Law & Order: Special Victims Unit 13x08

Ungewöhnlich
Educated Guess startet mit einer Law & Order: Special Victims Unit-untypischen Anfangssequenz. Zunächst bekommen wir einen halluzinierenden jungen Mann beim entblößten Umherirren im Central Park zu sehen. Der Ausflug endet natürlich - mit der Hilfe der SVU - in der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses. Doch dort beobachtet der Patient, wie eine andere Insassin von einem Unbekannten vergewaltigt wird. Was macht die Spezialeinheit nun aus so einem Fall?
Nunja - wie wir unsere Perfektionisten kennen, glauben sie nach einiger Zeit dem Patienten und beginnen ihre Ermittlungen. Doch das mutmaßliche Opfer, Gia (Natasha Lyonne), spielt da nicht mit und streitet ab, vergewaltigt worden zu sein. Wir als Zuschauer kennen natürlich unsere Serie und wissen, dass das nicht der Punkt des Aufgebens für die Detectives ist (Realismus mal kurz hin oder her). Als dann auch noch weitere psychische Erkrankungen in der Familie des Opfers festgestellt werden, beginnt der Fall, interessant zu werden.
Teamfähig
Dabei ist wieder mal schön zu beobachten, wie gut die neu umstrukturierte Spezialeinheit als Team zusammenarbeiten kann. Und zwar in allen Variationen: Benson (Mariska Hargitay) mit Amaro (Danny Pino), Rollins (Kelli Giddish) mit Benson, Tutuola (Ice-T) mit Rollins und Munch (Richard Belzer) als Leiter in Vertretung sowieso mit allen. Nur Cragen (Dann Florek) fehlt nach seinem letztwöchigen Spezialeinsatz.
Gut zu erkennen ist das neu gewonnene Teamplay auch daran, dass zwischen den Mitgliedern mittlerweile eine Art Vertrauen gewachsen zu sein scheint. Und Benson gliedert die Neuen wunderbar ein: Sie hilft Amaro, indem sie ihm von ihrem alten Partner erzählt und sie hat Verständnis für Rollins' Vorgehensweise - von der wir erfahren, dass sie wegen eines bisher unbenannten und für sie traumatischen Vorfalls nach New York gekommen ist.
Intensiv
Aber wieder zurück zum Fall: Es ist vorhersehbar, dass der Mann (Tim Guinee) von Gias Tante Bella (Carrie Preston) der Täter ist. Nicht nur, dass Guinee bisher bei diversen Law & Order-Serien niemals „gute“ Rollen innehatte, auch sein Verhalten beim ersten Zusammentreffen von ihm, seiner Frau und den Cops deutet darauf hin.
Allerdings stört das in diesem Fall den Handlungsverlauf erstaunlich wenig. Dafür spielen Guinee und Preston ihre Rollen von Gias „gestörten“ Verwandten einfach zu glaubwürdig. Darüber hinaus ist auch das Opfer selbst und ebenfalls ihre Mutter (J. Smith Cameron), die ihre Tochter stets für psychisch krank hielt und ihr deswegen nie geglaubt hatte, genau richtig besetzt, um für die nötige, beklemmende Stimmung der Episode zu sorgen.
Fazit
Eine Episode, die erneut prima besetzt ist bis in die Nebenrollen. Das neue SVU-Team funktioniert tadellos - was natürlich vor allem an den sehr guten Schauspielleistungen des Ensembles liegt. Auch die immer gerne gesehenen/gehörten guten bzw. zynischen Sprüche von Tutuola und Munch sitzen punktgenau. Genau so soll die Serie sein, auch wenn die Handlung diesmal nicht so ausgeklügelt war wie in den Episoden davor. Außerdem: Warum ermitteln die Cops immer weiter, auch wenn (zumindest augenscheinlich) gar kein Fall existiert? Sehr optimistisch, das alles, aber ansonsten gibt es schlichtweg nichts zu meckern.
Hier der Promo-Trailer zur Episode:
Verfasser: Sebastian Detzler am Samstag, 19. November 2011(Law & Order: Special Victims Unit 13x08)
Schauspieler in der Episode Law & Order: Special Victims Unit 13x08
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?