The Blacklist 8x16

© usschnitt aus der Episode Nicholas Obenrader der US-Serie The Blacklist (c) NBC
Nicholas Obenrader
Mit Nicholas Obenrader (Nick Westrate) gibt es wieder einen Blacklister der Woche. Obenrader berät kriminelle Organisationen und kümmert sich um deren Schwachstellen und Probleme. Das jüngste Problem von Neville Townsend (Reg Rogers) gibt uns einen Einblick in Obenraders Arbeit und ist ebenfalls auf Raymond Reddingtons (James Spader) Radar aufgetaucht. Die Taskforce soll Obenrader fassen, während Red weitere Hebel in Bewegung setzt, um Townsends Organisation zu infiltrieren.
Elizabeth Keen (Megan Boone) fragt derweil nach den Resultaten der gesammelten, verschlüsselten Nachrichten, die sie Coopers (Harry Lennix) Team hat zukommen lassen. Aus diesen Nachrichten geht ein Treffpunkt in Paris hervor, den Red und sein Freund im Osten (David E. Harrison) regelmäßig aufgesucht haben. Cooper ist zwar nicht bereit, die Lokalität mit Liz zu teilen, aber Aram (Amir Arison) unternimmt einen Ausflug nach Paris, um die Identität von Reds Freund zu klären und wird dort von Liz und Rocco (Clinton Brandhagen) überrascht.
Nicholas Obenrader ist eine spionagelastige Episode mit diversen Spannungsspitzen, die sich gegen Ende verdichten. Wir folgen Red dabei, wie es ihm mit mehreren Mitteln und seinen Überzeugungskünsten gelingt, Priya Laghari (Rana Roy) in Townsends Organisation einzuschleusen.
Gleichzeitig kommen die Taskforce und Liz seinem Kontakt in Moskau näher, der aber schließlich in die Hände von Townsend fällt. Als Resultat dürfte uns nächste Woche ein kleiner Showdown der Sorte Neville vs. Red erwarten und eventuell die Lüftung von weiteren Geheimnissen, denn die kommende Episode trägt den Namen von Reds Freund im Osten: Ivan Stepanov.
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Blacklister der Woche
Nicholas Obenrader wird uns nicht lange im Gedächtnis bleiben. Anfangs wird er uns als Berater und Strippenzieher präsentiert, der seinen Hitman Becker (Andrew Rothenberg) wegen eines losen Endes in Form von Charles Totten (Michael Thomas Holmes) feuern lässt und überwacht, wie seine Schergen ein paar Leichen verbuddeln. Das sieht noch einigermaßen professionell aus.
Aber später kümmert er sich selbst um Charles (war Becker sein einziger Auftragskiller?) und lässt sich dabei fassen. Anschließend wird er zum Spielball für Red, der bereits einen Haufen Akten mit allem, was man über Obenraders Kunden wissen muss, in seinen Besitz bringen konnte.
Sollte in diesen Akten nicht auch der Name Neville Townsend stehen? Obenrader meint zwar, er hätte sich nie mit Neville getroffen, aber eine Kontaktmöglichkeit müsste in den Akten existieren. Somit hätte Red bereits einen Weg, um an Townsend (eventuell auch mit Hilfe der Taskforce) heranzukommen. Es sei denn natürlich, die Akten waren nur ein Bluff, um Obenrader zur Kooperation zu bringen. In dem Fall schön gespielt, Red.
Taskforce
Offenbar ist die Spaltung des Teams, wie ich sie letzte Woche gesehen und beschrieben habe, nicht fortgesetzt worden. Cooper hat weitere Botschaften zwischen Red und Stepanov entschlüsseln lassen, womit unser Team einen Anhaltspunkt hat, dem Aram folgen darf. Gegenüber Liz bleibt unsere Taskforce mit Ausnahme von Ressler (Diego Klattenhoff) zwar noch misstrauisch, aber immerhin geht man den jüngsten Hinweisen nach, ohne dass Red davon Wind bekommt.
Wobei die ganze Konstellation, die wir jetzt haben, schon etwas merkwürdig ist. Die Taskforce arbeitet mit Red und Liz zusammen, um einerseits Obenrader und später Townsend aus dem Verkehr zu ziehen, andererseits aber auch, um Reds Geheimnisse aufzudecken.
Liz arbeitet mit Townsend und der Taskforce zusammen, um Red zuzusetzen. Und Red nutzt die Taskforce, um an Townsend heranzukommen. Irgendwie arbeiten alle miteinander und gleichzeitig gegeneinander, was unterm Strich recht spannend zu betrachten ist, aber mit etwas Abstand auch schnell wieder lächerlich wirken kann.
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Bleiben wir zum Beispiel noch kurz bei der Taskforce, denn die geht diese Woche leer aus. Resslers angezapftes Handy (wie Neville das wohl geschafft hat?) sorgt dafür, dass seine Gespräche mit Liz von Townsend mitgehört werden und Stepanov schließlich in Nevilles Händen landet. Dafür kann unser Team sicher nichts, auch wenn es vielleicht ein bisschen zu wagemutig war, sich darauf zu verlassen, dass Liz sich melden wird, sobald sie Reds Kontakt in die Finger bekommt. Denn den hätte sie im Fall der Fälle sicher erst selbst verhört und dabei andere Methoden eingesetzt als das FBI.
Was Coopers Team sich aber auf die Kappe schreiben kann, ist Obenraders Entkommen beziehungsweise, dass man einen frisch gefassten Kriminellen Red zuspielt, um vielleicht Townsend dingfest zu machen. Hier verlässt sich unsere Taskforce jetzt auf Red und zieht nicht in Erwägung, dass dieser (mal wieder) einer eigenen Agenda folgen könnte, die zum Ziel hat, Neville (permanent) aus dem Verkehr zu ziehen. Das ist schon mehr als nur ein wenig blauäugig von Cooper.
Raymond Reddington
Was diese Woche aber wieder für erstklassige Unterhaltung sorgt, sind Reds Bemühungen, um Priya in Townsends Organisation einzuschleusen. Nicholas Obenrader ist hier nur ein kleines Mittel zum Zweck, während noch zahlreiche andere Figuren zum Einsatz kommen. Angefangen mit Thom McCarty (John Keating), der Neville auf ein schwarzes Schaf in seiner Organisation aufmerksam macht, womit sich erst eine Position bei Townsend öffnet. Weitere Bemühungen sind nötig, um über Remy (Harry Bouvy) überhaupt erst an Priya heranzukommen und diese von ihrer neuen Mission zu überzeugen. Und zuletzt natürlich, Obenrader dazu zu bewegen, Neville von Priyas Talenten zu berichten.
Mir fällt gerade keine Episode ein, in der wir Red bei seinen Geschäften derart nah folgen konnten und jeden kleinen Schritt zu sehen bekommen. Wir folgen dem Schachspiel, was stellenweise amüsante Szenen (Red schläft im Tresorraum dürfte mein Favorit sein) zur Folge hat und erkennen erst später die dahinterstehende Strategie. Diese ist nicht ohne Risiken und von einigen Faktoren abhängig, die Red möglicherweise nicht kontrollieren kann, aber gleichzeitig derart unterhaltsam, dass unsereins nicht genug davon bekommen kann.
Sicher, ein paar Fragen bleiben hier offen, denn uns wird nicht alles erklärt, was Red in Erfahrung bringen konnte. Beispielsweise, weshalb er weiß, dass Townsends Scherge Espinosa Geld in die eigene Tasche steckt oder dass die Steuerfahndung bei einer von Nevilles Geldwäschefirmen auf der Matte stand. Aber unterm Strich hatte ich diese Woche sehr viel Spaß dabei, Red zu folgen.
Wobei Raymond diese Woche am Ende eine herbe Niederlage einstecken muss. Ivan Stepanov entführt und in Townsends Händen dürfte ein ernsthaftes Problem sein, ganz zu schweigen davon, dass es von Priya noch keine Erfolgsmeldung gab. Da wird es nächste Woche eng werden, wenn er seine Geheimnisse weiterhin hüten möchte.
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Elizabeth Keen
Für Elizabeth Keen gibt es diese Woche auch wieder einiges zu tun. Cooper enthält ihr zwar die Informationen über den Treffpunkt in Paris vor, aber das hält sie nicht davon ab, plötzlich bei Aram aufzutauchen (und von dessen Croissant zu kosten). Sie kennt halt die üblichen Wege des FBI und ohne ihre Unterstützung wäre Aram vermutlich am Barkeeper (Jean-Francois Ogoubiyi) gescheitert, der nicht gut auf ausländische Behörden zu sprechen ist, die einen Blick auf seine Überwachungsvideos werfen wollen.
Aram betrachtet Lizzies Vorgehensweise natürlich skeptisch, kommt aber nicht umhin, auch ein bisschen Bewunderung zum Ausdruck zu bringen. Vielleicht macht er deshalb auch später den Vorschlag, dass Liz sich um Ivan Stepanov kümmern soll. Denn unsere Taskforce kann wohl kaum in Moskau aktiv werden und einen russischen Agenten entführen. Wie oben weiter bereits angemerkt, wirkt es etwas leichtsinnig, darauf zu vertrauen, dass Liz Stepanov tatsächlich abliefern wird. Aber andererseits bleibt Cooper kaum eine andere Wahl, als diesem Schritt zuzustimmen.
Aufpassen muss Liz derweil, um nicht auf der Abschussliste von Townsend zu landen. Glücklicherweise hört der erstmal nicht auf seinen Ratgeber Godwin (Christopher Gurr), der Lizzies Kontakt zu Ressler und somit dem FBI sehr kritisch bewertet, sondern sieht (vorerst noch) die gemeinsame Mission. Das kann sich allerdings schnell ändern und schon jetzt dürfte Neville klar sein, dass Liz ihm diese wertvollen Informationen über Stepanov vorenthält. Ein falsches Wort im Gespräch mit Ressler kann dafür sorgen, dass sie die nächste ist, die in Townsends Boxsack endet.
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Fazit
Eine gute bis sehr gute Folge, in der es zwar ein paar Schwächen gibt, aber wo die Stärken überwiegen und für Unterhaltung und Spannung sorgen. Den Blacklister wird man schnell wieder vergessen und unsere Taskforce bekleckert sich am Ende nicht gerade mit Ruhm, aber dafür können wir Reddington bei seinem neuesten Schachspiel dichter denn je folgen und bekommen ein interessantes Spionagedrama präsentiert, welches die Spannung auf nächste Woche erhöht. Von mir gibt es diese Woche 4 von 5 Sternen. Und von euch?
The Blacklist 8x17 Serientrailer
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Verfasser: Christian Schäfer am Sonntag, 9. Mai 2021The Blacklist 8x16 Trailer
(The Blacklist 8x16)
Schauspieler in der Episode The Blacklist 8x16
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