Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 15x17

Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 15x17

In der Folge Unity der US-Serie Supernatural bricht Dean mit Jack auf, um ein letztes Ritual für den Plan durchzuführen. Sam und Cas suchen nach einer Alternative, während Chucks Rückkehr näherkommt und die Zeit somit läuft.

Szene aus der Episode Unity (15x17) der US-Serie Supernatural (c) The CW
Szene aus der Episode Unity (15x17) der US-Serie Supernatural (c) The CW
© zene aus der Episode Unity (15x17) der US-Serie Supernatural (c) The CW

Unity

Amara (Emily Swallow) darf nach dem üblichen Rückblick die Episode eröffnen und Chucks (Rob Benedict) Rückkehr anhand eines Sternschnuppenregens wahrnehmen. Somit steht fest, dass die Serie Supernatural ihr Endspiel diese Woche einläutet.

Zurück im Bunker hängt derweil der brüderliche Haussegen schief, wobei Sam (Jared Padalecki) und Dean (Jensen Ackles) nicht müde werden, über Jacks (Alexander Calvert) Schicksal zu diskutieren. Dadurch bekommt Amara schon fast mit, dass auch ihre Existenz auf dem Spiel steht. Außerdem wird Jack Zeuge des hitzigen Streits darüber, wer in Deans Augen zur Familie gehört und wer nicht. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für den Endspurt.

Nach diesem Einstieg wird Unity in drei Kapitel eingeteilt, die sich mit Amara, Dean und Sam beschäftigen, ehe schließlich alle drei Handlungen im letzten Akt der Folge kulminieren, wo mehr als eine Wendung auf uns lauert. Ein bisschen was ließ sich vielleicht kommen sehen, aber der Großteil überrascht sowohl im positiven wie auch negativen Sinne. Und mit der letzten Szene fragt sich bestimmt jede/r, wie es nächste Woche weitergehen soll. Mir inklusive.

Amara

Amara mag das Damokles-Schwert nicht sehen (wollen), als sie kurz im Bunker auftritt und danach fragt, wie unsere Brüder gedenken, Chuck in einen Käfig zu sperren. Sie sieht die Zeichen nicht, die dafürsprechen, dass der eigentliche Plan eben keinen Käfig beinhaltet. Sie möchte glauben, dass Dean aufrichtig ist, aber gleichzeitig auch Chuck noch eine Chance geben, um seine Meinung zu ändern. Dazu greift sie auf Chucks Schöpfungen zurück und möchte ihn quasi dazu bringen, doch mal an den „Blumen zu riechen“, die er kreiert hat. Ob ein Ausflug in den Himmel jetzt die beste Wahl war, sei mal dahingestellt. Aber ehe sie ihren göttlichen Bruder in die Falle lockt, gibt sie ihm zumindest noch die Chance, seine Meinung zu ändern und stellt sich nicht direkt auf die Seite des Winchesters, dem sie offenbar vertraut. Wenn sie nur wüsste...

Vermutlich war das jetzt der letzte Auftritt von Emily Swallow als Amara in der Serie. Aber es war ein großartiger Auftritt. Amara mag etwas kurzsichtig sein (im direkten Vergleich mit ihrem Bruder), aber bleibt bis zum Ende sympathisch und weiterhin neugierig auf unsere Supernatural-Welt, die sie zu schützen gedenkt. Als ehemalige Dunkelheit versucht sie, Chuck das Licht seiner Schöpfung zu zeigen, ihn für die Welt zu gewinnen (die er erschaffen hat), die sie gerne weiter erkunden möchte. Das Familienthema, was die Serie durchgehend mit Sam und Dean wiedergibt, spiegelt sich gleichzeitig in Amaras Versuchen wider, Chuck für seine eigene Schöpfung zu begeistern. Ich werde Amara vermissen, halte es aber (nach dem Ende der Episode) nicht für unmöglich, dass nach Unity noch eine Trennung der göttlichen Geschwister erfolgen könnte.

Hier kannst Du „Supernatural: Season 15 (OV) im Stream“ bei Amazon.de kaufen

Dean

Oh, Dean. Der ältere Bruder der Winchesters liefert diese Woche nicht gerade eine Glanzleistung ab (Jensen Ackles schon, aber das ist nicht der Punkt), zückt im letzten Akt gar die Waffe gegen den eigenen Bruder. Dean Winchester ist und bleibt somit zunächst ein sturer Bock, der sein Handeln auf den Untergang von Chuck ausrichtet, ohne irgendwelche Kompromisse eingehen zu wollen. Irgendwo verständlich, andererseits aber wieder auch nicht. Denn Jack gehört zur Familie (!) und da sollte auch ein Dean alles daransetzen, um zu verhindern, dass dieser seiner von Billie (Lisa Berry) bestimmten Bestimmung nachgeht. Punkt.

Allerdings gibt es während und nach dem Besuch bei Adam (Alessandro Juliani) und Serafina (Carmen Moore) auch wieder bessere Ansätze, die Zweifel bei Dean zeigen. Nicht zuletzt der Stopp kurz vor Erreichen des Bunkers, wo Dean Jack ein „Thank You!“ übermittelt, was doch sehr stark nach einer Entschuldigung für sein (Jacks) kommendes Opfer klingt.

Adam sollte derweil wohl amüsant wirken, aber das ging bei mir nach hinten los. Passte nicht zu einer Figur, die so lange auf Erden weilt und zur Anti-Chuck-Partei gehört. Ein Timothy Omundson als Kain wird da bei mir sicher besser in Erinnerung bleiben als dieser „moderne Hippie“. Aber naja, zumindest verlief der Test, dem Jack unterzogen wird, relativ ernsthaft und bedeutungsvoll, wenngleich der ein wenig an den dritten Indiana Jones erinnerte.

Sam

Sam und Cas (Misha Collins) werden im Verlauf der Folge zwar ein wenig müde, aber nach einer zündenden Idee findet sich Sam schließlich in der Bibliothek des Todes wieder. Und hier wird es interessant, denn The Empty meldet sich in Form von Rachel Miner zurück, stellt wichtige Fragen und liefert gleichzeitig sehr wichtige Informationen, die Billies Plan betreffen. Da gibt es auch die ersten Überraschungen zu verzeichnen, denn The Empty zweifelt an Billies Motiven und dem versprochenen Schlaf.

Sam erfährt als erster, dass Billie sich zum neuen Gott/Chuck aufschwingen will. Eine Information, die sich im letzten Akt noch als wertvoll erweisen wird, auch wenn es da schon ein wenig zu spät ist. Die Suche nach einer Alternative und dem „Todesbuch Gottes“ erweisen sich aber als fruchtbar, wenngleich sich eine Alternative nicht direkt eröffnet und das Buch für niemanden (außer Billie) lesbar ist. Aber endlich gibt es weitere Motive für Billies Plan, der zu diesem Zeitpunkt noch mit Deans Plan übereinstimmt.

Hier kannst Du „Supernatural: Season 15 (OV) im Stream“ bei Amazon.de kaufen

Der letzte Akt

Oh, boy, was kommt da nur auf uns zu? Hut ab vor denen, die diese Wendungen kommen sehen haben. Ich gehöre nicht dazu. Der ganze Konflikt zwischen Sam und Dean bricht da schon das Herz. Die Darsteller sind zwar voll bei der Sache und überzeugend, aber das sind Szenen, die niemand sehen will. Und ganz ehrlich: ich war durchgehend auf Sams Seite, weil Jack schlicht zur Familie gehört, was auch ein Dickkopf wie Dean einsehen müsste.

Aber gut, im letzten Akt kommen viele Punkte zusammen. Wir haben Amaras „Vereinigung“ (oder wie auch immer man das nennen will) mit Chuck, die von Deans Verrat herrührt. Wir haben Billies Plan offengelegt, der sie als neuen Gott/Chuck vorsieht. Wir (und vor allem Dean) erfahren, dass alles von Chuck bereits geplant war (Dean war weiterhin im Hamsterrad, Sam nicht), der die große Übersicht hat und am Ende enttäuscht ist, dass jemand wie Sam abermals einen Strich durch die Rechnung macht.

Also ja, Jack war immer auf Chucks Radar und sollte zur Bombe werden. Für mich passt das zwar alles nicht so ganz zusammen, denn ich sehe nicht, wie der „harte Reset“ von Chuck mit einer göttlichen Billie zusammenpasst. Aber was weiß ich schon?

Und zum Cliffhanger: wehe, Jack geht drauf. Adams Worte waren zwar eindeutig, aber ich hoffe inständig, dass Jack sich erneut gegen alle Vorbestimmungen zur Wehr setzen wird und verhindern kann, dass er zum „schwarzen Loch“ wird. Aber was red' ich, wenn sich jemand gegen Vorbestimmungen, den eigenen Tod und das Schicksal zur Wehr setzen kann, dann ist es der gutherzige Nephilim, der von Beginn seiner Existenz an allen Befürchtungen trotzte und selbst im seelenlosen Zustand noch richtig von falsch unterscheiden konnte.

Fazit

Ich bin ein wenig hin- und hergerissen. Ein paar Dinge ließen sich kommen sehen, aber insgesamt dominieren die Überraschungen, die das Ende der Serie quasi unvorhersehbar machen. Gut, der ursprüngliche Plan ging (mal wieder) nicht auf, was vielleicht auch vorhersehbar war. Aber die Spannung rührt jetzt davon her, wie es nach dieser Episode weitergehen soll.

Von daher wurde wohl mindestens gute Arbeit geleistet, auch wenn mir ein paar Knackpunkte nicht schmecken wollen. Ich würde aus dem Stehgreif heraus 3,5 von 5 Sternen vergeben wollen, runde aber aus Neugierde vor dem Endlauf auf vier von fünf Sternen auf. Und wie sieht das bei euch aus?

Hier kannst Du „Supernatural: Season 15 (OV) im Stream“ bei Amazon.de kaufen

Verfasser: Christian Schäfer am Samstag, 31. Oktober 2020

Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 15x17 Trailer

Episode
Staffel 15, Episode 17
(Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 15x17)
Deutscher Titel der Episode
Einigkeit
Titel der Episode im Original
Unity
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 29. Oktober 2020 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Sonntag, 21. März 2021
Autor
Meredith Glynn
Regisseur
Catriona McKenzie

Schauspieler in der Episode Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 15x17

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?