Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 15x04

Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 15x04

In der Folge Atomic Monsters der US-Serie Supernatural drängt Dean Sam zu einem neuen Fall, bei dem ein Mädchen ermordet wurde und die Zeichen auf Vampir stehen. In der Zwischenzeit wendet sich Chuck an eine alte Bekannte und bittet um Hilfe.

Supernatural
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© The CW

Eröffnung

Atomic Monsters beginnt mit einem in Rotlicht getauchten Bunker. Eine ältere Version von Dean (Jensen Ackles) kämpft gegen mehrere dämonische Gegner, erhält Rückdeckung von einem uns unbekannten Jäger und trifft schließlich auf den sterbenden Benny (Ty Olsson), ehe Sam (Jared Padalecki) auftritt. Offenbar ist der jüngere Winchester-Bruder wieder mit Dämonenblut ausgestattet und wir bekommen gezeigt, wie er Dean umbringt.

Das Szenario erweist sich (natürlich) als ein Alptraum von Sam. Oder ist es eine Vision, die uns auf das vorbereiten soll, was diese Staffel noch kommt? Neben Benny, der eigentlich noch irgendwo im Fegefeuer sein müsste (oder gab es da schon ein Update? - so ganz habe ich das nicht mehr auf dem Schirm), werden von Dean auch Bobby (Jim Beaver) und Jodie (Kim Rhodes) erwähnt, die in dieser Version vom Ende bereits tot sind.

Düstere Aussichten, die uns hier im Auftakt der neuen Episode vermittelt werden und hoffentlich nicht das Ende zeigen, was uns erwartet. Ein paar Sachen würde ich zwar gerne mitnehmen - diverse Gastauftritte zum Beispiel - aber sicher nicht mit dem erzählten und gezeigten Ausgang. Da haben sich die Winchesters (und auch die anderen Figuren) nach 15 Jahren etwas Besseres verdient.

Atomic Monsters

Wie sich erwarten ließ, geht es mit einem kleinen Fall der Woche weiter. Sam ist noch sehr bedrückt von den letzten Verlusten, weshalb Dean ihn geradezu drängt, den Bunker zu verlassen, um mit einem neuen Fall Ablenkung zu finden. Dieser Fall führt unsere Jäger zur Beaverdale High School, wo die Schülerin Susie Martin (Jillian Knowles) grausam ermordet wurde und ihre blutleere Leiche auf eine Vampirgeschichte hindeutet.

Glücklicherweise werden bei den Ermittlungen der Winchesters mehrere Themen angekratzt und in die Story eingebaut, die das Interesse des Zuschauers hochhalten. Zu den Winchesters komme ich später noch, womit das Thema „normales Leben“ versus „Jägerleben“ vorerst noch außen vor bleibt. Was sich bereits zu Beginn aufdrückt, sind Eltern und ihre Kinder - hier vertreten durch Janet (Anne Marie DeLuise) und Henry Whitman (Andrew Airlie) sowie deren Sohn Billy (Burkely Duffield). Die Whitmans fallen direkt negativ auf, als sie eine Verschiebung des anstehenden Lacrosse-Spiels aufgrund der Trauerfeier für Susie nicht hinnehmen wollen - schließlich haben sie für Billy eine Karriere vor Augen und für besagten Termin bereits Vorkehrungen getroffen.

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Was da bei Sam und Vizedirektorin Bailey (Alison Araya) für leichtes Augenrollen sorgt, kann aus elterlicher Sicht durchaus verständlich wirken. Wollen nicht alle Eltern das Beste für ihre Kinder? Und wie weit würden Vater und Mutter gehen, um ihren Sohn zu schützen? Blut ist bekanntlich dicker als Wasser - erst recht, wenn es um den eigenen Nachwuchs geht. Natürlich überspannt Atomic Monsters den Bogen am Ende, wenn sich herausstellt, dass Billy der Vampir ist, Papa bereitwillig frisches Blut für seinen Sohn heranschafft und Mama mit unter der Decke steckt. Schließlich haben Susie und Tori (Berkeley Ratzlaff) auch Eltern. Bis zu einem gewissen Grad bleiben die Handlungen der Whitmans aber durchaus nachvollziehbar und werfen die oben genannten, interessanten (Familien-)Fragen auf - für mich unterm Strich ein Pluspunkt.

Ein weiteres Thema wird mit Billy als unfreiwilligem Monster aufgeworfen. Es ist nicht das erste Mal, dass wir mit diesem Dilemma konfrontiert werden. Billy wollte Susie nicht umbringen und ist überhaupt nicht einverstanden mit dem Handeln seiner Eltern. Am Ende liegt es an ihm, Mama Whitman zu überzeugen, die Waffe fallenzulassen und den Winchesters zu folgen - eine sehr erwachsene Entscheidung für den Jungen.

Nur schade, dass das Ende von Billy damit besiegelt wird. Gerade mit Blick auf Benny, der sich als Vampir nicht von menschlichem Blut ernährt hat, stellt sich doch die Frage, weshalb Billy unbedingt geköpft werden muss - denn wir wissen, dass Vampire auch anders überleben können. In der Vergangenheit gab es nicht selten Kompromisse, mit Jack (Alexander Calvert) wurde das Thema bereits über mehr als eine Staffel ausgeweitet und behandelt. Jetzt kommt ein reuiger Vampir und Teenager daher und muss unbedingt einen Kopf kürzer gemacht werden? Unnötig und unverständlich, weshalb ich das Ergebnis eher negativ betrachte.

The CW
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Winchesters

Diese Woche haben gleich drei Gespräche der Brüder meine Aufmerksamkeit geweckt, wobei mir die Dialoge, die Autor Davy Perez aus der Feder zaubert, sehr gefallen haben. Ferner sitzt Jensen Ackles diese Woche auf dem Regiestuhl, womit sich vielleicht erwarten ließ, mehr als nur ein intensives Gespräch zwischen den Brüdern zu erhalten.

Anfangs im Bunker schwingt dank eines nicht ganz so vegetarischen Bacons noch ein bisschen Humor mit, aber bereits zu dem Zeitpunkt ist klar, dass Sam von den letzten Ereignissen sehr mitgenommen ist und den Tod von Jack und Rowena (Ruth Connell) nicht abschütteln kann. Der neue Fall soll hier ein wenig Abhilfe verschaffen, aber was bei Dean oft funktioniert, zeigt bei Sam nur auf, wie sehr sich das normale vom Jäger-Leben unterscheidet. Die Probleme der Whitmans wirken eingangs (mit Blick auf die Terminverlegung) banal, aber es scheint, als wenn gerade diese Banalitäten des Alltags das sind, was Sam sich sehnlichst zurückwünscht. Nicht zuletzt, weil er auch den Bogen zum Piloten schlägt, wenn er Jessica (Adrianne Palicki) erwähnt. Ob er sich da am nächsten Morgen besser fühlt, darf bezweifelt werden.

Jetzt nehmen wir noch den Alptraum aus der Eröffnung dazu, werfen kurz einen Blick auf Chucks (Rob Benedict) wiedergefundenen Schreibwahn und dürfen uns echt Sorgen um Sam machen. Werden ihn die mitgeschleppten Lasten, die ihn quälen, auf genau den Pfad führen, den wir in seinem Traum gesehen haben? Es ist zu befürchten, wobei ich wie gesagt auf ein gutes Ende hoffe.

Und Dean? Mir gefällt es, wie er durchgehend versucht, Sam neuen Mut zu geben und die Bürden des Jägerlebens dabei nicht außer Acht lässt. Einen Fuß vor den anderen zu setzen, ist nie eine verkehrte Idee, wenngleich uns klar ist, dass der ältere Bruder stets besser darin war/ist, seine Gefühle zu verstecken, als sich ihnen zu stellen. Aber es ist beachtlich, wie viel Mühe er sich hier mit Sam gibt. Über den Punkt mit der Freiheit müssen wir allerdings nochmal sprechen...

Chuck

... denn Chuck meldet sich diese Woche in der Nebenhandlung und schließlich auch beim Geschichten schreiben zurück. Aber fangen wir vorne an. Der Autor der Supernatural-Bücher stattet Becky (Emily Perkins) einen verhängnisvollen Besuch ab, nachdem Rod (Jay Hindle) und die Kinder gerade vom Hof gefahren sind.

Chuck setzt hier auf die Mitleidsschiene und anders als seine Schwester Amara (Emily Swallow), schafft Becky es leider nicht, die kalte Schulter zu zeigen. Verübeln mag man ihr das kaum, schließlich weiß sie nichts von den aktuellen Ereignissen oder gar, wen sie tatsächlich vor sich hat - für sie ist Chuck zwar ein Prophet, dessen Geschichten wahr werden, aber hauptsächlich eben ein Autor, der nun scheinbar die Muße für neue Geschichten verloren hat. Was liegt da näher als ihm vorzuschlagen, sich wieder an die Schreibmaschine zu setzen?

Somit nimmt die Geschichte ihren schicksalhaften Verlauf. Chuck tippt „Supernatural - The End“ und hat einen Grabstein mit der Aufschrift „Winchester“ als Cover vor Augen. Und düster soll es werden, sehr düster. Ob die Autoren hier mit uns spielen? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Zumindest geben sie uns durch Becky zu verstehen, wie die Fans ein solches (Serien-)Ende vermutlich aufnehmen würden.

Arme Becky übrigens. Sie hat ihr Leben im Griff, eine Familie und ein einträgliches Hobby, welches zu ihr passt, gefunden. Dann kommt Chuck daher und macht mit ein paar Fingerschnipsern alles zunichte - und das, nachdem sie ihm geholfen hat. Was für ein A-Loch. Wird langsam Zeit, dass Billie (Lisa Berry) die Sense für ihn schärft. Oder was meint ihr?

Fazit

So wirklich viel habe ich diese Woche nicht erwartet, weshalb ich unterm Strich doch positiv überrascht wurde. Der aktuelle Fall hatte gute Themen an Bord und fügt sich auch recht stimmig in die Situation von Sam und Dean ein, deren gemeinsame Szenen zu überzeugen wissen. Lediglich der Umgang mit dem „Monster“ bleibt ein großer Kritikpunkt der Haupthandlung. Chuck zeigt derweil im zweiten Handlungsstrang einmal mehr, wie bösartig er mittlerweile geworden ist und lässt uns über das Serienende bangen. Von mir gibt es vier von fünf Sternen. Und von euch?

Der Trailer zur nächsten Episode Supernatural (15x05):

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Verfasser: Christian Schäfer am Samstag, 9. November 2019

Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 15x04 Trailer

Episode
Staffel 15, Episode 4
(Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 15x04)
Deutscher Titel der Episode
Beaverdale, Iowa
Titel der Episode im Original
Atomic Monsters
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 7. November 2019 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Sonntag, 31. Januar 2021
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Sonntag, 31. Januar 2021
Autor
Davy Perez
Regisseur
Jensen Ackles

Schauspieler in der Episode Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 15x04

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