Ozark Staffel 4
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Staffel vier
Omar Navarro (Felix Solis) hat sich im dritten Staffelfinale von Helen Pierce (Janet McTeer) „getrennt“, um Marty (Jason Bateman) und Wendy (Laura Linney) den Vorzug zu geben. Offenbar haben die beiden einen Eindruck hinterlassen, aber Omar hat mit ganz eigenen Problemen zu kämpfen, die auf seinen Neffen Javi (Alfonso Herrera) zurückgehen und ihn - ähnlich wie die Byrdes - einen Ausweg suchen lassen. Omar möchte sich zurückziehen und einen Deal mit den US-Behörden machen, damit er sich frei in den Staaten bewegen kann. Marty und Wendy sollen das möglich machen, schließlich konnten sie bereits mit Special Agent Maya Miller (Jessica Frances Dukes) eine FBI Agentin umdrehen, oder nicht?
Natürlich ist alles viel komplizierter, als es auf den ersten Blick aussieht. Marty und Wendy setzen zwar mehrere Hebel in Bewegung, um Omar sein Wunschziel zu erfüllen, aber sein Neffe Javi funkt ständig dazwischen. Ferner ist das neu eröffnete Geschäft von Darlene Snell (Lisa Emery) ein Dorn im Auge, zumal hier neben Ruth Langmore (Julia Garner) auch Byrde-Sohnemann Jonah (Skylar Gaertner) an Bord ist. Aber ähnlich wie es Diskrepanzen innerhalb der Byrde-Familie gibt, sind die Diskrepanzen zwischen Ruth und Darlene ebenfalls stets präsent, was nicht nur Wyatt (Charlie Tahan) zu spüren bekommen soll.
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Ozark braucht sich jedenfalls nicht zu verstecken und hat sich längst von Vorbildern wie Breaking Bad gelöst. Die Suche nach einem Ausweg dominiert die meisten Fronten und wird ständig durch kleinere bis größere Wendungen und Ereignisse verhindert, die die Spannung hochhalten. Die Frage ist dann, wie unsere Protagonisten darauf reagieren und einen Weg aus dem jeweiligen Dilemma finden. Episode sechs und sieben lassen übrigens abermals wichtige Figuren sterben, was nicht ohne Folgen bleiben soll, dabei war der Ausweg der Byrdes bereits zum Greifen nahe. Es bleibt jedenfalls mit Spannung zu erwarten, wie die Serie enden wird.
Familie Byrde
Die neue Prämisse - den Ausstieg von Omar vorzubereiten - soll es für Marty und Wendy in sich haben. Denn natürlich kann Maya dem Kartellboss nicht einfach einen Freifahrtschein bescheren, bloß weil er sich zur Ruhe setzen will. Dafür werden Gegenleistungen verlangt, die wiederum für Komplikationen mit Javi führen, der den Braten im Verlauf der Staffel zu riechen beginnt und ohnehin den Byrdes im Nacken sitzt. Aber auch innerhalb der Familie rappelt es ordentlich, weil kaum ein Familienmitglied mit dem anderen auf einer Wellenlänge agiert.

Charlotte (Sofia Hublitz) ist dabei die einzige, aus deren Geschichte sich vielleicht mehr hätte herausholen lassen. Denn ihr größtes Problem scheint die Frage zu sein, ob sie eine weiterführende Schule besuchen soll, was sie offenbar nicht für nötig hält. Abgesehen davon ist sie aber an Bord ihrer Eltern und versucht auch Jonah ins Boot zu holen, der sich um Darlenes Geschäfte kümmert. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, wenn Charlotte etwas stärker in die größere Geschichte involviert gewesen wäre. Für mich sah es kurzzeitig danach aus, als wenn sie mit Javi sympathisieren könnte, was die ganze Geschichte sicher mehr auf den Kopf gestellt hätte als eine, nun ja, leicht rebellische Teenagerin, die kein Bock auf College hat.
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Jonah hingegen wechselt quasi zum feindlichen Snell-Lager über und frisiert dort die Bücher, weil Ruth die Software von Marty nicht mitnehmen konnte. Der Sohnemann brüstet sich anfangs damit, besser als sein Vater zu sein. Aber als er von Wendy angeschwärzt wird (fieser Schachzug), kommt Marty bereitwillig zur Hilfe und verhindert das schlimmste. Fast wäre Jonah damit wieder versöhnlich geworden, allerdings findet er schnell heraus, wer da die roten Flaggen gehisst hat.
Womit wir zu Wendy kommen, die den Namen ihres „verschwundenen“ Bruders Ben (Tom Pelphrey) öffentlich in den Dreck zieht, um ihrer Geschäftsbeziehung mit Clare Shaw (Katrina Lenk) Nachdruck zu verleihen. Nicht die einzige Entscheidung, die innerhalb der Familie (und auch außerhalb) für Unruhe sorgt. Wendy mag aus ihrer Sicht das beste wollen, scheint sich dabei aber immer weiter vom Rest der Familie zu trennen, wenn sie ihre Alleingänge startet. Eine Abwärtsspirale, die sich nur schwer aufhalten lässt und beim Zuschauer sicher dafür sorgt, dass sie Sympathiepunkte einbüßt, wenngleich Laura Linney ihre Rolle großartig spielt.
Bleibt noch Marty, der stets alle Hände voll zu tun hat, um diverse Situationen deeskalieren zu lassen. Ob nun innerhalb oder außerhalb der Familie, er kommt nie wirklich zur Ruhe, muss sich mit Javi und Omar auseinandersetzen, mit Ruth einen Deal eingehen, damit Clare ihr „Produkt“ erhält, Maya zufriedenstellen, um Omar einen Ausweg zu bescheren und dann klopft auch noch Privatdetektiv Mel Sattem (Adam Rothenberg) an der Tür, der nach Helen Pierce sucht. Nicht selten sind es gleich zwei Krisen, mit denen er sich auseinandersetzen muss und wenn er sich dem falschen Ende einer Waffe gegenübersieht, ist die Spannung zum Greifen nahe und sein Verhandlungsgeschick mehr denn je gefragt.
Darlene und Ruth
Dass die neue Geschäftsbeziehung zwischen Darlene, Ruth und Wyatt (Charlie Tahan) nicht von langer Dauer sein würde, ließ sich absehen. Nicht nur, weil das Kartell die Konkurrenz in den Ozarks nicht gerne sieht und schließlich in Folge sieben in Form von Javi hart durchgreift. Es ist vielmehr das Verhältnis zwischen Darlene und Ruth, welches zu Beginn bereits nicht das beste ist. Wenn Ruth beispielsweise mit Kerry Stone (Eric Ladin) einen Abnehmer findet, erntet sie direkte Kritik von Darlene.

Diese Partnerschaft wird ständig auf die Probe gestellt und in meinen Augen ist es Ruth zu verdanken, dass die Geschäftsbeziehung so lange läuft, wie es der Fall ist. Darlene greift zu schnell zur Schrotflinte, bei ihrer Fehde mit Wendy muss sie sich geschlagen geben und der Deal mit Frank Cosgrove, Jr. (Joseph Sicora) ist noch ein ganz eigenes Kapitel. Kein Wunder, dass Ruth mit Wyatt und Three (Carson Holmes) das Weite suchen will, sobald genug Geld zusammengekommen ist. Aber das ist ein Happy End, welches nicht mehr stattfinden wird.
Für uns Zuschauer bleibt Ruth durchgehend sympathisch. Sie möchte zu Wyatt halten, womit sie aber auch mit Darlene zurechtkommen muss. Ähnlich wie Marty soll auch Ruth nie so richtig zur Ruhe kommen, denn immer wenn sie meint, einen Schritt vorangekommen zu sein oder ein Problem bewältigt zu haben, tritt sogleich die nächste potenzielle Krise auf. Am kritischsten wird es für sie, als sie Marty dabei helfen soll, die Ware für Clare zu sichern. Hoffentlich findet sie in der zweiten Staffelhälfte noch eine Art Happy End, denn Ruth ist wohl eine der wenigen Figuren, denen man einen glücklichen Ausweg am meisten gönnt.
Kartell
Kann es mit Omar Navarro und seinem Neffen Javi noch einen Ausweg für die Byrdes geben? Omar macht Wendy und Marty zu Beginn ein Angebot, das sie nicht ablehnen können. Denn er will aussteigen und lässt dafür Maya auch ein paar Tipps zukommen. Durch ihn kann das FBI ein paar Transporte hochnehmen, allerdings wird gleichzeitig das Misstrauen von Javi geweckt, der den Behörden schließlich eine Falle stellt. Außerdem behält Javi die Byrdes im Auge, was vor allem Marty das Leben schwer macht, der sich stets zwischen den Fronten wiederfindet.

Mir hat die Prämisse rund um Omar, Javi und das FBI jedenfalls gefallen. Javi bleibt als neuer Bösewicht stets bedrohlich (selbst wenn er Austern schlürft) und ist nicht auf den Kopf gefallen, von daher wird es in der zweiten Staffelhälfte sicher noch richtig spannend. Omar werden im Verlauf der Staffel zwar ein wenig die Zähne gezogen, aber das gehört dazu, wenn er aussteigen möchte. Er kann einem gegen Ende schon fast leidtun, wenn er schließlich seinen Deal mit dem FBI erhält - wenn auch anders als geplant - und plötzlich doch noch von Maya Miller verhaftet wird. Ein Twist, mit dem ich nicht wirklich gerechnet hatte und der erneut die Situation auf den Kopf stellt.
Aber wenn man von Bösewichten spricht, fallen sicher auch Omar und diverse Teile des FBI (Glenn Morshower) in diese Kategorie. Ein (ehemaliger) Kartellboss gehört nun mal nicht auf freien Fuß und die Händler des FBI, die Omar noch weitere fünf Jahre sein Kartell anführen lassen wollen, sind auch nicht ganz koscher. So wird auch Maya gedacht haben, ehe sie die Initiative ergriffen und Omar verhaftet hat. Eine folgenschwere Handlung, die sich ebenfalls auf andere Figuren auswirkt und womit Maya nun sicher eine Zielscheibe auf dem Rücken trägt.
Fazit
Der erste Teil der vierten und letzten Staffel von Ozark hat es in sich und konzentriert sich mehr denn je auf die Werdegänge unserer Figuren, die größtenteils nach einem Ausweg suchen. Cast und Crew verstehen durchgehend ihr Handwerk und lassen den Zuschauer ordentlich mitfiebern, der regelmäßig kleinere bis größere Wendungen präsentiert bekommt. Dabei mag nicht jede Figur sympathisch sein oder bleiben, aber solange sich die jeweilige Motivation nachvollziehen lässt, ist auch das für mich in Ordnung. Von mir gibt es fünf von fünf Sternen. Und von Euch?
Ozark: Offizieller Trailer zur 4. Staffel bei Netflix
«Ozark» Trailer
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