Jacob Collins-Levy
Jacob Collins Levy nimmt an der europäischen Premiere von „Knives Out" im Rahmen des 63. BFI London Film Festivals im Embankment Garden Cinema in London, England, teil. 8. Oktober 2019.
© IMAGO/FAMOUS

Jacob Collins-Levy

Ein amüsanter Aspekt seiner frühen Karriere ist, dass Jacob Collins-Levy kurz vor seiner Besetzung als Heinrich VII. als Barista in einem Café in Melbourne gearbeitet hatte und dort entlassen wurde. Ein weiterer interessanter Zug ist seine anhaltende Verbundenheit mit der Melbourner Theaterszene, die er parallel zu internationalen Film- und Serienprojekten pflegt.

Biografie von Jacob Collins-Levy

Jacob Collins-Levy wurde in Melbourne geboren und wuchs dort mit einer australischen Mutter sowie einem englischen Vater auf. Er hat einen jüngeren Bruder und verbrachte seine Kindheit und Jugend in der lebendigen Kulturszene der Stadt. Schon früh zeigte sich sein Interesse am Schauspiel, das er später systematisch verfolgte. Die familiären Wurzeln zwischen Australien und England prägten seinen Blick auf unterschiedliche kulturelle Einflüsse.

Im Jahr 2012 begann er eine intensive Ausbildung am 16th Street Actors Studio in Melbourne und schloss das Programm 2013 ab. Nach dem Abschluss arbeitete er zunächst an lokalen Theatern und sammelte praktische Bühnenerfahrung.

Erste Schritte im australischen Film und Fernsehen

Ab 2015 erhielt Jacob Collins-Levy erste Fernsehrollen in australischen Produktionen. In der Miniserie Gallipoli (2015) spielte er einen jungen ANZAC-Soldaten in einer Episode und porträtierte die Härten des Ersten Weltkriegs. Zur gleichen Zeit erschien er in Glitch als Rory Fitzgerald über drei Episoden und zeigte einen Charakter, der in eine übernatürliche Geschichte eingebunden war.

Im Film „Holding the Man“ (2015) übernahm er die Rolle des Andrew und wirkte in der Geschichte des Films über Liebe und Identität mit. Ein Jahr später folgte „Joe Cinque's Consolation“, in dem er den rücksichtslosen Drogendealer Saul darstellte. Parallel dazu hatte er einen Gastauftritt in der Serie Barracuda (2016) als Clyde.

Durchbruch mit The White Princess

Der internationale Durchbruch gelang Jacob Collins-Levy dann im Jahre 2017 mit der Hauptrolle als Heinrich VII. in der Miniserie The White Princess. Über acht Episoden hinweg verkörperte er den König von England in der Zeit nach den Rosenkriegen und zeigte einen Herrscher, der Macht und persönliche Beziehungen austarieren musste. An seiner Seite spielte Jodie Comer die Elisabeth von York. Die Rolle des Heinrich VII. erforderte eine intensive Auseinandersetzung mit der historischen Figur und ihren Widersprüchen. Jacob Collins-Levy arbeitete an der Haltung, der Sprache und dem inneren Konflikt des Monarchen, der durch Heirat und Intrigen seine Position sicherte.

Rollen in Film und internationalen Serien

Anno 2019 erschien Jacob Collins-Levy in Justin Kurzels Film „True History of the Kelly Gang“ als Thomas Curnow. Die Rolle führte ihn in die Welt der australischen Outlaws und zeigte ihn in einem historischen Drama mit intensiven Szenen. Im selben Jahr hatte er Gastauftritte in Bloom (2019-2020) als junger Herb über zwei Episoden und in der Serie Pure (2019) als Benji.

Im Jahre 2020 spielte er in der Netflix-Serie Young Wallander die Rolle von „Karl-Axel Munck“ über fünf Episoden der ersten Staffel. Der Charakter war in die Kriminalgeschichten um den jungen Ermittler eingebunden und erforderte eine nüchterne, zurückhaltende Darstellung. Im selben Jahr erschien er in einer Episode von Doctor Who als Lord Byron in „The Haunting of Villa Diodati“. Zusätzlich wirkte er in The Liberator (2020) als Corporal Tucker mit.

Fantasy und weitere Serienprojekte

Im Jahre 2022 übernahm Jacob Collins-Levy die Rolle des Eredin in der Netflix-Miniserie The Witcher: Blood Origin. Über vier Episoden hinweg verkörperte er einen zentralen Antagonisten in der Vorgeschichte der Witcher-Welt. Die Figur forderte eine dunkle, bedrohliche Präsenz und stand im Gegensatz zu seinen früheren historischen Rollen. Im Cast waren unter anderem Mirren Mack, Lenny Henry und Michelle Yeoh.

Parallel dazu synchronisierte er die Figur Isarion Colchester in der englischen Fassung des Videospiels „The DioField Chronicle“ (2022). 2021 hatte er einen Gastauftritt in Ms Fisher's Modern Murder Mysteries (2019-2021) als Laurence Osborn. Diese Projekte erweiterten sein Repertoire in Fantasy, Krimi und Animation und zeigten seine Vielseitigkeit über verschiedene Medien hinweg.

Theaterarbeit und jüngere Produktionen

Neben Serien und Filmen blieb Jacob Collins-Levy dem Theater verbunden. 2021 spielte er in Lanford Wilsons „Burn This“ am fortyfivedownstairs in Melbourne die Rolle des Burton. 2023 übernahm er den Count Orlok in der Malthouse-Theatre-Adaption von „Nosferatu“. 2024 folgte die Titelrolle in „Hamlet“ mit der Melbourne Shakespeare Company, ebenfalls am fortyfivedownstairs. Ein Porträt von ihm in dieser Rolle wurde Finalist beim Archibald Prize 2026 und gewann den Packing Room Prize.

In den Jahren 2024 und 2025 setzte er seine Fernseharbeit fort. In der Serie Nautilus spielte er Captain Youngblood über zehn Episoden und gestaltete eine abenteuerliche Figur in einer Nemo-Adaption. In Prosper war er als Jed Quinn in acht Episoden zu sehen. 2025 erschien er in einer Episode von NCIS: Sydney als Eli.

In der 3. Staffel Return to Paradise ist Collins-Levy als Pathologe und :ive-Interesst von Mack zu sehen.

Jacob Collins-Levy Privatleben

Über das Privatleben von Jacob Collins-Levy ist wenig öffentlich bekannt. Er hält Informationen zu Partnern und möglichen Kindern weitgehend zurück und konzentriert sich in öffentlichen Äußerungen auf seine Arbeit. Seine familiären Wurzeln mit einer australischen Mutter und einem englischen Vater sowie einem jüngeren Bruder bilden den bekannten Hintergrund.

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