The Last Ship 2x11

The Last Ship 2x11

In der Folge Valkyrie unternimmt ein Teil der Crew der USS Nathan James einen Versuch, das Kommunikationsnetzwerk von Sean Ramsay zu übernehmen, und trifft dabei auf den jüngsten Neuzugang der Serie. Doch Ramsays Video hat mehr Eindruck hinterlassen, als unseren Protagonisten lieb ist.

Bild aus der Episode „Valkyrie“ der Serie „The Last Ship“ / (c) TNT
Bild aus der Episode „Valkyrie“ der Serie „The Last Ship“ / (c) TNT

I can't believe they shot me in the ass!

Nach den Explosionen letzte Woche landen Tex (John Pyper-Ferguson), Danny (Travis Van Winkle), Miller (Kevin Michael Martin), Flea (Stephen Monroe Taylor) und ein paar andere am Strand, um sich um die Überlebenden und Verletzten zu kümmern und nebenbei ausfindig zu machen, woher das Signal kommt, das sie als Missetäter deklariert. Ihnen ist dabei bewusst, dass das Video, das Sean Ramsay (Brian F. O'Byrne) in seinem Valkyrie-Netzwerk verbreitet hat, arge Probleme verursachen könnte.

Aber der Widerstand, mit dem sich Tex & Co. plötzlich konfrontiert sehen, als Flea sie schließlich als Angehörige der US-Navy bezeichnet, ist schon ein starkes Stück. Da helfen sie also die Episode über den Leuten und ein einziger Aufschrei sorgt dafür, dass sie sich plötzlich Bewaffneten gegenüber sehen, die sogleich das Feuer eröffnen? The Last Ship ist zuweilen zwar eine Serie der Extreme und der Stimmungswechsel durchaus nachvollziehbar. Aber das Ausmaß, mit dem die Personen, die sie eben noch versorgt haben, plötzlich losschlagen, scheint dennoch übertrieben. Niemand interessiert sich dafür, weshalb die angeblichen Angreifer Hilfe geleistet haben, oder hinterfragt den einen Schreihals, der die Menge anstachelt.

Tom und Rachel

Das Verhältnis zwischen Tom Chandler (Eric Dane) und Rachel Scott (Rhona Mitra) bleibt weiterhin kühl. Der Mord an Niels (Ebon Moss-Bachrach) war eine Grenze, die Dr. Scott niemals hätte überschreiten dürfen - da ist unser Captain recht stur. Wenngleich Niels für den Tod unzähliger Personen verantwortlich war und auch die Teddybären kreierte, die zur „Auslese“ von Kindern beitragen sollten.

Rachel kann in dieser Episode aber wenigstens wieder ein bisschen Anerkennung gewinnen, nachdem sie den angeschlagenen Chandler nach der Bohrinsel-Mission versorgt hat. Ob das aber ausreichen wird, um sie in seinen Augen wieder vollständig zu rehabilitieren und seine strengen Vorsätze etwas aufzulockern, bleibt fraglich. Zu vermuten wäre, dass sie erst nach und nach wieder auf dem alten Level ankommt.

Für den Zuschauer war es gut zu sehen, dass die Beziehung zwischen den beiden zumindest ein wenig repariert wird. Es fühlt sich einfach falsch an, dass gerade durch Niels' Tod ein Keil zwischen die beiden Hauptfiguren getrieben wurde.

Anmerkung am Rande: Es war ein wenig enttäuschend zu erfahren, dass Rachels neuer körpereigener Impfstoff nur für ein paar Tage Wirkung zeigt, wenn sie mit Infizierten in Kontakt tritt und anschließend nicht mehr. Einer solchen zeitlichen Begrenzung unterlag Niels nicht und dabei hat sie laut eigener Aussage seine Methode für den Impfstoff angewendet.

Valkyrie

Es gelingt der Crew, den Hauptsender für Ramsays Kommunikationsnetz auszumachen, woraufhin sich unter anderem Tom Chandler persönlich auf eine Bohrinsel begibt, um sich die Sache näher anzuschauen und den Sender möglicherweise zu übernehmen. Präsident Michener (Mark Moses) zeichnet sogar im Vorfeld schon eine Ansprache auf, um klarzustellen, dass Ramsay lediglich Lügen verbreitet und die Navy alles daran setzt, um das Virus zu bekämpfen.

Die Ansprache hätte vielleicht etwas besser (und überzeugender) gestaltet werden können, aber der Plan an sich erscheint gut. Kopfschmerzen beim Zuschauer bereitet lediglich, dass diese eine Station auf der Bohrinsel das zentrale und unverzichtbare Stück des weitreichenden Netzwerks sein soll - und noch dazu unbewacht ist. Die einzige Person, auf die unsere Protagonisten treffen, ist Valerie (Tania Raymonde), die sich zudem noch als Erfinderin von „Valkyrie“ entpuppt.

Bild aus der Episode %26bdquo;Valkyrie%26ldquo; der Serie %26bdquo;The Last Ship%26ldquo; © TNT
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Hat man das aber erst einmal geschluckt, bekommt man eine interessante neue Figur präsentiert, die sich noch zu einem nützlichen Verbündeten entwickeln könnte. Valeries Einstellung gegenüber den Neuankömmlingen ist anfangs alles andere als freundlich - was aufgrund von Ramsays Lügen und ihrer eigenen, regierungskritischen Einstellung kein Wunder ist. Im Gegensatz zu den Leuten am Strand lässt sie sich aber bis zum Episodenende davon überzeugen, dass die Crew der USS Nathan James zu den Guten gehört und Sean Ramsay der wahre Bösewicht ist. Mit ihr hat Chandler jetzt außerdem jemanden an Bord, der das nötige technische Verständnis hat, um die Nachricht von Michener vielleicht doch noch auf Sendung zu schicken.

Auch hier eine kleine Anmerkung: Tom Chandler zeigt Humor! Seine Ausführungen über die Außerirdischen vom Planeten „Batshit Crazy“ waren einfach nur köstlich.

Andy T. Tran in %26bdquo;The Last Ship%26ldquo; © TNT
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Herbe Verluste

Die Übernahme des Senders scheitert in der allwöchentlichen Actioneinlage daran, dass unsere Truppe auf der Bohrinsel unter (Panzerfaust-)Beschuss gerät und beim Gefecht auch der Sender zerstört wird. Ungleich anderer Episoden stirbt dabei nicht bloß ein Crewmitglied, sondern gleich vier, während zahlreiche andere verletzt werden.

Vom taktischen Standpunkt aus dürfte der Verlust von Chung (Andy T. Tran) am schwersten wiegen, aber was hier wirklich für eine Überraschung sorgt, ist der Tod von Ravit Bivas (Inbar Lavi), der nicht nur für Burk (Jocko Sims) einen herben Verlust darstellt. Ravit war zwar noch nicht lange mit von der Partie, bot aber noch Potenzial für ein paar nette Nebenplots.

Uns wird hier erstmals deutlich gezeigt, dass die sonst so treffsicheren und fast unverwundbaren Mitglieder um Tom Chandler doch angreifbar sind. Zudem wirkt das Drama um die Verluste aufrichtiger als in manch anderen Episoden, in denen ein Crewmitglied über den Jordan gehen musste. Wir merken, dass die Serie auf das Staffelfinale zusteuert und der Kampf mit Ramsay sich weitaus schwieriger gestaltet, als noch vor ein paar Wochen anzunehmen war. Ein Beleg dafür ist auch, dass die Angreifer nicht zu Ramsays immunen Auserlesenen gehören, sondern einfache Amerikaner waren, die ähnlich wie Valerie auf Seans Worte hereingefallen sind.

Unterm Strich kann man dennoch sagen, dass die Zerstörung des Senders einen kleinen Teilsieg für die Crew der Nathan James bedeutet, denn immerhin kann Ramsay sich nun nicht weiter Gehör bei der Bevölkerung verschaffen. In diesem Sinne: „Today we grieve, but tomorrow we press on. We continue to answer the call, 'Here I am.'

Fazit:

Auch wenn nicht alles überzeugend war, konnte Valkyrie im Großen und Ganzen gut punkten. Der Weg zum Staffelfinale wird geebnet und nebenbei gehörig - und vor allem überraschend gelungen - an der Drama-Schraube gedreht. Von mir gibt es diese Woche 4 von 5 Sternen.

Promo zur Episode 2x12 der Serie „Last Ship“
Verfasser: Christian Schäfer am Dienstag, 25. August 2015

The Last Ship 2x11 Trailer

Episode
Staffel 2, Episode 11
(The Last Ship 2x11)
Deutscher Titel der Episode
Das Netzwerk
Titel der Episode im Original
Valkyrie
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Sonntag, 23. August 2015 (TNT)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 24. August 2015
Autoren
Hank Steinberg, Steven Kane, William Brinkley
Regisseur
Olatunde Osunsanmi

Schauspieler in der Episode The Last Ship 2x11

Darsteller
Rolle
Adam Baldwin
Charles Parnell
Travis Van Winkle
Christina Elmore
Bren Foster
Kevin Michael Martin

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