Watchmen 1x08

© atchmen (c) HBO
A God Walks into a Bar...
Was sich wie der Anfang eines simplen Witzes anhört, der sich mit Sicherheit im Repertoire der zynischen „Comedienne“ Laurie Blake wiederfindet, ist in Watchmen der Moment, in dem sich das Leben unserer Hauptfigur Angela Abar (Regina King) für immer komplett verändert hat. In einer ranzigen Spelunke („Eddy's Bar“, ein Fingerzeig in Richtung Eddie Blake aka The Comedian aus den „Watchmen“-Comics) irgendwo in Saigon trifft Angela im Jahr 2009 auf die Liebe ihres Lebens. Also eigentlich ist sie für dieses Wesen, das am 22. Todestag ihrer Eltern ihren Weg kreuzt, die Liebe seines Lebens. Doch auch Angela wird in den nächsten zehn Jahren eine unglaublich innige, erfüllende Beziehung erleben, die ihr das geben kann, was sie seit einem schrecklichen Schicksalsschlag in jungen Jahren vermisst, auch wenn sie es sich von außen nicht ansehen lassen will: Geborgenheit. Jemand, der für sie da ist und ihre Einsamkeit beendet. Etwas, das ihr das Gefühl gibt, nicht mehr verlassen zu sein.
Die HBO-Serie hat mit dem Ende der letzten Episode, An Almost Religious Awe, einen äußerst spannenden Weg eingeschlagen und seinen Fokus auf einen der zentralen, aber wohl auch am schwierigsten zu greifenden Charaktere der Comicvorlage von Alan Moore und Dave Gibbons gerichtet: Doctor Manhattan. Selbst diejenigen Zuschauerinnen und Zuschauer, die keinerlei Vorwissen über die Materie haben, dürften inzwischen etwas mehr im Bilde darüber sein, welche Bedeutung Dr. Manhattan in der Welt von „Watchmen“ einnimmt. Und wer sich bisher mit dem blauen, gottgleichen Superwesen, dessen Rolle und Fähigkeiten schwergetan hat, der erhält in „A God Walks into a Bar“ weitere zusätzliche, unmissverständliche Informationen hinsichtlich dieser Figur, die nicht nur über einzigartige Talente verfügt, sondern auch in einem sehr speziellen Verhältnis zu dem Konzept Zeit steht - und das nicht nur, weil er der Sohn eines Uhrmachers ist...
Blindspot
Nein, Dr. Manhattan erlebt seit seiner Transformation, ausgelöst durch einen folgenschweren Laborunfall im Jahr 1959, Zeit gänzlich anders als Normalsterbliche. Für ihn passiert alles gleichzeitig: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Er ist überall simultan und erlebt alles, was jemals war, was ist und was irgendwann einmal sein wird, in einem einzigen Moment. Seinem Moment. Diese außergewöhnliche Lebenssituation nachzuvollziehen und sich in eine solche Lage hineinzuversetzen, ist keine einfache Herausforderung für Außenstehende. Es ist gelinde gesagt äußerst verwirrend. Für Angela, die Dr. Manhattan beziehungsweise Jon Osterman (Yahya Abdul-Mateen II) bei ihrem ersten Treffen in Saigon verständlicherweise sehr skeptisch gegenüber ist. Und für uns, die Beobachter aus der Ferne, die im Laufe der Folge immer tiefer in das wandelnde Zeitparadoxon reingezogen werden, das Dr. Manhattan doch letzten Endes darstellt.
Nicht wenige werden sich mehrfach rätselnd an den Kopf fassen, offenbart „A God Walks into a Bar“ doch so einige erstaunliche Entwicklungen und Einblicke, die gleichermaßen erhellend und abstrus sind. Doch irgendwie ist das gar nicht weiter störend. „Watchmen“ hat in dieser Episode das Zeug dazu, uns vollends zu verlieren, weil das Gezeigte alles andere als einfach zu fassen und zu begreifen ist. Doch anstelle potentiellen Frusts ob dieser Tatsache, entspinnt sich vielmehr ein Gefühl der Neugier, des Interesses und letztlich vor allem auch der Empathie. Denn mit dem Blick hinter den Vorhang geht eine Erzählung einher, die auf greifbare menschliche Emotionen baut und sich entlang einer besonderen Beziehung hangelt, deren Ursprung und vermeintliches Ende wir hautnah miterleben. Und so wird man eben auch als planloser Außenstehender erfolgreich involviert und mitgerissen.
Interessant ist, dass die Episode ähnlich inszeniert ist, wie sich das Dasein von Dr. Manhattan gestaltet. Sprunghaft, aber dennoch schlüssig. Wir bewegen uns fast schon beliebig durch Raum und Zeit, und doch ergibt jeder Schritt Sinn, in welche Richtung auch immer dieser geht. Es ist ein smarter Kniff von Regisseurin Nicole Kassell, die aus diesem Ansatz das Optimum herausstellt: charmante Dialogszenen in einem vergleichsweise ruhigen Ambiente, intime Augenblicke voller Verständnis und Hingabe, kontextgebende Szenen für die Welt von „Watchmen“, informative und amüsante Randnotizen sowie die gesamte Wucht eines epischen, tragischen Schlusspunktes, der unvermeidbar war. In dieser wunderbaren Komplexität erlebt Dr. Manhattan seine Existenz und alles um sich herum und in dieser wunderbaren Komplexität erleben wir diese Episode.
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Love is just a matter of time
Wie bereits in den zwei Folgen zuvor folgt man in A God Walks into a Bar einer erzählerischen Devise, die abermals sehr persönlich ist und Angela als ihren wichtigsten Fixpunkt ansieht, auch wenn es Doctor Manhattan ist, in dessen Lebensgeschichte wir hier eintauchen. Aus dem kleinen Jungen, der 1936 mit seinem Vater aus Nazi-Deutschland nach England floh, in welchem er in einem altehrwürdigen Herrenhaus seine ersten Erfahrungen mit dem Thema Liebe machte, ist Jahre später das mächtigste Wesen der Welt geworden, dessen Allwissenheit über die Vergangenheit, die Gegenwart und allen voran die Zukunft Fluch und Segen zugleich ist. So würden wir es zumindest einschätzen, muss es doch schrecklich sein, sein eigenes Ende vorhersehen zu können - ebenso, wie es großartig sein muss, zu wissen, wann und wo Jon auf die Person trifft, die ihn verstehen kann und lieben wird.
Zwischen ihm und Angela geht es bei ihrem ersten Treffen munter hin und her, letztere lässt sich auf das Spielchen ein und lauscht schmunzelnd den gewagten Vorhersagen und seltsamen Ausführungen ihres bläulichen Gegenübers, dessen Antlitz uns lange Zeit verborgen bleibt. Doch letzten Endes entspricht all das Gesagte der Wahrheit: Jon hat nach seinem Abschied von der Erde im Jahr 1985 eine neue Welt auf dem Jupitermond Europa geschaffen, seine ganz eigene Version das Garten Edens mitsamt Adam und Eva, kreiert nach dem Ebenbild der beiden Eheleute, die Jon und seinen Vater einst aufgenommen haben: Mr. Philips (Tom Mison) und Ms. Crookshanks (Sara Vickers). Jon kann auch jeden Streit, jeden speziellen Moment zwischen ihm und Angela punktgenau benennen. Er weiß natürlich auch von Angelas Trauma und ihrer harten Familiengeschichte, genau wie von ihrem Großvater Will (Louis Gossett Jr.), der erst durch Jon darauf gebracht wurde, dass er eine Enkeltochter hat. Wie gesagt: Jon erfährt und erlebt alles, was existierte, gerade existiert und existieren wird - zur gleichen Zeit.
Zeit ist bekanntlich relativ, was einfach klingt, aber nur schwer zu verstehen ist. Für Angela und uns tun sich schnell einige Fragen auf, nicht nur auf wissenschaftlicher und logistischer Ebene, sondern auch auf emotionaler. Was für ein Leben ist das, das keine Überraschungen für dich bereithält und somit keine unerwarteten Empfindungen zulässt? Nicht umsonst wirkt Jon so rational und distanziert. Zwar kann er Leben erzeugen, aus den kleinsten Bakterien, er kann Menschen und Gebäude quer durchs Universum teleportieren, er kann Kriege beenden. Doch kann er wirklich leben? Jon ist sich seiner Existenz und den damit einhergehenden Vor- und Nachteilen absolut bewusst. Er kann zwar unter den Menschen sein, in einem anderen Körper, so dass er nicht erkannt wird. Aber er kann nicht wie sie fühlen, weil er zu viel weiß. Ein Glück, kann sein alter „Kollege“ Adrian Veidt (Jeremy Irons) Abhilfe schaffen. Und zwar in Form einer kleinen Gerätschaft, die Jon vergessen lässt, wer er ist und zu was er in der Lage ist...
Plan A
Jons Leben ist eine ständige Bürde, die ihm so genommen werden kann. Durch das Vergessen seines eigentlichen Wesens kann er vielleicht nicht direkt seine Liebe gegenüber Angela erfahren, aber er kann ihr eine solche Liebe geben und gleichzeitig sich selbst von seiner erschöpfenden Gabe freimachen. So entfaltet sich mit jeder weiteren Minute nicht nur eine tragische Liebesgeschichte, sondern auch die Lebensgeschichte eines Wesens, das so allmächtig ist und unglaubliche Dinge bewerkstelligen kann - in Wahrheit aber nichts hat und furchtbar einsam ist. Kann so eine Entität überhaupt Einsamkeit empfinden? Oder erfüllt Jon letztlich auch nur seine vorbestimmte Rolle im Universum, die er längst gesehen hat, wenn er sich Angela anvertraut und eine innige Beziehung mit dieser eingeht? Ich kann es euch nicht beantworten. Was wir jedoch sehen, ist ein tiefes menschliches Verständnis zwischen zwei sehr unterschiedlichen Charakteren, die in gewisser Hinsicht gar nicht mal so verschieden sind und die füreinander alles geben würden, was sie haben, um den jeweils anderen zu beschützen.
Und das ist der Knackpunkt. Es ist spannend, sich darüber Gedanken zu machen, ob es nicht Angela war, die die jüngsten Vorkommnisse in Tulsa, Oklahoma ins Rollen brachte, weil sie vor zehn Jahren indirekt mit ihrem Großvater Will kommunizierte. Es ist spannend, zu überlegen, was als Nächstes passieren wird, nachdem Dr. Manhattan von der „Seventh Kavalry“ geschnappt wurde und eventuell vernichtet wird, wenn nicht noch ein kleines Wunder geschieht... Es ist spannend, zu erfahren, wie all die kleinen Zahnräder zum Ende der Staffel ineinandergreifen und dieses absurd-verspielte Uhrwerk namens Watchmen in Einklang gebracht, erfolgreich aufgezogen und abgespielt wird, von den Geschehnissen im Hier und Jetzt bis zu den immer klarer werdenden Szenen um Adrian Veidt. Das alles ist aufregend und wird packend vorangetrieben, es ist unterhaltsam, dramatisch, überraschend und aufschlussreich. Doch schlussendlich steht und fällt in dieser Folge alles mit einem emotionalen Fundament: Es handelt sich um die Beziehung von Angela und Jon, zu der wir aus gutem Grund zwischendurch immer wieder zurückkehren, ob es nun die Anfänge ihres Verhältnisses oder ihre letzten gemeinsamen Augenblicke sind.

Holding the strings
Und diese Augenblicke haben es in sich. Angela war stets dazu bereit, alles zu tun, um Jon zu schützen, und das tut sie auch im Angesicht einer großen Übermacht wie der in Form der „Seventh Kavalry“. Angela stemmt sich mit allem, was sie hat, gegen das tragische Ende, welches von Jon vorhergesagt wurde und der auch ganz genau weiß, dass es so kommen wird, wie es kommen muss. Von diesen letzten Minuten geht so viel Kraft und letzten Endes auch ein tiefer Schmerz aus, dass einem die Worte fehlen. War es das alles am Ende wert, die zehn Jahre, das Vergessen, die bedingungslose Liebe, auch wenn einer der beiden dabei eigentlich gar nicht er selbst war? Absolut, jede einzelne Sekunde! Am Ende ist es völlig egal, wer wen in dieser Beziehung schützte, wer sich für wen opferte, damit der andere ein erfülltes Leben führen kann. Ein solches „Aufrechnen“ geht am Punkt vorbei. Wahre Zuneigung, Vertrauen und Liebe ist so viel mehr als das.
Godspeed
Wie bereits erwähnt erschließt sich uns mittlerweile fast komplett, was es mit Adrian Veidt in dem von Doctor Manhattan geschaffenen „Paradies“ auf sich hat. Ein kleiner Besuch des gottgleichen Superwesens in Karnak, dem antarktischen Versteck von Adrian Veidt, von welchem aus er einst das außerirdische Tentakelmonster auf die Menschheit losließ, liefert uns zunächst weitere wichtige Informationen. Neben den regelmäßigen Tintenfischschauern (Die Wetterprognose für Madagaskar? Wolkig mit Aussicht auf schleimige Kopffüßler!), die Veidt im Namen des Weltfriedens steuert, ist der ehemalige Superheld ziemlich tief gefallen. Die Erdbevölkerung hat sein „Geschenk“ von damals nicht angenommen und arbeitet weiter an ihrer eigenen Zerstörung. Adrian Veidt ist dementsprechend müde und diese Müdigkeit und Frustration ob der Unverbesserlichkeit der Menschen ist seinem Darsteller Jeremy Irons in diesen Szenen ins Gesicht geschrieben.
Aber nicht nur das: Man hat fast Mitleid mit dieser inzwischen eher armseligen Gestalt, deren Traum einer Utopie trotz großer Chancen darauf einfach verpuffte. Und so ist Adrian Veidt vor zehn Jahren mit Jon Osterman aka Dr. Manhattan ins Geschäft gekommen: Er stellt einen kleinen Ring bereit, der Jon vergessen lässt, und Veidt wird dafür auf den Jupitermond Europa teleportiert, auf dem er ein Leben in einer perfekten Welt führen kann. Diese perfekte Welt hat sich letztlich doch auch als schrecklich unperfekt herausgestellt, deren seelenlose, ohne Lebenssinn ausgestatteten Bewohner haben ihrem „Master“ nichts geben können. Da Jon jedoch sein wahres Ich vergessen hat, wurde auch Veidt auf Europa vergessen. Daher ist es jetzt recht naheliegend, dass Veidts Hilfeschrei aus der fünften Folge („Save me, D...“) an Dr. Manhattan gerichtet war. Oder steht das „D“ doch für etwas anderes, zum Beispiel „Daughter“, wenn wir der Theorie Glauben schenken wollen, dass damit eventuell Lady Trieu gemeint ist?
Wie dem auch sein mag, wir werden es noch früh genug erfahren... Veidt muss derweil eine Strafe über sich ergehen lassen und wird von seinen Bediensteten drangsaliert. Es stellt sich heraus, dass der Game Warden doch tatsächlich Dr. Manhattans „Adam“ war, als Veidt ihn in dessen Zelle mit einer weiteren Jubiläumstorte überrascht (zwischendurch gibt Dr. Manhattan übrigens zu Protokoll, dass Adam und Eva aus der Schöpfungsgeschichte nur Fiktion waren - er muss es ja wissen...). Diese Torte zählt übrigens sieben Kerzen, also dürften wir uns hier im Jahr 2016 befinden, sieben Jahre, nachdem Veidt zum letzten Mal mit Dr. Manhattan gesprochen hatte. Zwar haben wir jetzt eine ungefähre Zeitachse herausgearbeitet, dafür stiftet jedoch erneut ein Hufeisen große Verwirrung, welches in Veidts Kuchen eingebacken ist. Jetzt scheint endlich der Moment gekommen zu sein, um es einzusetzen. Doch für was? Wie ein Irrer kratzt Veidt mit dem Metallstück über den Boden - und wir sind vielleicht in gewisser Weise etwas schlauer als noch zuvor, aber irgendwie auch nicht, schaut man sich nur diesen eigenartigen Abschluss der Post Credits-Szene von A God Walks into a Bar an.
Weitere Beobachtungen
- Bleiben wir gleich noch ein wenig bei Adrian Veidt, der zahlreiche Szenen hat, in denen er weitere Fragen aufwirft. Zunächst einmal muss ich Jeremy Irons ein kleines Sonderlob aussprechen. Die Episode gehört allen voran Regina King und Yahya Abdul-Mateen II, die ganz fantastisch aufspielen. Doch auch der alte Haudegen weiß abermals zu überzeugen und bricht einem fast das Herz („I would like that...“), als er endlich diese gottverdammte Erde hinter sich lassen kann. Davon abgesehen spricht Adrian Veidt zwischenzeitlich von einem Elefanten, der ihm gesteckt hat, dass Dr. Manhattan gar nicht auf dem Mars, sondern auf Europa ist. Elefant? Da war doch was in der letzten Episode... Und dann erwähnt Veidt auch noch seine acht Millionen Kinder, die seine Rückkehr auf die Erde sehnlichst erwarten. Schauen wir mal, was es damit auf sich hat...
- Auch in dieser Folge tummeln sich ein paar wörtliche Zitate aus der Comicvorlage, so fallen zum Beispiel erneut Sätze wie „Nothing ever ends“ oder auch „I leave it entirely in your hands.“ Letzteres ist ein herzliches Bekenntnis Jons gegenüber Angela, der er komplett vertraut. Es ist darüber hinaus durchaus amüsant, wie die „Ringszene“ zwischen den beiden abläuft, die sich in diesem Moment auf etwas andere Art und Weise das Jawort geben. Ein berühmter Satz aus den „Watchmen“-Comics wird übrigens clever umgedichtet: Aus „I did it 35 minutes ago“ (Veidt, als er in den Comics seinen Plan mit dem Tentakelmonster darlegt, den er jedoch schon längst in die Tat umgesetzt hat) wird „I made it 30 years ago“, womit er auf die Erfindung anspielt, die Jon helfen kann. Die plötzliche Einführung dieser Gerätschaft hat ein wenig Deus-ex-Machina-Charakter, ist letztlich aber nicht mehr als nur ein einfaches Mittel zum Zweck.
- Die Musikauswahl fällt diese Woche neben den bekannten Einsätzen klassischer Kompositionen weniger modern, aber nicht minder hervorragend und passend aus. Neben Tunnel of Love von Doris Day oder auch Anyone Who Knows What Love Is (Will Understand) von Irma Thomas (Fans von Black Mirror, bei welchem der Song in mehreren Episoden zum Einsatz kommt, fühlen sich sicher angesprochen) hören wir am Ende im Zuge des actionreichen Finales das eigens von Trent Reznor und Atticus Ross für die Serie geschaffene Stück „Lincoln Tunnel“, bei dem die Zeit für einen Augenblick stillzustehen scheint. Außerdem sehr auffällig: die Farbe Blau, siehe Rhapsody in Blue, The Blue Danube oder auch Mr. Blue.
- In der Welt von Watchmen war nicht nur „Hooded Justice“, der allererste Superheld der USA überhaupt, ein schwarzer Mann. Jetzt ist auch noch das mächtigste Wesen des Universums schwarz. Das entgeht auch nicht Adrian Veidt, der sich fragt, ob Jon sich bewusst darüber ist, in welcher Zeit er lebt und dass sein äußeres Erscheinungsbild durchaus Probleme für ihn mit sich bringen könnte. Traurig, aber wahr. Umso besser, dass die „Watchmen“-Macher mit ihrer Auslegung der Comicvorlage konsequent gegen fremdenfeindliche, rassistische Ressentiments vorgehen.
- Es hat ein wenig gedauert, doch ein paar Tage nach der Ausstrahlung von A God Walks into a Bar ist auch mir das durchaus clevere Wortspiel (Abar. Wie Angela Abar...) aufgefallen, welches sich im Episodentitel verbirgt. Hinzu kommt, dass bereits der Schriftzug zu Beginn der Folge „A God Walks into Abar“ lautet. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht...
Hier abschließend noch der Trailer zur finalen Episode der US-Serie Watchmen, See How They Fly (01x09):
Verfasser: Felix Böhme am Montag, 9. Dezember 2019Watchmen 1x08 Trailer
(Watchmen 1x08)
Schauspieler in der Episode Watchmen 1x08
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?