The Acolyte 1x02

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Oshas Zwillingsschwester Mae (Amandla Stenberg) setzt in der Episode Revenge/Justice von The Acolyte ihre mörderischen Aktivitäten fort. Auf dem Planeten Olega dringt sie mit der Hilfe eines angeheuerten Straßenkindes in den Jedi-Tempel ein, um sich den nächsten Jedi vorzunehmen. Bei diesem handelt es sich um Meister Torbin (Dean-Charles Chapman, Game of Thrones), der aufgrund eines Gelübdes in tiefer Meditation lebt. Durch einen mit der Macht erzeugten Schutzschirm kommt die Attentäterin jedoch nicht an ihn heran und muss sich unverrichteter Dinge im Tempel verstecken, als weitere Jedi eintreffen.
Yord (Charlie Barnett) hält Osha nach wie vor für gefährlich, während diese einen ersten Kontakt zu Meister Sols Padawan-Schülerin Jecki (Dafne Keen) knüpft. Als die Jedi von dem Vorfall auf Olega erfahren, bleibt Yord trotz des Alibis, das dieser Osha verschafft, ihr gegenüber misstrauisch. Sol (Lee Jung-jae) erhält den Auftrag, gemeinsam mit Yord und Jecki sowie Osha nach Olega zu fliegen und zu ermitteln.
Dort tritt Mae an ihren schmierigen Komplizen, den Exschmuggler Qimir (Manny Jacinto, „The Good Place“) heran, der die Apotheke nahe des Jedi-Tempels übernommen hat. Er ist in ihre Pläne, nach Torbin noch zwei weitere Jedi zu töten, eingeweiht und mischt in Maes Auftrag ein tödliches Gift zusammen, mit dem sie den Meditierenden töten will.
Auf Olega angekommen, können Osha, Sol, Yord und Jecki das Straßenkind ausfindig machen und erhalten dadurch die endgültige Bestätigung dafür, dass Mae die Attentäterin ist. Diese ist inzwischen erneut in den Jedi-Tempel eingedrungen, wo Torbin erwacht. Nachdem er Mae um Verzeihung gebeten hat, trinkt er Qimirs Gift und stirbt. Osha, die kurz darauf eintrifft, gerät erneut in den Verdacht, dafür verantwortlich zu sein, wird jedoch von Yord entlastet, der sie nicht aus den Augen gelassen hat.
Zunächst tritt Osha auf Qimir zu, der sie einen Moment lang für Mae hält und wichtige Informationen offenbart. Er verrät ihnen zwar nicht, wer Maes behelmter Meister ist und was seine Ziele sind. Doch erfahren sie, dass sie den Tod zweier weiterer Jedi plant, von denen einer Meister Sol ist.
Am Abend will Mae erneut zu Qimir gehen und wird von Sol gestellt. Während des Kampfes, zu dem sich wenig später auch Yord hinzugesellt erfährt Mae, dass ihre Schwester noch am Leben ist. Allerdings kann sie die beiden Jedi überlisten und sich der Verhaftung entziehen.
Auf der Flucht kommt es zu einer kurzen Wiederbegegnung der beiden Schwestern, bei der Osha es nicht fertigbringt, auf Mae zu schießen. Diese setzt ihre Flucht fort.
Sol erhält von Meisterin Vernestra (Rebecca Henderson) die Order, nach Coruscant zurückzukehren, anstatt die Verfolgung aufzunehmen.
Mae macht sich auf den Weg zu einem weiteren Jedi, der auf ihrer Todesliste steht. Es handelt sich um den in der Macht begabten Wookiee Kelnacca (Joonas Suotamo, in den neuen Kinofilmen von „Star Wars“: Chewbacca), der in einem Raumschiffwrack auf dem Dschungelplaneten Khofar lebt.
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Folge zwei, Revenge/Justice, schließt nahezu nahtlos an den Eröffnungsteil an und ist trotz der erneut recht kurzen Laufzeit ähnlich tempo- und actionreich geraten. Es scheint, als wolle man um jeden Preis Längen in der Handlung vermeiden, was in der einen und anderen Weise ein Problem bei den vorherigen Realserien des Franchise war und in manchen Zuschauerkreisen entsprechend kritisiert wurde. Besonders erfreulich wäre es, wenn man bei der neuen Serie komplett auch auf reine Füllepisoden verzichten würde.
Jetzt, wo die (Loth-)Katze auch für Hauptfigur Osha aus dem Sack ist und sie weiß, dass ihre totgeglaubte Schwester noch am Leben ist, gestaltet sich der Fortgang als eine Mischung aus hingeworfenen Puzzleteilchen in Sachen der damit verbundenen Rätsel und eine Kampfszenen-lastige Hatz, in der die Handlungen der agierenden Figuren nicht immer schlüssig sind.
Insbesondere die Jedi, bekanntlich die Hüter des Friedens in der Galaxis, werden dabei mitunter in kein sehr gutes Licht gestellt. Weshalb beispielsweise musste sich Yord auch noch in den Zweikampf zwischen Mae und Meister Sol einklinken, bei dem dieser im Wesentlichen den sprichwörtlichen High Ground erlangt hatte? Dem entgegen gelingt es Mae allzu leicht, wie ein berühmter Vorgänger schon aussprach, den nunmehr gleich zwei Gegnern zu entkommen.
Auf zum nächsten Mysterium!
Die Frage danach, wer unter der bedrohlichen Maske steckt, schlängelt sich wie ein roter Faden durch die Welten von „Star Wars“. Hier bezieht sich die Frage auf den geheimnisvollen Meister von Mae, den wir in nur wenigen kurzen Szenen zu Gesicht bekommen.
Zumindest eine gewisse Ähnlichkeit hat sein martialischer Helm übrigens mit denen der Ritter von Ren aus den Sequel-Episoden VII bis IX, deren bekanntester Kylo beziehungsweise Ben Solo war. Was und wieviel wir über Maes Meister im weiteren Serienverlauf erfahren werden, liegt an dieser Stelle der Handlung noch völlig im Dunkeln.
Natürlich ist schon angesichts des Serientitels (acolytes, zu Deutsch Akolythen, sind das Pendant zu den Padawan der Jedi) unbenommen, dass es sich bei ihm um einen Sith-Lord handeln dürfte.
Guter alter Wein in neuen Schläuchen
Natürlich, absolut innovativ ist „The Acolyte“ letzten Endes nicht, dafür ist das Franchise in seiner Gesamtheit schlicht und ergreifend zu umfangreich. Nicht umsonst sagt man, dass einmal Gedachtes immer wieder kommt.
Will heißen, dass man durchaus handlungsmäßige und auch stilistische Ähnlichkeiten insbesondere mit den vorherigen Serien feststellen kann. Gutes Beispiel hierfür die Figur der Mae, die in vielem an die dritte (Inquisitoren-) Schwester Reva (Moses Ingram) aus Obi-Wan Kenobi erinnert. „Star Wars“ folgt nun einmal gewissen Gesetzmäßigkeiten, zu denen auch charakterliche Stereotypen gehören.
In Sachen Unterhaltungswert bleibt „The Acolyte“ jedoch auch in seiner zweiten Folge durchaus obenauf. Der geneigte Zuschauer (der vielleicht in der einen und anderen Weise nicht allzu kritisch sein sollte) erlebt eine weitere peppige halbe Stunde, bei der man sich natürlich auch diesmal fragen muss, ob hierbei ordentliche Science-Fantasy (denn darum handelt es sich ganz gewiss dabei) auch zwangsläufig gutes „Star Wars“ abgibt.
Das, was in Folge zwei von „The Acolyte“ davon übrigbleibt, reicht jedoch nach wie vor für dreieinhalb von fünf Jedi-Kutten.
Blicken wir also den nächsten Wochen bis zum 17. Juli entgegen!
Hier abschließend noch der aktuelle deutsche Trailer zur neuen Serie „The Acolyte“:
Verfasser: Thorsten Walch am Mittwoch, 5. Juni 2024(The Acolyte 1x02)
Schauspieler in der Episode The Acolyte 1x02
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?