Submission 1x06

© zenenfoto aus âSubmissionâ / (c) Showtime
Die Softporno-Serie Submission tritt mit keinem geringeren Anspruch an, als nach dem Desaster von „Fifty Shades of Grey“ das öffentliche Bild des Sadomasochismus geradezurĂŒcken und Vorurteile abzubauen. Macherin Jacky St. James, ausgezeichnet mit dem „Porno-Oscar“ AVN 2014 fĂŒr ein Werk aus dem Genre, will dem Zuschauer diese Spielart nicht nur nahe bringen, sondern sie auch „normalisieren“ und „vermenschlichen“, ohne dass der SpaĂ verloren geht, versteht sich. Mag unser erstes Urteil nach der Pilotfolge vernichtend gewesen sein, gebietet bei einem so ehrenwerten Ziel selbstverstĂ€ndlich es unsere journalistische Sorgfaltspflicht, auch ein Fazit zu ziehen. Gastautor sw2012, der schon bei Lost Girl fĂŒr die sexuelle Selbstbestimmung zustĂ€ndig war, hat bei seinem Browser SafeSearch ausgeschaltet und sich an einer fairen Bewertung versucht.
Submission, der Softporno mit dem Bildungsauftrag

Everything is normal. I really wanted to normalize something like BDSM, which people often stigmatize and judge without really knowing much about it. I wanted to humanize it. I think when people think BDSM, they have these very disgusting, grotesque notions of what it is. It could be either beating the hell out of somebody, which is not really the way it is, or they're using Fifty Shades as a template, which is also really grotesque.
Das ist das erklärte Ziel der Macherin St. James bei Submission: Den Zuschauer aufzuklĂ€ren und Vorteile abzubauen. Nach den sechs Folgen der ersten Staffel mĂŒssen wir zwar festhalten, dass das nicht das einzige Ziel der Serie sein kann, denn das hĂ€tte man bestimmt auch mit viel weniger Sex-Szenen hinbekommen. Aber grundsĂ€tzlich: AufklĂ€rung ist gut. Die Idee hinter Submission ist erstmal löblich.
Warum es ein Problem gibt
Denn wie wir schon im Review der Pilotfolge festgehalten haben, wird der Sadomasochismus (inzwischen meist BDSM genannt, von Bondage and Discipline, Sadism and Masochism) seit der Veröffentlichung des Diagnosehandbuchs DSM V im Jahr 2013 als sexuelle Normvariante eingestuft. Ob man das nachvollziehen kann oder nicht, wir reden jetzt von einer sexuellen Minderheit wie den Homosexuellen. WĂ€hrend diese allerdings schon (oder besser gesagt erst) 1973 in DSM II fĂŒr geistig gesund erklĂ€rt wurden, hat die Psychiatrie bei den „BDSMlern“ halt ein paar Jahrzehnte lĂ€nger gebraucht. Man kommt ja zu nix.
Wir mĂŒssen uns vor diesem Hintergrund eingestehen, dass das Bild von BDSM in TV-Serien eine Katastrophe ist. Homosexuelle Figuren werden zumindest seit einigen Jahren „einfach so“ eingefĂŒhrt, als normale Menschen, die normale Jobs haben, sich normal verhalten und ganz normal umherlaufen wie alle anderen auch. Als Beispiel mag The Flash dienen, wo irgendwann einfach klar wird, dass Polizeichef David Singh (Patrick Sabongui) schwul ist.
Wenn TV-Serien versagen ...
Bei BDSM ist dieses „einfach so“ undenkbar. Die englische Wikipedia hat freundlicherweise eine Liste von Szenen aus TV-Serien zusammengetragen. Fazit: Fast alles ist entweder eine freak and monster show oder comic relief. Es gibt offenbar keinen Hauptdarsteller, der einfach so auf BDSM steht.
Im Gegenteil, so etwas machen in der Regel nur böse Menschen. In Mr. Robot verlangt die von Ehrgeiz zerfressene Joanna Wellick (Stephanie Corneliussen) von ihrem Mann, sie ohne RĂŒcksicht auf ihre Schwangerschaft zu fesseln und zu knebeln. Selbst Lost Girl, die vor dem Ausverkauf an SyFy geradezu missionarisch eine Sex-bejahende Botschaft verbreitete und das Herz jedes Schuhfetischisten höher schlagen lieĂ, sorgte peinlich genau dafĂŒr, dass nur die dunklen Fae BDSM machten.
Bestenfalls haben wir es mit der Spezies „liebenswerte Irre“ zu tun. Die Beziehung zwischen Sameen Shaw (Sarah Shahi) und Root (Amy Acker) in Person of Interest beginnt in der Folge Person of Interest mit einem heiĂen BĂŒgeleisen und dem Satz I kind of enjoy this sort of thing. Aber Shaw ist eine emotional gestörte Psychopathin und Root ist, nun, Root. „Normal“ ist da gar nichts.
Am nĂ€chsten kommt der Sache wohl ausgerechnet NCIS, die unschleifbare Bastion der konservativen amerikanischen Weltanschauung, wo Abigail Sciuto (Pauley Perrette) seit Jahren auf der Grenze zwischen den drei „schwarzen Vorlieben“ Gothic, Fetisch und BDSM tĂ€nzelt. Zumindest dĂŒrfte sie die gröĂte Halsbandsammlung im US-Fernsehen haben.
Wir unterbrechen unser Review fĂŒr einen wichtigen Sicherheitshinweis

Eine Ausnahme gibt es: Das safeword, auf Deutsch offenbar „Safewort“ genannt. Damit wird signalisiert, dass man das Spiel abbrechen möchte, damit alle lustvoll „Nein! Aufhören!“ schreien können. Das ist einer der zentralen Sicherheitsmechanismen und wird (zumindest im Internet) in jedem seriösen Text ĂŒber BDSM dem Leser immer wieder eingetrichtert.
Faszinierend ist nun: Das amerikanische Fernsehen mag zwar BDSM ganz und gar nicht, liebt aber Safewörter. Bei How I Met Your Mother lautet es in der Episode How I Met Your Mother „flugelhorn“. Castle benutzt „apples“ und in Buffy the Vampire Slayer zeigt Faith (Eliza Dushku) wie böse sie ist wenn sie behauptet: Safewords are for wimps. Trotz der BDSM-Phobie von Lost Girl braucht eine Succubus (Anna Silk) so etwas auch, wie wir aus Lost Girl wissen.
... und Filme ein armes Bild abgeben

ZurĂŒck zum groĂen Bild: Das Kino ist etwas weiter als die TV-Serien. Aber auch hier werden BDSMler meist als krankhaft oder seltsam gezeichnet - sprich, wie Homosexuelle in den 70er Jahren. Immerhin sind hier mehr Figuren liebenswerte Spinner, wie in der wunderbaren Komödie Secretary mit Maggie Gyllenhaal und James Spader. In „Atame“ des Altmeisters Pedro Almodovar kommt Antonio Banderas allerdings direkt aus der Psychiatrie. („Body of Evidence“ mit Madonna und Willem Dafoe ist zu schlecht, um fĂŒr irgendwas ernst genommen zu werden, und soll nie wieder erwĂ€hnt werden.)

„9 1/2 Wochen“ ist ein Grenzfall, denn fĂŒr Kim Basinger und Mickey Rourke lĂ€uft es lange gut, bevor das Klischee der zwanghaften Steigerung zuschlĂ€gt. Mitte der 80er Jahre durfte eine alternative Beziehung in einem Mainstream-Film natĂŒrlich schon aus Prinzip nicht gut gehen. Wir werden auf diese Regel zurĂŒckkommen.
Wie man es besser macht
Aber das Kino bietet immerhin einen Film, der mit erhobenem Haupt fĂŒr die Sache der freiwillig geknechteten einsteht: „Preaching to the Perverted“ mit Guinevere Turner, Tom Bell und Christien Anholt. Der 1997 veröffentlichte britische Streifen ist eine politische Komödie, die sich gegen die damaligen, BDSM-feindlichen Gesetze richtet, und eine Liebesgeschichte noch dazu. (In Irland wurde der Film verboten.) Zwar sind auch hier die BDSMler irgendwie anders - gut, sehr anders - aber harmlos, glĂŒcklich und lustig. Mehr noch, am Ende leben sie und die „Vanilles“ in Einklang miteinander. Preaching war so beliebt innerhalb seiner Zielgruppe, dass sie 2013 auf Kickstarter eine HD-Version fĂŒr Blu-Ray finanzierte.
Damit haben wir immerhin ein Werk, an dem wir Submission messen können, auch wenn sie aus verschiedenen Genren kommen und verschiedene Formate haben. Unsere Frage lautet: Ist die Serie mehr als ein Softporno mit harten Praktiken? Wird sie ihren hohen AnsprĂŒchen gerecht?
Die Handlung als Quickie

Ashley (Ashlynn Yennie) hat einen ScheiĂ-Freund namens Vincent (Spike Mayer), der sie nicht befriedigt. Der Streit mit ihm darĂŒber eskaliert bis zu dem Punkt, wo sie zu ihrer Freundin Jules (Victoria Levine) zieht, die zusammen mit Dylan (Skin Diamond) in einer Wohngemeinschaft lebt. Dylan ist in einer BDSM-Beziehung mit Elliott (Justin Berti). Ashley vögelt mit ihrem neuen Boss Raif (Kevin Nelson), nachdem alle ihr gesagt haben, was fĂŒr ein tolles Glied er hat. Elliott verguckt sich in sie, was Dylan nicht gefĂ€llt, die eifersĂŒchtig wird. Jules beginnt unterdessen eine Dreiecksbeziehung ...
...ehrlich, das alles spielt fĂŒr unsere Diskussion keine Rolle. Halten wir fest: Es gibt tatsĂ€chlich eine nachvollziehbare Handlung.
Hauptdarstellerin Ashlynn Yennie könnten einige Leser aus „The Human Centipede“ kennen - sie war die dritte in der Reihe, was Beleg genug ist, dass sie vor kontroversen Rollen keine Angst hat. Sie liefert hier auch die mit Abstand beste Vorstellung ab. Skin Diamond - gebĂŒrtig Raylin Christensen - mögen die Hard-Core-Fans des Comics Daredevil als Vorlage für Echo kennen.
Die HĂ€ssliche und die Biester
Submission bringt seine Predigten ĂŒber BDSM in einer Serie von Diskussionen zwischen den Figuren unter, die sich mit den Sexszenen und dem Seifenoper-Drama der Beziehungen abwechseln. Dabei spielt ein Buch eine zentrale Rolle: Slave vom geheimnisvollen Autor Nolan Keats. Das Ding ist so erotisch, dass Ashley schon nach einigen Seiten die Hand im SchlĂŒpfer hat. In einem GesprĂ€chskreis zu dem Buch mit Freundinnen kommt dann spĂ€ter die Diskussionen auf, ob frau so etwas ĂŒberhaupt machen darf, wegen Missbrauch und so. Dabei und im weiteren Verlauf der Serie erfahren wir, dass it's fun to give up a little control in the bedroom, dass sometimes losing control has its own kind of power, gefolgt von the point is to push you beyond your comfort zone, sowie we're all slaves to our own boring lives und pain can be fun sometimes.
Dagegen spricht sich im Buchclub eigentlich nur eine der Frauen aus, mehr noch, sie ist schlicht entsetzt. Ăberraschung: Sie ist die mit Abstand Ă€lteste und am wenigsten schöne der ganzen Serie. Niemand kann Submission vorwerfen, subtil zu sein.
Aggression als Kunstform
Diese beiden Hauptargumente - es macht SpaĂ und macht einen stĂ€rker - hören wir immer wieder in diversen Varianten. Dazu kommt der Vorwurf, vorgetragen von Ashley (Ashlynn Yennie) im GesprĂ€ch mit ihrem Boss Raif (Kevin Nelson), dass die MĂ€nner heutzutage passive Weicheier sind, so richtige kleine Kinder. It's like aggression is this lost art form, klagt sie. Auch sie besprechen das magische Buch. Raif mag zwar kein BDSMler sein, aber er ist nicht doof, und er macht sich bei so einer Vorlage natĂŒrlich sofort ĂŒber Ashley her.
Aber trotz des angeblich so wunderbaren Gliedes hat sie keinen SpaĂ am konventionellen Sex. „It was fine“, sagt sie spĂ€ter zur EnttĂ€uschung ihrer Freundinnen. Den heftigsten Orgasmus ihres Lebens, gesteht sie spĂ€ter Elliott, habe sie beim Lesen des Buchs gehabt. Und da sage noch jemand, das Fernsehen animiere die Leute nicht zum Lesen.
Wehe, wehe wenn ich auf das Ende sehe

Nun ist das alles einigermaĂen hohl, aber bislang kein Problem. Dumm nur: Dylan ist eifersĂŒchtig und erpresst Elliott. Denn Elliott ist gar nicht der Autor von Slave, sondern nur der Lektor - er hat Ashley angelogen und wurde dabei dummerweise gefilmt. Zwischendurch durchwĂŒhlt er ihre Sachen, voll der Stalker. Zudem versucht er, ihr komplettes Leben zu kontrollieren - von wegen Macht nur im Bett abgeben, sie soll gar keine Grenzen haben - und drĂ€ngt sie zu Dingen, die sie nicht tun will. Zu allem Ăberfluss ist er völlig humorbefreit und brĂŒllt gerne mal herum. (MĂ€nner kommen allgemein in dieser Serie nicht gut weg.) Dylan und Elliott haben eine lĂ€ngere Szene, wo sie sich beschimpfen und gegenseitig erzĂ€hlen, wie scheiĂe sie sind.
Wir halten fest: Die beiden „echten“, erfahrenen BDSMler in Submission sind Arschlöcher mit Persönlichkeits- und Beziehungsproblemen, den kein vernĂŒnftiger Mensch einen Hund anvertrauen wĂŒrde, geschweige denn sein Leben. Zwischendurch hat man fast Mitleid mit der armen Ashley, dass sie an diese Leute geraten ist - bestimmt gibt es irgendwo nette BDSMler? Dylan zieht aus, nachdem sie als „Akt der Dominanz“ Elliott an Ashley verpfiffen hat. Diese ist am Boden zerstört, die Beziehung zerbricht. Nebenbei funktioniert auch Jules' Dreiecksbeziehung nicht. Merke: Wer die Normen verletzt, wird unglĂŒcklich. „9 1/2 Wochen“ lĂ€sst grĂŒĂen.
Wie passt das mit den erklĂ€rten Zielen von St. James zusammen? Ăberhaupt nicht. Im Gegenteil, die beiden BDSM-Figuren sind abschreckend und fĂŒhren eher dazu, dass man sich zwei Mal ĂŒberlegt, sich mit solchen Leuten einzulassen. Mit dem Schluss bleibt Submission weit hinter „Secretary“ und „Preaching to the Perverted“ zurĂŒck, die beide ein Happy End haben.
Hör auf zu labern, was ist mit den Sex-Szenen?

Da wir von einer Erotik-Serie sprechen, kurz zu den Sexszenen. Es sind nie Geschlechtsteile zu sehen - man weiĂ, dass man im 21. Jahrhundert lebt, wenn eine Fantasy-Serie wie Game of Thrones mehr zeigt als ein Softporno. Diese Regel verlangt der KamerafĂŒhrung und dem Bildausschnitt Verrenkungen ab, die stellenweise unfreiwillig komisch wirken. Allerdings mĂŒssen wir einen Kritikpunkt aus dem Review des Piloten zurĂŒcknehmen: Im weiteren Verlauf sind mehrere nackte MĂ€nnerhintern zu sehen.
Die Liste der BDSM-Praktiken umfasst (in alphabetischer Reihenfolge) Augenbinden, Befehle per Brief, Brustwarzenklammern, Einwickeln in Frischhaltefolie, EiswĂŒrfel, Fesselsex, NadelzahnrĂ€der, Orgasmus-Verbote, Rollenspiele, SchlĂ€ge mit der flachen Hand, Peitschen und Reitgerten. Vielleicht etwas ĂŒberraschend finden sich keine Knebel.
No bodily fluids please, we're Americans

Letzteres könnte mit dem völligen Fehlen von KörperflĂŒssigkeiten in der Serie zu tun haben. Auch das hatten wir schon bemerkt: Niemand schwitzt, Höschen werden auch in der GroĂaufnahme und trotz lĂ€ngeren Lesesitzungen im magischen Buch nicht feucht. Ejakulationen sind wohl völlig undenkbar. Ein Knebel hĂ€tte vermutlich die furchtbare Gefahr von Speichelfluss mit sich gebracht. Auch Striemen und Blut sind nicht zu sehen, falls sich das jemand fragt. Tiernamen gibt es keine und auch kein stĂ€ndiges „Sir“. Letzteres ist allerdings eher erholsam.
Die fairste Beschreibung der BDSM-Szenen ist wohl, dass sie glaubwĂŒrdig sind. Niemand wird in akrobatische Stellungen gebunden, die SchlĂ€ge sind sichtbar dosiert und auch die Schauspielerinnen stöhen eher statt wie am SpieĂ zu schreien. Hier haben sich die Macher MĂŒhe gegeben, AtmosphĂ€re zu schaffen. Ob das alles erregend ist, wird jeder fĂŒr sich selbst entscheiden mĂŒssen. Zumindest aber ist aber an den Praktiken nichts, das unrealistisch wirkt, und es wird auch keine Steigerung im Sinne von stĂ€rker-hĂ€rter-bitte-mehr betrieben. Die Botschaft lautet: Auch du kannst das. Wenn auch hoffentlich bei besserer Hintergrundmusik.
You want me to what?

Submission versucht sich stellenweise an Humor, etwa wenn Ashley mit ihrem Ex telefoniert, wĂ€hrend der gerade eine andere vögelt, und Ashley glaubt, dass er wegen ihrer Trennung weint (nein, das ist auch im Film nicht lustiger). Die ĂŒberdrehte Jules wurde offenbar komplett als comic relief angelegt.
Die witzigste Szene - und die beste ĂŒberhaupt der ganzen Staffel - ist als Ashley von Elliott (Justin Berti) in der Folge Submission den Auftrag bekommt, sich von der ahnunglosen Jules als Strafe den Hintern versohlen zu lassen. Ashleys gestammelter New-Age-Vorwand und Jules' herrlich stĂŒmperhafte AusfĂŒhrung im Vergleich zu den krĂ€ftigen, selbstsicheren SchlĂ€gen in den richtigen BDSM-Szenen lĂ€sst sogar Selbstironie erkennen. Das Problem hier ist nicht die Idee, die ganz wunderbar ist, sondern die Umsetzung: Die Macher und Schauspieler sind hier handwerklich ĂŒberfordert.
Zuletzt: Wir können nicht ausschlieĂen, dass Hinweise in Submission eingebaut sind, die nur Eingeweihte verstehen. So wird in der zweiten Folge Submission bei der Buchbesprechung darĂŒber spekuliert, ob der Autor ein Mann oder eine Frau ist. Das könnte eine Anspielung auf die jahrzehntelange Diskussion darĂŒber sein, ob die Mutter aller BDSM-Romane, Histoire d'O (1954), wirklich von einer Frau geschrieben wurde, wie das Pseudonym Pauline Reage glauben lies (wir wissen heute, dass die Schriftstellerin Anne Desclos dahinter stand). Vielleicht haben wir in diesem Review etwas Wichtiges verpasst. Irgendwas ist bestimmt mit der Erdbeere.
Fazit

Wie auch immer, am Ende lautet das Fazit: Submission hat sein selbst gestecktes Ziel komplett verfehlt. Nicht wegen der BDSM-Szenen, von denen man gerne glauben mag, dass sie realistisch sind und bei der richtigen Grundveranlagung vermutlich gut ankommen - da haben sich die Macher richtig MĂŒhe gegeben. Sondern weil die AnhĂ€nger dieser Spiele als machthungrige Arschlöcher und beziehungsunfĂ€hige LĂŒgner gezeichnet werden, denen man nicht trauen sollte. Die letzte Einstellung mit Ashley zeigt, wie sie sich die Augen ausheult - muss ja dann eine richtig tolle Sache sein, dieses BDSM. Submission vermittelt die Botschaft, dass so was vielleicht hin und wieder SpaĂ machen kann, aber langfristig ins Verderben fĂŒhrt.
Also alles wie gehabt.
Bedauere, liebe BDSMler: Das mit dem „einfach so“ im Fernsehen liegt wohl noch in weiter, weiter Ferne. Aber Kopf hoch: Bei den Homosexuellen hat es auch nur 40 Jahre gedauert.
Trailer zu âSubmissionâ:
Verfasser: Adam Arndt am Samstag, 25. Juni 2016(Submission 1x06)
Schauspieler in der Episode Submission 1x06
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?