Matthew Rhys
14. September 2026, Hollywood, Kalifornien, USA: Der walisische Schauspieler MATTHEW RHYS (51) erscheint auf dem roten Teppich der Primetime-Emmy-Party 2026 von Apple TV+.
© IMAGO/ZUMA Press

Matthew Rhys

„Wenn du nicht gerade Brad Pitt bist, hast du keine Chance", lässt sich der Schauspieler Matthew Rhys in einem Interview zitieren, in dem er aus einer Zeit erzählt, als es nicht so rosig lief. Im Jahr 2000 steht er an der Seite von Kathleen Turner auf einer West End-Bühne und denkt er habe den Durchbruch geschafft. Was jedoch folgt, ist ein Jahr Arbeitslosigkeit bis zu dem Punkt, an dem er ein erstes Gespräch für eine Verpflichtung bei der Armee hat. Gut für uns, dass der gebürtige Waliser dann doch bei der Schauspielerei bleibt, denn ohne ihn wäre das FX-Drama The Americans wohl nur halb so schön.

Biografie von Matthew Rhys

Karriere

Der lange Weg von Wales nach Hollywood, inklusive Umweg über Neuseeland

Geboren wird der spätere Schauspieler in Cardiff, Wales, als Sohn eines Schuldirektors und einer Lehrerin. Auch wenn es an den Eltern noch nicht absehbar ist, zieht es beide Kinder vor die Kamera. Gemeinsam mit seiner Schwester Rachel besucht er die Royal Academy of Dramatic Art in London. Während es Matthew Rhys ins Ausland zieht, bleibt seine Schwester der Insel treu und arbeitet mittlerweile als BBC-Journalistin und Produzentin.

Noch während seiner Ausbildung ergattert der angehende Schauspieler eine wiederkehrende Rolle in der Polizeiserie „Backup“ und eine Hauptrolle in dem Film „House of America“.

1999 stellen sich dann auch in Übersee erste, wenn auch überschaubare Erfolge ein, er ist an der Seite von Anthony Hopkins und Jessica Lange in dem Thriller „Titus“ zu sehen. Es folgen einige Filme in den USA, Neuseeland und Großbritannien, außerdem Bühnenengagements. Der Durchbruch gelingt ihm 2006 als er die Rolle des Kevin Walker in der Serie Brothers & Sisters ergattert, der er bis 2011 treu bleibt.

Die Hauptrolle in The Americans

Ab 2013 spielte Rhys die Hauptrolle des Philip Jennings in der FX-Spionageserie The Americans (2013-2018), die während des Kalten Krieges in den 1980er Jahren spielt. Philip Jennings ist ein sowjetischer KGB-Agent, der mit seiner Frau Elizabeth, gespielt von Keri Russell, undercover als amerikanische Familie in Washington D.C. lebt. Die Serie zeigt die ständige Belastung zwischen Philips Pflichten als Spion und seinen wachsenden Zweifeln an der Mission sowie seinem Wunsch nach einem normalen Leben für seine Kinder. Rhys trat in allen 75 Episoden der sechs Staffeln auf und erhielt für seine Darstellung im Jahr 2018 den Emmy Award als bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie.

Perry Mason und spätere Fernsehrollen

Im Jahr 2020 übernahm Rhys die Titelrolle in der HBO-Serie Perry Mason (2020-2023), einer Neuinterpretation der gleichnamigen Figur aus den Romanen von Erle Stanley Gardner. Die Serie spielt im Los Angeles der 1930er Jahre und zeigt Perry Mason zunächst als heruntergekommenen Privatdetektiv, der später als Anwalt tätig wird. In der zweiten Staffel steht Mason vor der Herausforderung, sich als Verteidiger in einem Mordfall zu behaupten, während er gleichzeitig mit Selbstzweifeln und einer sich wandelnden Justizlandschaft konfrontiert ist. Rhys trat in insgesamt 16 Episoden der Serie auf. Im Jahr 2026 gewann er zwei Emmy Awards an einem Abend für seine Rollen in The Beast in Me und Widow's Bay, was ihn zum ersten Schauspieler machte, der zwei Preise für einen Hauptdarsteller in derselben Nacht erhielt.

Matthew Rhys Privatleben

Rhys lebt in New York und ist seit 2014 mit der amerikanischen Schauspielerin Keri Russell liiert, die er am Set von The Americans kennengelernt hatte. Das Paar hat einen gemeinsamen Sohn namens Sam, der im Mai 2016 geboren wurde, und Rhys fungiert zudem als Stiefvater für Russells zwei Kinder aus einer früheren Ehe. Rhys spricht walisisch mit seinem Sohn in der Hoffnung, dass dieser die Sprache fürs Leben behalten wird, und bezeichnet sich selbst als stolzer Waliser.

Eine amüsante Tatsache ist, dass Rhys ein altes Holzschiff besitzt, das er nach dem walisischen Gericht Rarebit benannt hat, ohne sich vorher über die Mühen der Instandhaltung eines solchen Bootes im Klaren gewesen zu sein.

Ein weiterer bemerkenswerter Umstand ist, dass Rhys im Jahr 2000, als er fast zwei Jahre lang keine Schauspielarbeit finden konnte, tatsächlich versuchte, sich der britischen Armee anzuschließen, jedoch eine Ablehnung erhielt.

Mariano Glas
Mariano Glas
Gründer von Serienjunkies.de und Web/App-Entwickler
Dieser Artikel wurde von Mariano Glas veröffentlicht. Mariano Glas hat über 8.464 Artikel seit Freitag, 21. Februar 2003 bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Mariano Glas

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