Ein amüsanter Umstand war, dass Colm Meaney während der langen Star Trek Zeit parallel in zahlreichen Kinofilmen mitwirkte und so zwei Karrieren parallel führte.
Colm Meaney wurde in Glasnevin in Dublin geboren. Schon mit vierzehn Jahren beschloss er Schauspieler zu werden. Nach der Schule trat er in die Abbey Theatre School of Acting ein und schloss sich dem Ensemble des irischen Nationaltheaters an.
In den folgenden Jahren tourte er acht Jahre lang durch England mit verschiedenen Theatergruppen darunter der politisch ausgerichteten „Truppe 7:84“.
Seine erste Fernsehrolle erhielt er 1978 als McGlin in einer Episode der britischen Serie „Z-Cars“. Danach folgten Gastauftritte in verschiedenen Produktionen die ihm erste Aufmerksamkeit brachten. In den achtziger Jahren spielte er in amerikanischen Serien wie „Remington Steele“ und „Moonlighting“. Gleichzeitig blieb er dem Theater treu und trat in Produktionen auf beiden Seiten des Atlantiks auf.
Anno 1987 erhielt er die Rolle eines namenlosen Offiziers im Pilotfilm von Star Trek: The Next Generation (1987-1994). Der Charakter entwickelte sich rasch zum Chef des Transports Miles O'Brien und erschien in 52 Episoden. Miles war ein praktischer Techniker, der die Enterprise-Crew sicher beförderte und mit Keiko eine Familie gründete.
1993 wechselte er als Hauptrolle zu Star Trek: Deep Space Nine (1993-1999) und spielte denselben Charakter in 173 Episoden weiter. Auf der Raumstation Deep Space Nine wurde O'Brien zum Chef der Operationen und kämpfte gegen Cardassianer aber auch persönliche Dämonen. Sein Handlungsbogen umfasste die Integration seiner Familie und zahlreiche technische Herausforderungen die ihn immer wieder an die Grenzen brachten. Insgesamt trat er in 225 Episoden der Franchise auf und verband so zwei große Serien.
Parallel zur Serie spielte er in „The Commitments“ (1991) den Vater Jimmy Rabbitte Senior der seine Kinder unterstützt. In „The Snapper“ (1993) verkörperte er Dessie Curley einen Arbeiter der mit der Schwangerschaft seiner Tochter umgeht und dabei familiäre Konflikte meistert.
In „The Van“ (1996) setzte er die Rolle des Familienvaters fort und führte einen Imbisswagen mit seinem Freund. Weitere Filme wie „Under Siege“ (1992) und „The Last of the Mohicans“ (1992) zeigten ihn in Action- und Historienrollen. In „Die Hard 2“ (1990) war er Pilot eines Flugzeugs, das in eine Entführung geriet.
Von 2011 bis 2016 spielte er in der Serie Hell on Wheels Thomas C. Durant den ehrgeizigen Eisenbahnunternehmer in 52 Episoden. Thomas C. Durant trieb den Bau der transkontinentalen Eisenbahn voran. Sein Charakter war skrupellos und verfolgte das Ziel der Fertigstellung mit allen Mitteln.
In Gangs of London (2020) erschien er als Finn Wallace der Patriarch einer Verbrecherfamilie, dessen Ermordung die Handlung auslöste. Der Charakter hatte ein Imperium aufgebaut und hinterließ ein Machtvakuum.
Weitere Filme wie „Layer Cake“ (2004) und „Law Abiding Citizen“ (2009) zeigten ihn als Gangster und Detektiv. In „Con Air“ (1997) war er Agent Duncan Malloy der die Gefangenentransporte überwachte.
1977 heiratete er die Schauspielerin Bairbre Dowling mit der er die Tochter Brenda bekam die 1984 geboren wurde. Die Ehe endete 1994 und Brenda wurde später selbst Schauspielerin. 2007 heiratete er die französische Kostümbildnerin Ines Glorian und sie haben die Tochter Ada die 2005 geboren wurde.
Die Familie lebt in Sóller auf Mallorca und er unterstützt politisch Sinn Féin.