Revolution 2x13

Viele Zuschauer erhoffen sich eine Menge von Aarons Geschichte, aber für lange Zeit wussten wir nicht wirklich, woran wir sind. Jetzt, als er und Priscilla (Maureen Sebastian) einem alten Freund begegnen, wird es langsam klar, in welche Richtung das Ganze geht. Denn was schon angedeutet wurde, wird hier deutlich ausgesprochen. Aaron (Zak Orth) und seine damaligen Kollegen hatten den Grundstein für die Geburt einer Art Gott geschaffen. Und nach den Ereignissen am Ende der letzten Staffel ist dieser „Gott“ geboren worden.
Revolution begibt sich hier in eine interessante, aber problematische Diskussion über „Gott und die Welt“. Man muss abwarten, bevor man urteilt, und sehen, wie diese fortgeführt wird. Denn letztendlich ist es laut Peter (Daniel Henney), dem alten Freund von Aaron und Priscilla, dem Menschen selbst überlassen, woran er glauben will, wenn es auf „übernatürliche“ Ereignisse ankommt. Peter benutzt nämlich seine neue Gabe - verliehen durch die Naniten -, um Menschen zu heilen und als eine Art Prediger das Wort Gottes zu verbreiten.

Auch wenn der Wissenschaftler in ihm versteht, was vor sich geht, scheint er von seiner neuen Macht nicht los lassen zu wollen und sperrt Aaron und Priscilla kurzerhand ein, damit sie nicht an seinen übernatürlichen Fähigkeiten Zweifel aufkommen lassen.
Dabei ist das Wort „übernatürlich“ schwer zu definieren. Ist das von Menschen Erschaffene übernatürlich? Oder geht es um den Rahmen des Möglichen? Wenn das Unmögliche möglich wird, bezeichnet man es dann als übernatürlich? Man kann gespannt sein, wie die Serie diese Fragen behandeln will und wie es mit Aaron weitergeht. Aber Revolution scheint gewillt, Antworten zu geben: „It wants us here, and we're just going to stay until we figure out why!“
Von der Naniten-Spannung können wir direkt zu anderen Spannungen übergehen, die teilweise romantischen Charakter haben. Es geht um Miles&Rachel und Charlie&Connor. Zwar sind Letztere noch nicht lange miteinander bekannt, aber die Chemie stimmt und von dem einen oder anderen Lächeln seit dem Anfang der Episode schließt man schon auf das, was kommt. Sie schlafen miteinander oder wie Charlie (Tracy Spiridakos) erklärt: „You were cute, I was bored.“ Miles (Billy Burke) und Rachel (Elizabeth Mitchell) wiederum, wie Rachel richtig anmerkt, haben ganze zwanzig Jahre dafür gebraucht: „I think 20 years is enough foreplay.“
Aber was ist mit den Cliffhangern von letzter Woche? Nun, sie sind schnell aufgelöst: Miles und Monroe (David Lyons) helfen Connor ( Mat Vairo), so dass Gene (Stephen Collins) in letzter Sekunde gerettet werden kann. Es geht so schnell, dass man das Gefühl bekommt, die Serie würde den selbst geschaffenen Kram einfach überspringen wollen, denn es gibt Interessanteres als nur Befreiungsaktionen. Und tatsächlich - die Reise nach New Vegas ist durchaus spannend. Monroe kommt zu seiner alten Wirkungsstätte, wo er eine Rechnung mit jemandem offen hat.
Eigentlich will er sie gar nicht begleichen, sondern einen gewissen Duncan finden und ein paar seiner Söldner ausleihen. Seiner? Eigentlich: ihrer. Denn Duncan erweist sich als eine knallharte Anführerin, die den Preis nicht verhandeln mag. Außerdem ist sie über Monroe aufgrund der gemeinsamen Vorgeschichte verärgert. Wer nicht? Scheint so, als hätte er alle mindestens einmal verärgert. Der Casino-Inhaber Gould will aber Wiedergutmachung von Monroe und dieser willigt ein, einen Kampf auszutragen.
Monroes Plan ist, den Kampf als Ablenkung zu benutzen, während Charlie und Connor das Casino ausrauben. Alles geht nach Plan, aber nicht bis zum Ende. Happy End gibt es trotz Episodentitel nicht. Die drei werden von Goulds Leuten erwischt. Also wird es wohl nächste Episode eine weitere Rettungsaktion geben. Aber Miles und Rachel haben im Moment andere Sorgen. Neville (Giancarlo Esposito) und sein Sohn tauchen auf und wollen sich der Gruppe im Kampf gegen die Patriots anschließen.
Eigentlich schmiert Neville Miles nur Honig ums Maul, denn er ist auf freiem Fuß mit einem Auftrag direkt vom US-Präsidenten, den wir auch zum ersten Mal sehen. Der Auftrag lautet - Monroe töten oder Julia (Kim Raver) stirbt. Ob Neville den Auftrag ausführt oder aber andere Pläne hat, das weiß nur er. Und aus diesem Grund ist es immer eine schlechte Idee, ihn loszulassen, aber für die Spannung innerhalb der Handlung ist ein Neville auf freiem Fuß immer willkommen.
Trailer zu „Revolution“ (2x14):
Verfasser: Mariano Glas am Freitag, 31. Januar 2014(Revolution 2x13)
Schauspieler in der Episode Revolution 2x13
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?