The Mandalorian 2x04

© he Mandalorian (c) Disney+
Was passiert?
Die Crest fällt fast auseinander und der Mandalorianer sieht keinen Ausweg, als zu seinen Freunden auf Nevarro zurückzukehren. Dort muss er als Gegenleistung dann auch direkt bei einem Abstecher in eine alte imperiale Anlage helfen …
In Kreisen
Es ist schon irgendwie witzig, oder? Am Ende des großen Finales der ersten Staffel brach der Mandalorianer mit dem Kind auf, um dessen Herkunft zu ergründen und ihn seinen Leuten zurückzubringen. Man hatte damals annehmen können, dass er zu einer wilden Hatz in die Tiefen der Galaxie aufbrechen würde.
Nach vier Episoden der zweiten Staffel, und somit nach der Hälfte der neuen Abenteuer, kehrt das dynamische Duo nun aber genau dorthin zurück, wo vor einiger Zeit alles begann: auf den Planeten Nevarro. Der Grund ist simpel: Zwar hat Din Djarin immerhin versucht, mit Hilfe seines Reisepartners die auseinanderfallende Crest zu reparieren, musste aber schnell einsehen, dass der kleine grüne Kerl zwar wirklich süß ist, aber eben keine große Hilfe darstellt. Die ganze Szene ist aber dermaßen charmant, dass sie fast wie aus einer Star-Wars-Sitcom wirkt: Vater wider Willen. Der Mando entschließt sich also, für Reparaturen zu Greef Carga und Cara Dune zurückzukehren.
Für uns Fans ist es natürlich schön, die sympathischen Helden wiederzusehen, in Sachen Handlungsfortschritt muss man aber konstatieren: Bisher ist die Suche nach den mysteriösen grünen Trollen eine Reise im Kreis. Dass das alles bisher wahnsinnig unterhaltsam ist, steht aber außer Frage.
Walk down memory lane
Auf Nevarro stand die Zeit derweil nicht still: Cara Dune hat sich zum Marshal hochgearbeitet und gemeinsam mit Magister Greef Carga für Ordnung gesorgt. Dennoch zieht man natürlich ein Problem aus der Tasche, das zuvor nicht bekannt war: Das Imperium unterhält noch einen ziemlich imposanten Außenposten auf der anderen Seite des Planeten, den es nun zu zerstören gilt.
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Dieser Abstecher wirkt dann auch fast wie der erste Trip zum Todesstern in Episode IV. Und freilich ist an diesem Ort auch deutlich mehr los, als Carga vorher dachte. Nicht nur treiben sich mehr Stormtrooper herum, auch scheint es sich um eine streng geheime Forschungseinrichtung zu handeln, in der der uns bereits bekannte Dr. Pershing aus der ersten Staffel am lebenden Objekt experimentierte. Dass er dazu Blut des Kindes verwendete und nun neues benötigen würde, dürfte nicht nur den Mando sondern auch viele Fans gruseln. Die Gefahr ist also noch lange nicht gebannt und finstere Mächte im Hintergrund strecken weiterhin ihre Finger nach dem kleinen Kerlchen aus. Vielleicht wäre es ja doch besser, nicht nur im Kreis zu fliegen, sondern wirklich das Weite zu suchen, lieber Din?
Volle Kanne!
Die Mission lässt aber kaum Zeit, Atem zu holen oder sich genauere Gedanken darüber zu machen. Ein Effektgewitter später sind wir visuell absolut pappsatt und glücklich.
Am Ende lässt der Mando erneut seine Freunde zurück und bricht mit der runderneuerten Razor Crest zum zweiten Mal auf, das Volk des Kindes zu suchen. Wir Zuschauer haben also eine halbe Staffel verfolgt, um den Status Quo vom Ende des ersten Jahres wiederherzustellen und sind dennoch nicht an Langeweile gestorben. Das Konzept der Macher geht also auf, oder?
The Mandalorian ist eine krachende, unterhaltsame Abenteuerreise, die nie mehr will als sie muss. In der zweiten Staffelhälfte darf es jetzt dennoch auch mal ein wenig voran gehen.
Beobachtungen
Zuletzt hatten wir immer mal wieder darüber gesprochen, dass das Kind seine Kräfte in diversen Situationen nicht nutzte; was durchaus für Stirnrunzeln sorgte. Diesmal jedoch ändert sich das wieder: Für ein paar blaue Kekse wendet er seine Macht an! Man muss einfach Prioritäten setzen.
Der Mando bleibt derweil strikt, was seinen Weg angeht: Er trinkt sogar in Anwesenheit des Kindes nur sehr umständlich, indem er seinen Helm leicht anhebt. Auch hier gilt: Man muss eben Prioritäten setzen! Dieser Typ ist einfach eine Maschine, wenn es um die Bräuche seines Volkes geht.
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Erinnerungen an C-3PO werden wach, als wir einen baugleichen, aber farblich anderen, Protokolldroiden bei der Arbeit in einem Klassenzimmer auf Nevarro erleben. Hier hätten die Macher dann auch gerne länger verweilen können, da es sich dabei um tolles Worldbuilding handelte. Seid ehrlich: Viele Fans hätten an dieser Stelle sicher gerne länger zugehört, oder?
Neben dem Landspeeder, der uns an Luke Skywalker erinnert, sehen wir auch die beliebten Speeder Bikes wieder, mit denen schon oft imperiale Kräfte herumgesaust (und an Bäumen zerschellt) sind.
Carl Weathers kehrt erstmals in dieser Staffel zurück und führte neben der Darstellung des Greef Carga auch Regie. Gina Carano ist ebenfalls wieder als Cara Dune mit von der Partie.
Captain Teva alias Paul Sun-Hyung Lee feiert nach der zehnten Episode gegen Ende der Episode sein Comeback. Dort hatte er an der Seite Dave Filoni agiert. Und auch der echsenartige Freund aus der Auftaktepisode der Serie, den der Mando dort einfing, darf wieder mitmischen und arbeitet nun für Carga.
Zuletzt sei aber natürlich auch noch Giancarlo Esposito alias Moff Gideon erwähnt, der nach einem kurzen Auftritt zuletzt nun wieder in Fleisch und Blut zu sehen ist. Wenn man in seiner Szene genau hinschaut, scheint er nichts Gutes im Sinn zu haben.
Technisch betrachtet
Keine Frage: Das Budget dieser Serie muss inzwischen wirklich ziemlich üppig aussehen. Die Macher zünden mal wieder ein Effektfeuerwerk, das in Machart und Qualität hinter keinem der Kinofilme zurückstehen muss. Klasse! Auch die musikalischen Anspielungen (zum Beispiel in der Alderaan-Szene) begeistern.
Fazit
Machen wir uns nichts vor: Auch die vierte neue Episode der Staffel erfreut mit einer turbulenten Handlung, sympathischen Figuren, guten Sprüchen sowie einer Menge Feuerwerk und Glitzer. Dass wir handlungstechnisch jedoch wieder am Ausgangspunkt der ersten Staffel stehen, dürfte einigen Zuschauern etwas negativ aufstoßen. Wenn man sich allerdings schlicht an den wilden Eskapaden des Duos erfreuen kann, den Abstecher zu alten Kumpels goutiert und das langsame Aufbauen der Bedrohung durch Moff Gideon und Co spannend findet, ist man hier weiterhin richtig.
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Verfasser: Björn Sülter am Samstag, 21. November 2020(The Mandalorian 2x04)
Schauspieler in der Episode The Mandalorian 2x04
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