The Event 1x04

Inhalt
Die Flugzeugpassagiere erinnern sich nicht mehr daran, was mit ihnen in der Wüste geschehen ist. Und auch Keiko O'Brien, pardon Rosalind Chao als Ärztin eines Quarantänezentrums, weiß nicht genau, was mit den Leuten passiert ist. Untersuchungen, die an ihren vermeintlichen Leichen vorgenommen wurden, zeigen lediglich im Nachhinein, dass winzige Spuren von Leben wohl die ganze Zeit über in ihnen noch vorhanden waren.
Der Präsident weiß nicht genau, was ihm diese Machtdemonstration von Sophias Leuten sagen soll. CIA-Direktor Sterling vernimmt unterdessen Leilas Vater Michael, der als Pilot die Maschine gesteuert hat. Michael kann ihm jedoch kaum etwas über die Leute sagen, die seine Töchter entführt und ihn zu der Tat gezwungen haben. Dem Vize-Präsidenten missfällt es ungemein, dass Sterling die Vernehmung vornimmt. Ob aus Misstrauen gegen Sterling oder aus schlechtem Gewissen - das ist schwer zu sagen. Jedenfalls versichert Sterling ihm gegenüber, dass er nichts mit dem Plan zu tun hatte, den Präsidenten zu ermorden. Allein schon, weil der Vize-Präsident dann ja sein Nachfolger werden würde...
Martinez erhält wenig später einen Anruf von Thomas. Dieser hat es - ob durch Simon oder auf einem anderen Wege - geschafft, ein Handy in den Rucksack von Martinez' Sohn zu schmuggeln. Thomas stellt klar: Entweder die Gefangenen von Inostranka kommen frei - oder beim nächsten Mal werden tatsächlich Menschen sterben. Der Präsident spricht noch einmal mit Sophia, die ihm immerhin so viel verrät, dass er die Drohung von Thomas sehr ernst nehmen sollte. Wie zur Bestätigung bekommen die gerade vom Tod genesenen Flugpassagiere auf einmal kollektiv Nasenbluten. Sterben sie - diesmal für immer?
Leilas Entführer wollen unterdessen unbedingt Sean Walker in ihre Hände bekommen. Einer der Killer hatte versucht, Sean und Agent Collier zu verfolgen, was für ihn jedoch mit einer Kugel in der Schulter und einer Landung im Straßengraben endete. Da Sean das GPS-Signal des Wagens ausgeschaltet und auch die Handy-Ortung unterbunden hat, bleibt den Gangstern eigentlich nur ein Weg, ihn zu finden: Sie müssen ihm eine Falle stellen.
Dazu benutzen sie Leila: Während sie ihr einerseits vormachen, dass ihre Exekution unmittelbar bevorsteht, eröffnen sie ihr andererseits die Möglichkeit zur Flucht. Tatsächlich landet Leila im Polizeigewahrsam, nachdem sie Vicky scheinbar erschossen hat. Sie nutzt die Möglichkeit zum Telefonat, um Sean auf die Mailbox zu sprechen. Sie sagt ihm, dass sie frei ist - und wo sie sich befindet. Sie ahnt nicht, dass ihre Entführer nur darauf warten, dass Sean in die Falle geht.
Allerdings sind Sean und Agent Collier auch nicht untätig geblieben. Sie haben durch einen Hack in eine Regierungsdatenbank festgestellt, dass eine von Vickys Identitäten erst kürzlich Miete für ein Haus bezahlt hat. Natürlich vermuten Sean und Agent Collier dort das Versteck der Entführer. Tatsächlich finden sie jedoch etwas anderes: Vickys - echte - Mutter. Und ihren Sohn. Für Notfälle hat Vickys Mutter sogar eine Telefonnummer ihrer mörderischen Tochter parat. Wie sie es wohl finden wird, dass Sean einen Schnappschuss von ihrem Sohn aufgenommen hat? Haben Sean und Agent Collier dadurch genügend Druckmittel in der Hand, um zu der - leicht sadistischen - Entführerin durchzudringen?
Kritik
Was für eine Wendung! So etwas hätte man sich auch mit dem Unfall aus Protect Them From The Truth gewünscht. Da will man sich als Zuschauer gerade an den Kopf fassen, durch welchen Dilettantismus die Entführer Leila freikommen lassen, da stellt sich genau das als ihr geschickter Plan heraus!
Sie können an Sean nicht auf andere Weise herankommen, also legen sie Leila für ihn als Köder aus. Dieser Twist gibt der Folge genau die besondere Note, die einen The Event gerne weiterschauen lässt.
Die Rückblende ist dagegen nicht ganz so ergibig: Wir sehen, wie Sean das erste Mal Leilas Familie kennen lernt. Hauptsächlich scheinen diese Szenen jedoch den Zweck zu verfolgen, uns Seans eigenen familiären Hintergrund etwas näher zu bringen. Sofern sich nicht noch hinter der langen Einstellung auf die Flasche Scotch, die Michael mit Sean teilt, eine tiefere Bedeutung verbirgt.
Inszeniert wurde A Matter Of Life and Death übrigens von John Badham, dem Regisseur hinter Kinoklassikern wie „Nur Samstag Nacht“ (1977), „War Games“ (1983), „Nummer 5 lebt!“ (1986) und „Ein Vogel auf dem Drahtseil“ (1990). Ein bißchen traurig ist es schon, dass Badham heute nicht mehr im Kino tätig ist. Sofern bei seiner aktuellen TV-Arbeit so gelungene Folgen wie diese herauskommen, darf man sich jedoch hoffentlich auf mehr The Event mit Badham hinter der Kamera freuen.
Verfasser: Christian Junklewitz am Donnerstag, 14. Oktober 2010(The Event 1x04)
Schauspieler in der Episode The Event 1x04
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?