The Last Ship 2x12

The Last Ship 2x12

In der Folge Cry Havoc der US-Serie The Last Ship gehen Dr. Rachel Scott und PrÀsident Michener zusammen mit einigen anderen von Bord der USS Nathan James. Denn Captain Chandler eröffnet die Jagd auf Sean Ramsay und dessen U-Boot. Steht uns etwa schon diese Woche der Showdown bevor?

Bild aus der Episode „Cry Havoc“ der Serie „The Last Ship“ / (c) TNT
Bild aus der Episode „Cry Havoc“ der Serie „The Last Ship“ / (c) TNT

Vorbereitungen

Der Schock der Verluste der letzten Woche sitzt noch tief, was sich in den Gesichtern unserer Crew problemlos ablesen lĂ€sst. Doch zum Trauern bleibt nicht lange Zeit, denn bis Ramsay (Brian F. O'Byrne) die Position der USS Nathan James ausmachen kann, wird es nicht mehr lange dauern. Nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ beschließt Tom Chandler (Eric Dane), die Initiative zu ergreifen und nicht darauf zu warten bis Ramsay zum nĂ€chsten Schlag ausholt.

Ein gewagtes Unterfangen, schließlich ist das Schiff nicht voll einsatzfĂ€hig und ohne Sonar lassen sich auch keine U-Boote orten. Zudem gibt es neben dem U-Boot des Briten noch zahlreiche andere Schiffe da draußen, die es auf die vermeintlich böse Navy abgesehen haben - gefĂŒllt mit Amerikanern, die Ramsays LĂŒgen fĂŒr bare MĂŒnze nehmen.

Chandler ist sich aber des Risikos voll bewusst und trifft Vorkehrungen. So werden Dr. Rachel Scott (Rhona Mitra), PrÀsident Michener (Mark Moses), die Gruppe Jugendlicher aus einer der Vorfolgen und einige andere zusammen mit Tex (John Pyper-Ferguson), Slattery (Adam Baldwin) und Green (Travis Van Winkle) an Land geschickt - inklusive des Gegenmittels zum Virus.

Dadurch wird gleich in den ersten Minuten der Folge eine Abschiedsstimmung verbreitet, die mit Blick auf Valkyrie erneut um das Leben unserer Figuren bangen lĂ€sst. Es gibt dabei keine großen Reden oder Ansprachen, wie es sonst oft der Fall ist. Die braucht es aber auch nicht. Zwischen Scott und Chandler reicht sogar ein einziger intensiver Blick aus, um uns alles nötige zu sagen. Der Serie gelingt es hier nahezu perfekt, die Stimmung der Figuren zu vermitteln und uns darauf aufmerksam zu machen, dass Chandlers Vorhaben kein Kinderspiel wird. Apropos Chandler, es passt hier hervorragend zu unserem KapitĂ€n, dass er das Leben der wichtigen Personen und Zivilisten schĂŒtzen will und sie nicht dem Risiko einer Niederlage gegen Ramsay aussetzt.

An Land

Mit der befohlenen Funkstille sieht es der Plan vor, dass Slatterys Team sich bedeckt hĂ€lt und versteckt. Schließlich will man nicht einer der Gruppen in die Arme laufen, die auf die Navy weniger gut zu sprechen sind. Doch das Versteckspiel hĂ€lt nicht lange an, denn als Scott eine Mutter und ihr krankes Kind sieht, kann sie nicht anders als zur Hilfe zu eilen - und dabei ihr neu entwickeltes Gegenmittel zu testen.

Beinahe ließe sich vermuten, dass unser Landungstrupp nun in die HĂ€nde der Gegenseite fĂ€llt. Doch bei der Familie handelt es sich um Leute, die von einer der immunen Gruppen infiziert wurden und ihre Skepsis gegen die Navy schnell fallen lassen. Mehr noch: durch Rachels Hilfeleistung bekommen unsere Protagonisten wichtige Informationen ĂŒber ein schlagkrĂ€ftiges Waffensystem, was Ramsays Leute gegen die USS Nathan James einzusetzen gedenken.

Was sich an dieser Stelle vielleicht minimal kritisieren lĂ€sst, ist die Art und Weise, wie Rachel ihr Gegenmittel verabreicht. Die „Heilung durch Handauflegen“ hat schon fast was Religiöses und wirkt komisch, obwohl uns vorher erklĂ€rt wurde, wie das neue Gegenmittel funktioniert. Und sollte das Heilmittel sich nun tatsĂ€chlich so rapide weiterverbreiten, wie uns geschildert wurde, dĂŒrfte das Virus demnĂ€chst kein Problem mehr darstellen. Es sei denn, es gibt im nĂ€heren Umfeld keine weiteren Kontaktpersonen, was aber unwahrscheinlich sein dĂŒrfte.

ZusĂ€tzlich zur Verbreitung des Gegenmittels dĂŒrfte es sich auch rumsprechen, dass die Navy keineswegs Böses im Schilde fĂŒhrt. Es ist zwar nur ein kleiner Schritt, aber die ersten Außenstehenden kennen jetzt die Wahrheit und wissen, dass Ramsay gelogen hat. Ähnlich wie das Gegenmittel muss sich diese Information lediglich verbreiten, um den Ruf unserer Protagonisten wiederherzustellen.

Bild aus der Episode %26bdquo;Cry Havoc%26ldquo; der Serie %26bdquo;The Last Ship%26ldquo; © TNT
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Zur See

Die Jagd auf das U-Boot ist eröffnet. Dank Valerie (Tania Raymonde) kann ein Großteil des Widerstands im Vorfeld weggelockt werden und Ramsay schluckt wie erwartet den Köder und lĂ€uft der Nathan James beinahe direkt in die Arme. Ein bisschen zu direkt vielleicht, denn als die Position des U-Bootes mit dem improvisierten Sonar schließlich geortet werden kann, befindet es sich direkt unter dem Schlachtschiff - und kann deshalb nicht angegriffen werden.

Hier setzt die spannungsgeladene Auseinandersetzung ein, die wahrlich filmreif gelungen ist. Chandler muss alle Register ziehen, wirft mit Anweisungen um sich und die wackelige Kamera und schnelle Schnitte tragen zur nötigen Verwirrung bei. Das Chaos des Kampfes wird greifbar und die Stille, nachdem beide Schiffe ihre Torpedos abgefeuert haben, lÀsst uns die Luft anhalten - bis die unvermeidlichen EinschlÀge kommen und nicht nur Valerie aus den Socken hauen.

Der Showdown zwischen Ramsay und Chandler gelingt hier gleich auf mehreren Ebenen und die Unsicherheit, ob das U-Boot tatsĂ€chlich getroffen wurde oder nicht, sorgt fĂŒr ein anhaltendes Spannungsmoment.

Schwere GeschĂŒtze

WĂ€hrend die USS Nathan James ums Überleben kĂ€mpft, machen sich Tex, Green und Slattery daran, das mĂ€chtige GeschĂŒtz einzunehmen. Feuergefechte und Nahkampf bestimmen hier das Geschehen, so dass der Actionlevel weiterhin angenehm hoch gehalten wird. Auch hier lĂ€sst sich wunderbar mitfiebern, denn die Aktion lĂ€uft keineswegs wie geplant und kommt bei unseren heldenhaften Protagonisten nicht ohne grĂ¶ĂŸere Verletzungen (die aber zum GlĂŒck nicht tödlich scheinen) aus.

Kudos an die Drehbuchschreiber, die die beiden HandlungsstrĂ€nge hier wieder gekonnt zusammenbringen, indem Team Slattery mit dem frisch eingenommenen GeschĂŒtz Ramsay quasi mit der eigenen Waffe schlĂ€gt - dieses Mal endgĂŒltig.

Und nun?

Betrachten wir die Folge jetzt noch einmal, dann wurde die Staffel im Prinzip schon mit dieser Episode abgeschlossen. Der große Showdown zwischen Ramsay und Chandler ist vorbei, das Gegenmittel zum Virus verbreitet sich, Valerie könnte mit dem Zugriff auf ihr Netzwerk dafĂŒr sorgen, dass das Vertrauen zur Navy wieder hergestellt wird und durch Mundpropaganda werden diese Informationen auch schon weitergetragen.

Was bleibt jetzt noch in der Staffel zu erzÀhlen? Wie wird die letzte Episode aussehen? Bekommen wir einen ruhig gehaltenen Epilog oder wird ein neuer Handlungsbogen in Gang gesetzt, der durch ein Cliffhanger-Ende die Wartezeit bis zur dritten Staffel lang erscheinen lÀsst? Mögen die Spekulationen beginnen.

Fazit:

The Last Ship fĂ€hrt schwere GeschĂŒtze in Cry Havoc auf. Man merkt einmal mehr, dass Michael Bay zu den ausfĂŒhrenden Produzenten der Reihe gehört, wenn es ordentlich kracht. Aber es ist nicht nur die Actionkost, die hier zu begeistern weiß. Auch der Rest - Spannung, AtmosphĂ€re, Figuren, Handlung, Inszenierung - passt perfekt und fĂŒhrt zu einer der besten Folgen, die das Popcorn so richtig schmecken lĂ€sst. Von mir gibt es dafĂŒr volle 5 von 5 Sternen.

Promo zum Staffelfinale von „The Last Ship“:
Verfasser: Christian SchÀfer am Montag, 31. August 2015

The Last Ship 2x12 Trailer

Episode
Staffel 2, Episode 12
(The Last Ship 2x12)
Deutscher Titel der Episode
Vernichtet sie!
Titel der Episode im Original
Cry Havoc
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Sonntag, 30. August 2015 (TNT)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 31. August 2015
Autoren
Hank Steinberg, Steven Kane, William Brinkley
Regisseur
Greg Beeman

Schauspieler in der Episode The Last Ship 2x12

Darsteller
Rolle
Adam Baldwin
Charles Parnell
Travis Van Winkle
Christina Elmore
Bren Foster
Kevin Michael Martin

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