Sirens: Pilot - Review

Die Adaption der gleichnamigen UK-Serie Sirens kommt als ein großes Durcheinander auf die US-Bildschirme. Das ist keinesfalls negativ gemeint. Wie die US-Presse berichtet, wurde den Kritikern keine Pilotepisode zugeschickt, sondern einfach drei Episoden ohne bestimmte Reihenfolge. Das macht es auf der einen Seite schwer eine erste Episode auszumachen und auf der anderen sagt es viel über die Natur der Serie Sirens (US) aus - es ist nicht schwer festzustellen, worum es geht und wie unsere Hauptfiguren „ticken“.
Wir werden auch direkt in die Ereignisse geworfen, ohne große Einführungen und ohne Umwege. Die Figuren sind einfach da und wir auch. Aus ihren Macken und ihrem Leben wird kein großes Drama gemacht, sondern sie sind einfach da und man kann die Skurrilität der Situationen ohne Umschweif genießen. Vermutlich liegt es an der nicht von vornherein klaren Bestimmung der Episodenreihenfolge, aber Figuren tauchen einfach auf und man kann schwer sagen, welche Rolle sie innerhalb der Serien-Konstellation spielen. Unbefangen - so kann man am besten die Art von Sirens (US) beschreiben.
Natürlich bedarf es ein paar schnell herausgeschossene Witze und Konversationen um zu erfahren, das wir ein Trio aus Rettungssanitätern bei ihrer Arbeit begleiten werden und diese involviert alles: vom Herzstillstand bis zu Flaschen, die sich an unbequemen Körperstellen festgesetzt haben.
Eigentlich ist es nur eine „handlungsübergreifende“ Geschichte vorzufinden, die über die Liebesbeziehung vom Rettungssanitäter Johnny (Michael Mosley) und seiner On-and-Off-Freundin Theresa (Jessica McNamee), die als Streifenpolizistin arbeitet.
Wir erfahren schon am Anfang der Pilot-Episode (falls es tatsächlich der Pilot ist), dass die beiden sich voneinander getrennt haben, weil Johnny mit Teresa nicht zusammenziehen wollte. Dabei stimmt die Chemie zwischen den beiden durchaus - bis auf die Augenblicke, wo gar nichts stimmt. Daran muss Johnny noch arbeiten, aber wo soll er die Zeit zur Selbstreflexion finden zwischen Online-Porno und Lebenretten?
Mit Rat und Tat steht Johnnys Partner Hank (Kevin Daniels) immer bereit. Hank ist ein „out-and-proud gay man“, der immer einen Ratschlag parat hat. Der neue Mitarbeiter, Brian (Kevin Bigley), wird einfach so in den Mix geworfen und ist prompt Teil des Teams. Das beschert ihm den einen oder anderen Schock, aber er schlägt sich tapfer. Die restlichen Nebenfiguren sind noch ziemlich schablonenhaft und man kann schwer ein Urteil treffen.
Aber das trübt keinesfalls den Eindruck. Die Dialoge sind knackig und zackig und die Witze, ohne erzwungen zu wirken, rauschen im Sekundentakt an einem vorbei, genauso wie der rote Sanitätswagen von Johnny wild durch die Straßen gefahren wird. Nun, nicht immer. Manchmal ist wichtig sich die Zeit zu nehmen und über holprige Hindernisse zu fahren, damit Patienten geholfen werden kann und sich festgesetzte Objekte „lösen“ können.
Sirens (US) entdeckt das warme Wasser zwar nicht neu, aber ist amüsant, an den richtigen Stelle ein bisschen vulgär und macht vor allem Lust auf mehr. Wer sich nach dieser ersten Episode nicht entscheiden kann, sollte sich die deutlich witzigeren zwei Episoden namens A Bitch Named Karma und Rachel McAdams Topless zu Gemüte führen.