Arrow 2x22

Arrow 2x22

In der Arrow-Episode Streets of Fire passiert so viel wie in manchen Serien in mehreren Folgen. Kein Wunder, wenn eine Mirakuru-Armee an allen Fronten wütet und selbst das Arrow-Team an seine Grenzen gebracht wird.

Szenenfoto aus der Episode „Streets of Fire“ der US-Serie „Arrow“ / (c) The CW
Szenenfoto aus der Episode „Streets of Fire“ der US-Serie „Arrow“ / (c) The CW

Die Episode vor dem zweiten Staffelfinale von Arrow heißt Streets of Fire. Sie beginnt actionreich wie selten zuvor und nimmt das Ende der vorherigen Folge direkt auf. Oliver Queen (Stephen Amell) hat sich zwar einiger Mirakuru-Klonen entledigt, indem er per Explosivpfeil die Decke zum Einsturz brachte, hat aber gleichzeitig auch Laurel (Katie Cassidy) und sich selbst unter Geröll begraben. Beide sind räumlich voneinander getrennt und sein Bogen und sein Köcher sind bei Laurel, die sich damit aus der misslichen Lage befreien soll. Die mit dem Bogen ungeübte Anwältin soll mithilfe eines weiteren Explosivpfeils ein Loch sprengen, damit Ollie zu ihr vordringen kann, was nach dessen Anweisungen auch überraschend gut gelingt. Gemeinsam wollen sie zum Rest des Arrow-Teams aufschließen.

Diggle (David Ramsey) hat es derweil mit Isabel Rochev (Summer Glau) in ihrer Ravager-Verkleidung zu tun. Sie sucht Rache für ihr kurzzeitiges Ableben und kämpft mit Queens Leibwächter, bis Felicity (Emily Bett Rickards) per Van mit Rochev kollidiert und die Flucht ermöglicht. Als diese danach aufsteht, als wäre nichts geschehen, ist den beiden klar, dass sie auch mit Mirakuru behandelt wurde.

Auch bei Officer Lance brennt die Hütte, denn hier wütet ebenfalls ein Deathstroke-Klon im SCPD. Kugeln können dem Monstrum mit Maske nichts anhaben, doch das sieht anders aus, wenn es von Lance mit drei Granaten angegriffen wird. Später erfährt dieser, dass seine Tochter Laurel beim Arrow ist, dem er nun voll und ganz vertraut und auch seinem Vorgesetzten deutlich macht, dass nur der maskierte Held die Situation bändigen kann. Zumindest sollte die Polizei alles daran setzen, ihn in seinem Kampf zu unterstützen. Das sieht sein Chef ein und macht seine Beförderung zum Detective nun auch offiziell.

Währenddessen verhindert Bürgermeister Sebastian Blood (Kevin Alejandro) den Einsatz der Nationalgarde, weil er glaubt, dass die Stadt durch einen eigenen Einsatz an Stärke gewinnen kann. Aus irgendeinem Grund lässt sich Kate Spencer (Chelah Horsdal) von dieser merkwürdigen Argumentation überzeugen und bleibt an seiner Seite, bis einer der Deathstroke-Klone sie einfach so tötet und Bloods Loyalität Slade Wilson (Manu Bennett) gegenüber ins Wanken bringt.

Thea Queen (Willa Holland) wird am Bahnhof derweil von ihrem leiblichen Vater Malcolm Merlyn (John Barrowman) in seinem Dark-Archer-Outfit vor dem Deathstroke-Klon gerettet. Statt ihm allerdings zu vertrauen, reagiert Thea sehr viel rationaler: Sie läuft weg, denn sie weiß, dass er ein Mörder, Terrorist und Psychopath ist, der hinter dem Tod von hunderten Menschen beim Undertaking steht. Merlyn lässt nicht ab, versucht, sie zu überzeugen und kann im direkten Zweikampf auch einen der Mirakuru-Häftlinge besiegen. Merlyn will für Thea da sein, beide haben alles verloren. Nun möchte er sie beschützen oder zumindest in Sicherheit bringen. Doch Thea will nichts von ihm wissen. Mit einer Pistole zielt sie auf ihn und drückt am Episodenende ab. Aber wird Merlyn sich wirklich so leicht ausschalten lassen? Das darf zu bezweifeln sein, oder?

Das Heilmittel als Hoffnung

Szenenfoto aus der Episode %26bdquo;Streets of Fire%26ldquo; der US-Serie %26bdquo;Arrow%26ldquo; © The CW
Szenenfoto aus der Episode %26bdquo;Streets of Fire%26ldquo; der US-Serie %26bdquo;Arrow%26ldquo; © The CW

Das Team Arrow hofft, dass das Heilmittel die Rettung bringt. Ein Kurier der Star Labs befindet sich schon auf dem Weg. Doch sein Wagen wurde angegriffen und Slade hört aus der Distanz die ganze Zeit beim Telefonat mit und kann somit Gegenmaßnahmen einleiten. Für das Arrow-Team genießt das Auffinden des Mittels höchste Priorität. Zunächst will Ollie Laurel nicht zurücklassen, doch sie wirft ganz richtig ein, dass sie seine Hilfe aktuell nicht braucht, der Rest der Stadt aber umso mehr.

Außerdem werde sie sich mit ihrem Vater treffen. Vorher begegnet sie jedoch der zurückgekehrten Sara. Laurel darf endlich mitteilen, dass sie weiß, wer unter der Maske steckt. Sara fühlt sich weder als Heldin noch weiß sie, warum sie wieder da ist. Doch ihre Familie ist hier, wie Laurel wieder treffend einwirft. Kurz darauf darf Canary bei einer Brandsituation die selbstlose Retterin spielen und mehrere Anwesende mit ihrem Mut begeistern. Auch der Heldenname Canary, die Übersetzung ihres Attentäternamens, spricht sich dank Laurel herum.

Angriff der Klonkrieger

Der Rest des Arrow-Teams versucht, per Van zum Kurier zu kommen, doch ein Mirakuru-Krieger verursacht einen Autounfall und verzögert das. Felicity verliert kurzzeitig das Bewusstsein, ist aber glücklicherweise noch am Leben. Mit ein paar Trickpfeilen wird der Angriff der Klonkrieger auch unterbunden und die Spur zum Heilmittel wieder aufgenommen. Doch durch die Ablenkung sind Slades Männer ihnen zuvorgekommen, haben den Kurier umgebracht und das Mittel entwendet.

Da das Verdant nicht mehr als Hauptquartier zur Verfügung steht, wird der Glockenturm als Unterschlupf benutzt. Dorthin wird dann auch Roy verfrachtet. Man überlegt sich außerdem eine neue Taktik, doch zunächst ist Oliver hoffnungslos. Ohne Heilmittel sieht er keine Chance, gegen Slade zu bestehen und er glaubt, als Held versagt zu haben. Felicity darf wieder einmal eine leidenschaftliche Aufmunterungsrede halten und ihn an all seine Heldentaten und die Bösewichte erinnern, die durch ihn gestoppt wurden.

Zum Glück hat Sebastian Blood genug von Slades blinder Rache gegen ganz Starling City, denn es war auch nicht vorgesehen, dass so viele Unschuldige sterben und leiden müssen. Für Slade zählt Starling City zu etwas, das Oliver liebt, weswegen es nur folgerichtig für ihn ist, die Stadt in Schutt und Asche zu legen und zu einem Massengrab zu verwandeln.

Sebastian Bloods Läuterung

Blood entwendet also den Koffer mit dem Heilmittel und kontaktiert Oliver für eine Übergabe. Das Team rechnet mit einer Falle, doch Blood meint den Tausch ernst, auch wenn er unsinnigerweise glaubt, dass er nach dem ganzen Vorfall normal in sein Amt zurückkehren und die Stadt wieder aufbauen kann. Allerdings hat er das Wissen über Olivers Doppelleben auf seiner Seite. Wenn er der Öffentlichkeit von Brother Blood erzählt, dann weiht er diese über „The Arrow“ ein. Zuvor lässt Blood aber noch andere essentielle Informationen fallen, etwa, dass die eine Person, die laut Slade noch sterben soll, diejenige ist, die Oliver am meisten liebt.

Nur: Wen liebt er am meisten? Laurel? Sara? Thea? In letzter Zeit haben die Autoren den Verdacht sehr stark auf Sara gerichtet. Es liegt nahe, dass Slade erst jetzt entdeckt, was einen Helden ausmacht. Zum einen wegen der Situation, die ihn auf der Insel zum Überschnappen gebracht hat, und zum anderen, da Sara sich selbst die Schuld für einiges gibt - und eben auch die Liebschaft an Olivers Seite ist. In der nächsten Folge werden wir wohl sehen, ob es dazu kommt.

Die letzte Stunde von Sebastian Blood hat aber bereits geschlagen, als Isabel ihn besucht, Slade anruft und dieser sich von ihm verabschiedet. Mit gleich zwei Schwerthieben wird der Bürgermeister, der mit seinen letzten Worten Starling City seine Liebe gesteht, erstochen und kann wohl doch nicht in sein Amt zurückkehren. Passenderweise liegt auch noch die Brother-Blood-Maske neben seiner Leiche. Sofern er tatsächlich verstorben ist, hat die Polizei also reichlich Hinweise, um ihn mit allem in Verbindung zu bringen.

Wir sehen zwar seine Leiche, aber bei Comicadaptionen kann man sich bezüglich des Todes ja nie so richtig sicher sein - was auch schon Malcolm Merlyns „Ableben“ im ersten Staffelfinale gezeigt hat. Wer wird jetzt eigentlich Bürgermeister? Ob das erneut ein Thema in der kommenden Staffel sein wird? Kritisieren könnte man an Bloods Sinneswandel, dass dieser genau zum passenden Zeitpunkt für die Helden kommt, die ohne dessen Hilfe wohl wahrlich aufgeschmissen wären. Das gesamte Timing in der Stadt haut einfach bequemerweise überall hin, ob nun bei Merlyns Eingreifen, Saras Auftauchen oder Felicitys Rettung. Aber darüber wollen wir gar nicht zu viel mäkeln.

Funktioniert das Heilmittel?

Als Versuchskaninchen für das Heilmittel soll Roy (Colton Haynes) herhalten, der in dieser zweiten Staffelhälfte fast so wirkt wie ein Daily-Soap-Charakter, da er ständig aus irgendeinem Grund im Koma liegt. Kurz bevor Oliver ihm das Heilmittel durch den charakteristischen roten Pullover (!) stechen kann, zögert er. Quentin Lance ruft nämlich an und gibt den Hinweis, den Fernseher einzuschalten. Etwas, das wie die US-Armee aussieht, macht die Fluchtwege von Starling City dicht. Man kommt schnell zur Einsicht, dass das nicht die US-Armee selbst sein kann. Also wird Amanda Waller (Cynthia Addai-Robinson) bei ARGUS angerufen, die tatsächlich dahintersteckt.

Bevor Slade und seine Mirakuru-Monster obsiegen, würde sie eher Starling City per Bombenangriff dem Erdboden gleichmachen, auch wenn das bedeutet, mehr als eine halbe Million Menschen zu opfern. Ziemlich drastisch, diese Frau. Allerdings hatte ihr Oliver einmal gesagt, dass es kaum möglich ist, die Mirakuru-Menschen anders aufzuhalten. Dass Oliver ein Heilmittel hat, wusste sie indes nicht und gibt ihm bis zur Morgendämmerung Zeit, um Slade und den Rest damit aufzuhalten.

Raising the Stakes oder die Freude, ganze Städte in die Luft zu jagen

Es ist immer wieder erstaunlich, wie Organisationen der Marke ARGUS oder auch die Schattenbosse von S.H.I.E.L.D. in „Marvel's The Avengers“ in fiktionalen Werken bereit zu sein scheinen, ganze Städte in die Luft zu sprengen, um die Welt zu „retten“. Immer wieder sieht man diese Trope, auch bei Christopher Nolans „The Dark Knight Rises“ kam eine Abwandlung davon zum Einsatz. In der Mehrheit der Fälle ist der Held in der Lage, alle im letzten Moment zu retten. „Raising the Stakes“ nennt man das Ganze im Englischen (im Deutschen in etwa „Die Einsätze erhöhen“). Damit soll die Dringlichkeit der Gefahrensituation untermauert werden. Das darf man allerdings nicht allzu oft machen, weil sich das sonst sehr leicht abnutzen kann. Hier wirkt es außerdem überdrastisch. Wenn ARGUS Slade doch schon im Auge hatte und vielleicht von Mirakuru weiß, warum ist es dann Oliver, der als einziger auf die Idee kam, nach einem Heilmittel zu forschen? Und warum will ARGUS immer alles und jeden in die Luft sprengen (siehe Suicide Squad)?

Torpedo bereit machen, Anatoly

Oliver und Anatoly (David Nykl) planen im Flashback, Sara aus Slades Fängen zu befreien. Dafür nähert man sich bis auf zehn Meter an die Amazo heran, damit Oliver hinschwimmen kann. Sollten die beiden innerhalb einer Stunde nicht zurückkehren, so soll Anatoly mit dem letzten Torpedo, der nur in einer geraden Linie schießen kann, auf den Frachter schießen und ihn versenken.

Ollie findet Sara recht schnell. Statt mit Sara zu fliehen, will Oliver seinen ehemaligen Freund Slade nicht einfach so zurücklassen - und das, obwohl Sara einfach nur weg und ihre Familie sehen möchte. Sara will nicht allein von Bord gehen und so machen sie gemeinsame Sache. In Slades Quartier findet Ollie sein Bogenschützenequipment, doch bald kommt Slade mit zwei Handlangern dazu und hat das in der Hand, was die beiden suchen. Slade lässt sich wohl nicht so einfach heilen.

Der Moment, der zeigt, wie Slade sein Auge verliert, steht wohl sehr kurz bevor. Hoffentlich wird das Ganze noch etwas mitreißender als die letzten paar Kapitel des Rückblicks. Aber darüber haben wir an dieser Stelle schon ausführlich genug gesprochen.

Fazit

Szenenfoto aus der Episode %26bdquo;Streets of Fire%26ldquo; der US-Serie %26bdquo;Arrow%26ldquo; © The CW
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Action, Action, Action und an die shipper denken! Das ist das Motto der Episode Streets of Fire der US-Serie Arrow. Laurel kommt sehr stark herüber und darf ihren ersten Pfeil abschießen. Sara plagen Selbstzweifel, sie wird aber durch die Heldentat wieder aufgebaut. Felicity darf Isabel überfahren und aufbauende Ansprachen halten sowie eine Umarmung von Ollie kassieren. Und Thea misstraut ihrem Retter statt blindlings mit ihm mitzugehen. So gefallen die weiblichen Protagonisten.

Dazu kommt es zur Rückkehr von Merlyn, zum vorläufigen Ende von Sebastian Blood, zur Beförderung von Quentin, zur Zusammenarbeit mit dem SCPD und zu einer schwer zu bewältigenden Situation in Starling City. Auch wenn die Bombenstimmung von ARGUS nur bedingt nachzuvollziehen ist und die Flashbacks weiterhin vor sich hinplätschern, kann man sich auf das letzte Kapitel in der zweiten Staffel von Arrow freuen. Diese Folge jedenfalls stellt einen Actionhöhepunkt dar. Dem Trailer nach zu urteilen, wird es im Finale ebenfalls ordentlich krachen.

Trailer zur Episode Unthinkable (2x23) der US-Serie Arrow:

Verfasser: Adam Arndt am Donnerstag, 8. Mai 2014

Arrow 2x22 Trailer

Episode
Staffel 2, Episode 22
(Arrow 2x22)
Deutscher Titel der Episode
Brennende Straßen
Titel der Episode im Original
Streets of Fire
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Mittwoch, 7. Mai 2014 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Donnerstag, 11. September 2014
Regisseur
Nick Copus

Schauspieler in der Episode Arrow 2x22

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