Vigil Staffel 1
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Worum geht es ?
Auf dem mit Atomwaffen bestückten Unterseeboot HMS Vigil wird die Leiche des auf mysteriöse Weise ums Leben gekommenen Sonaroffiziers Burke entdeckt. Da das Boot seinen Heimathafen in Schottland hat, ist die Royal Navy verpflichtet, den Scottish Police Service zu informieren. Die Behörde schickt daraufhin ihre beste Ermittlerin, DCI (Detective Chief Inspector) Amy Silva, die den Fall an Bord des U-Bootes aufklären soll. Schnell findet sie heraus, dass Burke ermordet wurde, doch die Vigil befindet sich auf einer heiklen Mission und darf unter keinen Umständen auftauchen. Noch bevor Silva ihre Untersuchung richtig aufgenommen hat, sieht sie sich gefangen in einem Netz aus Lügen und Geheimnissen. Und eines davon könnte nicht nur ihres, sondern das Ende für die gesamte Mannschaft bedeuten.
Navy CIS trifft Wallander?

Wenn Großbritannien für eine Art Krimi besonders bekannt ist, ist es das Sub-Genre des Cosy-Crime. Wer kennt sie nicht, die hochintelligenten Ermittler, die auf dem Land als Polizist, Pfarrer oder Privatdetektiv in verzwickten Mordfällen ermitteln? Und obwohl die Art, wie Inspector Barnaby, Grantchester, Agatha Raisin - und wie sie nicht alle heißen - ihre Fälle mit Finesse lösen, nach wie vor beliebt ist, ist Vigil doch ganz anders. Die Idee stammt von George Aza-Selinger, dem Head of Development der Firma World Productions in Schottland. Selinger hat sich seine Sporen mit Hitserien wie Wallander und Ripper Street verdient. Nun entwickelte er mit „Vigil“ eine Idee, die sich in den ersten beiden Teilen noch wie ein gelungener Mix aus typischem Schwedenkrimi und einem Fall des US-amerikanischen NCIS-Teams anfühlt.
Spätestens mit Episode drei wird aber klar, dass der geneigte Zuschauer hier viel mehr über den Bildschirm flimmern sieht, als ein schlichtes Crime-of-the Week. Vielmehr entspinnt sich ein mitreißender Thriller in einem klaustrophobischen Szenario mit glaubwürdigen und mehrdimensional geschriebenen Figuren. Kaum jemand auf der Vigil ist, was er oder sie vorzugeben scheint, jedes Crewmitglied hütet seine kleinen schmutzigen Geheimnisse, die es vor DCI Silva zu verbergen sucht. So wühlt sich die Polizistin durch ein Gewirr von Beziehungsfäden und Fehltritten, bis sie schließlich einer handfesten Verschwörung auf die Schliche kommt, die politisch höchst brisant ist und allen auf der Vigil das Leben kosten könnte.
Damit erinnert die Story durchaus an die Romane eines Tom Clancy, wenn die Inszenierung auch im positiven Sinne typisch britisch daherkommt. Literweise Blut, hektische Schnitte und Ähnliches sucht man vergebens. Stattdessen fokussiert sich die Kamera auf die Figuren, ihre Motive und Erlebnisse. Zwischen all den nachvollziehbaren kleinen und großen Lügen treibt dann auch noch ein Verräter sein Unwesen, dessen Umtriebe von Folge zu Folge gefährlicher und direkter werden, klasse.
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Ein U-Boot als Tatort
Die besten Geschichten sind die, die einen Funken Wahrheit in sich tragen, sagt eine alte Schriftstellerweisheit. Daher verwundert es kaum, dass die Autoren tief gegraben haben, um ihrer Story einen möglichst realistischen Background zu verleihen. Schon der Titel gibt einen Hinweis darauf, woher Aza-Selinger seine Inspiration bezog. Der Serientitel Vigil spielt auf das tatsächlich existierende Atom-U-Boot HMS Vigilant (der Vanguard-Klasse) an, dessen Geschichte, nett ausgedrückt, recht bewegend ist. In der Miniserie wird Burke beispielsweise mittels einer Überdosis Heroin getötet, in der Realität wurden 2017 neun Mannschaftsmitglieder wegen Drogenmissbrauchs suspendiert. Die im Sechsteiler von Silva aufgedeckte Affäre zwischen einem männlichen und einem weiblichen hochrangigen Offizier beruht ebenfalls auf wahren Begebenheiten. Sowohl der Captain, als auch sein Xo mussten im selben Jahr aus ähnlichen Gründen ihren Hut nehmen. Und bereits 2002 drangen Friedensaktivisten in die Fasane Naval Base ein, in der die Vigilant stationiert war.
Zweien der Demonstranten gelang es sogar, das Boot mit dem Symbol der CND (Campaign for Nuclear Disarment) zu besprühen. Im Film findet sich wiederum ein Friedenscamp, dessen Bewohner zumindest teilweise nicht ganz unschuldig an der Misere sind, in die Amy hineinschlittert. All diese Versatzstücke verknüpften Ideengeber Aza-Selinger und Serienerfinder Tom Edge (Doctor Who, The Crown) mit einem ansprechenden Spionageplot. Dieser ist zwar durchaus vorhersehbar, sorgt aber dennoch für ein unterhaltsames Spannungselement. Mord, eine Mauer des Schweigens, Sabotage, die unsinnige Politik der nuklearen Abschreckung, fanatische Friedensaktivisten. Und in all diesem Gemenge versucht eine brillante, jedoch menschlich angeschlagene Ermittlerin im wahrsten Sinne des Wortes die Oberfläche zu durchbrechen.
Flashbacks

Um der Miniserie Tiefe zu verleihen, erzählen die Regisseure Isabelle Sieb (Shetland) und James Strong (Doctor Who, Broadchurch) die Story im wesentlichen auf drei Ebenen. Der Löwenanteil konzentriert sich auf Amys Ermittlungen auf der Vigil und die ihrer Geliebten und Kollegin Kirsten in Glasgow. Der dritte Strang besteht aus Flashbacks, die uns intensive Einblicke in das Leben der Frauen gewähren. Einige Erinnerungsfetzen lassen uns einen schlimmen Unfall miterleben, der dazu führt, dass Amys Tochter nun nicht mehr bei ihr lebt, weitere befassen sich mit ihrer komplizierten Beziehung zu Kirsten und so fort. Amys Alltag verläuft alles andere als rund und die Serie lässt dies die Zuschauer auch immer wieder spüren. Im Gegensatz zu einigen deutschen Krimiserien, in denen die Dysfunktionalität gewisser Figuren (man denke nur an den Dortmunder Tatort) ein ungläubiges Kopfschütteln verursacht, wirkt Silvas Vergangenheit keineswegs aufgesetzt. Vielmehr ist ihr Leben ein wesentlicher Teil der Geschichte und sorgt immer wieder für unvorhersehbare Ereignisse auf dem Boot.
Fazit
Vigil hat alles, was ein unterhaltsamer Military-Thriller braucht. Die Story ist Nerven-zerreibend spannend, die Figuren sind interessant geschrieben und zudem ist der Sechsteiler routiniert inszeniert. Filme und Serien, die auf U-Booten spielen, haben den Vorteil, dass die Kamera den Protagonisten sozusagen im Nacken hängt. Die Show versteht diesen Bonus in den entsprechenden Szenen hervorragend zu nutzen, um den Zuschauer mitzunehmen. Für Abwechslung sorgen Kirstens (klasse gespielt von Rose Leslie, Game of Thrones) Ermittlungen in und um Glasgow, während Amy (grandios: Suranne Jones, Doctor Foster) sich in einer ihr fremden Welt gegen Menschen behaupten muss, die allen Grund haben, ihr zu misstrauen. In Verbindung mit dem gefälligen Thema und dem Körnchen Wahrheit, die der Story Substanz verleiht, wird „Vigil“ so zu einem der ersten Highlights des Jahres.
Hier abschließend noch der Trailer zur Serie „Vigil“:
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«Vigil» Trailer
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