Revolution 1x17

Revolution 1x17

Im Krieg zwischen Georgia und der Monroe-Republik zeichnet sich eine überraschende Wendung ab: Miles und seine Truppen geraten zunehmend unter Druck. Bei einem Drohnen-Angriff wird Charlie verschüttet, doch Miles kann sie nicht zurücklassen.

Unter Beschuss: Nora (Daniella Alonso) in „Revolution“. / (c) NBC
Unter Beschuss: Nora (Daniella Alonso) in „Revolution“. / (c) NBC

Das passiert in der Revolution-Folge The Longest Day:

Der Krieg zwischen Georgia und der Monroe-Republik nimmt eine drastische Wende, als Monroe damit anfängt, ferngesteuerte Drohnen einzusetzen. Das Lager, das Miles (Billy Burke) und seine Leute bezogen haben, wird in Schutt und Asche gelegt. Viele seiner Soldaten sterben. Er befiehlt den Rückzug. Er selbst bleibt jedoch, obwohl der Feind heranrückt, an Ort und Stelle, um nach Charlie (Tracy Spiridakos) zu suchen, die in einem zusammengebrochenen Aussichtsturm verschüttet wurde. Nora (Daniella Alonso) begleitet Miles, obwohl sie es eigentlich für zu gefährlich hält. Und auch Neville (Giancarlo Esposito) macht bei der Suche mit, da auch er jemanden vermisst, seinen Sohn Jason (JD Pardo).

Unterdessen kann die verletzte Rachel (Elizabeth Mitchell) Aaron (Zak Orth) immer noch nicht dazu bringen, sie einfach zurückzulassen. Als letzten Ausweg holt Rachel die Kapsel hervor, die sie aus Dannys Leichnam herausgeholt hat. Wenn es ihnen gelänge, die Naniten darin umzuprogrammieren, dann könnten diese Rachels Bein flicken. Gemeinsam suchen sie einen alten Elektronikladen auf, in dem sie tatsächlich das nötige Equipment finden, um die Naniten umzuprogrammieren. Rachels plötzliche Genesung bringt jedoch ein anderes, unvorhergesehenes Problem mit sich...

Der längste Tag

Die Folge The Longest Day ist nicht ohne Grund nach dem Kriegsfilm-Klassiker aus dem Jahr 1962 benannt. Im Mittelpunkt der Episode steht die Schlacht, die Miles gegen die heranrückenden Truppen Monroes (David Lyons) führt, was für reichlich Action gut ist. Explosionen, Schießereien, noch mehr Schießereien, da und dort ist man auch mal mit Klingen zugange. Stellenweise kann einem The Longest Day wie eine einzige Aneinanderreihung von Actionszenen vorkommen. Diese sind auch zumeist richtig prima gemacht. Da gibt es kaum etwas auszusetzen.

Zu dumm nur, dass man ausgerechnet dieses Element - das Schlachtengetümmel und die gelegentliche Blutrünstigkeit hier und dort - für die zweite Staffel wird zurückfahren müssen, da diese bereits um 20 Uhr ausgestrahlt werden soll. Da wird man nicht mehr ganz so heftig zur Sache gehen können.

Das emotionale Fundament

Emotionales Fundament der Folge ist die Beziehung von Miles zu den drei Frauen in seinem Leben: zu Rachel, von der wir in Rückblenden sehen, wie wenig sich Miles bei ihr von dem gegenseitigen Verwandtschaftsverhältnis hat leiten lassen; zu Charlie, an der er das wohl wieder gutmachen will - und die er deswegen unmöglich auf dem Schlachtfeld zurücklassen kann; und zu Nora, die Miles auf keinen Fall sterben sehen will - und die sich deswegen am Ende quasi selbst opfert, damit er Charlie erfolgreich vom Schlachtfeld holen kann.

Das ist jetzt sicher nicht die ganz große Erzählkunst, aber es ist solide gemacht. Da kann man sich eigentlich nicht beschweren. Das gilt auch für den Nebenstrang um Neville und Jason, deren arg angespanntes Verhältnis den Vater nicht davon abhalten kann, nach seinem Sohn zu suchen.

Woher der plötzliche Wandel?

Verwirren kann einen lediglich, wie sich das Kriegsgeschehen innerhalb so kurzer Zeit so grundlegend hat drehen können: Sah es nicht in der letzten Folge noch so aus, als ob die Monroe-Republik eine Niederlage nach der anderen kassieren würde? Und jetzt steht Georgia plötzlich vor der Kapitulation??? Irgendwie hat man das Gefühl, mindestens ein oder zwei Folgen verpasst zu haben. Die, in der Monroe den Drohnen-Krieg begonnen hat. Oder sollte der vermutete Verräter in den eigenen Reihen bereits eine so fatale Wirkung entfaltet haben?

Auch Bass selbst strahlt bislang nicht wirklich eine Siegesgewissheit aus, sondern wird weiter von seiner Paranoia zerfressen, der in dieser Folge Mark Pellegrino alias Jeremy Baker zum Opfer fällt.

Schlaue Kreaturen

Über die Naniten muss man derweil mehr denn je staunen: Im Handumdrehen lassen sie sich von einer komplizierten medizinischen Aufgabe auf die nächste komplizierte medizinische Aufgabe umprogrammieren. Ja, es ist Science Fiction. Aber es ist nicht Star Trek: The Next Generation im 24. Jahrhundert, wo man gut und gerne glauben kann, dass solche Verfahren bereits routinemäßig in die kleinen Elektro-Tierchen einprogrammiert sind und man nur noch einen Schalter umlegen muss. Revolution spielt in einer nicht all zu weit entfernten Zukunft, in der sich die Menschen zum Zeitpunkt des Blackouts auf dem technologischen Niveau unserer Gegenwart bewegt haben.

Fazit

Miles rettet Charlie, verliert Nora - und Rachel erweist sich als derart gefühlskalt, dass Aaron sie vielleicht doch lieber hätte zurücklassen sollen. Revolution geht mit viel Action so langsam in die Zielgerade auf das Staffelfinale zu.

Trailer zu Folge 1x18 „Clue“

Verfasser: Christian Junklewitz am Mittwoch, 15. Mai 2013
Episode
Staffel 1, Episode 17
(Revolution 1x17)
Deutscher Titel der Episode
In Trümmern
Titel der Episode im Original
The Longest Day
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Montag, 13. Mai 2013 (NBC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 16. Januar 2015
Autor
Anne Cofell Saunders
Regisseur
Steve Boyum

Schauspieler in der Episode Revolution 1x17

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