The Last of Us 2x05

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In der fünften Folge der zweiten Staffel der Serie The Last of Us werden wir Zeugen davon, dass es bei der Washington Liberation Front (kurz: W.L.F.) einige horrende Probleme gibt. Es gibt außerdem ein Wiedersehen mit Hanrahan (Alanna Ubach), die in der Gruppierung offenbar ein hohes Tier ist.
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Sporen muss man sich erst verdienen...
Sie spricht mit Elise Park (Hettienne Park, Hannibal), deren Einheit dafür verantwortlich ist, das Krankenhaus zu sichern. Vor allem vor den Infizierten. Dabei hatten sie bis auf den Keller wohl alle Ebenen unter Kontrolle, doch dann sind Treppenhäuser eingestürzt. Weswegen man den besten Mann, Leon, runtergeschickt hatte, der jedoch eine schreckliche Entdeckung machte und schon nach fünf Minuten per Funk erneut Meldung erstattete, wobei er kaum noch atmen konnte... Statt der üblichen Pilzwurzeln gibt es wohl ein Sporenproblem, was das Atmen in diesem Bereich blitzschnell unmöglich macht - so, als wäre man infiziert.
Man musste also die Bereiche abriegeln und versiegeln und Park ihren eigenen Sohn opfern. Dafür erhält sie Dank von Hanrahan, da das Krankenhaus eine Ressource ist, die man nicht verlieren darf. Während die Videospiel-Vorlage schon immer die Sporen als Gefahr darstellte, holt die Serie das zu diesem Zeitpunkt nach und nutzt dies, auch später noch, um Ellies (Bella Ramsey) besonderen Status als Überlebende zu untermauern.
If I Ever Were to Lose You...
Für Ellie und Dina (Isabela Merced) geht es am zweiten Tag in Seattle weiter. Dina hört dabei den Funk der W.L.F. ab, die nicht im Traum daran denken, dass jemand mithören könnte, weswegen sie sehr gesprächig sind. Dina versucht dabei, einen sicheren Weg ins Krankenhaus zu finden. Ellie stellt im Theater/Kino derweil den Strom wieder an, weil sie einen Generator findet. Die Planung überlässt sie derweil ihrer schlauen Freundin und weiß selbst, dass sie da nicht ganz so firm ist wie sie.
Ellie findet im Bühnenbereich derweil einige Instrumente, darunter Gitarren, vor und greift wieder nach einer. Statt „Take on Me“ spielt sie diesmal einen anderen Song, der sie an Joel (Pedro Pascal) erinnert und stimmt die Zeile „If I ever were to lose you“ an.
Dina hat derweil die Stadtpläne studiert und einen passenden, aber auch gefährlichen Weg gefunden. Die Scars/Seraphites erinnern sie an die Amish People von früher, die Ellie nicht kennt. Die beiden wollen es wagen, auch wenn es nicht einfach werden dürfte. Sie ahnen zu dem Zeitpunkt noch nicht, was ihnen blüht...
Feel This, Bitch!

Auf dem Weg finden Sie wieder einige getötete Seraphites und ein Graffiti, was das übliche Motto der Gruppe „Feel Her Love“ zu „Feel This, Bitch“ umformuliert. Die Fronten zwischen Scars und W.L.F. sind also verhärtet und Ellie und Dina weiterhin mittendrin. Ellie gibt der schwangeren Dina erneut die Wahl, es sich anders zu überlegen und zu schonen. Doch dann holt Dina aus und erzählt von der ersten Person, die sie umbrachte...
Dinas tragische Hintergrundgeschichte
Mit acht Jahren lebte sie nämlich in einer Hütte mit ihrer Schwester und ihrer Mutter, die von jemanden überfallen wurde. Dina war zufällig gerade draußen und als sie wiederkam, fand sie ihre Liebsten übelst zugerichtet. Also nahm sie Rache an der Person. Doch gleichzeitig merkt sie an, dass auch die den Mörder verfolgt hätten, wenn er davon gekommen wäre. Sie will also das tun, was Ellie möchte. Entweder bleiben oder mitgehen. Ellie entschließt sich fürs Begleiten, denn natürlich hat sich Dina schon mehrfach als gute Partnerin im Überlebenskampf bewiesen und kommt normalerweise mit Gefahr gut zurecht.
Dina und Ellie vs Stalker
Als es dunkel wird, schleicht man sich bei den Wolves ein, schneidet einen Zaun ein und möchte sich umschauen. Allerdings will Ellie als immune Person das übernehmen, was eine sinnvolle Entscheidung ist. Man verabredet sich daher dazu, auf Schusswaffen zu verzichten, außer es geht nicht anders, weil die Soldaten sonst anrücken könnten... Stattdessen solle man Messer nutzen oder rennen. Nebenbei gesteht Dina Ellie auch ihre Liebe, gerade auch deswegen, weil sie Ellie für ein wenig verrückt hält...
Bald schon treffen Dina und Ellie auf die intelligente Variante der Infizierten, die im Spiel als Stalker bekannt sind, diesmal sind die jungen Frauen jedoch zu zweit und vorbereitet - meinen sie zumindest. Allerdings ist die Angreifergruppe größer als gedacht, so dass Ellie sie ablenken will, während Dina sich in einem Käfig in Sicherheit bringt. Der Plan, auf Schüsse zu verzichten, geht deswegen nicht so ganz auf...
Glücklicherweise erhalten sie unverhofft Unterstützung, denn plötzlich taucht Jesse (Young Mazino) auf, schreitet ein und ermöglicht die Flucht vor den Soldaten und ihren Hunden, die davon mitbekommen haben. Doch im Park lauert schon die nächste Gefahr, denn diesen Ort meiden selbst die Wölfe...
Jesse erzählt kurz, dass er zusammen mit Tommy (Gabriel Luna) nach Seattle gekommen ist, wobei man sich aufgeteilt hat, um sie zu finden. Durch die Landkarten im Theater konnte man sie ausfindig machen. Man will sich am nächsten Morgen treffen und dann den Rückweg antreten, was Ellie natürlich nicht gut findet.
Die dunkle Seite der Seraphites aus der Nähe
Ellie, Dina und Jesse erleben die düstere Seite der Seraphites hautnah, als sie in den Park stolpern, denn ein Wolf, der Isaac (Jeffrey Wright) und seine Sache verraten will, wie schon in Day One angedeutet wurde, scheint nicht das Vertrauen seines Gegenübers zu erhalten... Vielmehr wird der Wolf aufgehangen und mit einer Sichel brutal ausgeweidet. Er gilt offenbar als Sünder und sein Tod könnte die Prophetin besänftigen. Wir haben es also eher mit der militanten Seite der Glaubensgemeinschaft zu tun, die keine Gnade kennt.
Beim Beobachten trifft Dina ein Pfeil in den Schenkel und Jesse soll sie zurück ins Theater bringen, während Ellie für Ablenkung sorgt. Mit den üblichen Pfiffen, Fackeln und Pfeilen wird Ellie verfolgt, doch bald verlässt sie das Areal und so brechen auch die Scars die Verfolgung ab. Zufällig findet Ellie allerdings das Lakehill Hospital und somit ihre bisher beste Spur zu Abby (Kaitlyn Dever) durch ihre Verbündete Nora (Tati Gabrielle), die man über den Funk ausfindig machen konnte.
Die eiskalte Ellie

Nora behandelt gerade einen Verletzten, als Ellie sie findet - sie fragt direkt, ob diese sich erinnere. Sie kommt also direkt zur Sache und will Abbys Aufenthaltsort wissen. Nora lügt sie an und meint, dass alle Soldaten sie verfolgen, sollte sie sie hier erschießen. Provozierend berichtet sie von angeblichen Albträumen, in denen sie Joels Schreie hört, doch sie ist überzeugt, dass er bekommen hat, was er verdiente. Nora wagt dabei die Flucht und Ellie nimmt die Verfolgung auf, wobei Nora dann nur einen Ausweg über einen Aufzugschacht nutzen kann, der nach B2 führt, also in den Keller, der eingangs erwähnt wurde.
Ellie findet den inzwischen in einer Pilzwand eingebetteten Leon, der sichtbar Sporen ausarbeitet und macht den Strom an. Nora ist bald schon infiziert und hustet stark. Sie glaubt, dass beide dem Tode geweiht sind, doch die Legende von Ellie ist wahr und ihr geht es blendend, auch ohne Atemschutz.-- Nora kann nicht glauben, dass die Gerüchte wahr sind, doch Ellie will weiterhin nur Abby.
Als Nora noch einmal rekapituliert, was Joel für sie getan hat und dass er Abbys Vater erschossen hat, reagiert Ellie mit einem kalten: „Ich weiß.“ Auch wenn das die Chance auf eine Heilung für die restliche Menschheit zunichtegemacht hat. Sie steckt ihre Pistole ein und schnappt sich ein Rohr, mit dem sie Nora traktiert, ähnlich, wie es Abby mit dem Golfschläger bei Joel getan hatte. Nora scheint jedoch standhaft zu bleiben.
Die Folge fühlt sich diesmal wegen der Szenenwechsel an wie mehrere Levels am Stück, durch die man ein bisschen durchhetzt. Immerhin sieht man alle Seiten: Dina und Ellie, Wölfe, Scars und auch Jesse bringt eine neue Facette rein.
Während die Zweisamkeit mit Dina ihre Menschlichkeit bewahrt, zeigt das Aufeinandertreffen mit Nora, welche tiefen Abgründe in Ellie schlummern, die in dieser Angelegenheit vor allem die Rache für Joel im Kopf hat.

Die Episode endet mit der Andeutung eines Flashbacks. Joel weckt die etwas jüngere Ellie mit einem typischen „Hey Kiddo“ und Fans des Videospiels können sich vorstellen, welche berührende Szene folgen wird. Der Rest kann sich einfach auf die kommende Episode freuen, die schon die vorletzte dieser siebenteiligen zweiten Staffel sein wird...
Ich kann nicht ganz unkommentiert lassen, dass man Ellie seit dem Aufbruch nach Seattle in der Planung etwas zu sehr von Dina abhängig macht. Da wir die Figur vorher schon kompetent im Überlebenskampf gesehen haben, ist das vielleicht nicht mal so schlimm, allerdings scheint ein Teil der Zuschauerschaft genau das zu kritisieren und ein Stück weit kann ich das in der aktuellen Staffel nachvollziehen. Allerdings zeigt ihr Alleingang im Krankenhaus und ihre Aktionen, um Dina zu retten, durchaus, dass sie es, wenn es darauf ankommt, schafft abzuliefern.
Ein kleines Detail, das mir in der zweiten Staffel bisher auch weniger gefällt als in der vorherigen, ist der Einsatz von Musik im Abspann. In der ersten war die Songauswahl irgendwie prägnanter. Zwar gibt es ab und zu immer noch nette Songs, aber diese haben irgendwie weniger Wumms und Impact. Oder geht es nur mir so?
Fazit
Wieder einmal gibt es zwei actionlastige Episoden hintereinander. Diese können zwar jeweils einige ruhige Momente einstreuen, allerdings fühlt sich die zweite Staffel tendenziell etwas gamiger an als die erste Season. Letztere umschiffte auch die Action teilweise, um sich mehr dem Innenleben der Charaktere zu widmen und den Krawall dann eher sparsam einzusetzen.
Die Richtung der Debütstaffel hat mir dabei meistens etwas besser gefallen als die Balance in dieser Staffel. Ich verstehe allerdings auch, dass Craig Mazin, Neil Druckmann und Co stets versuchen, möglichst viel Plot unterzubringen und das zweite Spiel deutlich umfangreicher als das erste ist.
Also wieder mehr Action als leise Momente, dennoch ist und bleibt „The Last of Us“ eine hochwertig produzierte, wunderschön anzusehende Videospieladaption, die ich immer wieder gerne anschaue.
Daher gibt es dreieinhalb bis vier Sicheln dafür von mir.
Verfasser: Adam Arndt am Montag, 12. Mai 2025The Last of Us 2x05 Trailer
(The Last of Us 2x05)
Schauspieler in der Episode The Last of Us 2x05
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