Star Trek: Strange New Worlds 3x09

Star Trek: Strange New Worlds 3x09

In der Folge „Terrarium“ der US-Serie „Star Trek: Strange New Worlds“ muss Erica Ortegas um ihr Überleben kämpfen, nachdem sie auf einem Mond gestrandet ist.

Diese Woche geht es um mich!
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© Paramount+

Terrarium

Mit Terrarium wird der Fokus endlich auf Erica Ortegas (Melissa Navia) gelenkt, die diese Woche ihre persönliche Mission erhält. Der Rückblick erinnert uns kurz an ihr Trauma, entstanden durch ihre Gefangenschaft bei den Gorn und obwohl sich in den letzten Episoden keine weiteren Folgen bei ihr zeigten und sie wieder in den alltäglichen Dienst aufgenommen wurde, wissen wir doch, dass sich diese Erfahrung nicht einfach abschütteln lassen wird.

Aber bevor es so weit ist, dass Erica ihrer Nemesis wortwörtlich gegenübersteht, steht eine Erkundungsmission an. In einem Shuttle und solo soll sie Daten über eine rätselhafte Region des Weltraums sammeln, die von gravitativen Ereignissen überschüttet wird, welche selbst Spock (Ethan Peck) nicht entschlüsseln kann. Die Enterprise observiert aus sicherer Distanz, während Ortegas sich ins Getümmel begibt und anschließend von einem (Überraschungs-)Wurmloch verschluckt wird. Ihr Shuttle nimmt dabei Schaden und sie muss auf einem der zahlreichen Monde des Systems auf der anderen Seite des Wurmlochs eine Bruchlandung hinlegen. Anschließend gilt es, auf diesem unwirtlichen Mond zu überleben, der glücklicherweise aber eine atembare Atmosphäre hat. Die Suche nach Wasser und Nahrung steht im Vordergrund, während sie ebenfalls einen Weg finden muss, die Besatzung der Enterprise auf sich aufmerksam zu machen.

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Auf der Enterprise sind Pike (Anson Mount) und seine Crew natürlich entsetzt, nachdem Ortegas verschwunden ist. Außerdem drückt eine weitere Mission an der Zeitskala, denn die Enterprise soll einen Impfstoff zum Ziel bringen, ohne den hohe Verluste zu beklagen wären. Unter diesem Zeitdruck sind verschiedene Figuren schließlich bereit, Ortegas als Verlust zu verbuchen. Die Ausnahme ist Uhura (Celia Rose Gooding), die Erica unter keinen Umständen aufgeben will und auch das Gehör von Captain Pike findet. Aber der Captain kann die Suche nach Ortegas auch nur dann fortsetzen, wenn ihm mögliche Lösungen aufgezeigt werden - und die sind nicht einfach zu finden.

Währenddessen trifft Erica bei der Nahrungssuche auf ihren Trauma-Feind, eine weibliche Gorn (gespielt von Warren Scherer). Kurioserweise erwidert die Gorn-Dame aber keinerlei Feindseligkeiten, sondern hilft Ortegas, was die gesamte Situation im Folgenverlauf abändern soll und beide zusammenschweißt. Unstimmigkeiten sind zwar bis zum Schluss ebenfalls vorhanden, aber auch gegenseitiger Respekt und der Versuch, in einer unwirtlichen Gegend gemeinsam zu überleben - koste es, was es wolle.

Mission Impossible: Uhura, übernehmen Sie!

Vorweg muss ich zugeben, dass ich mich sehr darüber gefreut habe, hier nicht wieder ein „Experiment“ zu erleben. Endlich steht für Pike und die Enterprise wieder ein Abenteuer an, welches mehr denn je auf Strange New Worlds setzt. Denn nichts anderes erleben Ortegas und die Crew der Enterprise. Trotzdem wird diese Folge auch wieder in die Kritik der Kanon-Fetischisten geraten, denn Ortegas erlebt hier quasi, was ein gewisser James T. Kirk (William Shatner) chronologisch später in „Arena“ erneut erleben soll - aber doch ein wenig anders. Mehr dazu aber später, denn zunächst möchte ich auf die Crew der Enterprise zu sprechen kommen.

Warum darf ich diese Woche nicht kochen?
Warum darf ich diese Woche nicht kochen? - © Paramount+

Da sticht Uhura hervor, die Erica nicht aufgeben möchte. Weshalb genau, lässt sich leider nur erraten und dürfte auf Ericas Bruder Beto (Mynor Luken) zurückgehen, dem sie nicht die Schwester nehmen will. Aber reicht das als Motivation? Nicht wirklich, denn die dritte Staffel von Star Trek: Strange New Worlds hat es leider versäumt, eine innige Freundschaft zwischen Nyota und Erica aufzubauen. Okay, die beiden haben sich (durch Beto) besser kennengelernt, aber das war es dann auch schon. Und vergessen wir nicht das Abenteuer von letzter Woche, als Erica doch eher aggressiv auf Nyotas Vorgehensweise reagiert hat. Jetzt sollen die beiden also beste Freundinnen sein? Das hätte man besser aufbauen können, wenngleich die Vermutung nahe liegt, dass die Brückencrew sich untereinander ohnehin sehr gut versteht.

Von der Brückencrew hätte ich wiederum mehr Mitgefühl für Ortegas erwartet. Der sonst übliche Teamgeist scheint sich von Bord gebeamt zu haben, wenn Una (Rebecca Romijn), La'an (Christina Chong) und andere bereit sind, Ortegas aufzugeben. Neben Uhura scheint nur Pike ein echtes Interesse daran zu haben, ein verlorenes Crewmitglied zu retten und das ist schade. Mir hätte es wesentlich besser gefallen, wenn andere Figuren ähnlich wie Spock agiert hätten. Dieser zeigt Uhura zwar auf, wie niedrig die Rettungschancen sind, ist bei direkter Nachfrage aber trotzdem an ihrer Seite, wenn es an die Lösungssuche geht.

Wobei ich mich ohnehin frage, weshalb der Impfstoff nicht vorab zum Ziel gebracht wurde oder diese (nächste) Mission überhaupt als kritischer Zeitfaktor eingebaut wird. Weshalb diese gefährliche Region scannen, wenn ein ganzer Planet in Not ist? Oder habe ich etwas falsch verstanden? Der Zeitdruck fühlt sich jedenfalls forciert an und ja, dadurch wird womöglich die Spannung gesteigert. Aber ehrlich? Ich hätte niemals erwartet, dass Ortegas aufgegeben wird und die ganze Rettungsmission hätte auch ohne die zusätzliche Mission mit dem Impfstoff wunderbar funktioniert. Denn Hindernisse hat diese Region des Weltraums ohnehin und wenn sich später das Wurmloch schließt, nachdem die Enterprise Sonden hindurchgeschickt hat, startet doch trotzdem ein Countdown, der die Spannungsschraube anzieht.

Unterm Strich hätte ich von allen erwartet, ähnlich wie Uhura zu denken. Spock kriegt hier noch die Kurve und auch Pike gibt später zu, dass er bemerkte, wie Uhura die Daten manipuliert hat (da wurde eine Prozentzahl um 5 Punkte gehoben) und trotzdem bereit war, die gesamte Crew (und die Leute, die den Impfstoff benötigen) aufs Spiel zu setzen. DAS ist für mich auch der Grund, weshalb dieser Handlungsbogen funktioniert.

Enterprise

Abgesehen von den Figuren sind natürlich auch die Hindernisse wichtig, die es zu überwinden gilt. Wie gesagt, das anvisierte Treffen mit der USS Constellation (erinnert ihr euch noch an Matt Decker (William Windom)?) hätte es nicht gebraucht, sondern ist lediglich ein zusätzlicher Timer für die Rettungsmission. Stattdessen hätte man sich ausnahmslos auf das Wurmloch konzentrieren können, von dem zu diesem Zeitpunkt noch niemand genau weiß, was es damit auf sich hat, wohin es führt und so weiter.

Ob wir uns noch verstehen werden?
Ob wir uns noch verstehen werden? - © Paramount+

Sonden hindurchzuschicken macht Sinn, auch wenn sich das schwierig gestaltet und später bedeutet, dass der zweite Timer läuft, weil das Wurmloch sich schließt. Uhuras Lösung soll später sein, die Enterprise ins Wurmloch zu schicken, damit es sich nicht weiter schließt und man die andere Seite auskundschaften kann. Hier gibt es eine Szene mit Spock auf dem Captain's Chair und Pike und Una an den Navigationskonsolen. Da zieht die Crew wieder am gleichen Strang und ist bereit, alles für Ortegas aufs Spiel zu setzen. Natürlich muss Pike hier als zweitbester Pilot ans Steuer, erhält Unterstützung von Una und Spock darf kurzzeitig den Captain spielen. Großartige Szene, die den Zusammenhalt trotz vorhin genannter Umstände aufzeigt. Das nächste „Aber“ kommt natürlich direkt, denn auf der anderen Seite des Wurmlochs gibt es 396 Monde, die gescannt werden wollen, womit der dritte Timer startet.

Knapp 150 davon können gescannt werden, ehe selbst Uhura einsehen muss, dass die Zeit nicht mehr hergibt. Aber das letzte „Hurra!“ von Erica soll deutlich machen, wo sie sich befindet und ihre Rettung einleiten. Wer wäre auch verrückt genug, einen ganzen Mond in einen Feuerball zu verwandeln, um die Aufmerksamkeit der Enterprise auf sich zu ziehen? Und habe ich schon erwähnt, wie großartig die Special-Effects der Folge sind? Alles zusammen sorgt schließlich dafür, dass man über ein paar charakterliche Ausreißer hinwegsehen kann. Oder mit anderen Worten zählt hier das Ergebnis, welches durch Uhura herbeigeführt wurde und überwiegt doch deutlich ein paar der weiter oben genannten Mängel.

Erica Ortegas

Kommen wir zum Kern der Folge. Erica ist auf sich allein gestellt, wir kennen ihr Trauma und am anderen Ende des Wurmlochs muss sie direkt eine Bruchlandung hinlegen und anschließend ihre Lage analysieren. Sie hatte noch die Chance, eine Boje abzusetzen, aber die Nachricht darauf ist später wenig nützlich, weil sie verzerrt wird.

Meine persönliche Folge hatte ich mir anders vorgestellt
Meine persönliche Folge hatte ich mir anders vorgestellt - © Paramount+

Also erinnert sich Erica an das Handbuch der Sternenflotte. Eine Zuflucht hat sie, aber Wasser und Nahrung fehlen, denn die Rationen, die sie an Bord hatte, sind durch die Beschädigung des Shuttles unbrauchbar geworden. Sie ist zwar kein Scotty (Martin Quinn), aber sie schafft es, aus ein paar Teilen des Shuttles einen Apparat herzustellen, mit dem sie Wasser sammeln kann. Ein Problem gelöst. Für Nahrung muss sie aber das Shuttle verlassen und die Umgebung erkunden, womit die Folge richtig Fahrt aufnimmt und schließlich zum eigentlichen Thema kommt.

Ein mysteriöses Leuchten weist ihr den Weg und soll dazu führen, dass sie auf ihren „Nachbarn“ trifft. Dieser entpuppt sich als Gorn, womit der nächste Schock bei Erica einschlägt. Sie wird als Köder benutzt, um eine einheimische Spezies hervorzulocken, die dem Gorn offenbar als Nahrung dient. Aber dieser Gorn ist ihr gegenüber nicht feindselig eingestellt, wirft ihr sogar einen Teil der ergatterten Beute hin, von dem sie sich ernähren kann, auch wenn es Überwindung kostet. Diese Aktion bewirkt in Erica ein Umdenken und auch eine Neugierde. Sind die Gorn doch nicht die Monster, für die sie sie gehalten hat?

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Der weitere Verlauf ist zugegebenermaßen ein bisschen zu einfach für Erica gestaltet, aber mit Blick auf ihre Lage dennoch der größte Hoffnungsschimmer, den sie erhalten kann. Denn die neue Bekanntschaft, die offenbar schon länger auf diesem Mond verweilt, weiß sich gegen die Umstände auf dem Mond sehr gut zu verteidigen und schützt Erica sogar. Die beiden erfahren, dass sie sich gegenseitig helfen können, und im Folgenverlauf entsteht eine echte Freundschaft zwischen Menschen und Gorn, was sehr beachtlich ist und den Gedanken von Star Trek fördert. Es werden gemeinsam Spiele gespielt, Erica kümmert sich um das verletzte Bein ihrer Mitgestrandeten, die ebenfalls als Pilotin auf diesem Mond gestrandet ist und auch wenn die Aussicht auf Rettung nur Wunschdenken sein mag, ist Erica am Ende bereit, ihre neue Freundin mitzunehmen.

Das ist doch besser als Solitaire, oder?
Das ist doch besser als Solitaire, oder? - © Paramount+

Ich weiß, im Franchise gibt es viele Folgen mit ähnlichen Situationen. Mache davon besser, andere schlechter. Was für mich hier den Unterschied ausmacht, ist die Tatsache, dass die Gorn-Dame den ersten Schritt unternimmt, um Erica zu überzeugen - indem sie ihr die gesuchte Nahrung gibt. Diese Aktion bewirkt ein Umdenken in Erica und führt auch am Ende dazu, dass beide zusammenarbeiten, auch wenn die Aussicht auf Rettung marginal ist. Ja, es gibt Meinungsverschiedenheiten und die Gorn-Dame ist ab einem Punkt bereit, aufzugeben. Aber letztlich ist es Teamwork, was zur Rettung beitragen soll, und das fühlt sich einfach verdammt gut an.

Die Gorn sind keine Monster!

Ich weiß nicht, ob bei den Autoren von Star Trek: Strange New Worlds ein Umdenken erfolgt ist oder ob sie schon immer vorhatten, die Gorn im Nachhinein ein wenig freundlicher zu gestalten. Aber mit dieser Episode schaffen sie es eindeutig, die Gorn neben aller Brutalitäten etwas friedfertiger zu gestalten. Wie gesagt, die Gorn-Dame benutzt Erica zwar als Köder, aber sie steigert auch ihre Überlebenschancen und unternimmt den ersten Schritt, wenn es um die kommende Freundschaft geht.

Wir erfahren außerdem, dass es sich bei den Gorn um eine intelligente Spezies handelt, die die Sprache ihrer Feinde versteht, während Erica nur eine Übersetzung in Ja/Nein-Form erzielen kann. Außerdem erfahren wir, dass Erica ohne die Technologie dieser Gorn-Dame aufgeschmissen wäre. Melissa Navia macht hier einen ausgezeichneten Job, spielt ihre Rolle mit Bravour und zieht als Erica auch die richtigen Schlüsse. Aber im Kern ist es eigentlich die Gorn-Dame, die mit ihrer Gorn-Technologie das Überleben der beiden sichert, ehe die Crew der Enterprise zur „Rettung“ kommt.

Daumen hoch ist die Devise!
Daumen hoch ist die Devise! - © Paramount+

Und genau dieser Gedanke, dass die Gorn zur Rettung eines Crewmitglieds beitragen, hebt die Folge empor. Waren wir vorher noch der Meinung, dass die Gorn keinerlei Mitgefühl haben und eine grausame Spezies sind, wird hier der Spieß umgedreht und am Ende ist es die Föderation, die grausam handelt und schießt, ohne nachzudenken. Denn Erica schafft es, die Aufmerksamkeit der Enterprise auf diesen Mond zu lenken. Aber sie schafft es leider nicht, ihre neue Freundin vor dem Tod durch La'an zu bewahren.

What Is Starfleet?

Diese Frage hat uns schon lange beschäftigt und vielleicht sind die Kritikpunkte von Beto doch nicht ohne Grund vorhanden. Denn in What Is Starfleet? bekundet La'an eindeutig, dass sie die Gorn entweder tötet oder das Weite sucht. In dieser Folge führt das zum tragischen Ende der Gorn-Dame und auch wenn die Kritik an La'ans Handeln sicher gerechtfertigt ist, müssen wir uns klarmachen, dass diese Einstellung nicht von irgendwoher kommt. Erfahrungen mit den Gorn sind vorhanden, insofern würde es mir auch schwerfallen, La'an zu verurteilen. Andererseits, nun ja, hätte sie vermutlich erst einmal die Lage analysieren sollen, ehe sie zur Waffe greift. Aber verübeln kann ich ihr die Aktion dennoch nicht.

Und genau damit kann die Folge wieder punkten. Denn „richtig“ und „falsch“ lassen sich bei La'an nicht trennen, die aufgrund der Vergangenheit und persönlicher Erfahrungen direkt eine Bedrohung vermutet und entsprechend handelt. Sie weiß eben nicht, wie wichtig die Gorn-Dame für das Überleben von Ortegas war. Sie weiß nur, was alle bislang von den Gorn wissen und handelt entsprechend. Leider.

Metrons

Die mysteriösen Lichterscheinungen lassen Erica vermuten, dass sie beobachtet wird und führen am Ende zur Offenbarung, dass die gesamte Mission von den Metrons herbeigeführt wurde. Aber wäre es nicht besser gewesen, diese Lichterscheinungen als rätselhafte Hinweispunkte zu belassen, die der Zuschauer für sich selbst klären kann?

Sorry, deine Reise war umsonst
Sorry, deine Reise war umsonst - © Paramount+

Ich glaube zu erkennen, was die Autoren mit der Offenbarung der Metrons in Form von Dariush Zadeh beabsichtigen. Sie möchten offenbar, dass die TOS-Folge „Arena“ nicht diskreditiert wird und eine Erklärung bieten, weshalb Kirk erneut gegen einen Gorn antreten darf. Ein löblicher Gedanke, aber leider haben diese Autoren die damalige Folge nicht bis zum Ende geschaut. Denn dort zeigt sich der Metron überrascht von Kirks Gnade gegenüber dem Gorn und sieht aufgrund dessen Hoffnung für die Menschheit. Also, sofern die Metrons nicht auch ihre eigenen Gedächtnisse löschen, ergibt das keinen Sinn, denn Ortegas hat ihre Feindseligkeiten doch sehr schnell eingestellt und über weite Teile dieser Episode mit der Gorn-Dame zusammengearbeitet - ungleich Kirk in „Arena“.

Und außerdem, weshalb wird die Aktion von La'an jetzt als Zeichen dafür gesehen, dass die Föderation nicht bereit ist? Sollten sich diese höheren Wesen nicht auf Erica konzentrieren, die eine echte Freundschaft mit der Gorn-Dame geschlossen hat und die gemeinsame Rettung anvisierte? Immerhin war Erica doch die Person, die im Fokus stand und diesen vermeintlichen Test bestanden hat. Es ergibt sich jedenfalls kein gutes Bild von den Metrons, wenn diese ihre eigentlichen Testobjekte plötzlich als redundant ansehen. Oder was meint ihr?

Für mich ist der Auftritt der Metrons jedenfalls alles andere als gut gestaltet. Weniger wäre hier mehr gewesen und hätte uns deutlich mehr rätseln lassen, ob dies vielleicht ein Test für die Föderation und die Crew der Enterprise war. Durch diese Offenbarung wird vieles kaputt gemacht, was unnötig ist. Nicht, dass ich jetzt Kanon-Lücken hinterher weine, da dürfen Änderungen durchaus vorgenommen werden. Aber von den Metrons hätte ich mit Blick auf „Arena“ doch etwas mehr erwartet, als hier gezeigt wird.

Klar, kann gut sein, dass durch die Metrons auch die Existenz der Gorn irgendwann noch aus allen Logbüchern und Gedächtnissen gestrichen wird, ehe Kirk einem Gorn begegnet. Aber diese Art und Weise ist sicher nicht das, was ich von den Autoren erwartet hätte und zieht die Folge runter. Was am Ende bleibt, ist die Spannung auf das zukünftige Verhältnis zwischen Erica und La'an - aber die hätte es auch ohne den Metron-Auftritt gegeben.

Fazit

Eine der besten Folgen dieser Staffel, allerdings mit Abstrichen. Endlich steht Ortegas im Vordergrund und darf gekonnt abliefern. Ernsthaft, Hut ab vor Melissa Navia, die diese Woche auf ganzer Linie überzeugen darf. Etwas kritischer wird es schon beim Auftritt der restlichen Crew und auch wenn ich das Ende gut und sehr trekkig fand, wäre etwas weniger sicher mehr gewesen. Vier Sterne sind von meiner Seite aber drin. Und von Euch?

Verfasser: Christian Schäfer am Samstag, 6. September 2025
Episode
Staffel 3, Episode 9
(Star Trek: Strange New Worlds 3x09)
Deutscher Titel der Episode
Folge 9
Titel der Episode im Original
Terrarium
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 4. September 2025 (Paramount+)

Schauspieler in der Episode Star Trek: Strange New Worlds 3x09

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?