Arrow 2x23

Arrow 2x23

Die The-CW-Superheldenserie Arrow bestreitet mit der Episode Unthinkable ihr zweites Staffelfinale. Die Schlacht der beiden Lager Arrow und Deathstroke erreicht dabei epische Ausmaße und ist fĂŒr einige Überraschungen gut.

Szenenfoto aus der Episode „Unthinkable“ (Staffelfinale) der US-Serie „Arrow“ / (c) The CW
Szenenfoto aus der Episode „Unthinkable“ (Staffelfinale) der US-Serie „Arrow“ / (c) The CW

Das zweite Arrow-Staffelfinale Unthinkable legt ein Ă€hnliches Actiontempo vor wie die vorherige Episode, die die Zuschauer gleich mit mehreren Cliffhangern zurĂŒckgelassen hatte. Es brennt bekanntlich an mehreren Fronten, denn der Meisterstratege Slade Wilson (Manu Bennett) hat zuletzt stets an alles gedacht und ĂŒberall seine Klonkrieger verteilt. Dieses Finale verdient eine entsprechend ausfĂŒhrliche und detaillierte Aufarbeitung.

Glockenturm adé

Das Arrow-Team, bestehend aus Oliver (Stephen Amell), Diggle (David Ramsey) und Felicity (Emily Bett Rickards), wartet darauf, dass das Mirakuru-Heilmittel bei Roy (Colton Haynes) anschlĂ€gt. Doch sein Erwachen verzögert sich zunĂ€chst - aber nur so lange, bis einer von Felicitys Alarmen ausschlĂ€gt, der dem Team sagt, dass ein Angriff unmittelbar bevorsteht. Roy wacht auf, kann aber mit den „Klon-Strokes“ nicht mehr mithalten. Das Mittel wirkt. Das Team flĂŒchtet per zip line durch das gesprengte Ziffernblatt des temporĂ€ren Hauptquartiers im Glockenturm und Lyla (Audrey Marie Anderson), Diggles Liebschaft von ARGUS, sprengt die Mirakuru-Angreifer per Raketenbeschuss im Helikopter in die Luft. Da muss wohl demnĂ€chst ein neues HQ her.

VerstÀrkung durch die League of Assassins

Da das Mittel wirkt, hĂ€lt Ollie sein Team dazu an, nach Injektionspfeilen zu schauen, mit denen man die Angreifer heilen, aber nicht töten kann. Blut wurde nĂ€mlich bereits genug vergossen. Auch im Starling City Police Department gilt, dass man es „The Arrow“ gleich tun und Heldenmut beweisen soll. Laurel (Katie Cassidy) wird unterdessen betĂ€ubt, als sie ihre Schwester Sara (Caity Lotz) mit einer mysteriösen Person sprechen sieht. Sara hat fĂŒr VerstĂ€rkung im Kampf gegen Deathstroke gesorgt und Nyssa al Ghul (Katrina Law) sowie sieben weitere League-of-Assassins-Mitglieder mitgebracht. Deren Training steht allerdings im Gegensatz zum nicht tödlichen Schlachtplan, den Oliver beabsichtigt. Dieser Plan soll im Verlauf der Episode mehrfach herausgefordert werden und macht den Unterschied zwischen Killer und Held aus, der das zentrale Thema dieser zweiten Staffel ist und war.

Szenenfoto aus der Episode %26bdquo;Unthinkable%26ldquo; der US-Serie %26bdquo;Arrow%26ldquo; © The CW
Szenenfoto aus der Episode %26bdquo;Unthinkable%26ldquo; der US-Serie %26bdquo;Arrow%26ldquo; © The CW

Ein Dialoghighlight der Begegnung zwischen Team Arrow und der League ist fĂŒr mich das Kennenlernen von Nyssa und Felicity („Nyssa al Ghul - Heir to the Demon“ („Nyssa al Ghul - Erbin des DĂ€mons“) vs. „Felicity Smoak - MIT Class of 2009“ („Felicity Smoak - MIT Abschlussjahrgang 2009“)). Man möchte sie knuddeln, diese Felicity - und das nicht nur an dieser Stelle in der Episode.

Red Arrow, Arsenal oder doch nur Roy?

Roy kann sich derweil nach seinem Erwachen an nichts mehr erinnern und Felicity wĂ€hlt in dieser Situation sinnvollerweise die Option, die Aufarbeitung zunĂ€chst zu verschieben - also zu lĂŒgen. Hoffentlich ist verschoben hier nicht aufgehoben. DafĂŒr kriegt Roy eine schicke rote Maske, die ihn nun offiziell zum Teil des Teams macht und ihm die Möglichkeit gibt, ein Held zu sein. Dabei soll er sich auf sein Training berufen. Bevor er das jedoch tun kann, muss er das GesprĂ€ch mit Thea (Willa Holland) suchen. Er bietet ihr an, mit ihr endgĂŒltig die Stadt zu verlassen. Doch der Notruf durch Team Arrow soll ein letztes Mal Vorrang vor ihr haben. Noch weiß Roy nicht, dass das die falsche Entscheidung fĂŒr ihre Beziehung sein soll.

Erschwerend kommt hinzu, dass Thea ihrem leiblichen Vater Malcolm (John Barrowman) begegnet ist, der fĂŒr sie sein Leben riskiert hat, um sie vor einem Mirakuru-Soldaten zu retten. Ihr Cliffhanger der letzten Episode sah sie auf Malcolm schießen, was sie auch tatsĂ€chlich tut. Allerdings trĂ€gt er eine schusssichere Weste und gibt nicht auf, sie verbal zu beeinflussen. Wirkte sie in der vorherigen Episode noch entschlossen, nicht mit einem hundertfachen Mörder und verrĂŒckten BogenschĂŒtzen mitzugehen, entschließt sie sich ultimativ doch, mit ihm zu kommen, weil er der einzige zu sein scheint, der ihr Ehrlichkeit anbietet.

In einem Brief verabschiedet Thea sich von Roy und schreibt, dass sie nie wieder in die Stadt zurĂŒckkommt (das wollen wir erst mal sehen...). Ausschlaggebend fĂŒr ihren Entschluss scheint auch zu sein, dass Malcolm sie fĂŒr stĂ€rker als seinen Sohn Tommy hĂ€lt, der ihm zwar auch eine Waffe an den Kopf gehalten, aber nicht abgedrĂŒckt hat. Die Abfahrt in der Limousine lĂ€sst es so erscheinen, als könnte Thea auf die „dunkle Seite der Macht“ wechseln und vielleicht sogar ihrem Spitznamen „Speedy“ bald alle Ehre machen, indem sie von ihrem Vater im Bogenschießen und KĂ€mpfen ausgebildet wird. Doch das ist nur Spekulation. Mehr sehen wir in der kommenden Staffel.

Team Queen und al Ghul vs. Ravager und die Mirakurus

Szenenfoto aus der Episode %26bdquo;Unthinkable%26ldquo; der US-Serie %26bdquo;Arrow%26ldquo; © The CW
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Bald kommt es tatsĂ€chlich zum ersten Angriff auf Slades Basis. Hier schalten die Assassins und das Arrow-Team viele der Mirakurus aus. Darunter auch Isabel Rochev aka Ravager (Summer Glau). WĂ€hrend Oliver sich weigert, sie zu töten, macht Nyssa kurzen Prozess mit ihr. Ob sie sie aber nur ausknockt oder ihr tatsĂ€chlich das Genick bricht, vermag ich hier nicht abschließend zu beurteilen. Slade jedenfalls verschwindet frĂŒhzeitig durch das Fenster und lĂ€sst sich ebenfalls an einer zip line ab, denn er hat noch einige Asse im Ärmel. Dazu gehört die EntfĂŒhrung von Laurel, die nach ihrer BetĂ€ubung zwar von Quentin (Paul Blackthorne) gefunden, aber von einem Mirakuru-Soldaten angegriffen wird. Quentin sollte es eigentlich besser wissen, als auf einen von ihnen zu schießen. Allerdings bleibt ihm nichts anderes ĂŒbrig, als es zu versuchen, anstatt einfach klein beizugeben. Die Aktion soll sich spĂ€ter allerdings noch fĂŒr ihn rĂ€chen.

Die restlichen Fußsoldaten versammeln sich in der NĂ€he eines Tunnels. Dort hat die Organisation ARGUS schon ihre ARGUS-Augen drauf geworfen. Team Arrow hat jedoch andere PlĂ€ne, denn der Kampf soll in den Tunnel verlagert werden, wo man von außen nichts sehen kann.

Doch zuvor kommt Quentin Lance zum Team. ZunĂ€chst wundert er sich, was Nyssa bei ihnen macht, aber sein Anliegen gilt der Rettung von Laurel. Interessant ist hier Olivers Reaktion: Die Stadt ist wichtiger als Laurel. Quentin jedenfalls plĂ€diert dafĂŒr, dass „The Arrow“ seine Meinung zum Nichttöten noch einmal ĂŒberdenken sollte. Doch hier spricht auch ein aufgebrachter Vater. ZunĂ€chst stimmt Oliver allerdings zu. Felicity hingegen spielt wieder das gute Gewissen und appelliert an seinen Wandel zum Helden und sein Versprechen, das Töten zu vermeiden.

Ich liebe dich

Bevor es zur großen Schlacht im Tunnel kommen kann, bringt Oliver Felicity aus der vermeintlichen Schusslinie. Im Queen-Anwesen soll sie ausharren. Diese lĂ€sst sich nur schwer davon ĂŒberzeugen, bis Oliver ihr sagt: „Ich liebe dich“ - und alle shipper sich kurzzeitig in die Höschen machen. Der erste Gedanke, den man bei dieser Szene hat, ist, dass er das nur sagt, um sie dort zu halten, da Felicity oft so wirkte, als hĂ€tte sie tiefere GefĂŒhle fĂŒr ihn. Doch die Autoren haben anderes im Sinn, etwas Clevereres als das Offensichtliche. Dazu zum richtigen Zeitpunkt mehr.

Diggle, Lyla und Deadshot vs. Amanda Waller

Szenenfoto aus der Episode %26bdquo;Unthinkable%26ldquo; der US-Serie %26bdquo;Arrow%26ldquo; © The CW
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Auch Diggle darf „Ich liebe dich“ sagen - nĂ€mlich zu Lyla. Mit dieser nimmt er sich ARGUS zur Brust. Um den Drohnenschlag zu verhindern, der die ganze Stadt einĂ€schern könnte, soll Amanda Waller (Cynthia Addai-Robinson) einen zu nervösen Zeigefinger haben. DafĂŒr greifen die beiden auf einen vertrauten Komplizen zurĂŒck: Deadshot (Michael Rowe). Warum man außer ihm noch andere HĂ€ftlinge befreit, erschließt sich mir nicht unbedingt. Vielleicht, um fĂŒr Ablenkung zu sorgen? Dennoch: Woher wollen sie wissen, dass man denen trauen kann? Deadshot selbst hat Bedenken wegen der Bombe in seinem Kopf, die Waller jederzeit auslösen könnte. Doch, wie es scheint, hat Lyla vorgesorgt. Es gelingt den drei Mitgliedern der Suicide Squad, Zeit zu schinden. Doch Waller lĂ€sst dafĂŒr eine andere Bombe platzen. Lyla ist schwanger. Diggle wird Papa!

Szenenfoto aus der Episode %26bdquo;Unthinkable%26ldquo; der US-Serie %26bdquo;Arrow%26ldquo; © The CW
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Kampf im Tunnel

Die Auseinandersetzung im Tunnel ist einer Comicadaption wĂŒrdig. Das Aufeinanderzulaufen der beiden Fraktionen, Olivers erneute Ansage, dass die SchĂŒsse an nicht tödliche Stellen erfolgen sollen und sein Angriffsbefehl verleihen GĂ€nsehaut. Der Kampf ist gut choreografiert und es ist schön, so viele kostĂŒmierte Menschen auf einem Haufen zu sehen, wie etwa nun auch Roy mit seiner Maske. Dazu der Moment, in dem Quentin Nyssa rettet - einfach nur bad ass!

Doch auch diese Schlacht entpuppt sich nur als weitere Ablenkung Slades. Dieser fĂ€hrt fort mit der Absicht, Oliver das zu nehmen, was er am meisten liebt. Ein schöner Twist ist, dass sich letzteres als Felicity entpuppen soll. Rickards Spiel ist glaubwĂŒrdig angsterfĂŒllt und alle Fans der smarten IT-Managerin fĂŒrchten in diesen Minuten wohl um das Leben der Figur. Aber damit nicht genug, auch Laurel hat Slade bekanntlich entfĂŒhrt und bedroht somit gleich das Leben beider Damen.

Oliver hat diesmal jedoch ein probates Mittel, um ihn aus der Fassung zu bringen. Da er inzwischen weiß, dass Slade Visionen von Shado (Celina Jade) hat, nutzt er die gemeinsamen Erinnerungen an sie, um ihm deutlich zu machen, dass sie so etwas nie gewollt hĂ€tte. Shado war nĂ€mlich stets gĂŒtig und nett zu beiden MĂ€nnern und immer ohne böse Absichten. Slades Ablenkung nutzt Felicity, die - wie sich durch Flashbacks herausstellen soll - eingeweiht ist, um Slade das Gegenmittel in den Hals zu rammen. Oliver hat Slades Abhörvorrichtungen an der HaustĂŒr im Queen-Anwesen entdeckt und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen. Zwar sollte Oliver zur Konfrontation alleine kommen, aber Sara ist zur Stelle, um Laurel vor dem Deathstroke-Lakaien zu schĂŒtzen. Alles lĂ€uft also auf den Zweikampf zwischen Oliver und Slade hinaus.

Szenenfoto aus der Episode %26bdquo;Unthinkable%26ldquo; der US-Serie %26bdquo;Arrow%26ldquo; © The CW
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Abschied von der Amazo

ZunĂ€chst kurz zu den Flashbacks: Hier experimentiert Slade vor den Augen Olivers und Saras mit dem Mirakuru, das er an einigen MĂ€nnern ausprobiert. Beeinflusst vom Shado-Teufelchen will er Rache. Oliver versucht, seinen „Bruder“ und Freund zu erreichen, hat damit aber kaum Erfolg. Vielmehr erfolgt hier wieder eine Verwandlung in den Proto-Deathstroke, der Oliver erschießen will. Doch die Rettung naht durch Anatoly, der nach einer bestimmten Zeit die Torpedos abfeuert und somit zunĂ€chst Olivers Leben verschont. Allerdings sorgt das Leck in der Amazo und Slades Wegschlagen von Sara dafĂŒr, dass sie mit dem Wasserstrom in einer Szene fortgerissen wird, die sehr an ihre WiedereinfĂŒhrung am Anfang dieser Staffel erinnert. Auch hier kommt es nun zu einem Duell Mann gegen Mann.

Kampf in der Vergangenheit und der Gegenwart

Die Parallelmonate der KĂ€mpfe kann sich sehen lassen. Vor fĂŒnf Jahren kĂ€mpft ein Slade mit Mirakuru im Blut gegen Oliver und in der Gegenwart einer ohne gegen Oliver, der inzwischen einiges an Training genossen hat. In der Vergangenheit kommt Oliver der Einsturz der Amazo entgegen, der Slade unter dem Schutt begrĂ€bt. Oliver hat also die Wahl, was die Macher sehr plakativ demonstrieren: Pfeil in der einen Hand, Spritze in der anderen. Da Slade auch in dieser Notsituation nicht von seinem Racheversprechen abrĂŒckt und seine Freundin, Schwester und Mutter bedroht (was er Jahre spĂ€ter alles wahr gemacht hat), entschließt Ollie sich fĂŒr die brutale Variante und rammt ihm den Pfeil mit aller Wucht durchs Auge.

In der Gegenwart lÀuft es anders. Hier hat Ollie aus seinem Fehler gelernt - oder versucht es zumindest. Der geschwÀchte Slade wird auch hier nicht aufhören, ehe Oliver ihn tötet und damit beweist, dass er ein Killer ist. Doch genau das Gegenteil möchte er beweisen. Er fesselt Slade mit zwei Seilpfeilen an einen Pfeiler. Obwohl er besiegt ist, glaubt Slade, dass er als Gewinner hervorgeht, egal ob er lebt oder stirbt. Oliver lÀsst den Angriff durch ARGUS abblasen und Slade einsperren.

Abschied von Sara

Sara löst derweil ihr Versprechen an Nyssa ein und folgt der League of Assassins. Allerdings diesmal nicht, ohne sich von Laurel und Quentin zu verabschieden. Dabei gibt sie Laurel ihre schwarze Lederjacke. Ein Wink mit dem Zaunpfahl, um den laaaangsamen Aufbau Laurels zur neuen Canary in die Wege zu leiten? Wir werden sehen. Persönlich glaube ich, dass es noch lĂ€nger dauern wird, sofern es ĂŒberhaupt geschieht. Quentin Lance jedenfalls ermahnt seine Tochter, nicht auf dumme Ideen zu kommen. Er selbst ist nicht ohne Blessuren aus dem Kampf gegen einen Deathstroke-Klon hervorgegangen und bricht kurz nach dem Abschied zusammen. Laurel ruft sofort einen Notarzt. Quentins weiteres Schicksal bleibt uns jedoch bis zur dritten Staffel vorenthalten.

Slade im Fegefeuer

Slade wird in ein GefĂ€ngnis verfrachtet, was passender kaum sein könnte. ARGUS hat nĂ€mlich die Insel, auf der beide MĂ€nner im Exil waren, inzwischen mit einem HochsicherheitsgefĂ€ngnis, einem sogenannten „Supermax“, versehen, wo Slade nun in einer Bunkerkonstruktion sein Dasein fristen wird. Oliver bedankt sich trotz aller Verluste dafĂŒr, dass er ihm geholfen hat, ein besserer Held zu werden und nicht erneut zum Killer werden zu mĂŒssen. Slade Wilson jedenfalls ist der festen Überzeugung, dass er entkommen wird und sein Versprechen noch umsetzen kann. Darauf können sich auch die Zuschauer schon einstellen. Ob das schon in der dritten Staffel passieren wird oder nicht, muss sich zeigen. Aber es ist schön, Gewissheit zu haben, dass Slade der Serie in irgendeiner Form erhalten bleibt.

Oliver, der Pilot

Felicity und Diggle haben Ollie auf die Insel begleitet und er und Felicity nutzen die Chance, um sich auszusprechen - oder eigentlich auch nicht. Die Spannung ist da, aber Oliver lĂ€sst sie stehen - und die shipper-Herzen brechen oder die Gehirne rattern, was nun neue Möglichkeiten fĂŒr Fanfiction angeht. Felicity ist Oliver sicherlich sehr wichtig. Auch freundschaftlich liebt er sie, aber ob da mehr ist? Oliver macht jedenfalls nicht den nötigen Schritt und lĂ€sst es so erscheinen, als war das alles nur Teil der Strategie. Wir werden sehen.

Oliver möchte nun sein altes Leben wiedererhalten. Dazu gehört sowohl seine Firma als auch ein neuer Job. Meine Vermutung: ARGUS wird in der kommenden Staffel eine zentrale Rolle in Gegenwart und Vergangenheit spielen. Gewissheit gibt es erst in der nÀchste Staffel.

Dank des Inselbesuchs wissen wir nun auch mit Gewissheit, dass Oliver nicht die vollen fĂŒnf Jahre dort verbracht hat. Vielmehr landete er nach dem Kampf mit Slade irgendwann in Hong Kong, wo er die Bekanntschaft mit einer gewissen Amanda Waller macht, die - wie schon mehrfach angedeutet - die Frau mit den High Heels ist und somit deutlich mehr Dreck am Stecken hat, als so mancher ahnt. Sie war es nĂ€mlich, die einem anderen Inselwidersacher die Befehle gegeben hatte. In Hong Kong hat Oliver wohl außerdem gelernt, wie man ein Flugzeug fliegt.

Fazit

Die Arrow-Episode Unthinkable schafft es, gleich an mehreren Stellen zu ĂŒberraschen. Twists um Twists lassen den Zuschauern die Kinnladen herunterklappen. Die UnterstĂŒtzung durch die League of Assassins resultiert in mehreren fantastischen Kampfszenen und ist erfreulicherweise eine logische Konsequenz aus dem restlichen Aufbau der Staffel. Dazu erreicht die Konfrontation mit Slade Wilson ihren (vorlĂ€ufigen) Abschluss auf gleich zwei Zeitebenen.

Fragezeichen hinterlĂ€sst der Abschied und der Entschluss von Thea sowie ĂŒberhaupt das komplette Wiederauftauchen Malcolm Merlyns. Allerdings sind hier die erzĂ€hlerischen Möglichkeiten spannend genug, um sich noch kein finales Urteil zu bilden. Auch die Schicksale der Figuren Roy und Sara bleiben offen und - nicht zu vergessen! - natĂŒrlich auch der Gesundheitszustand von Quentin Lance, der wahrscheinlich den nĂ€chsten endgĂŒltigen Ausstieg bedeutet.

Insgesamt lĂ€sst sich feststellen, dass die zweite Staffel von Arrow bis auf höchstens eine Handvoll Ausrutscher durchgĂ€ngig gute, spannende Superheldenunterhaltung geboten und so die erste Staffel ĂŒber weite Strecken in den Schatten gestellt hat.

Slade Wilson als Bösewicht ist ein GlĂŒcksgriff, den man nicht ohne Weiteres schon ausschalten sollte, was die Autoren ebenfalls berĂŒcksichtigt haben. Das Arrow-Universum wĂ€chst und schlĂ€gt Wurzeln in Areale, die eigentlich Batman vorbehalten sind (die Al-Ghul-Familie, Huntress, Deadshot). Ob dies in der dritten Staffel so bleiben wird, wenn zumindest in den USA mit Gotham parallel eine Batman-Serie entsteht, muss sich zeigen. Außerdem wird es spannend zu sehen sein, ob und inwieweit sich The Flash auf die Geschichten in Starling City auswirken wird. Die Autoren und Macher haben sich jedenfalls einen Vertrauensvorschuss fĂŒr Staffel drei von Arrow verdient.

Verfasser: Adam Arndt am Donnerstag, 15. Mai 2014

Arrow 2x23 Trailer

Episode
Staffel 2, Episode 23
(Arrow 2x23)
Deutscher Titel der Episode
In letzter Sekunde
Titel der Episode im Original
Unthinkable
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Mittwoch, 14. Mai 2014 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Donnerstag, 18. September 2014
Regisseur
John Behring

Schauspieler in der Episode Arrow 2x23

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?