Arrow 2x21

Arrow 2x21

Im Mittelpunkt der Arrow-Episode City of Blood steht der Verlust aus der letzten Episode und wie die Figuren diesen verkraften. Auch im politischen Rennen hat sich etwas getan. Starling City muss sich ebenfalls auf einiges gefasst machen.

Szenenfoto aus der Episode „City of Blood“ der US-Serie „Arrow“ / (c) The CW
Szenenfoto aus der Episode „City of Blood“ der US-Serie „Arrow“ / (c) The CW

In der Arrow-Episode City of Blood heißt es Abschied nehmen, denn die Figur Moira (Susanna Thompson) wird zur Grabe getragen, nachdem Slade Wilson (Manu Bennett) sie ermordet hat. Ob er Oliver Queen (Stephen Amell) dabei wirklich eine Wahl ließ oder dies mit Kalkül geschehen ist, klärt die Folge ebenfalls auf. Jedenfalls ändert sich dadurch für unsere Helden einiges.

Moira wird die letzte Ehre erwiesen

Zur Beerdigung Moiras sind fast alle da. Auch Ex-Mann Walter (Colin Salmon) leistet der Familie Beistand in dieser schweren Stunde. Einzig Oliver lässt sich nicht blicken, weder bei der Beerdigung noch der anschließenden Trauerfeier. Er ist seit einigen Tagen spurlos verschwunden und nicht einmal Felicity (Emily Bett Rickards) oder Diggle (David Ramsey) können ihn ausfindig machen. Gleichzeitig ist mit Moiras Tod das Rennen um die Bürgermeisterschaft entschieden und Sebastian Blood (Kevin Alejandro) wird in sein Amt eingeschworen. Er verspricht, dass die Stadt unter ihm das bekommt, was sie verdient.

Auf der Beerdigung gibt sich auch Isabel Rochev (Summer Glau) als lebendig zu erkennen, was vor allem Felicity und Diggle stutzig macht, glaubten sie doch, dass sie bei ihrem letzten Treffen zu Tode kam. Außerdem hatten sie sich bereits kürzlich gewundert, warum ihr Ableben nirgendwo aufgegriffen wurde. Nun wissen sie also Bescheid, was ihre Alarmglocken aufklingeln lässt.

Thea muss derweil ohne ihren Bruder die Kondolenzbekundungen der Anwesenden entgegennehmen. Immerhin hat sie Walter an ihrer Seite, dem sie ihre Enttäuschung über Olivers Verhalten anvertrauen kann. Sie ist weiterhin sauer darüber, dass Oliver vor ihr geheimgehalten hat, dass er Slade von seinem Inselaufenthalt kennt und mitzuverantworten hat, dass es soweit kommen konnte. Allerdings wirft das auch die Frage auf, ob die Familie bekannt gemacht hat, wer für den Mord (und vorher auch schon für Theas Entführung) verantwortlich zeichnet.

Detective Laurel Lance

Die Frage wird alsbald auch im SCPD aufgegriffen, wo Quentin (Paul Blackthorne) und Laurel Lance (Katie Cassidy) sich unterhalten. Quentin lässt nach Wilson fahnden. Von dem fehlt jedoch jede Spur, als wäre er ein Geist. Laurel, die inzwischen über Olivers Zweitidentität weiß, möchte ihren Vater erneut auf die Fährte von Sebastian Blood lenken, der als Brother Blood bereits einiges Unheil (darunter Laurels Entführung) angerichtet hat. Laurel begründet dies mit ihrem Bauchgefühl, ihr Vater zweifelt jedoch aufgrund ihrer Trunkenheitsphase noch an ihr.

Laurels Bauchgefühl ist, wie die Zuschauer schon lange wissen, jedoch richtig. Und nachdem er Blood in Amt und Würden gebracht hat, gibt er sich am Telefon als sein Vater aus und fordert nun seine Gegenleistung. Laurel gibt nicht nach und kommt unter dem Vorwand, dass sie Bloods Unterstützung für ein Wohnungsprojekt zugunsten unterpriviligierter Menschen haben möchte, in dessen Büro. Dort hinterlässt sie eine für die Zuschauer gut sichtbar rot blinkende Wanze, die Quentin, ihr und einem Mitarbeiter die Möglichkeit verschafft auf Bloods Computer zuzugreifen.

Dort finden sie tatsächlich den Beweis, denn sie brauchen, um Slade und Blood auffliegen zu lassen. Bereits einen Tag vor Moiras Ableben, hatte Blood nämlich einen Nachruf für sie verfasst, der Zeitstempel des Dokuments beweist dies. Während die Queens also ein Tief nach dem nächsten Erleben, darf sich Laurel wieder aufrappeln und beweisen, dass sie sie eine Spürnase für Verbrechensaufklärung hat und das Zünglein an der Waage darstellen kann. Nach ihrer eigenen Storyline, die sie ganz unten zeigte, ist ihre Entwicklung in den letzten Episoden nur zu begrüßen.

Wo ist Oliver Queen hin?

Als sich die Mittel von Felicity und Diggle erschöpfen, kommt Diggle auf den rettenden Einfall. Er fragt bei A.R.G.U.S. und Amanda Waller (Cynthia Addai-Robinson) nach Hilfe und nimmt Felicity einfach mit. Diese ist beeindruckt von den Mitteln, die die Agenten hier zur Verfügung haben und kommt aus dem Staunen kaum heraus. Waller ist nach den Ereignissen aus Suicide Squad nicht sonderlich gut auf Diggle zu sprechen, denn schließlich hat er ihre Befehle missachtet und fast für eine diplomatische Krise gesorgt.

Als er ihr dann jedoch mitteilt, was Blood und Wilson mit der Mirakuru-Armee planen, ist sie doch bereit ihnen zu helfen. Denn wie sich herausstellt, hat Oliver eine Zweihöhle, von der so gut wie niemand weiß. Interessant ist also, dass sie davon weiß, während sie bei Slades Plänen vollkommen ahnungslos ist. So gut scheint A.R.G.U.S. dann doch nicht informiert zu sein oder konzentrieren sie sich nur auf andere Dinge? Allerdings hatte doch schon Oliver sie um Hilfe gebeten, was Deathstroke und Slade Wilson angeht und die Organisation, hatte ihn auf dem Schirm. Ganz konsequent sind die Autoren hier also offenbar nicht. Ein kurzer spekulativer Gedanke zu A.R.G.U.S.: Könnte dies vielleicht der neue Arbeitgeber des Arrow-Teams in Staffel 3 werden?

Die Zweithöhle ist jedenfalls bitter nötig, denn das Verdant und das dazugehörige Areal mit dem Stahlwerk gehört Queens Consolidated und damit Isabel Rochev, welche Thea auch Papiere überreicht, die vorsehen, dass sie einige Tage hat, um zusammenzupacken. Wann wird aber Team-Arrow davon erfahren? Ist genug Zeit um von Höhle zu Höhle zu ziehen?

Als sie Oliver in seiner „Festung der Einsamkeit“ finden, ist dieser ein Häufchen Elend, das bereit ist aufzugeben und sich Slade auszuliefern. Er bereut seine Entscheidung, dass er ihn vor fünf Jahren nicht geheilt hat, denn so wäre es nicht zu den Todesfällen und Slades Rachefeldzug gekommen. Er glaubt, dass der letzte Tote, von dem Slade sprach, Oliver selbst sein muss und es dann vorbei wäre. Es ist ausgerechnet ein Spruch von Ivo, denn Peter auf der Insel zitiert hat, der Olivers Entschluss unterstreicht: Manchmal bedeutet es ein Held zu sein, wenn man sich für andere opfert.

Doch das sieht Felicity anders. Ohne ihn, wäre sie nicht die Person, die sie heute ist und würde vielleicht ihrer Mutter, die als Cocktailkellnerin in Las Vegas gearbeitet hat, nacheifern. Das hat also Felicitys Mutter einmal gemacht! Dass es weitere Hintergründe zu ihr und ihrer Familie gibt, wurde bereits von den Produzenten angedeutet. Mehr dazu wohl in der nächsten Staffel.

Oliver glaubt, dass das Selbstopfer der einzige Weg ist und verabredet sich mit Slade am Pier - zuvor war er noch bei Walter und Thea aufgetaucht und erfuhr, dass Thea aus Starling City verschwinden will. Oliver plant, sich Slade auszuliefern. Doch genau das wird von seinem Team unterbunden. Und damit nicht genug, denn es folgt ein Moment, dem man wohl schon seit Serienbeginn entgegengefiebert hat: Laurel ist in der Arrow-Cave und vertraut Oliver an, dass sie Bescheid weiß.

Oliver gesteht dabei, dass er tagtäglich daran gedacht hat, ihr gegenüber ehrlich zu sein. Am ehesten war er wohl am Tag des Undertakings davor. Allerdings wollte er sie nicht in Gefahr bringen und Laurel war nicht immer besonders gut auf the Arrow zu sprechen. Doch sie steht völlig hinter ihm und versucht an den Helden in ihm zu appellieren, der in ihren nicht aufgeben sollte, sondern für andere kämpfen.

Was Oliver wohl schlussendlich zum Umdenken bringt, ist Laurels Information, dass Sebastian Blood und Slade Wilson unter einer Decke stecken und das Laurel den Beweis dafür in Form des frühzeitig verfassten Nachrufs beziehungsweise Kondolenzstatements hat. Slade hat Moira also nicht (nur) aus Rache getötet, sondern damit Blood Bürgermeister werden kann.

Alsbald gibt sich Oliver Blood in der Öffentlichkeit zu erkennen, denn Blood wollte bereits vorher mit ihm reden, offiziell um ihn sein Beileid auszudrücken. Aber Oliver gibt ihm beim Abendessen zu verstehen, dass er weiß, mit wem er unter einer Decke steckt. Blood lässt sich nicht von seiner Vision für die Stadt abbringen und Oliver greift zum Messer, kann es jedoch nicht wagen, den Bürgermeister öffentlich zu verletzten. Hier muss man sich erneut fragen, ob das der schlauste Schritt Olivers war oder ein erneut Beweis für seine unreflektierte Impulsivität. Statt den Informationsvorsprung zu nutzen, geht der plump zum Fast-Angriff über. Slade und Blood hingegen bringen im Hintergrund ihre Pläne und Armee voran. Was Taktik angeht, muss Oliver noch einiges lernen.

Team Arrows Plan

Die Zeit drängt allerdings auch, weswegen ein ausgeklügelter Plan wohl nicht machbar ist. Laurel bietet ihre Hilfe als Augen und Ohren an, doch Oliver will nicht, dass sie in Gefahr gerät. Wenn er sie allerdings kennen würde, dann wüsste er, dass sie genau das machen wird, egal was er sagt.

Team-Arrow möchte sich dem Feind über die Kanalisation nähern. Diggle soll eine Bombe anbringen, die einen Häuserblock auf die Mirakuru-Armee stürzen lässt, Oliver greift derweil an, wird jedoch von vereinzelten Gegnern mit Mirakuru im Blut in Schach gehalten. Felicity sorgt im Van für die Orientierung und Überwachung. Doch man hat sich offensichtlich zuviel zugetraut.

Szenenfoto aus der Episode %26bdquo;City of Blood%26ldquo; der US-Serie %26bdquo;Arrow%26ldquo; © The CW
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Slade ist nämlich hervorragend ausgestattet und hat wieder mal an alle Eventualitäten gedacht.

Oliver kann schon mit einem Mirakuru-Gegner kaum mithalten, da sind mehrere noch viel härter. Es kommt also soweit, dass einer der Deathstroke-Klone ihn fast erwürgt - bis Laurel die Situation rettet, aber dadurch nun gemeinsam mit Arrow in der Zwickmühle sitzt. Erst durch einen Explosivpfeil, der den Clonestrokes den Weg abschneidt, kann die Situation entschärft werden.

Gleichzeitig sind vereinzelte Schläfer an anderen Orten positioniert, sodass der Plan alle zu begraben, der wie Felicity richtig anmerkt Mord wäre, gar nicht aufgehen kann. Diggle wird von Isabel aka Ravager (sie sieht in dem Dress zumindest der Figur in den Comics ähnlich) überrascht, die sich nun dafür revanchieren will, das er sie erschossen hatte. Im Polizeireview wird ebenfalls ein Verbrecher eingeschleust, der sich um 21 Uhr als Deathstroke-Angehöriger offenbart und Quentin Lance und die Polizisten angreift. Wieder einmal ein Kompliment für Slade Wilson, der die Polizei ausschalten, damit sie nicht angreifen kann, während seine Armee die Stadt terrorisiert. Auch Felicity hat ihre Schwierigkeiten ihrem Team zu helfen, immerhin kriegt sie einen Anruf der S.T.A.R. Labs. Ist das Heilmittel womöglich einsatzbereit? Das wäre der einzige Lichtblick in dieser Situation.

Szenenfoto aus der Episode %26bdquo;City of Blood%26ldquo; der US-Serie %26bdquo;Arrow%26ldquo; © The CW
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Last but not least, ist auch Thea am in Gefahr denn statt am Flughafen zu warten ist sie zu Bahnhof gegangen um aus der Stadt zu verschwinden. Dort ist ein Klonkrieger ins Spiel gebracht worden, der es geschafft hat sie zu lokalisieren und nun Theas Leben bedroht. Am Flufhafen mit der sehr gewissenhaften Airportsecurity wäre das wohl nicht passert. In der ganzen Stadt machen sich nun außerdem viele weitere aufgepumpte Sträflinge im Auftrag Slade Wilsons zum Angriff bereit. Die Episode fühlt sich stark nach einer klassischen Doppelepisode an, denn alles bleibt in der Schwebe und wird wohl frühestens beim nächsten Mal geklärt werden. Gleich eine handvoll von Situationen muss dann also aufgelöst werden. Spannend!

Flashback: Torpedo-Time

Der Vollständigkeit halber noch ein paar kritische Worte zum Flashback. Dieses Stilmittel wirkt immer mehr wie ein Filler. Wir wissen zwar, dass es noch zu großen und wichtigen Ereignissen kommen muss - etwa der Konfrontation, die damit endet, dass Slade sein Auge verliert und für tot gehalten wird. Aber die Vergangenheitshandlung steht immer öfter im Schatten der viel mitreissenderen Gegenwart. Die Macher sollte sich einen guten Twist überlegen, um wieder Spannung reinzubringen oder in der dritten Staffel überlegen mit der Zweiteilung zu brechen. Noch sind zwar nicht alle fünf Jahre erzählt, zuletzt war schon oft die Luft raus, wenn man mal den Angriff auf die Amazo ausklammert.

Diesmal schaffen es Ollie, Sara (Caity Lotz), Peter (Sean Rogerson) und Anatoly (David Nykl) an Bord des U-Boots, wo sie hoffen das Torpedo-System zum Laufen zu bringen, um damit die das Boot wieder fahrbereit zu machen und die Amazo angreifen zu können. Die Hoffnung liegt auf Anatoly, der die russischen Modelle kennt, aber hier nur improvisieren kann.

Dennoch kommt heraus, dass die Torpedos nur manuell, also per Menschenhand gesteuert werden können und somit zum Selbstmordkommando für denjenigen werde, der sich dafür bereit erklärt. Es ist Peter, der sich opfert und dafür Olivers Anerkennung erhält. Die Parallele zu Oliver in der Gegenwart ist natürlich, dass dieser sich Slade opfern möchte und damals sich nicht traute für das Wohl der Gruppe zu sterben. Sara soll sich derweil in sichere Entfernung begeben, damit ihr nichts passiert.

Der Eigenbeschuss geht auf und Oliver und Anatoly gelingt es das Boot wieder zum Laufen zu bringen, allerdings scheint nun Sara in Gefahr zu schweben. Ob Slade sie nun hat oder vielleicht hiermit zwischenzeitlicher Abschied zur League of Assassins eingeleitet werden soll, muss sich in der nächsten Ausgabe zeigen.

Fazit

Szenenfoto aus der Episode %26bdquo;City of Blood%26ldquo; der US-Serie %26bdquo;Arrow%26ldquo; © The CW
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Über fehlende Action kann man sich in der Arrow-Episode City of Blood sicherlich nicht beschweren. Dafür aber über zu impulsive und unüberlegte Handlungen der Helden, die den Bösewichten ermöglichen die Oberhand zu behalten. Mehrere Cliffhanger sorgen dafür, dass die Wartezeit bis zur nächsten Episode für den ein oder anderen unerträglich wird.

Ein toller Moment dieser Episode ist derjenige, als Laurel in der Arrow-Cave erscheint und endlich mal miteinander Klartext geredet wird.

Weitere Momente, die sich das Prädikat bad ass verdienen sind das Debüt von Isabel als Ravager sowie der Anblick der Mirakuru-Armee. Ansonsten ist die mustergültige Demontage der Queen (Halb-)Geschwister durch Slade Wilson zu nennen, welche geliebte Menschen, Vermögen, Immobilien, Hauptquartiere und Jobs verlieren und nun vor einem Scherbenhaufen stehen und trotzdem keine Zeit für eine Verschnaufpause erhalten. Können die Helden noch gewinnen? Kommt das Heilmittel rechtzeitig? Gibt es vielleicht eine dritte Fraktion, die die Wende bringen könnte? Mehr in der nächsten Folge.

Achtung Spoiler! Videovorschau auf die nächste Arrow-Episode Streets of Fire (2x22):

Verfasser: Adam Arndt am Donnerstag, 1. Mai 2014

Arrow 2x21 Trailer

Episode
Staffel 2, Episode 21
(Arrow 2x21)
Deutscher Titel der Episode
Die Schlacht beginnt
Titel der Episode im Original
City of Blood
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Mittwoch, 30. April 2014 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Donnerstag, 4. September 2014
Regisseur
Michael Schultz

Schauspieler in der Episode Arrow 2x21

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