The Event 1x21

The Event 1x21

The Beginning of the End - der Anfang vom Ende. Nach der offiziellen Entscheidung von NBC zur Absetzung von The Event ist das gleich in doppelter Hinsicht ein passend gewÀhlter Episodentitel.

Die FĂ€den in „The Event“ laufen langsam zusammen. / (c) NBC
Die FĂ€den in „The Event“ laufen langsam zusammen. / (c) NBC

The Event ist eine Serie mit so einigen SchwĂ€chen, darĂŒber kann es kaum einen Zweifel geben. Auch die Episoden-Reviews auf SERIENJUNKIES.DE® der vergangenen Wochen und Monate legen davon Zeugnis ab. Trotzdem scheint mancher Spott, der jetzt ĂŒber die Produktion ausgeschĂŒttet wird, etwas verfehlt.

Am Montag stellte sich Late-Night-Komiker Jimmy Fallon vor das Publikum aus Presse und Werbekunden bei der Upfronts-PrĂ€sentation von NBC und sang dabei unter anderem: „Wir sind wirklich begeistert von unseren neuen Serien. Wir wollen, das jede davon ein Event wird... anders als „The Event“.“ Na, ob das mit Glee am Broadway, pardon, Smash oder der Jagd auf MĂ€rchenfiguren (Was hat Schneewittchen Ihnen bloß getan, Herr Greenblatt?) gelingt, das bleibt noch abzuwarten.

Nun ist es grundsĂ€tzlich eine begrĂŒĂŸenswerte Eigenschaft, wenn man in der Lage ist, sich selbst auf die Schippe zu nehmen. Nur sind das die gleichen Töne, die man schon auf den Upfronts im letzten Jahr gehört hat. Und im Jahr davor. Statt sich also fortlaufend nur darĂŒber lustig zu machen, was im Vorjahr nicht geklappt hat (was einem bei NBC nicht schwerfĂ€llt), sollte man vielleicht lieber dazu ĂŒbergehen, es zuerst besser zu machen. Andernfalls dĂŒrfte Mr. Fallon wohl im nĂ€chsten Jahr singen: „Wir wollen Ihnen sicher keine MĂ€rchen erzĂ€hlen... das haben wir ja schon mit „Grimm“ getan.

So tief, wie NBC gefallen ist, muss sich der Sender erst einmal wieder etwas berappeln, bevor er auch nur in der Position ist, Selbstironie zu ĂŒben. Alles andere sieht aus wie ein Typ, der stĂ€ndig ĂŒber die eigenen FĂŒĂŸe stolpert und mit einem selbstironischen „Ach, was bin ich heute wieder geschickt!“ sein Gesicht zu wahren versucht. Ein- oder zweimal mag das noch lustig sein, irgendwann ist es aber nur noch peinlich.

Sorry fĂŒr den Exkurs! Kommen wir zum eigentlichen Review: The Beginning of the End setzt die positive Entwicklung der letzten Folge fort. Der Plot ist ĂŒberaus spannend angelegt: Dadurch, dass Sophia (Laura Innes) und ihre Leute den Krankheitserreger gleich auf mehreren Wegen unters Volk bringen wollen, scheint es schwierig bis unmöglich, die Attacke noch aufzuhalten. Da hilft es nicht mal, dass sich Sean (Jason Ritter) und Vicky (Taylor Cole) mit Sterling (Zeljko Ivanek) und Simon (Ian Anthony Dale) zusammentun.

Auch PrĂ€sident Martinez (Blair Underwood) hat so seine Probleme. Er wacht zwar dank des Gegenmittels, welches ihm seine Frau (Lisa Vidal) verabreicht hat, zum großen Erstaunen der Ärzte aus dem Koma auf. Jarvis (Bill Smitrovich) ist jedoch fest entschlossen, ihm bei seiner RĂŒckkehr ins Amt so viele Steine wie nur möglich in den Weg zu legen.

Die Konfliktlage, mit der wir kommende Woche ins Serienfinale gehen, ist damit klar umrissen: Die Auslöschung der Menschheit mit dem Virus scheint unaufhaltsam bevorzustehen. Die Aliens sind (dank Jarvis' Mithilfe: vom Satelliten unentdeckt) auf ihrem Weg zur Erde. Und weder Martinez noch der auf sich allein gestellte Vier-Mann-Trupp scheinen in einer Position, dagegen etwas unternehmen zu können.

Sogar an der lange vernachlĂ€ssigten Mystery-Front tut sich etwas in The Beginning of the End: Dr. Lu (Alexandra Chun) lĂ€sst die Bemerkung fallen, dass die Außerirdischen schon vor uns Menschen auf der Erde gewesen sind. Und auch Simon macht, nachdem er die geheimnisvolle Schriftrolle erblickt, die Sean von Dempsey erhalten hat, eine Andeutung, dass es mit den Aliens noch mehr auf sich hat, als wir bislang ahnen. Hoffentlich bleibt in der nĂ€chsten Folge genug Zeit aufzuklĂ€ren, was das ist.

Die Anfangssequenz mit Sophias Albtraum lĂ€sst einen zunĂ€chst befĂŒrchten, dass sie nach ihrer sprunghaften Entwicklung von Captain Picard zur psycho bitch nun auf einmal wieder die Rolle rĂŒckwĂ€rts macht. Das tritt jedoch glĂŒcklicherweise nicht ein (es hĂ€tte die Figur wohl endgĂŒltig zerstört). Stattdessen nutzen die Autoren die Gewissensbisse, die Sophia verspĂŒrt, um der Figur ein StĂŒck weit ihre ursprĂŒngliche KomplexitĂ€t und Ambivalenz zurĂŒckzugeben - und sind damit durchaus erfolgreich.

Einziger grĂ¶ĂŸerer Schwachpunkt der Folge ist die Befreiung von Leila (Sarah Roemer): Um ein Klischee zu vermeiden (boy saves girl) schlittern die Autoren geradewegs in ein anderes - die wundersame Lockerung der Handfessel, durch die es Leila gelingt, sich in Nullkommanichts zu befreien.

Fazit

Ja, so kann es gerne ins Finale gehen! So langsam stellt sich fast ein wenig Bedauern ein, dass es mit The Event ab nÀchster Woche vorbei ist.

Verfasser: Christian Junklewitz am Mittwoch, 18. Mai 2011
Episode
Staffel 1, Episode 21
(The Event 1x21)
Deutscher Titel der Episode
Der Anfang vom Ende
Titel der Episode im Original
The Beginning of the End
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Montag, 16. Mai 2011 (NBC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Donnerstag, 21. November 2013
Regisseur
Jonas Pate

Schauspieler in der Episode The Event 1x21

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?