The Last Ship 5x07

The Last Ship 5x07

In der Folge Somos la Sangre aka Camp X der US-Serie The Last Ship gilt es, einen wichtigen kubanischen Kommandoposten einzunehmen, der Team Vulture und den Rebellen ordentlich zusetzt. Anderswo wird Kelsi kontaktiert, um ihre nächste Mission in Angriff zu nehmen. Von der James gibt es nicht viel zu sehen.

Szenenfoto aus der „The Last Ship“-Folge „Somos la Sangre“ aka „Camp X“ (c) TNT
Szenenfoto aus der „The Last Ship“-Folge „Somos la Sangre“ aka „Camp X“ (c) TNT
© zenenfoto aus der „The Last Ship“-Folge „Somos la Sangre“ aka „Camp X“ (c) TNT

Camp X

In Sachen Action wird diese Woche ordentlich was aufgefahren in The Last Ship. Ungleich zahlreicher anderer Episoden besteht der Feind dabei nicht nur aus Schießbudenfiguren (jedenfalls nicht vorerst), so dass die Einnahme von „Camp X" - die im Großen und Ganzen das zentrale Geschehen bestimmt - nicht gerade einfach gestaltet wird. Im Gegenteil, der plötzliche Angriff von Tavos (Maurice Compte) Kriegsschiff lässt die Lage für Team Vulture und die Rebellen schon fast aussichtslos wirken.

Unterm Strich würde ich jedenfalls meinen, dass die Feuergefechte dieser Woche eine ganze Ecke besser waren als sonst. Man spürt förmlich, wie schwer das Vorankommen unserer Truppen ist, wobei es nicht nur bei Fuentes (Manuel Uriza) Rebellen Verluste zu beklagen gibt. Tom Chandler (Eric Dane), der mal wieder an der Front aktiv ist, ist nach wie vor unsterblich, aber alle anderen nicht. Den kürzesten Strohhalm zieht Miller (Kevin Michael Martin), der Barco (Eddie Arrazola) zwar das Leben rettet, aber selbst viel mehr abbekommt, als man ihm gönnen würde. Vielleicht waren die letzten beiden Folgen, die sich etwas stärker mit ihm beschäftigten, gerade dafür gedacht? Gut möglich, denn ich hätte ihn gerne mit heiler Haut davonkommen sehen.

Was den Angriff auf das Camp angeht, gibt es dennoch einige Unstimmigkeiten. Den Tunnel, der außer dem Jungen niemandem bekannt zu sein scheint, kann man noch akzeptieren. Irgendeinen Joker brauchten unserer Jungs einfach, um voran zu kommen. Aber warum benutzt der Feind den Panzer erst so spät? Ergibt keinen Sinn, denn damit hätte sich die Hütte, die für Tom & Co. als Kommandoposten fungiert, schon viel eher sprengen lassen. Und gehört es zu Dannys (Travis Van Winkle) Ausbildung, ein solches Gefährt zu bedienen? Außerdem erfahren wir, was es mit den Geräuschen auf sich hat, die Tom ständig hört - das ist das Kriegsschiff, dessen Angriff er wahrnimmt, bevor der Einschlag kommt. Offensichtlich ist er telepathisch mit dem feindlichen Schiff verbunden und ich würde fast wetten, dass sich das Ding ohne Chandler weder aufspüren noch vernichten lässt.

Aber wie auch immer man zu den kritischen Punkten stehen mag, Wolfs (Bren Foster) Einsatz konnte sich - obwohl dieser an die niederen Instinkte appelliert - durchaus sehenlassen. Gut, er scheint sich von MacGyver ein bisschen was abgeschaut zu haben und seine Beinverletzung ist bereits vollständig kuriert. Aber irgendwie kommt man einfach nicht umhin, sich über die Kampfmaschine unseres Teams zu freuen, wenn sie im Einsatz ist.

Was das Ende angeht, darf man sich allerdings fragen, wie es überhaupt möglich ist, dass der Feind einen solch detailreichen Aufbau der Kommandozentrale in den Staaten nachbauen konnte. Kelsi (Caitlin Gerard) kann da schlecht Infos gegeben haben, denn die kam nie in den inneren Bereich. Gibt es vielleicht einen Maulwurf, von dem wir noch nichts wissen?

Kelsi

Ich bin mir noch immer nicht sicher, was ich jetzt von Kelsi als ach so wichtige Figur für die Kolumbianer halten soll. Octavio (Jose Pablo Cantillo) schickt sie auf ihre nächste Mission und hat sie offensichtlich auch für ihre anfängliche Rolle rekrutiert. Ihre Schwester Elli (Sprague Grayden) kann da einige Eindrücke und Erklärungen abliefern, während Octavio Versprechungen macht. Aber das Happy End wird sicher ausbleiben, was eigentlich auch Kelsi klar sein müsste. Mir fehlt da jedenfalls noch immer der nötige Hintergrund oder die passende Motivation, denn insgesamt bleibt alles doch sehr oberflächlich.

Aber gut, nehmen wir mal an, sie ist von ihren Taten überzeugt und träumt der Zukunft mit Octavio entgegen. Aus ihrer Sicht ist also alles okay und gut. Aber welcher Trottel lässt bitteschön diese Figur in die Kommandozentrale, in der sich auch der Präsident (Steven Culp) und der gesamte Führungsstab aufhält? Und dazu noch, ohne sie ordentlich zu filzen? Boah, das geht auf keine Kuhhaut. Klar, sie stellt sich selbst und wird verhaftet. Aber anschließend würde man sie doch in den nächsten Knast schicken und dort verhören. Da darf dann auch gerne jemand wie Slattery (Adam Baldwin) vorbeikommen, um sie zu vernehmen. Aber allein die Tatsache, dass sie sich selbst stellt, muss doch schon für Stirnrunzeln sorgen.

Nee, mit dem Ablauf in diesem Handlungsstrang komme ich überhaupt nicht klar. Die ganze Aktion der Kolumbianer wäre schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt gewesen und es geht doch auch nur darum, die Verantwortliche für Alishas (Christina Elmore) Ableben zu finden. Man kann sich zwar ein paar Hintergründe bei ihrer Vernehmung erhoffen, aber eine große Dringlichkeit war nie gegeben. Zumal sie ihr ursprüngliches Ziel bereits erfüllt hat und die momentane Situation in der Kommandozentrale ein ganz anderes Thema - die Einnahme von Camp X - im Fokus hat.

USS Nathan James

Irgendwie kommt die James in letzter Zeit nur sehr kurz zum Zuge. In der vorletzten Folge hat das nicht großartig gestört und letzte Woche verschwand der Gegner plötzlich. Aber spätestens jetzt hätte man sich doch etwas mehr erhofft, als ein paar Raketen ins mögliche Nichts abzufeuern. Während sich die Ladys im Helikopter leicht feiern ließen, kam vom „Last Ship" jedenfalls mal wieder nur wenig rüber - dabei würde man Kara (Marissa Neitling) und ihrer Crew endlich mal einen gelungenen Einsatz gönnen.

Aber wie oben bereits angemerkt, geht das vermutlich nicht, ohne Tom Chandler an Bord zu haben. Ich wäre mir jedenfalls ziemlich sicher, dass Tom & Co. nächste Woche von der James aufgenommen werden, um gen Süden zu ziehen und nebenbei ein gewisses Kriegsschiff aufs Korn zu nehmen. Chandlers Moby Dick wartet nur darauf, versenkt zu werden.

Fazit

TNT
TNT - © TNT

Leicht besser als letzte Woche, aber leider noch weit entfernt von einer guten Episode. Der gesamte Plan um Kelsi weist schon gigantische Lücken auf, die James kommt zu kurz und selbst der zentrale Handlungsbogen lässt sich mit Leichtigkeit hinterfragen. Dennoch ist der Unterhaltungsfaktor durchaus zu finden, lädt stellenweise gar zum Mitfiebern ein. Außerdem gibt der (eigentlich unnötige) Cliffhanger Anlass zur Sorge. Von mir gibt es jedenfalls 3 von 5 Sternen.

Der Trailer zur Episode Honor (5x08) der US-Serie The Last Ship:

Verfasser: Christian Schäfer am Mittwoch, 24. Oktober 2018

The Last Ship 5x07 Trailer

Episode
Staffel 5, Episode 7
(The Last Ship 5x07)
Deutscher Titel der Episode
Camp X
Titel der Episode im Original
Somos la Sangre
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Sonntag, 21. Oktober 2018 (TNT)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 22. Oktober 2018
Regisseur
Peter Weller

Schauspieler in der Episode The Last Ship 5x07

Darsteller
Rolle
Adam Baldwin
Charles Parnell
Travis Van Winkle
Kevin Michael Martin
Bren Foster

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