man wird der Story gerecht wenn man behauptet, dass beide Plots um einen Gag, eine Szene herum aufgebaut sind. Und leider funktionieren die nicht besonders gut.

Amy (Mayim Bialik), Raj (Kunal Nayyar), Emily (Laura Spencer) und Leonard (Johnny Galecki) sind zu schlau für das Spiel, sie lösen die Rätsel in wenigen Minuten. Dazu kommt, dass sie wissenschaftliches Arbeiten gewöhnt sind. Sie lassen sich nicht von den Aufgaben ablenken, ihr ganzer Aufenthalt wirkt nicht wie eine Freizeitveranstaltung, sondern wie Arbeit. Doch nicht einmal die besondere Herangehensweise wird thematisiert, es läuft alles auf den Witz hinaus, dass sie zu gut ausgebildet sind. Ganz deutlich wurde hier lediglich eine Beschäftigung für die vier gesucht, damit die anderen ihre Abenteuer ungestört ausleben können.

Howard (Simon Helberg) und Bernadette (Melissa Rauch) beschäftigen sich immer noch mit dem Tod der Mutter. Der Umgang mit dieser Sache ist nicht leicht für eine Sitcom wie The Big Bang Theory, es darf weder zu ernst noch zu albern wirken. Was in der letzten Episode gut gelungen ist, wirkt jetzt in erster Linie langweilig.

Howard macht sich Vorwürfe, die kaum klischeehafter sein könnten und alles scheint darauf hinauszulaufen, dass Bernadette ihre Bösartigkeit hervorkramt. Einen kurzen, amüsanten Moment gibt es dann auch als sie die ahnungslose Dame mit einem Lächeln an die Seite bittet und die noch nicht weiß, dass sie geradewegs ins offene Messer läuft.

Doch das war es dann auch an dieser Stelle. Weder emotional noch unterhaltungstechnisch hat die Geschichte mehr zu bieten.

Rührend und komisch

Ganz klar ist das Herzstück der Episode die Story um Penny und Sheldon, die sich auf ein Experiment einlassen. Der Aufbau dieser Story beim gemeinsamen Abendessen kann durchaus unterhalten. Auch die Zweisamkeit glänzt mit einigen emotionalen Momenten, die mit Komik durchwoben sind. Doch ob Sheldons „Ok, Babe, let's do this.“ noch lustig ist oder einfach nur schwer am Charakter vorbei ist, ist wohl Geschmackssache.

Seine Ehrlichkeit ist rührend und passt genau zu ihm. Wissenschaftliche Untersuchungen nimmt er ernst, er würde niemals lügen um sich besser darzustellen oder jemandem etwas vorzuspielen. Die ehrliche Fragerunde mit Penny zeigt Sheldons Charakter wie unter dem Brennglas: der Freundin gegenüber kann er seine Stärken besonders gut ausspielen, was ihm Selbstsicherheit verleiht, aber er seine Zuneigung zu Penny bringt ihn auch dazu, seine Schwächen zuzugeben.

Die Episode The Intimacy Acceleration fällt damit in eine Kategorie von Episoden, wie wir sie in der Serie The Big Bang Theory gerade in letzter Zeit öfter mal gesehen haben. Es ist eine Wohlfühlstory, in der nichts Überraschendes oder Neues passiert, alles baut darauf auf, dass Sheldon sich öffnet und uns damit das Gefühl gibt, jemandem näher zu kommen, den wir seit Jahren kennen.

Fazit

Nichts Neues, aber auch nichts schwer Enttäuschendes ist das Fazit der Episode The Intimacy Acceleration. Penny und Sheldon tun, was sie besonders gut können, den anderen wird am besten gerecht wenn man sie schnellstmöglich vergisst.

Verfasser: Serienjunkies.de am Freitag, 27. Februar 2015
Episode
Staffel 8, Episode 16
(The Big Bang Theory 8x16)
Deutscher Titel der Episode
Die Intimitäts-Beschleunigung
Titel der Episode im Original
The Intimacy Acceleration
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 26. Februar 2015 (CBS)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 5. Oktober 2015
Regisseur
Mark Cendrowski

Schauspieler in der Episode The Big Bang Theory 8x16

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