PEN15: Review der Pilotepisode

PEN15: Review der Pilotepisode

Die Teenager-Comedy PEN15 handelt von den Siebtklässlerinnen Maya und Anna, die gerade erst am Anfang der Pubertät stehen. Insbesondere beim ersten Kontakt mit Jungs und Sexualität warten viele peinliche Erfahrungen auf sie. Was unterscheidet die neue Teenieserie vom Rest ihresgleichen?

Szenenfoto aus „PEN15“ (c) Hulu
Szenenfoto aus „PEN15“ (c) Hulu
© zenenfoto aus „PEN15“ (c) Hulu

Serien über die Teenagerzeit waren selten so beliebt wie heute. Konsumiert werden sie jedoch nicht nur von den jungen Erwachsenen selbst. Im Gegenteil, das Genre umfasst eine weite Altersspanne und bietet jedem Unterhaltung. Denn egal, wie alt man ist, an die Zeit voller neuer Erfahrungen, Unsicherheiten und Neugier erinnert man sich doch irgendwie gerne zurück (solange man den Mist nicht noch einmal durchleben muss...).

Da überrascht es nicht, dass auch die Produzenten von PEN15 auf den Zug aufgesprungen sind und sich mit dem Thema Pubertät befassen. Ihr Prinzip soll aber ein ganz Besonderes sein: die Schauspielerinnen von Maya (Maya Erskine) und Anna (Anna Konkle), welche die Serie kreierten, spielen sich selbst im Jahr 2000, als sie noch 13 waren. Hört sich nach einer außergewöhnlichen Herangehensweise an, doch die Umsetzung spricht leider gegen das Konzept.

Puppen vs. Paffen

Maya und Anna spielen noch leidenschaftlich gern mit Puppen und das teilweise stundenlang. Als das in der Cafeteria rauskommt und sie von ihren Mitschülern verspottet werden, verlegen sie ihr Mittagessen lieber auf die Mädchentoilette. Dort belauschen sie eine Gruppe „cooler" Mädchen, die am Abend ein Treffen mit ein paar Jungs geplant hat. Die Clique lässt außerdem eine Zigarette fallen, die Maya und Anna an sich nehmen. Später am Abend machen sich die besten Freundinnen auf, um sich Feuerzeuge zu kaufen und das erste Mal in ihrem Leben etwas Verbotenes zu tun. Sie entscheiden sich, der Privatparty einen Besuch abzustatten und finden sich plötzlich auf der Couch der coolen Kids wieder, trinken Bier und treffen Jungs. Es kommt zum Streit, als Maya und Anna merken, dass es gar nicht so einfach ist, ihre Freundschaft während dieser lebensverändernden Umbrüche aufrechtzuerhalten...

Fremdschämen in 25 Minuten

Der Humor, dessen sich „PEN15“ bedient, ist definitiv speziell. Ich würde ihn sogar als nicht existent beschreiben. Die ganze Story scheint eher ein großer Insiderwitz zu sein, den außer den Produzentinnen niemand versteht. Sie spielen sich selbst und wollen eine realistische Darstellung ihrer Teeniejahre zeigen. Ob es komisch ist, mit anzusehen wie die über 30-Jährigen neben wirklichen Teenies stehen und nervös in ihren Hüfthosen stottern? Ja. Ist es lustig? Nein.

Dabei ist es für pubertierende Mädchen durchaus normal, Telefonstreiche zu machen, sich zu verkleiden und übermäßig Kajal zu verwenden. Den Realitätsaspekt der Serie will ich daher auch gar nicht infrage stellen. Doch während Teenager bei ihren Experimenten lediglich mit einem Augenzwinkern bedacht werden, geben die zwei erwachsenen Frauen in ihren Rollen doch ein höchst lächerliches Bild ab.

Die Story gleicht dann auch eher einem Tag im Kindergarten und kann selbst durch die realitätsgetreue Inszenierung der 2000er nicht weiter überzeugen. Noch dazu kommt, dass die schon tausendfach breitgetretene Pubertätsproblematik aus keinem wirklich neuen Winkel beleuchtet wird und uns mit der Handlung in den Schlaf wiegt.

Fazit

Die Idee von Maya Erskine und Anna Konkle könnte gut einer dieser Einfälle sein, die man in einem betrunkenen Zustand hat und die man in genau diesem Moment dann irre lustig findet. Der ernüchternde Moment, in dem sie dann plötzlich einsehen, dass das alles eine Schnapsidee war, ist wohl nie eingetreten. „PEN15“ ist daher nur etwas für Zuschauer mit einem ganz speziellen Humor...

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