Arrow 2x19

© zenenfoto aus der Episode âThe Man under the Hoodâ der US-Serie âArrowâ / (c) The CW
In der Episode The Man under the Hood der US-Serie Arrow ĂŒberschlagen sich einmal mehr die Ereignisse. Unsere Helden versuchen proaktiv, die nĂ€chsten Schritte von Slade Wilson (Manu Bennett) zu antizipieren - jedoch mit gemischtem Erfolg. Nebenbei geht Laurel (Katie Cassidy) der Frage nach, ob ihr Exfreund wirklich der maskierte Vigilant ist, und sieht dabei immer mehr ZusammenhĂ€nge. Die Episode ist wieder einmal vollgepackt mit EnthĂŒllungen und Wendungen.
Einen Schritt voraus...
Am Ende der vorherigen Episode hat Oliver Queen (Stephen Amell) seinem ehemaligem Inselkumpel Slade Wilson gegenĂŒber seinem Team den Kampf angesagt. Slade hatte ĂŒber seine Mitverschwörerin Isabel Rochev (Summer Glau) Queens Consolidated ĂŒbernommen und somit nun noch mehr Ressourcen, um die Mirakuru-Massenproduktion anzuschieben. Damit hat er die Queens natĂŒrlich entschieden geschwĂ€cht. Das Arrow-Team denkt mit und sprengt in einer Nacht- und Nebelaktion die Entwicklungsabteilung von Queens Consolidated in die Luft, denn dort lagern bekanntlich einige nĂŒtzliche Gadgets oder Innovationen, die Slade fĂŒr seine Zwecke missbrauchen könnte. Es dauert nicht lange und Isabel Rochev nennt dies einen terroristischen Akt, der sich gegen die Bewohner der Stadt richtet, die auf die Forschungen dort angewiesen wĂ€ren. Allerdings ist das nicht der einzige Ort in Starling City, wo man Instrumente wie eine Zentrifuge finden kann.
Obwohl Rochev nun die Mehrheit der Firmenanteile gehören, versichert der Familienanwalt den Queens, dass sie immer noch ihre Aktien, die aber fast wertlos sind, und einige andere VermögensgegenstÀnde retten können. Zumindest, solange Moira (Susanna Thompson), Oliver und Thea (Willa Holland) schnell handeln und die entsprechenden Dokumente unterzeichnen. Thea ist allerdings nach der Nachricht, dass sie das Kind von Malcolm Merlyn ist, auf den Rest ihrer Familie nicht sonderlich gut zu sprechen. Oliver möchte die Wogen glÀtten, doch stÀndig macht ihm seine ZweitidentitÀt einen Strich durch die Rechnung.
Moira weiht Oliver derweil ĂŒber Isabel ein - auch wenn das vielleicht nun etwas zu spĂ€t kommt. Demnach hatten sie und Robert Queen eine AffĂ€re. Sie war damals noch eine Wirtschaftsstudentin und Praktikantin in der Firma. Damit sind Ollie und sein Vater eskimo brothers, wie es in der Comedyserie The League genannt werden wĂŒrde, denn sie haben mit der gleichen Frau geschlafen.
Trotz dieses Schocks muss Oliver Thea finden, denn die Zeit drĂ€ngt. Im Verdant ist sie nicht und auch Roy (Colton Haynes) hat seine Wohnung ausgerĂ€umt und die Stadt ĂŒberstĂŒrzt verlassen. DafĂŒr ist ein anderer ĂŒberraschender Gast in der Arrow-Cave: Deathstroke. In einer tollen Sequenz, die vor Coolness nur so strotzt, muss das Arrow-Team deutlich den KĂŒrzeren ziehen. Sara (Caity Lotz) wird von Slade an der Gurgel genommen und durch den Raum geworfen, mit Diggle zerstört er Glasvitrinen und auch Oliver knockt er mĂŒhelos aus. Wie sich spĂ€ter herausstellt, war Slade nicht unbedingt da, um das Team zu besiegen, sondern, um den Skeleton Key zu holen, mit dem man jedes Schloss öffnen kann und mit dem sich das Team am Anfang der Episode Zugriff zur Forschungsabteilung verschafft hat. Slade möchte damit das nĂ€chste PuzzlestĂŒck in seinem Plan zusammensetzen. Nebenbei befördert er Sara ins Krankenhaus, wo auch die besorgte Laurel dazukommt und mehr ĂŒber die Narbenvergangenheit ihrer Schwester erfĂ€hrt.

Laurel weiĂ Bescheid
Laurel zweifelt offenbar ein wenig an den Worten Slades bezĂŒglich Olivers Doppelleben. Dennoch trĂ€gt sie an einer Wand in ihrer Wohnung einige Hinweise und Indizien zusammen, folgt Oliver und Co und wird im Krankenhaus durch den mehr als gesprĂ€chigen Doktor darauf aufmerksam gemacht, dass Sara an ihrem ganzen Körper mit Narben ĂŒbersĂ€t ist. Plötzlich kann sie einige Erinnerungen in einen neuen Kontext setzen - etwa Olivers Narben - und so bestĂ€tigen, was ihr Slade anvertraute. Gleichzeitig kann sie Sara Canary zuordnen. Die lausige Ausrede des gemeinsamen Motorradunfalls zieht bei all ihrem Wissen nĂ€mlich nicht.
Ihr Vater Quentin, der fĂŒr seine GesetzesbrĂŒche nun fĂŒr 18 Monate ins GefĂ€ngnis soll und seinen Job verloren hat, wird von einem Mitgefangenen in Iron Heights verprĂŒgelt und schwer verletzt, nachdem dieser die WĂ€rter ĂŒberwĂ€ltigen hat können. Einen Krankenbesuch beim Vater will Laurel nutzen, um ihm zu helfen, indem sie ihr Wissen mit ihm teilt. FĂŒr Quentin jedoch, der eine Zeit lang selbst unbedingt wissen wollte, wer unter der Kapuze steckt, ist der Vigilant als Symbolfigur viel wichtiger denn als konkreter Mensch, mit dem er mitfĂŒhlen könnte, weil der ebenfalls Freunde und Familie hat. Die Arbeit auĂerhalb des Gesetzes ist wertvoller, als seine eigene Haut zu retten.
Das sieht auch Laurel mit ihrem Wissen ein und schaltet stattdessen wieder in den Anwaltsmodus um. So greift sie erneut zur Erpressung, um ihren Willen erfĂŒllt zu bekommen. Ihr Vater soll nicht nur freigelassen werden, sondern auch seinen Job wieder erhalten. Siehe da - das funktioniert auch ein zweites Mal. Wobei die Regel der drei besagt, dass das wohl das letzte Mal sein könnte, wo dieses Mittel hilft, wie auch ihre Vorgesetzte bereits warnt.
Die drei Lances scheinen nun also allesamt periphere Mitglieder oder UnterstĂŒtzer des Vigilanten zu sein. Das macht Laurel selbst auch noch einmal deutlich, als sie Oliver im Club eine Umarmung gibt und ihm mitteilt, wie wichtig er ihr ist. Interessant ist nun ihr Wissensvorsprung und die umgekehrte Dynamik, die das zwischen den Figuren eröffnet. Die lĂ€ngste Zeit hat Ollie etwas vor Laurel verborgen - nun ist sie am Zug.
Star Labs

ZurĂŒck zu Slades PlĂ€nen: Dieser hat nĂ€mlich die Star Labs in Starling City im Visier, wo Cisco (Carlos Valdes) und Caitlin (Danielle Panabaker) sind - beide Teil des Flash-Casts. Nach dem Vorfall in Central City, der Barry Allen ins Koma gebracht hat, betreiben sie hier Inventur. Dieses Lagerhaus soll abgewickelt werden, weil die Reaktorkatastrophe einige Todesopfer gefordert hat. Das hindert Slade aber nicht daran, etwas zu shoppen. Mit dem Widerstand der beiden Technikfreaks hĂ€tte er dabei sicherlich nicht gerechnet. Caitlin kommt die Idee, ihn mit einer besonderen Waffe zu beschieĂen, die ihn auch tatsĂ€chlich an der Verfolgung der beiden hindert. Das, was er sucht, nimmt Slade dennoch mit. Es ist eine Apparatur, mit der man bis zu 20 Menschen gleichzeitig das Blut eines einzelnen transferieren kann. Perfekt also fĂŒr Mirakuru.
FĂŒr Felicity (Emily Bett Rickards) sind die beiden Star-Lab-Angestellten keine Unbekannten und sie kommen auch etwas ĂŒber Barry ins Plaudern, der stĂ€ndig von einer gewissen Iris besucht wird. Comicfans wissen, um wen es sich hier handelt und Felicity hat wohl allen Grund, eifersĂŒchtig zu sein.
Was die entwendete Apparatur angeht, so glaubt Oliver, dass man Slade sie benutzen lassen sollte. Er geht nĂ€mlich davon aus, dass er sich selbst daran anschlieĂt, um neue Mirakuru-Soldaten zu bekommen. Wieder einmal denkt er nicht taktisch und weit genug. Slade ist nicht der einzige in Starling-City mit Mirakuru-Blut...
Nach vielen Versuchen gewĂ€hrt Thea Ollie nun die Möglichkeit zur Rechtfertigung, denn durch Isabel hat er erfahren, dass Robert sehr wohl wusste, dass Thea nicht sein Kind ist. Isabel hat geglaubt, dass sie und Robert Seelenverwandte waren, die ein neues Leben miteinander beginnen wollten. Doch nach einem Unfall Moiras wĂ€hrend der Schwangerschaft, kehrte er dann wieder zu seiner Familie zurĂŒck, obwohl Thea Merlyns Kind war. Dieses Wissen will Oliver mit Thea teilen, doch wieder kommt ein Anruf dazwischen. Diesmal von Felicity und zwar darĂŒber, dass die Energiesignatur der GerĂ€tschaft geortet wurde. Thea hasst es, immer die zweite Geige zu spielen und verschwindet. Oliver geht derweil der Spur nach.
Mirakuru-Massenproduktion

Als Oliver ankommt, traut er seinen Augen nicht. 20 Gefangene sind an die Apparatur angeschlossen und es ist nicht Slade, der als Wirt dient, sondern Roy, der das Team zuletzt niedergeschlagen und wĂŒtend verlassen hatte. Slade und Isabel kommen hinzu und teilen ihm mit, dass sie ihn in BlĂŒdhaven (in den Comics die Heimat von Nightwing) aufgelesen haben und er kaum Gegenwehr geliefert hat. Slade warnt Oliver zwar, dass es tödlich enden könnte, wenn er ihn mittendrin aus der Apparatur holt, aber dennoch schieĂt er nach einem kurzen, aber ansehnlichen Kampf mit Slade und Isabel auf die Maschine. AuĂerdem erhĂ€lt er UnterstĂŒtzung von Diggle, der Isabel niederschieĂt, und flieht mit Roy durch die Decke. Besonders toll ist die Pfeilabwehr Slades mit seinem Schwert.
In der Arrow-Cave stellt sich nun die Frage, wie man mit dem lÀdierten Roy umgehen soll. Oliver hat eine Dosis Mirakuru. Damit möchte er ein Gegenmittel synthetisieren. Dass das möglich ist, hat er vor seinem Team bisher verborgen. Doch wie den Zuschauern die Inselhandlung verrÀt, ist es Ivo bereits gelungen. Allerdings haben Sara und Oliver ihm damals versprochen, dass sie ihn von seinen Qualen erlösen, wenn er ihnen davon erzÀhlt. Das Gegenmittel befand sich auf dem Frachter. Ob die beiden es erreichen konnten, ist bislang offen.
Warum Oliver davon in der Gegenwart nichts erzĂ€hlt hat, begrĂŒndet er mit Scham. Anstatt das Heilmittel an Slade anzuwenden, entschied er sich dafĂŒr, ihn zu âtötenâ, was bekanntlich wenig erfolgreich war. Weiterhin jagen die Verfehlungen der Vergangenheit, oft eben auf der Insel, Olivers Handeln in der Gegenwart. HĂ€tte er sich damals anders entschieden, hĂ€tte er Slade nun nicht zum Gegner. Allerdings erklĂ€rt das nur bedingt, warum er Roy zunĂ€chst bei sich aufnimmt, ihm vorschreibt, wie er sich seiner Schwester gegenĂŒber zu verhalten hat, um ihn dann ziehen und direkt in Slades HĂ€nde fallen zu lassen. Ohne die menschlichen Fehler Olivers wĂ€re die Serienhandlung aber nur halb so dramatisch.
Die Star-Labs-Bekanntschaften werden aber nicht umsonst eingefĂŒhrt, denn Felicity versucht, die beiden nun einzuspannen, um ein Gegenmittel zu entwickeln. Ob das gelingt?
Die Wahrheit tut weh
SchlieĂlich und endlich gelingt es Oliver im Queen-Anwesen Thea die Wahrheit ĂŒber Robert Queen mitzuteilen. Er erzĂ€hlt, dass dieser wusste, wessen Kind sie ist, und dennoch zu seiner Familie gehalten habe - was auch Moira schockiert. Doch Thea bleibt enttĂ€uscht. Bereits zuvor hat sie deutlich gemacht, dass diese EnthĂŒllung zu einem Moment kommt, wo es ihr eigentlich blendend ging. Als GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Verdant und in einer Beziehung mit Roy hatte sie ihr Leben auf die Reihe bekommen. Der Schock, dass ihre beiden leiblichen Eltern Massenmörder sind, sitzt tief. DarĂŒber hinaus hasst sie den Fakt, dass alle um sie herum LĂŒgner und Heuchler sind. LĂ€sst sich diese Beziehung noch einmal kitten?
Slade leckt derweil seine Wunden und schlieĂt sich selbst an die Maschine an, um Isabel zu heilen. Das gelingt auch. Daneben steht seine 20 Mann starke Mirakuru-Armee zum Einsatz bereit. Ein Heilmittel wird also unbedingt gebraucht. Oder aber externe Hilfe (kennt da nicht jemand eine ganze Killerliga?). Nun ist nĂ€mlich auch noch Isabel so stark wie mehrere normale Menschen.
Fazit

Die Episode The Man under the Hood ist wieder einmal ein starkes Kapitel in der Arrow-Saga, in dem die guten zwar ein paar Teilerfolge feiern können, die Bösen aber groĂe Schritte nach vorne machen. Slades Armee scheint im Moment fast unbesiegbar zu sein, wenn man einmal bedenkt, wie viel MĂŒhe der Kampf gegen einen Mirakuru-Soldaten schon macht.
Das Quasi-„Flash“-Crossover ist ebenfalls ein netter kleiner Trost dafĂŒr, dass es den echten Flash wohl erst im Herbst 2014 zu sehen geben wird.
DarĂŒber hinaus sind die Lances nun wohl eindeutig auf der Seite des Vigilanten. DafĂŒr entfremdet sich aber Thea wieder von ihrer Familie. Wie das Arrow-Team in dieser Situation die Oberhand gewinnen will, muss sich zeigen, denn noch immer ist Slade als Meisterplaner kaum zu schlagen.
Videovorschau auf die Episode Seeing Red (2x20) der US-Serie Arrow:
Verfasser: Adam Arndt am Donnerstag, 17. April 2014Arrow 2x19 Trailer
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Schauspieler in der Episode Arrow 2x19
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