The Mandalorian 2x03

© zenenfoto aus Kapitel 11 der Serie The Mandalorian (c) Disney+
Was passiert?
Mit seinem schwer ramponierten Schiff erreichen Mando, das Kind und die Passagierin den Zielort der Mission. Dort angekommen trifft man zwar auf die gesuchten, anderen Mandalorianer, die Probleme fangen damit aber leider erst an …
Waterworld
Wie im Kevin-Costner-Film besuchen unsere Helden diesmal eine Welt des Wassers. Die reptiloide Passagierin feiert ein herzliches Wiedersehen mit ihrem überglücklichen Gefährten und erfüllt ihren Teil des Deals.
Der folgende Tipp aus einer Hafenspelunke führt unser Doppel dann sogleich auf eine Schiffsreise und kurz danach in große Gefahr, da die Quarren nur am Beskar interessiert sind und Kind und Mando im Schlund einer Wasserbestie verschwinden lassen. Was nun?
Was ist der Weg?
An dieser Stelle treten glücklicherweise die gesuchten Mandalorianer unter der Führung von Bo-Katan Kryze auf den Plan und retten unseren Helden wie auch das Kind in einer nun äußerst demolierten Babyschale. Crest kaputt, Babyschale kaputt; manchmal ist einfach immer Montag.
Kurz darauf stehen sich Mando, das Kind und die Retter gegenüber. Doch, oh Schreck! Die legen ja die Masken ab! Unser Hardliner-Mando nimmt natürlich sofort an, dass er es hier erneut mit Betrügern zu tun hat, die unrechtmäßig die Rüstungen tragen. Doch weit gefehlt: Bo-Katan Kryze ist vielmehr die Thronerbin der Mandalorianer und gehört zur Kryze-Kriegerkaste. Din Djarin bezeichnet sie hingegen etwas abfällig als Angehörigen der „Watch“ und lässt durchblicken, dass diese wohl äußerst extrem in ihren Sichtweisen und der Handhabung alter Werte sind.
„Das ist der Weg“ gilt also für beide Seiten, über den Weg selbst ist man sich aber offenbar gar nicht so einig. Ist unser Mando am Ende ein religiöser Fanatiker und nimmt den Kodex viel zu genau?
Hier kannst Du die Folge The Mandalorian: Kapitel 11 - Die Thronerbin streamen

Dass er zunächst beleidigt und stur tut und es einer Extrarunde mit weiteren Quarren im Hafen bedarf, um ihn die Hilfe der Kollegen annehmen zu lassen, wirkt ein wenig wie Zeitschinderei. Doch geht es danach immerhin direkt los. Das Kind, dessen Fluggerät nicht mehr genutzt werden kann, lässt er bei seinen neuen, reptiloiden Freunden, die sich just am ersten Nachwuchs erfreuen. Beim Blick des Kindes auf das schlüpfende Baby mag so mancher Fan gehofft haben, er möge es bitte nicht essen. Ich nehme vorweg: Bis zur Rückkehr von Din Djarin konnte der kleine Mann sich wie von Papa gewünscht benehmen. Puh.
Ey, wo ist mein Schwert?
Gemeinsam mit Bo-Katan und ihren Leuten macht er sich daran, einen imperialen Transporter zu überfallen. Die ganze Action riecht zwar ohne Zweifel nach routinierter Star-Wars-Action, erfreut aber mit dem Auftauchen altbekannter Film-Sets und Kostüme, ganz vorne natürlich durch die beliebten Stormtrooper, die - wie diesmal auch erneut explizit erwähnt wird - mal wieder kein Scheunentor treffen. Auch die Sequenz, in der die imperialen Truppen unsere Helden im Kontrollbereich des Frachtraums einsperren, nur um direkt danach die Auswirkungen dieser dämlichen Entscheidung zu spüren zu bekommen, lässt uns erahnen, warum es mit dem Imperium letztlich nicht geklappt hat. Schließlich befand sich der imperiale Trupp ja gerade selbst im Frachtraum, der eine Luke nach draußen aufweist, die aus dem Kontrollbereich gesteuert wird. Einmal mit Profis arbeiten …
Der Grund für den Überfall wird erst zum Schluss deutlich: Bo-Katan befindet sich auf der Jagd nach dem Darksaber, das wir zuletzt am Ende der ersten Staffel in den Händen von Moff Gideon gesehen haben. Dieser taucht in Person von Darsteller Giancarlo Esposito dann auch prompt erstmals wieder auf.
Bei diesem Schwert handelt es sich um das Lichtschwert des Tarre Viszla und gilt unter den Mandalorianern als Symbol der Macht. Da Bo-Katan die Thronerbin ist, möchte sie dieses besondere Stück sicher aus gutem Grund in ihren Besitzt bringen. Wir werden die gute Frau also bestimmt wiedersehen. Mit Moff Gideon und Boba Fett haben wir nun also schon wieder diverse Brandherde geöffnet, die eine weitere, spannende Staffel versprechen. Einzig Greef Karga und Cara Dune fehlen aktuell ein wenig. Da man den Fokus aber offenbar immer auf die Zweierkonstellation Mando/Kind legen möchte, wäre eine feste Crew gar nicht denkbar. Dennoch wäre ein baldiges Wiedersehen mit diesen beiden spannenden Figuren, wie ja auch mit Peli Motto bereits geschehen, wünschenswert.

Und was ist mit den Eiern?
Ich hatte es bereits vorweggenommen: Das Kind konnte sich diesmal beherrschen (und wird somit um einen weiteren Shitstorm in den sozialen Netzwerken herumkommen), die sympathischen reptiloiden Freunde dürfen eine Familie gründen und unser Duo macht sich mit dem traurigen Rest der Crest auf den Weg nach Corvus, einem Waldplaneten, auf dem die Stadt Calodan aufgesucht werden soll. Dort soll sich eine Jedi-Meisterin aufhalten. Wir dürfen gespannt sein.
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Beobachtungen
Die Passivität des Kindes, in einer Krise seine gewaltigen Fähigkeiten einzusetzen, ist auch hier wieder auffällig. Was mag bloß dahinterstecken?
Katee Sackhoff kennt man natürlich als Starbuck aus dem Reboot von Battlestar Galactica sowie aus ihrer eigenen Serie Another Life oder Gastauftritten bei Nip Tuck oder The Flash.
Sackhoff ist in Star Wars: The Clone Wars und Star Wars: Rebels bereits tief ins Star-Wars-Universum eingetaucht und hat dort jahrelang die gezeichnete Version von Bo-Katan Kryze gesprochen. Sehr schön, dass man diese Parallele hier nun weiter ausgebaut hat. Das gilt im Übrigen hüben wie drüben: In Deutschland spricht in beiden Inkarnationen Heide Domanowski die Figur.
Die Wasserwelt Trask wird durch die Mon Calamari (zu denen auch Admiral Ackbar aus den Filmen gehört) und die Quarren (die ehrlicherweise wie aus den Fluch-der-Karibik-Filmen importiert aussehen) bewohnt.
Gaststar Titus Welliver, der hier den imperialen Captain mimt, kennt man auch als „Mann in Schwarz“ aus Lost oder aus seiner eigenen Serie Bosch.
Technisch betrachtet
In dieser Episode fällt einmal mehr auf, wie stark den Machern das Worldbuilding gelingt. Trask wirkt von der ersten Sekunde an wie eine lebendige Welt, deren Kultur man erahnen kann, die aber natürlich nur gestreift wird. Das geschäftige Treiben führt auch zu einem hohen Unsicherheitsfaktor, da hinter jeder Ecke neue Figuren, Gefahren und Abenteuer lauern. Unsere Helden treiben durch diese Welt, die sie nur am Rande erleben können, und müssen ständig auf alles gefasst sein. All das gelingt den Produzenten erneut auf überzeugende Weise.
Fazit
Mit einer weiteren spaßigen, wie auch spannenden und abenteuerlichen Episode bedient The Mandalorian erneut sowohl Gelegenheitszuschauer, die sich schlicht von der technischen Perfektion berieseln lassen wollen, als auch Hardcore-Fans, die all die kleinen Anspielungen auf die Animationsserien oder auch die Mythologie hinter den Vorgängen verstehen und hinterfragen. Auch wenn der Tiefsinn natürlich oft Pause macht, haben wir es hier mit einer Serie zu tun, die schlicht Laune macht: Popcorn-Unterhaltung auf höchstem Niveau. Weiter so!
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(The Mandalorian 2x03)
Schauspieler in der Episode The Mandalorian 2x03
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