Luke MacFarlane
30. Juli 2025. Los Angeles, Kalifornien: Luke Macfarlane bei der Premiere der zweiten Staffel von „Platonic" auf Apple TV im Hammer Museum in Los Angeles.
© IMAGO/ZUMA Press Wire

Luke MacFarlane

Luke MacFarlane ist vor allem durch seine Rollen als Scotty Wandell in der Serie „Brothers & Sisters" (2006-2011) und als D'avin Jaqobis in „Killjoys" (2015-2019) bekannt geworden. Wenn er gerade keine romantischen Figuren in Fernsehfilmen spielt, baut er lieber Möbelstücke selbst, als dass er sich von einem Handwerker helfen lässt.

Biografie von Luke MacFarlane

Luke Macfarlane wurde als Thomas Luke Macfarlane im kanadischen London in Ontario geboren. Sein Vater Thomas leitete den Gesundheitsdienst für Studierende an der University of Western Ontario. Seine Mutter Penny arbeitete als psychiatrische Krankenschwester in einem örtlichen Krankenhaus.

Er wuchs mit seiner Zwillingsschwester Ruth und der älteren Schwester Rebecca auf. Nach der London Central Secondary School wechselte er an die Lester B. Pearson School for the Arts. Dort spielte er Cello und sang in einem Knabenchor.

Später zog er nach New York und studierte Schauspiel an der Juilliard School. 2003 schloss er das Studium mit einem Bachelor of Fine Arts ab. Währenddessen spielte er in Theaterproduktionen wie Romeo und Julia sowie As You Like It.

Erste Rollen in Film und Fernsehen

Nach seinem Abschluss debütierte Luke Macfarlane 2004 im Kinofilm „Kinsey“ (2004). Als Bruce Kinsey spielte er den Sohn des Titelhelden. Das biografische Drama über Sexualforscher Alfred Kinsey brachte ihn mit Liam Neeson und Laura Linney zusammen.

Im selben Jahr spielte er Stuart DeBarge in der Miniserie Tanner on Tanner. Dabei arbeitete er mit Regisseur Robert Altman zusammen. 2005 folgte die Hauptrolle des Soldaten Frank Dim Dumphy in allen dreizehn Episoden der FX-Serie Over There.

Seine Figur erlebt im Irakkrieg die Härten des Militärlebens. Die frühen Rollen zeigten ihn in historischen und gegenwärtigen Stoffen. Parallel sammelte er Bühnenerfahrung in Off-Broadway-Produktionen wie Juvenilia und Where Do We Live.

Durchbruch als Scotty in Brothers & Sisters

Den Durchbruch schaffte Luke Macfarlane mit der ABC-Serie Brothers & Sisters (2006-2011). Als Scotty Wandell trat er in einundachtzig Episoden auf. Aus der wiederkehrenden Rolle wurde rasch Kevin Walkers fester Partner und späterer Ehemann.

Kevin wird von Matthew Rhys gespielt. Scotty beginnt als offener, etwas flamboyanter Zeuge in einem Versicherungsbetrugsfall. Später wird er Chefkoch und gründet mit Kevin eine Familie.

Die Handlung zeigt ihre Hochzeit, den Kinderwunsch, die Adoption von Olivia und die Geburt ihres Sohnes Daniel. Scotty eröffnet ein eigenes Restaurant, begeht einen Seitensprung und belastet damit seine Ehe. Dennoch bleibt er loyal, humorvoll und fest in der Walker-Familie verwurzelt.

Soldat und Kopfgeldjäger in Killjoys

Von 2015 bis 2019 spielte Luke Macfarlane in der kanadischen Science-Fiction-Serie Killjoys (2015-2019). Als D'avin Jaqobis war er in fünfzig Episoden zu sehen. D'avin ist Johnnys älterer Bruder und arbeitet als Kopfgeldjäger für die Reclamation Apprehension Coalition.

Der ehemalige Soldat verbindet militärische Präzision und Nahkampferfahrung mit Sarkasmus und tiefer Loyalität. Im Verlauf der Serie kämpft er mit posttraumatischen Belastungen aus seiner Soldatenzeit. Als unfreiwilliger Vater eines hybriden Kindes übernimmt er größere Verantwortung.

D'avin verfolgt gefährliche Ziele im Quad-System und gerät mit mächtigen Organisationen aneinander. Zugleich entwickelt er eine komplexe Beziehung zu Dutch. Am Ende ist aus dem reinen Kämpfer ein Teammitglied mit familiären Bindungen geworden.

Romantische Rollen für den Hallmark Channel

Ab 2014 wurde Luke Macfarlane zu einem vertrauten Gesicht in Fernsehfilmen des Hallmark Channels. In „The Memory Book“ (2014) spielte er Gabe Sinclair. Dieser taucht durch ein altes Tagebuch in vergangene Erinnerungen ein und findet eine neue Liebe.

Es folgten „Christmas Land“ (2015), „The Mistletoe Promise“ (2016) und „Chateau Christmas“ (2020). Darin verkörperte er meist zurückhaltende, handwerklich begabte oder musikalische romantische Helden. Als Jackson Lewis in Chateau Christmas nutzte er seine Cellokenntnisse für authentische Musikszenen.

Die Geschichten handeln von Weihnachtsfesten, unerwarteten Begegnungen und überwundenen Missverständnissen. Seine Figuren treten respektvoll und zielstrebig auf. Damit etablierte er sich als verlässlicher Hauptdarsteller leichter romantischer Stoffe.

Kinoerfolge und die Serie Platonic

2021 spielte Luke Macfarlane im Netflix-Film „Single All the Way“ (2021) den James. Während der Feiertage gerät die Figur in eine unerwartete Romanze. 2022 folgte „Bros“ (2022) mit Macfarlane als emotional zurückhaltendem Immobilienmakler Aaron Shepard.

An der Seite von Billy Eichner öffnet sich Aaron schrittweise einer Beziehung. Dabei ringt er mit beruflichen und persönlichen Unsicherheiten.

Seit 2023 spielt Macfarlane in der Apple-TV-Serie Platonic (2023-) den Charlie Greeves. In zwanzig Episoden verkörpert er Sylvias erfolgreichen Ehemann Charlie, der als Anwalt arbeitet. In der zweiten Staffel erlebt Charlie eine eigene Krise und nimmt an einer Jeopardy-Folge teil.

Er bleibt unterstützend und etwas eigenwillig. Zugleich muss er mit der Freundschaft seiner Frau zu einem alten Bekannten umgehen.

Luke Macfarlanes Familie und Hobbys

Luke Macfarlane lebt seit 2020 mit dem Alpinskier Hig Roberts zusammen. Im Juni 2023 wurden sie Väter der gemeinsamen Tochter Tess Eleanor Macfarlane. Über frühere Beziehungen spricht Macfarlane selten.

Von seinem Vater übernahm er die Leidenschaft für das Tischlern. So richtete er das Kinderzimmer seiner Tochter selbst ein. Außerdem spielt er seit seiner Kindheit Cello.

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