Awkwafina überzeugte in Awkwafina Is Nora from Queens (2020-2023) als fiktionalisierte Version ihrer selbst und sorgte in The Farewell (2019) mit einer tiefgründigen Darstellung für große Anerkennung. Ihre knarzige Stimme und der trockene Witz lassen selbst ernste Szenen so wirken als würde sie gerade einen frechen Rap gegen den Alltag abliefern.
Awkwafina wurde als Nora Lum in einer Familie mit chinesischen und koreanischen Wurzeln geboren und wuchs in Queens auf. Ihre Mutter starb früh und die väterliche Großmutter übernahm eine zentrale Rolle bei der Erziehung.
Nora besuchte die Fiorello H. LaGuardia High School wo sie Trompete spielte und klassische sowie Jazzausbildung erhielt. Dort entstand auch der Spitzname Awkwafina der später zu ihrem Künstlernamen wurde.
Nach der Schule studierte sie Journalismus und Frauenstudien an der University at Albany und schloss mit einem Bachelor ab. Anschließend lernte sie Mandarin an der Beijing Language and Culture University um besser mit der Familie kommunizieren zu können. Zurück in New York arbeitete sie zunächst in der Buchwerbung und später in verschiedenen Jobs. Parallel dazu begann sie mit Musikproduktion und Rap.
Im Alter von etwa fünfzehn Jahren nahm sie den Namen Awkwafina an als alter ego zu ihrer eher stillen Persönlichkeit. Frühe Einflüsse waren Schriftsteller und Musiker wie Charles Bukowski oder Tom Waits. Sie veröffentlichte Videos auf YouTube die Aufmerksamkeit erregten. Diese Phase legte den Grundstein für ihren Wechsel vom Rap zur Schauspielerei.
Ihr Rap-Video verbreitete sich 2012 viral und kostete sie den Job brachte jedoch Bekanntheit. Sie veröffentlichte das Album Yellow Ranger und trat in der Serie Girl Code (2014-2015) auf. Dort erschien sie in mehreren Episoden als sie selbst und kommentierte Alltagsthemen aus weiblicher Sicht.
Ihr Kinodebüt gab sie in „Neighbors 2: Sorority Rising“ (2016) in einer Nebenrolle. Der größere Durchbruch kam 2018 mit „Ocean's 8“ (2018) wo sie Constance spielte eine geschickte Diebin im Team um Sandra Bullock. Die Figur ist clever und witzig.
Im gleichen Jahr erschien „Crazy Rich Asians“ (2018) in dem sie Peik Lin Goh darstellte die exzentrische Freundin der Hauptfigur. Peik Lin unterstützt mit lautem Humor und stilistischen Extremen und begleitet die Protagonistin durch gesellschaftliche Herausforderungen in Singapur.
Weitere Rollen in „Dude“ (2018) und „Jumanji: The Next Level“ (2019) folgten.
In „The Farewell“ (2019) übernahm sie die Hauptrolle der Billi Wang einer jungen Frau die von der Krankheit ihrer Großmutter erfährt. Die Familie beschließt die Diagnose geheim zu halten und organisiert ein vorgetäuschtes Hochzeitsfest. Billi ringt mit kulturellen Unterschieden zwischen Amerika und China und mit der Frage nach Wahrheit und Fürsorge. Die Figur durchlebt innere Konflikte und wächst an der familiären Dynamik. Diese Rolle brachte ihr den „Golden Globe“ für die beste Hauptdarstellerin in einer Komödie oder einem Musical. Es war der erste Gewinn einer asiatisch stämmigen Schauspielerin in dieser Kategorie.
Von 2020 bis 2023 lief Awkwafina Is Nora From Queens (2020-2023) in der sie Nora Lin spielte eine fiktionalisierte Version ihrer selbst. Die Serie umfasst 27 Episoden und zeigt Nora bei Versuchen der Unabhängigkeit und im Zusammenleben mit Vater und Großmutter.
Parallel dazu spielte sie Katy in „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ (2021) die loyale Freundin des Helden. Katy begleitet die Reise und bringt humorvolle Normalität in die übernatürlichen Ereignisse.
2023 produzierte und spielte sie in „Quiz Lady“ (2023) wofür sie einen „Primetime Emmy“ für den besten Fernsehfilm erhielt.
Awkwafina trat in mehreren Werbespots auf darunter einem Super-Bowl-Spot für „General Motors“. In dem Spot begleitet sie Will Ferrell und Kenan Thompson auf einer Reise nach Norwegen um die Verbreitung von Elektrofahrzeugen zu thematisieren. Der Spot betont die Ultium-Batterietechnologie und den Wandel zur Elektromobilität. Weitere Kampagnen umfassten Stimmen für „Lightlife“ pflanzliche Produkte und Auftritte für Marken wie ModCloth. Diese Arbeiten nutzten ihre unverwechselbare Stimme und ihren Humor.
Awkwafina hält ihr Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit und es gibt keine öffentlichen Angaben zu einem Ehepartner oder Kindern. 2018 erwähnte sie in Gesprächen eine langfristige Beziehung deren Details sie jedoch nicht preisgab. Sie hat geäußert dass sie sich nicht zwingend in traditionellen Familienstrukturen sieht.