Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 14x05

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It's a trap!
Das Abenteuer der Woche zeigt uns ein weiteres Monster, welches durch Michael einem Upgrade unterzogen wurde. Neben Vampiren und Werwölfen ist jetzt also auch der gemeine Djinn mit erweiterten Fähigkeiten ausgestattet worden. Zwar kann Neil (Chris Patrick-Simpson) weiterhin durch die üblichen Methoden - Silber, getränkt in Lammblut oder einfach ordentlich den Schädel einschlagen - getötet werden, aber dafür reicht eine Berührung, um die schlimmsten Alpträume seiner Opfer herauszufinden und diese zu manifestieren.
Besonders lange raten müssen wir auch nicht, um auf die Idee zu kommen, dass das Monster der Woche ein Djinn sein könnte. Dennoch liegt die Lösung nicht von Beginn an auf der Hand. Sei es, weil der Djinn zu den Monstern gehört, die sich nur selten in der Serie blicken lassen oder weil diese jetzt etwas anders vorgehen können als in der Vergangenheit. Mir persönlich gefällt es jedenfalls, dass Michael mit seinem Upgrade noch anderen Monstern einen frischen Anstrich verpasst haben könnte und nicht ausschließlich die Resistenzen (wie bei den Vampiren und Werwölfen) gestärkt werden.
Zum anderen entdecken Sam (Jared Padalecki) und Dean (Jensen Ackles) eine von Michaels Absichten auf, denn weder sie noch Maggie (Katherine Evans) sind die ersten Jäger, die sich auf dem Rawlings-Anwesen nach Monstern umsehen. Neil hat den Auftrag, Jäger in die Falle zu locken - was offensichtlich den Widerstand gegen Michael schwächen soll. Der Erzengel ist folglich längst dabei, die Anzahl der Jäger auszudünnen und der Krieg bereits in vollem Gange. Diese Offenbarung kommt zumindest für mich etwas unerwartet, denn bislang hatte ich den Eindruck, Michael würde sich vorerst lediglich Verbündete schaffen und diese erst später mobilisieren. Welche Kreaturen er wohl noch auf seiner Seite hat?
Offene Fragen bleiben auch diese Woche in der Überzahl zurück. Wo ist Michael? Welchen Wirt benutzt er, wenn er sich tatsächlich aus Dean zurückgezogen hat? Außerdem überrascht es ein bisschen, dass Neil vergleichsweise zahm mit Dean umgeht. War er wirklich der Meinung, Michael vor sich zu haben oder gab es vielleicht die Anweisung, diesen Wirt nicht zu zerstören, weil der noch benötigt wird? Und was hat Neil gesehen, als er Dean berührte? Zuletzt noch eine kleine Anmerkung zum Ende. Sam und Dean informieren sämtliche (ihnen bekannte) Jäger über die neue Bedrohung. Inklusive Garth (DJ Qualls)! Ich wittere da einen baldigen Gastauftritt...
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Sam und Dean
Die beiden Brüder wissen diese Woche gut zu gefallen. Dean blickt tatsächlich nach vorne, lässt sich sogar bei der anfänglichen Besprechung blicken und die kleine Dialogszene mit Sasha (Leah Cairns), in der sie ihm ihre familiäre Vergangenheit offenbart, veranlasst ihn dazu, ihr Tipps zu geben. Wobei Sashas Beschreibung ein bisschen an Deans eigene Vergangenheit mit Papa Winchester erinnert, was sicher kein Zufall ist. Dieser Dialog hätte gerne noch etwas länger sein können, erfüllt aber trotzdem seinen Zweck, gibt er uns doch einen guten Eindruck davon, wie Dean seine Taten als Michael verarbeitet beziehungsweise versucht, diese zu verarbeiten. Die Erkenntnis am Ende (Fallen für Jäger) mag ihn zwar dennoch betrüben, aber wie Sam anführt, ist die Lage jetzt auch nicht hoffnungslos. „I hope you're right.“ klingt zwar nicht sehr zuversichtlich, aber doch besser als seine Worte am Ende von The Scar.
Sam wirkt derweil am Anfang und Ende der Episode überarbeitet, was Dean nicht entgeht. Drei Stunden Schlaf pro Nacht können auf Dauer auch nicht gesund sein. Seine Führungsrolle für die Gäste im Bunker weiß aber zu gefallen, auch wenn er da dringend einen Stellvertreter benötigt, der ihm ein paar Aufgaben abnimmt. Ich weiß zwar noch nicht, ob mir die Idee mit den Bodycams gefällt, aber effektiv ist sie durchaus, schließlich lässt sich am Beispiel Maggie sogleich feststellen, was ihr zuletzt passiert ist.
Bobby (Jim Beaver) zeigt sich gegenüber Sam derweil kritisch und hat schon einen guten Grund dafür (obwohl er seine Ansicht am Ende wieder revidiert). Auch mir wird nicht wirklich klar, weshalb Maggie allein unterwegs ist. Wäre es nicht viel sinnvoller, für jegliche Einsätze Zweierteams zu bilden? Am besten immer einen Neuling und einen Profi (oder erfahreneren Jäger) zusammen losschicken - getrennt werden können diese immer noch, aber es gibt halt Rückendeckung im Fall der Fälle und die muss dann nicht (wie hier) aus einem anderen Bundesstaat anrücken.
Außerdem gibt es diese Woche noch ein vertrauensvolles Gespräch zwischen Mary (Samantha Smith) und Sam. Endlich, möchte man meinen, denn so wirklich viel Zeit wurde Mutter und Sohn bislang nicht vergönnt. Mary zeigt sich stolz auf Sam, wobei es thematisch aber um ihre Beziehung zu Bobby geht. Was uns unterm Strich in diesem Dialog vermittelt wird, ist ein gutes Mutter-Sohn-Verhältnis und es tut verdammt gut, das endlich mal zu sehen.

Bobby und Mary
Bobby und Mary überraschen unsere Brüder zu Beginn der Folge und sind bereits vor Ort, als Sam und Dean eintreffen. Witzigerweise benutzen alle den gleichen Vorwand, um das Anwesen der Rawlings zu betreten. Und dass nun vier Jäger vor Ort sind, die sich mit dem Fall beschäftigen, führt mitunter auch zu diversen humoristischen Szenen, die sich meist aus Standardsituationen ergeben. Beispielsweise, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, Sasha und Neil (hier noch nicht als Djinn offenbart) über die Existenz von Monstern ins Bild zu setzen.
Aber insgesamt beschäftigt sich Nightmare Logic verstärkt charakterlich mit unseren vier Jägern. Ein besonderes Augenmerk wird auf Bobby gelegt, der des Öfteren allein loswandert und laut Mary etwas mit sich herumschleppt, was im Folgenverlauf erörtert wird: Ein harter Schlag aus der Vergangenheit, genauer gesagt der Verlust seines Sohnes Daniel (Thomas Nicholson). Die Macher verknüpfen hier die charakterliche Ebene gekonnt mit dem Abenteuer der Woche. Denn in gewisser Weise ist es dem Djinn zu verdanken, dass Bobby am Ende sein Schweigen bricht und sich Mary gegenüber öffnet. Eine Entwicklung, die zuversichtlich für eine gemeinsame Zukunft der beiden stimmt. Kleiner Wermutstropfen: Sehr bald werden wir Bobby und Mary wohl nicht wiedersehen, denn die nehmen sich vorerst eine Auszeit.
Sonstiges
- Maggie kommt leider ein wenig zu kurz. Klar, sie ist lediglich der Aufhänger, um unsere anderen vier Protagonisten zusammenzubringen. Aber mir wären da ein bis zwei weitere Szenen durchaus recht gewesen. So endet ihre Rettung durch Sam zu abrupt und ich hätte lieber von ihr selbst erfahren, dass sie demnächst wieder in den Sattel steigt, als diese Worte von Dean zu vernehmen.
- Was treiben Nick (Mark Pellegrino), Cas (Misha Collins) und Jack (Alexander Calvert) gerade? Ich weiß, ich bin ungeduldig und vermutlich bekommen wir da bald was zu sehen. Hoffentlich ähnlich gut wie diese Woche mit Mary und Bobby.
- Die Vorschau auf Optimism verspricht uns die Rückkehr einer weiteren Gastfigur aus der Vorstaffel. Ich bin gespannt.
Fazit
Was anfänglich und mit Blick auf die Vorschau nach einer eher durchschnittlichen Episode aussieht, entpuppt sich als eine gute bis sehr gute Folge, die großen Wert auf ihre Figuren legt und diese gekonnt mit dem Abenteuer verbindet. Hervorzuheben ist Bobby, der im Folgenverlauf charakterlich am meisten bearbeitet wird. Außerdem gab es mit dem Monster der Woche endlich mal wieder was anderes und eine kleine Offenbarung zu Michaels Plänen, die doch weiter fortgeschritten sind, als sich bislang annehmen ließ. Ein großer Knalleffekt mag zwar dennoch fehlen und an einigen Stellen wäre leicht mehr drin gewesen, aber für vier von fünf Sternen reicht es auf jeden Fall.
Der Trailer zur Episode Optimism (14x06) der US-Serie Supernatural:
Verfasser: Christian Schäfer am Samstag, 10. November 2018Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 14x05 Trailer
(Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 14x05)
Schauspieler in der Episode Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 14x05
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