Supernatural 12x06

Supernatural 12x06

In der Folge Celebrating the Life of Asa Fox der US-Serie Supernatural wohnen die Winchesters und Jody Mills der Beerdigung eines legendĂ€ren JĂ€gers bei, der auch fĂŒr Mary kein Unbekannter war. Als plötzlich einer der TrauergĂ€ste tot aufgefunden wird, spitzt sich die Lage zu.

Sam (Jared Padalecki) in der Serie „Supernatural“ / (c) The CW
Sam (Jared Padalecki) in der Serie „Supernatural“ / (c) The CW
© am (Jared Padalecki) in der Serie „Supernatural“ / (c) The CW

Asa Fox and Family

Asa Fox (Shaine Jones) war bereits zu Lebzeiten eine Art Legende unter den JĂ€gern, auch wenn Dean (Jensen Ackles), Sam (Jared Padalecki) und wir ihn nie getroffen haben. Als Jody Mills (Kim Rhodes) Besuch von den Winchesters bekommt, erfĂ€hrt sie von seinem Tod und der bevorstehenden Beerdigung. Die BrĂŒder begleiten Jody zur Trauerfeier. Celebrating the Life of Asa Fox ist ein eher ungewöhnlicher Fall der Woche. Es gibt im Folgenverlauf zwar eine grĂ¶ĂŸere Bedrohung, der unsere Protagonisten irgendwann gegenĂŒberstehen, aber im Mittelpunkt steht das JĂ€gerleben an sich. Dadurch lernen wir jede Menge neue Gesichter kennen, die meisten davon sind JĂ€ger wie Sam und Dean, und wir erfahren von ihren Abenteuern und ihrer Verbindung zu Asa und bekommen eine Welt vorgestellt, die um einiges grĂ¶ĂŸer wirkt als „zwei BrĂŒder durch dick und dĂŒnn“.

Kurz fragt man sich, ob es eben jene Leute dieser Trauergemeinschaft sind, nach denen die britischen Men of Letters suchen. Figuren wie Max (Kendrick Sampson) und Alicia (Kara Royster), die selbst ĂŒber magische KrĂ€fte verfĂŒgen und von einer Hexe großgezogen wurden, dĂŒrften unseren britischen „Freunden“ schon ein Dorn im Auge sein. Aber ĂŒber einen unerwarteten Besuch von Mr. Ketch (David Haydn-Jones) brauchen wir uns zum GlĂŒck keine Sorgen machen - der hat diese Woche scheinbar andere Dinge zu erledigen.

Jedenfalls war es gleichermaßen beruhigend wie interessant zu sehen, dass es neben den Winchesters noch andere JĂ€ger da draußen gibt, die tagtĂ€glich ĂŒbernatĂŒrlichen Kreaturen gegenĂŒberstehen und den Kampf aufnehmen. Asas Werdegang - von der ersten Begegnung mit einem Monster bis hin zu seinem Tod - wird uns anfangs durch eine hĂŒbsche Montage veranschaulicht, wodurch er direkt zu einer greifbaren Persönlichkeit wird. Und selbst Dean ist beeindruckt, wenn davon berichtet wird, wie Asa es einst an einem Tag schaffte, fĂŒnf Wendigos zu beseitigen. Eine Geschichte, an der was dran sein dĂŒrfte, denn eines der Utensilien, die Asa in seinem Besitz hatte, ist ein Engelstöter - was darauf hindeutet, dass die titelgebende Figur wirklich einiges erlebt hat.

Falls sich der Sender einmal zu einem Spin-off entscheiden sollte, dann bitte mit solchen Figuren, wie sie uns hier vorgestellt wurden. Die Folge zeigt schließlich, dass es parallel zu unserem Brudergespann noch zahlreiche andere JĂ€ger da draußen gibt, deren Wege nicht minder interessant waren beziehungsweise sind.

Mary

Neben Jody Mills, deren Funktion diese Woche primĂ€r (aber nicht nur) darin lag, Sam und Dean zur Trauerfeier zu fĂŒhren, spielt Mary Winchester (Samantha Smith) dieses Mal wieder mit. Sie hat sich an den kleinen Asa (Jack Moore) erinnert, dessen Leben sie einst rettete und wollte eigentlich nur sehen, was aus ihm geworden ist.

Tja, das JĂ€gerleben endet meist nicht gut (auch wenn sich spĂ€ter herausstellt, dass Asa nicht unter den Bedingungen gestorben ist, die uns anfangs berichtet werden). FĂŒr Mary, die dem JĂ€gerleben dort schon abgeschworen hatte, ist es eine bittere Erfahrung, dass ihre damalige Hilfeleistung den Weg fĂŒr Asa zum JĂ€ger ebnete. Gleichzeitig auch eine Sache, die die Mutter des Verstorbenen - Lorraine (Laurie Paton) - ihr vorwirft. Denn die wollte fĂŒr ihr Kind, Ă€hnlich wie Mary fĂŒr ihre Söhne, einen anderen Lebensweg haben.

In gewisser Weise spiegelt sich Lorraine in Mary wieder, und es wird die Frage behandelt, was einen JĂ€ger am Ende seines Lebens tatsĂ€chlich erwartet. Die Geschichte wĂ€re nun recht trivial gewesen, wenn Asa tatsĂ€chlich von einem Monster umgebracht worden wĂ€re, wie der anfangs angefĂŒhrte Crossroad-DĂ€mon, der die Trauergemeinschaft auch spĂ€ter noch heimsucht. Aber das war nicht der Fall. Asas Tod war zwar gewaltsam, aber ein Unfall. Verursacht durch einen Streit mit Bucky Sims (Mac Brandt). Mit anderen Worten: Pech, wie es so ziemlich jeden im Alltag heimsuchen kann.

Ein weiterer Knackpunkt ist das Thema „Familie“. Denn eine Familie wĂŒnscht sich wohl jede Mutter fĂŒr ihre Kinder - mitsamt Lebenspartner und Enkelkindern. Lorraine darf hier im weiteren Verlauf erkennen, dass Asa durchaus eine Familie hat(te). Fraglos eine ungewöhnliche Familie, aber nichtsdestotrotz eine Familie. In diesem Zusammenhang war der Exorzismus von Jael auch schön inszeniert, bei dem einer nach dem anderen den Spruch fortsetzt, sobald ein Sprecher außer Gefecht gesetzt wird.

WĂ€hrend bei Lorraine durch das Abenteuer schließlich die Einsicht kommt, dass ihr Sohn zwar ein abenteuerliches, aber kein schlechtes Leben hatte, scheint auch Mary in dieser Hinsicht, gegen Ende der Episode, einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Überhaupt war es ein feiner Zug von den Machern, sie mehr oder weniger durch Zufall wieder auf Sam und Dean treffen zu lassen und dabei einen der Knackpunkte fĂŒr die (vorĂŒbergehende) Trennung zu thematisieren. Die Winchester-Familie wĂ€chst mit dieser Episode wieder zusammen und das ist definitiv ein starker Pluspunkt. Zwar verlĂ€sst Mary ihre Söhne am Ende erneut, aber das VerhĂ€ltnis - vor allem zwischen Dean und Mary - hat sich grundlegend gebessert. Bis zum nĂ€chsten Auftritt, Mary.

Jael

Das Monster der Woche ist ein Crossroad-DĂ€mon namens Jael, der seines Zeichens einer von Asas großen Widersachern war. Als unsere Protagonisten erkennen, dass sich ein DĂ€mon unter ihnen befindet, steigt natĂŒrlich die Spannung an und als Zuschauer durfte man ein wenig um die Figuren bangen. Was, wenn Mary oder Jody durch den DĂ€mon ihr Leben lassen mĂŒssen? An einer Stelle sah es sogar fast danach aus, als wenn Mary die besessene Jody umbringen wĂŒrde. Besonders positiv lĂ€sst sich in Bezug auf Jael hervorheben, dass er eine ernste Gefahr darstellt und die versammelte JĂ€gertruppe einiges zu tun hat, um ihn schließlich aus Jody zu exorzieren und wieder in die Hölle zu schicken. Jael ist keiner von den HampelmĂ€nnern, wie wir sie aus Crowleys (Mark Sheppard) Umgebung kennen und die von den BrĂŒdern auch gerne mal im Dutzend besiegt werden. Dieser DĂ€mon ist stark und nicht zum Scherzen aufgelegt. Da wird der Wirt umgebracht, wenn man zum Exorzismus ansetzt oder halt ordentlich PrĂŒgel ausgeteilt. Die Handhabung erinnert abermals an die AnfĂ€nge der Serie und an Zeiten, in denen die DĂ€monen noch ernstzunehmende Gegner waren. Bitte weiter so.

Auf der Schattenseite dĂŒrfen wir uns allerdings fragen, weshalb sĂ€mtliche JĂ€ger ihre Waffen nicht dabeihaben. Klar, zu einer Trauerfeier bringt man nicht unbedingt schweres GeschĂŒtz mit - da bleibt die Schrotflinte oder der Granatwerfer eben im Auto. Aber niemand hat Weihwasser dabei oder vielleicht das eine oder andere magische Messerchen am Mann? Das war ein bisschen weit hergeholt. Genau wie die Versiegelung des GebĂ€udes, nachdem Dean vor die TĂŒr gegangen war.

HĂ€tte es nicht jemand bemerken mĂŒssen, wenn einer der Teilnehmer plötzlich anfĂ€ngt, Symbole zu malen oder können DĂ€monen so etwas auch in Rauchform erledigen (was auch hĂ€tte auffallen können)? Wie auch immer, die Situation wirkt durch diese kleineren Ungereimtheiten forciert aussichtslos, was gar nicht hĂ€tte sein mĂŒssen.

Billie

Die Auftritte von Reaper Billie (Lisa Berry) passen nicht so recht in die Folge. Eigentlich sollte sie doch erst dann in Erscheinung treten, wenn jemand dabei ist, sich die Radieschen von unten anzusehen. Gut, auf die Winchesters wartet sie schon lĂ€nger, weshalb sich ihr Erscheinen noch verkraften lĂ€sst. Aber ihr Deal mit Dean („wenn ich dich ins GebĂ€ude bringe, schuldest du mir was“) und die Forderung nach Mary gegen Ende wollen nicht schmecken. Das eine wirkt wie eine Notlösung, um Dean wieder zu den anderen zu bringen und das andere war recht unnötiges Drama. In dem Fall wirkt Marys Zögern unglaubwĂŒrdig. Sie hat doch gerade erst mitbekommen, wie ihre Söhne sich schlagen und war sichtlich beeindruckt von Deans Idee, den DĂ€mon aufzuspĂŒren. Dann noch der kurze Wortwechsel mit Jody, die ihr erklĂ€rt, dass ihre Söhne „good men“ sind. Weshalb sollte sie da mit dem Gedanken spielen, sich wieder in den Himmel zu begeben?

Fazit

GegenĂŒber letzter Woche ein gewaltiger Schritt nach vorne. Wir lernen einige neue Gesichter kennen und erfahren, dass nicht nur die Winchesters legendĂ€r unter den JĂ€gern sind. Nebenbei gibt es ein Wiedersehen mit Mary, die im Episodenverlauf ein besseres Bild von ihren Söhnen bekommt und Jody Mills ist diese Woche auch wieder mit von der Partie. DĂ€monen können außerdem doch noch gefĂ€hrlich werden.

Trailer zur Supernatural-Episode 'Rock never dies' (12x07):

Verfasser: Christian SchÀfer am Samstag, 19. November 2016

Supernatural 12x06 Trailer

Episode
Staffel 12, Episode 6
(Supernatural 12x06)
Deutscher Titel der Episode
Das Leben des Asa Fox
Titel der Episode im Original
Celebrating The Life Of Asa Fox
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 17. November 2016 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Sonntag, 19. November 2017
Autor
Steve Yockey
Regisseur
John Badham

Schauspieler in der Episode Supernatural 12x06

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