Supernatural 9x19

Supernatural 9x19

In der Folge Alex Annie Alexis Ann der US-Serie Supernatural gibt es abermals ein bekanntes Gesicht zu sehen. Der Fall der Woche ist dabei leider alles andere als berauschend.

Sam (Jared Padalecki), Sheriff Jodie Mills (Kim Rhodes) und Dean (Jensen Ackles) in „Supernatural“ / (c) The CW
Sam (Jared Padalecki), Sheriff Jodie Mills (Kim Rhodes) und Dean (Jensen Ackles) in „Supernatural“ / (c) The CW
© am (Jared Padalecki), Sheriff Jodie Mills (Kim Rhodes) und Dean (Jensen Ackles) in „Supernatural“ / (c) The CW

Vampire

Bevor der Backdoor-Pilot zum Supernatural Spin-off Bloodlines nächste Woche auf Sendung geht und anschließend die letzten drei Folgen der Staffel zum Finale gehören dĂŒrften (zumindest den Titeln nach zu urteilen), beschert uns Alex Annie Alexis Ann einen Fall der Woche mit Vampiren und Sheriff Jodie Mills (Kim Rhodes).

Es geht um Annie Jones (Katherine Ramdeen), die von der Polizei in Sioux Falls aufgelesen wurde und die scheinbar von Vampiren gejagt wird. Grund genug fĂŒr Jodie, Sam (Jared Padalecki) und Dean (Jensen Ackles) um Hilfe zu bitten, zumal sie sehr schnell eine Art mĂŒtterliche Bindung zu Annie aufbaut und dem MĂ€dchen helfen möchte.

Annies Geschichte, die bei den Vampiren auf den Namen Alexis hört, ist dabei schon ein wenig ungewöhnlich. Sie wurde von Vampir-Oberhaupt Mama (Ashley Crow) in ihren Clan aufgenommen und hat jahrelang fĂŒr ihre „BrĂŒder“ und Mutti den Lockvogel gespielt, um frisches Menschenblut zu organisieren. Sie gehörte zur Familie dazu (was sogar soweit ging, dass sie auch ihr eigenes Blut zur VerfĂŒgung stellte) bis sie plötzlich eine VerĂ€nderung wollte und Mama und den anderen den RĂŒcken gekehrt hat. Aber so einfach entkommt man einer vampirischen Gemeinschaft nicht.

Anmerkung: Der aus Bitten bekannte Greyston Holt hat ebenfalls einen kurzen Auftritt. Im Nachhinein wĂ€re es vielleicht besser gewesen, seine Screentime lĂ€nger zu gestalten. Zumindest machte er im Vergleich mit den anderen Vampir-BrĂŒdern noch den besten Eindruck.

Jodie

So nett es auch ist, ein weiteres bekanntes Gesicht wiederzusehen, spĂ€testens als Jodie davon spricht, dass Annie alte GefĂŒhle in ihr hochbringt, die sie schon lĂ€ngst begraben haben wollte, wird die Geschichte vorhersehbar. Und „Überraschung“ am Ende: Mama hat aus Ă€hnlichen Motiven Annie in den Clan der Vampire aufgenommen. Ähnlich motivierte Geschichten gab es bereits zur GenĂŒge, so dass sich die betreffenden Dialoge beinahe bei der Erstsichtung der Episode schon mitsprechen lassen. Innovativ sieht anders aus.

Aber bevor das jetzt alles zu negativ klingt: Als JĂ€gerin der Sorte „badass“ macht Jodie sich gut und wĂ€re vielleicht auch ohne die Winchesters ausgekommen, die ohnehin teilweise recht ĂŒberflĂŒssig in die Handlung eingebaut sind. Sie hat ihren JĂ€ger-Kurs im Köpfen jedenfalls bestanden und bleibt auch bis zuletzt stark als sie auf sich allein gestellt gegen Mama bestehen muss - sowohl verbal wie auch physisch. Bravo ĂŒbrigens an die Make-up Abteilung: Das zerschlagene Gesicht von Jodie am Ende sah verdammt echt aus und schmerzte durch die Mattscheibe hindurch.

Der Abschluss der Folge lĂ€sst darauf schließen, dass Jodie nun tatsĂ€chlich in Annie einen Ersatz fĂŒr ihren verstorbenen Sohn gefunden hat und beim nĂ€chsten Wiedersehen womöglich beide zusammen auftauchen. Diese Form von Happy-End ist etwas, was in letzter Zeit nicht allzu oft in der Serie benutzt wurde und vielleicht auch dazu da, den Zuschauer vor den letzten Folgen noch einmal glĂŒcklich zu stimmen. Denn bei dem ganzen offenen Himmel- und Hölle-Kampf dĂŒrften solche Momente vorerst nicht anstehen.

Winchesters

Was Sam und Dean betrifft, werden sie diese Woche in die zweite Reihe verfrachtet und sind eigentlich nur als UnterstĂŒtzung auf der Ersatzbank dabei. Dabei wirken die beiden meistens sehr hölzern, dĂŒrfen nur ab und zu mal ein wenig mit Jodie ĂŒber die weitere Vorgehensweise diskutieren und werden auch beim Ausheben des Vampirnests direkt von Jodie getrennt, die diese Folge im Rampenlicht steht.

Eine der wenigen Referenzen auf den andauernden Konflikt zwischen den beiden BrĂŒdern kommt, als Dean mal wieder Sam gerettet hat und ein „Yeah, I know. You wouldn't have done the same for me.“ von sich gibt („Yeah, ich weiß. Du hĂ€ttest das nicht fĂŒr mich getan“). Außerdem gibt es noch die kurze Diskussion um „Look at me, bitch.“ - Dean hat den Moment richtig genossen, was Sam zu denken geben dĂŒrfte. Aber abseits davon hĂ€tte die Episode auch in irgendeiner anderen Staffel spielen können und ist in Bezug auf die Winchesters eine sehr austauschbare Folge.

Interessant ist allerdings mal wieder, wie harmlos die Vampirbrut dargestellt wird. An einem Punkt trauen die BrĂŒder auch Jodie zu, am Kampf teilzunehmen - so etwas hĂ€tte es in frĂŒheren Folgen nicht gegeben. Und Annie, die Vampirblut getrunken hat? Kein Problem, wir wissen schon, dass es dafĂŒr ein Gegenmittel gibt und daher wird das zum Schluss auch nur kurz in wenigen NebensĂ€tzen angesprochen. Aus solchen Problemen wurde frĂŒher eine ganze Folge gemacht (siehe z.B. Live Free or Twihard 6x05). Der Kritikpunkt soll jetzt nicht sein, dass man diesen Teil hĂ€tte ausfĂŒhrlicher bringen sollen, sondern dass den FĂ€llen der Woche oft der richtige Biss abhanden gekommen ist. Die Bedrohlichkeit aus den AnfĂ€ngen der Serie als die Gegnertypen noch gefĂ€hrlich auf beziehungsweise fĂŒr die Winchesters wirkten, ist mittlerweile verloren gegangen. Da muss gerade bei den FĂ€llen der Woche wieder etwas frischer Wind kommen, um derartige Folgen ĂŒberzeugend und vor allem spannend zu gestalten.

In Bezug auf Vampire gĂ€be es fĂŒr dieses Problem noch einige AnsĂ€tze, die sich vielleicht eher gelohnt hĂ€tten als eine Episode, die sich um Jodie dreht: Der Alpha-Vampir ist schließlich noch irgendwo da draußen und könnte als Gegner durchaus an der Spannungsschraube drehen. Oder wie wĂ€re es mit einer RĂŒckkehr von Benny? Man kann nur hoffen, dass die nĂ€chste Episode, in der FangzĂ€hne vorkommen, wieder besser wird.

Fazit: Abgesehen von wenigen Lichtblicken - hauptsĂ€chlich wegen Jodie Mills - eine schon fast langweilige und austauschbare Folge. Der Plot fĂŒhlt sich wie mehrmals recycelt an und die Winchesters spielen die zweite Geige. Das muss wieder besser werden, wenn der nĂ€chste Fall der Woche ansteht. Von mir gibt es 2 von 5 Sternen.

Trailer zur Episode „Bloodlines“, der Backdoor-Pilot zum möglichen Spin-off

Verfasser: Christian SchÀfer am Mittwoch, 23. April 2014

Supernatural 9x19 Trailer

Episode
Staffel 9, Episode 19
(Supernatural 9x19)
Deutscher Titel der Episode
Alex/Annie
Titel der Episode im Original
Alex Annie Alexis Ann
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Dienstag, 22. April 2014 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Donnerstag, 27. November 2014
Autor
Robert Berens
Regisseur
Stefan Pleszczynski

Schauspieler in der Episode Supernatural 9x19

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