Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 8x05

Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 8x05

In der Supernatural-Folge Blood Brother wird die Vergangenheit von Sam und Dean im letzten Jahr weiter unter die Lupe genommen. Das Verhältnis zwischen Dean und Benny spielt eine wichtige Rolle im Fall der Woche.

Dean (Jensen Ackles) und Sam (Jared Padalecki) in der Episode Blood Brother der Serie „Supernatural“ / (c) The CW
Dean (Jensen Ackles) und Sam (Jared Padalecki) in der Episode Blood Brother der Serie „Supernatural“ / (c) The CW

Was ist passiert?
Sam (Jared Padalecki) und Dean (Jensen Ackles) sind in der Supernatural-Episode Blood Brother weiter auf der Suche nach Kevin (Osric Chau) und haben gerade ein weiteres von Kevins gebuchten Motelzimmern gefunden - leer - als Dean einen Anruf von Benny (Ty Olsson) bekommt, der in Schwierigkeiten steckt. Dean lässt seinen Bruder daraufhin ohne große Erklärungen im Motel zurück und verspricht, in einem Tag wieder zurück zu sein.

Ab hier gibt es immer wieder Rückblicke ins letzte Jahr. Es wird gezeigt, wie Sam und Amelia (Liane Balaban) sich nähergekommen sind und auch, wie Dean, Benny und Castiel (Misha Collins) sich durchs Fegefeuer kämpften, wobei Castiels Anwesenheit die Monster wie ein Leuchtfeuer anlockt (es gibt ein kurzes Wiedersehen mit den Leviathanen).

Im Hier und Jetzt macht Dean sich daran, Benny zu unterstützen, der mit seinem Vampir-Clan noch eine alte Rechnung offen hat und einiges über seine Zeit vor dem Fegefeuer erzählen darf. Dank Dean finden die beiden schnell heraus, wo sich Bennys Vampirvater (Patrick Stafford) aufhält - diesem hatte er auch seinen Aufenthalt im Fegefeuer zu verdanken. Dabei gibt es für Benny eine Überraschung: Seine totgeglaubte Andrea (Athena Karkanis), wegen der er einst seinen Clan verließ, ist ebenfalls unter den Vampiren und kein Mensch mehr. Am Ende rollen eine Menge Vampirköpfe, inklusive des von Andrea.

Als Sam nach einem Tag nichts von Dean hört, ruft er ihn an und macht sich schließlich auf den Weg. Er lernt am Ende Benny kennen und bemerkt beim Handschlag auch gleich, was Sache ist. Da wird bestimmt noch eine gute Erklärung von Dean folgen müssen.

Die Winchesters
Das Verhältnis zwischen Dean und Sam ist nicht das beste. Dean ist immer noch sauer, dass Sam ein Jahr Urlaub vom Jägerdasein genommen hat und den Job nach dem Verschließen der Höllentore an den Nagel hängen will. Sam hingegen wirft Dean vor, dass Kevin nur deshalb abgehauen ist, weil Dean bereit war Crowley zu töten, der zu dem Zeitpunkt gerade in Kevins Mutter steckte. Da kommt der Anruf von Benny und Deans Aufbruch zur Hilfe gerade richtig, um das gespannte Verhältnis von Sam und Dean weiter auf die Probe zu stellen. Sam vermutet erst Garth (DJ Qualls) hinter dem Anruf und ist umso überraschter als er am Ende Benny die Hand geben darf. Vorerst hat er das Messer stecken gelassen, aber ob Deans zukünftige Erklärung gut genug sein wird, bleibt fraglich.

Blutsbrüder
Es war geradezu faszinierend zu sehen, wie gut Dean und Benny als Team zusammen arbeiten. Vor allem wie viel Benny für Dean bedeutet, wird in dieser Episode herausgestellt: Er hätte nach seiner Hilfeleistung auch einfach wieder aufbrechen können. Stattdessen drängt er sich geradezu auf, seinem Fegefeuer-Blutsbruder beim Rachefeldzug zu helfen. Mit dem Ende von Bennys Vampirvater und auch dem Ende von Andrea ist Benny nun frei von seiner Vergangenheit. Ob er in kommenden Folgen zum dritten Winchester-Bruder werden darf?

Bennys Geschichte kommt auch interessant daher. Ein Vampir-Clan, der Jagd auf reiche Yachten macht, war mal was anderes („Vampirates!“). Die Hintergrundgeschichte um Benny und Andrea mag zwar etwas klischeehaft klingen, verleiht dem Charakter aber die nötige Substanz und Tiefe, um für den Zuschauer zu einer wichtigen Figur zu werden. Gleichzeitig wird dadurch deutlich, dass Benny schon vor dem Aufenthalt im Fegefeuer mehr für Menschen übrig hat als der Rest seiner Sippe. Damit ist der Deal mit Dean auch nicht mehr rein zweckmäßig gewesen sondern wirkt wie ein Freundschaftsangebot, das zweifelsohne Früchte getragen hat.

Amelia
Sams Recherchen im Motelzimmer wecken Erinnerungen an seine Zeit als „Handyman“ in einem anderen Motel. Nachdem Dean verschwunden war und er den Hund angefahren hatte, fehlte offensichtlich die Motivation, alleine im Familiengeschäft weiter zu machen. Die Rückblicke zeigen, wie es zur Beziehung mit Amelia kam, die anfangs nicht viel von Sam hält, ihn sogar in die Rubrik der Stalker oder Serienkiller einordnet. Dabei könnte sie ironischerweise genauso gut in diese Kategorien fallen - nach drei Monaten in der Stadt wohnt sie immer noch im Motel, ist Einzelgängerin ohne Bindungen und weiß über ihr näheres Umfeld (zum Beispiel die Motelbetreiber) nur sehr wenig. Die beiden wirken geradezu für einander gemacht und man darf gespannt sein, wann Amelia im Hier und Jetzt der Serie wieder auftaucht, um die Beziehung zwischen Sam und Dean (und Benny?) weiter durcheinander zu wirbeln.

Fegefeuer
Ein Mensch, ein Vampir und ein Engel kämpfen sich als Team durchs Fegefeuer? Nicht ganz, denn wenn die drei nicht gerade um ihr Leben schnetzeln müssen, stellen sie ihr gemeinsames Vorgehen in Frage: Benny würde gerne auf Castiel verzichten, dessen Anwesenheit die Monster anlockt wie das Licht die Motten. Castiel ist derselben Meinung (weshalb er Dean anfangs auch alleine gelassen hatte) und ob er überhaupt zusammen mit Dean und Benny das Fegefeuer verlassen kann, ist aufgrund seiner himmlischen Gestalt fragwürdig. Für den nötigen Zusammenhalt sorgt Dean, der den beiden klar macht, dass sie entweder alle drei dem Fegefeuer entkommen oder beim Versuch draufgehen werden. Diese Worte haben Wirkung, denn als die Leviathane angreifen, rettet Benny Castiel die Engelshaut - sehr zur Überraschung des Engels.

Apropos „draufgehen“, Castiel wirft eine interessante Frage auf: Wohin gehen die Monster, die im Fegefeuer getötet werden? Gibt es noch eine Art Fegefeuer des Fegefeuers?

Fazit: Eine gute Supernatural-Folge, die vor allem das Verhältnis zwischen Dean und Benny zum Thema hat und das vergangene Jahr von Sam und Dean (und Benny) weiter betrachtet. Ob das ohnehin schon gespannte Verhältnis zwischen den Winchester-Brüdern der Anwesenheit von Benny standhalten wird, ist eine der Fragen, auf die man sich freuen kann. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

Verfasser: Christian Schäfer am Sonntag, 4. November 2012
Episode
Staffel 8, Episode 5
(Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 8x05)
Deutscher Titel der Episode
Blutsbrüder
Titel der Episode im Original
Blood Brother
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Mittwoch, 31. Oktober 2012 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Donnerstag, 3. Oktober 2013
Autor
Ben Edlund
Regisseur
Guy Norman Bee

Schauspieler in der Episode Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 8x05

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