The Vampire Diaries 7x21

The Vampire Diaries hat das Leben von keinem der ursprünglichen Teenager einfacher gemacht. Von der Schulbank und aus Pyjamapartys sind sie in eine Welt der übernatürlichen Kräfte gezogen worden, in der niemand auf Dauer glücklich sein darf. Besonders hart hat es immer wieder Bonnie (Kat Graham) getroffen. Und nun hat sie ein Spenderleben bekommen, das ein kleines, entscheidendes Extra hat: einen unstillbaren, tödlichen Hass auf Vampire. Lasst die Spiele beginnen!
The last Person I want to see
Nina Dobrev hat sich aus der Serie verabschiedet, Candice King ist für ihre kleine Familie etwas kürzer getreten. Es ist also endlich Kat Grahams große Stunde! Erste Anzeichen dafür gab es bereits in der letzten Staffel, als sie zu Damons bester Freundin aufstieg und uns damit nach fünf Staffeln zeigte, dass in diesem Cast noch wunderbare Verbindungen stecken können. Ihre Hassliebe, einseitig verteilt, ist ebenfalls eine der wunderbaren Seiten der Story.
In der Episode Requiem for a Dream steht sie unangefochten im Mittelpunkt. Wie einst für Katherine kommen alle zusammen und wenden sich der potentiell Sterbenden der Reihe nach zu. Am Ende der Folge hat sie mit Caroline und Enzo (Michael Malarkey) zwei ihrer engsten Vertrauten auf ihrer Todesliste. Und der Weg dahin ist mehr als unterhaltsam, denn kaum eine Figur ist so wandelbar wie die Hexe.
Moment. Hexe, Anker für die andere Seite, Tote, oh ja, und Geist: Bonnie hat schon so einige Rollen durch. Und in dieser The Vampire Diaries-Episode kommen noch einige, mehr spaßige als ernste, dazu - unter anderem schlüpft sie für uns in ein Cheerleader-Kostüm. Doch die einzige Rolle, die nun noch zählt, ist die der Jägerin. Sie hat Raynas Vampirjagdbusiness übernommen, ihre Instinkte, ihre Fähigkeiten und ihren Hass. Sie kämpft dagegen an, denn sie hat eine differenziertere Sichtweise auf die übernatürliche Welt als die ursprüngliche Jägerin. Doch sie hat durch ihre Nähe zu den Vampiren auch mehr als jeder andere verloren, außer vielleicht Matt (Zach Roerig). Doch der Unterschied zwichen Bonnie und dem Cop ist, dass sie sich immer wieder als Märtyrerin angeboten hat. Es ist nicht wie bei Matt die räumliche Nähe, die sie ins Unglück gezogen hat, sondern die emotionale Nähe.
Und genau das tut sie auch nun wieder. Sie will sich selbst opfern um die Gefahr für die anderen aus der Welt zu schaffen. Sie wird einfach nicht schlauer, so scheint es - bis zu dem Punkt, an dem all ihre Gefühle in Hass für Damon umschlagen. Das ist nicht nur aufgrund seiner kleinen Veranda-Rede verständlich. In ihr kämpfen zwei Wahrnehmungen um die Oberhand: der Vampirhass und die Loyalität zu ihren Freunden. Sie schafft es, diesen Hass auf eine Person zu konzentrieren und damit Caroline und die anderen aus dem Schussfeld zu nehmen. Und ganz ehrlich, Damon sagt es selbst, er ist nicht gerade die erste Wahl, wenn es darum geht, jemandem zu zeigen, dass Vampire gut sein können. Er hat Menschen umgebracht, die es nicht verdient hatten und diese Tragik haben wir nur aus einem Grund stets abschütteln können: Weil diese Menschen nicht die Stars der Serie waren, die wir gerade schauen. Doch er ist ein Massenmörder.
Bonnie als Jägerin hat schon in dieser ersten Episode ihrer Existenz eine Menge Sehenswertes zu bieten. Hoffentlich bleibt sie uns etwas länger erhalten. Es hat etwas Befriedigendes, ihr endlich zusehen zu dürfen, wie sie für sich selbst kämpft und nicht immer für die anderen. Und die Badass-Attitüde steht ihr sehr gut.
Flucht und Verderben
Weniger schön dagegen ist der Kniff, mit dem die The Vampire Diaries-Autoren Caroline und Stefan (Paul Wesley) wieder in ein Auto bekommen. Es gäbe viele Wege für sie, mit Bonnies Markierung umzugehen, aber in der Episode Requiem for a Dream klingt es so, als ob es lediglich die Flucht mit Stefan oder die Bedrohung ihrer Kinder geben würde. Naja, ganz so ist es ja auch nicht. Sie könnte ebenso gut mit Damon und Enzo in die Schlacht um Bonnies Seele ziehen. Aber weil ihre Storyline sich nun mal um die Frage drehen soll, wer der Richtige für sie ist, gibt es kein Entkommen. Im TVD-Universum ist Glück eine Sache von kurzer Dauer, darum war es schön, Caroline und ihre kleine Familie immerhin für kurze Zeit zu sehen. Jetzt sind wir aus diesem Traum wieder aufgewacht. An die Stelle von Partnerschaft und emotionaler Stabilität tritt wieder die große, melodramatische Heldennummer.
Es bleibt zu hoffen, dass am Ende des Wegs trotzdem Alaric (Matthew Davis) als Partner steht, denn die beiden haben eine gute Dynamik miteinander gezeigt. Um wen man sich allerdings Sorgen machen könnte, ist Enzo. Im Moment scheint er für Bonnie das logischstes Opfer zu sein. Der Mann, der nicht zum harten Kern der Serie gehört, also nicht so einschneidend betrauert würde, von dem wir aber wissen, dass Bonnie ihn liebt. Und sie würde dementsprechend leiden, wenn er durch ihre eigenen Hände umkommt. So sehr leiden, dass sie aus dieser Jägersache herausfinden könnte vor Entsetzen und schlechtem Gewissen.
Das würde auch die rätselhafte Wendung erklären, warum Enzo zu Bonnies großer Liebe wurde.
Fazit
Die Episode Requiem for a Dream hat Schwächen, ganz sicher, doch sie hat auch große Stärken. Die Handlung läuft bei Bonnie zusammen und die trägt das mit Fassung und jeder Menge neuer Jäger-Mentalität. Ach, wäre das doch nur schon etwas früher gekommen, denn nun stehen wir schon vor dem Ende der Staffel.
Verfasser: Serienjunkies.de am Samstag, 7. Mai 2016The Vampire Diaries 7x21 Trailer
(The Vampire Diaries 7x21)
Schauspieler in der Episode The Vampire Diaries 7x21
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