Christopher Heyerdahl hat norwegische und schottische Wurzeln. Geboren wurde er in British Columbia, Kanada. Der norwegische Autor und Abenteurer Thor Heyerdahl war der Cousin von Christopher Heyerdahls Vater.
Christopher Heyerdahl wurde in British Columbia in Kanada geboren und wuchs in den Bergen der Region auf. Sein Vater stammte aus Norwegen und war in den 1950er Jahren nach Kanada ausgewandert, während die Mutter schottische Wurzeln besaß. Dadurch besitzt der Schauspieler eine norwegisch-schottische Abstammung und spricht neben Englisch auch Norwegisch sowie Französisch fließend.
In seiner Jugend verbrachte er Zeit an der Universität Oslo und knüpfte so an die familiären Verbindungen nach Skandinavien an. Der berühmte norwegische Forscher und Abenteurer Thor Heyerdahl war ein Cousin seines Vaters.
Nach der Schulzeit begann Christopher Heyerdahl eine klassische Schauspielausbildung und sammelte Erfahrungen am Stratford Shakespeare Festival in Kanada. Dort verfeinerte er seine Fähigkeiten in Theaterproduktionen und entwickelte ein Gespür für präzise Charakterarbeit. Seine ersten Fernsehauftritte erfolgten Ende der 1980er Jahre, darunter eine Gastrolle in der Serie 21 Jump Street (1987-1991). In den frühen 1990er Jahren erschien er in der Kinderserie Are You Afraid of the Dark? (1990-2000) und verkörperte dort in zwei Folgen unterschiedliche Figuren. Eine dieser Rollen war der Nosferatu in der Episode über die Mitternachtsverrücktheit, die andere ein geheimnisvoller Charakter in einer Geschichte um den dreizehnten Stock.
Einen wichtigen Schritt in seiner Karriere markierte die Arbeit in der Stargate SG-1-Franchise. Zunächst trat er in Stargate SG-1 (1997-2007) als Pallan in der Episode Revisions auf. Anschließend spielte er in Stargate Atlantis (2004-2009) zwei wiederkehrende Rollen über insgesamt mehr als zwanzig Episoden. Als Athosianer Halling verkörperte er einen weisen Anführer seiner Gemeinschaft, der die Menschen von Atlantis unterstützte. Parallel dazu schuf er die Figur des Wraith-Kommandanten Todd, eines gerissenen und berechnenden Außerirdischen, der wechselnde Allianzen mit den Menschen einging
In der Serie Sanctuary (2008-2011) übernahm Christopher Heyerdahl zwei markante wiederkehrende Rollen über zahlreiche Episoden hinweg. Als John Druitt, einem teleporterfähigen und oft zwiespältigen Wissenschaftler, verkörperte er eine Figur mit dunkler Vergangenheit und komplexen Beziehungen. Gleichzeitig spielte er Bigfoot, einen loyalen und schützenden Abnormalen im Sanctuary-Team, der durch seine stille Präsenz und körperliche Kraft auffiel. Diese Doppelrollen erlaubten ihm, unterschiedliche Facetten von Loyalität und Konflikt auszuloten. Parallel dazu erschien er in Supernatural (2005-2020) in drei Episoden als Dämon Alastair, ein sadistischer Folterer der Hölle. In Smallville (2001-2011) gab er in zwei Folgen den Kryptonianer Zor-El, den Vater von Kara.
Einen international sichtbaren Erfolg brachte ihm die Rolle des Marcus in der „The Twilight Saga: New Moon“ (2009). Als einer der Anführer der Volturi, einer mächtigen Vampirfamilie, stellte er eine ruhige und beobachtende Figur dar, die Beziehungen zwischen anderen spüren konnte. Diese Rolle setzte er in „The Twilight Saga: Breaking Dawn - Part 1“ (2011) und „The Twilight Saga: Breaking Dawn - Part 2“ (2012) fort. Gleichzeitig begann er 2011 mit der Arbeit an Hell on Wheels (2011-2016), wo er über etwa vierzig Episoden den Schweden Thor Gundersen verkörperte. Diese Figur, bekannt als The Swede, war ein kaltblütiger und berechnender Vollstrecker der Eisenbahngesellschaft, der im Laufe der Handlung eigene Ambitionen und innere Konflikte entwickelte. Der Charakter bewegte sich zwischen Loyalität und Verrat und wurde zu einem zentralen Antagonisten der Serie.
In True Blood (2008-2014) erschien er in der fünften Staffel in mehreren Episoden als Dieter Braun, ein Mitglied der Vampirbehörde. Später übernahm er in Van Helsing (2016-2021) die wiederkehrende Rolle des Sam und erhielt dafür Nominierungen für kanadische Auszeichnungen. Weitere Gastauftritte führten ihn in Serien wie Peacemaker (2022-), wo er Captain Caspar Locke spielte, sowie in THEM und Chapelwaite. Auf der Leinwand war er unter anderem in „Stockholm“ (2018) als Chief Mattsson und in „Togo“ (2019) als Bürgermeister George Maynard zu sehen. Auch in französischsprachigen Produktionen aus Québec wie „Cadavres“ (2009) und „Le Dernier Tunnel“ arbeitete er regelmäßig.
Christopher Heyerdahl führt ein sehr zurückgezogenes Privatleben und hält Details über seine Familie weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Er ist mit einer Lehrerin verheiratet, deren Namen er nicht preisgibt, und die ihn einst auf die Twilight-Bücher aufmerksam machte und zur Vorsprache für die Rolle des Marcus ermutigte. Ob das Paar Kinder hat, ist nicht öffentlich bekannt, und es gibt keine Berichte über Affären oder Skandale.
Ein interessanter Aspekt seines Charakters ist seine Begeisterung für die Rockband KISS, die ihn sogar dazu inspirierte, das Gesichtstattoo seines Wraith-Charakters Todd nach dem Vorbild von Ace Frehley zu gestalten. Zudem verbindet ihn die familiäre Verwandtschaft mit dem Abenteurer Thor Heyerdahl mit einer Tradition von Entdeckung und kultureller Neugier.