Outcast 1x09

Outcast 1x09

Die vorletzte Episode der ersten Staffel von Outcast tanzt sehr lange um das Wesentliche herum. Dafür endet sie mit einem gewaltigen Knall, der noch lange nachhallen und die Handlung der US-Serie nachhaltig prägen wird.

David Denman und Wrenn Schmidt in „Outcast“ / (c) Cinemax
David Denman und Wrenn Schmidt in „Outcast“ / (c) Cinemax

In der Episode Close to Home der US-Serie Outcast begibt sich Kyle (Patrick Fugit) auf die Suche nach seiner Frau Allison (Kate Lyn Sheil). Reverend Anderson (Philip Glenister) verschlimmert seine Situation durch eine impulsive Tat noch weiter und spielt Sidney (Brent Spiner) damit vollends in die Karten.

It's not every day you get to punch the devil in the face

Kyle ist des Wartens überdrüssig und entschließt sich, aktiv nach Allison zu suchen. Er bittet Mark um Hilfe, der ihn bei seinem Vorhaben unterstützt. Schließlich findet er sie in der Psychiatrie, in die sie sich offenbar selbst eingewiesen hat. Zu Kyles Enttäuschung ist sie jedoch nicht bereit, sich zu verzeihen und mit ihm zu kommen.

Reverend Anderson wird zunehmend zu Sidneys Spielball, denn nachdem er dessen subtile Provokation in der Kirche vor den Augen des versammelten Rates angreift, wird seine Situation immer aussichtsloser. Als Patricias (Melinda McGraw) Sohn Aaron (C. J. Hoff) dafür sorgt, dass auch diese ihn aus ihrem Haus wirft, ist seine Isolation in der Gemeinde so gut wie komplett. Er greift nach dem letzten Strohhalm und wendet sich an Kyle.

Szenenbild aus %26bdquo;Close to Home%26ldquo; © Cinemax
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Die Ogdens wollen die Stadt verlassen, werden jedoch von Sidney aufgehalten, der eine neue Aufgabe für sie bereitstellt. Nachdem Kat (Debra Christofferson) ihre Überredungskunst anwendet, entschließt sich auch ihr Ehemann (Pete Burris), dem Ruf Sidneys Folge zu leisten.

Für Megan (Wrenn Schmidt) überschlagen sich die Ereignisse: Zunächst stellt sie fest, dass sie schwanger ist und lässt sich von einem positiv gestimmten Mark dazu überreden, das Kind zu behalten. Kurze Zeit später fährt eines der Wesen in sie, welches sie unter seiner Kontrolle dazu bringt, eine Tat zu begehen, die sie sich niemals verzeihen wird.

Eine Familie in Scherben

Close to Home startet relativ gemächlich und dreht zunächst die Rollen von Megan (Wrenn Schmidt) und Kyle (Patrick Fugit) um, denn dieses Mal ist es Kyle, der sich um seine Adoptivschwester sorgt und kümmert. Diese nimmt dessen Tochter temporär bei sich auf, während Kyle versucht, Allison (Kate Lyn Sheil) ausfindig zu machen.

Von dieser kann er sich allerdings in naher Zukunft nicht allzu viel Unterstützung erhoffen, da sie zumindest im Moment die Geschehnisse nicht verarbeiten und sich verzeihen kann und zu diesem Zeitpunkt nicht daran glaubt, dass sie jemals dazu in der Lage sein wird. Beide liefern eine emotionale Szene, in der Kyle ihr zumindest im Stillen zu versprechen scheint, dass er sie nicht aufgeben wird.

Bei Reverend Anderson (Philip Glenister) herrscht überwiegend die Wut auf Sidney (Brent Spiner) vor, denn er ist fest entschlossen, sich von diesem nicht in die Ecke drängen zu lassen. Genau das geschieht jedoch, als er quasi wissentlich in dessen Fallen tappt, jedoch in seiner Sturheit trotzdem nicht gewillt ist, auszuweichen. Es ist an der Zeit, dass er und Kyle wieder ein Team bilden. Eine späte Einsicht seitens des Priesters, die ihm erst in seinem schlimmsten Moment der Isolation klarwird. Immerhin positioniert sich Chief Giles (Reg E. Cathey) klar hinter ihm, was diesen allerdings dafür auch zweifellos ins Fadenkreuz von Sidney bringen wird.

Der Plan der Wesen unter der Leitung von Sidney ist immer noch unklar, doch scheinen die Dinge sich nach dessen Vorstellung zu entwickeln. Auch die Ogdens dürften ins dessen Plan nun ebenfalls eine Rolle einnehmen.

Wrenn Schmidt in %26bdquo;Outcast%26ldquo; © Cinemax
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Die Zweifel an der bösen Absicht der besitzergreifenden Unbekannten werden von den Ereignissen am Ende der Episode schnell zerstreut: Megans und Marks Leben wird durch die Ankunft eines Wesens, welches Besitz von ihr ergreift, in seinen Grundfesten erschüttert und zerstört. Die Anfangsszene, in der sich Megan mit der Scherbe in der Hand verletzt, erweist sich hierbei als foreshadowing für den schockierenden Abschluss der Folge. Die Bilder von Megans Gewaltausbruch und der faszinierte Sadismus in ihren Augen lassen dem Zuschauer einen kalten Schauer über den Rücken jagen. Dass dies ausgerechnet nach der Ankündigung des Lichts am Horizont für das Paar durch ihre Schwangerschaft geschieht, macht die ganze Situation umso bitterer.

Fazit

Lange wartete man in Close to Home darauf, dass etwas Unheilvolles geschieht und diese Erwartungen werden auf eine sich einprägend düstere Weise erfüllt. Allerdings ist dies etwas wenig, denn der Großteil der Episode zieht sich recht langatmig dahin. Das aufreibende Ende entschädigt jedoch für die Wartezeit und baut eine große Portion Spannung und dementsprechende Erwartungen für das kommende Staffelfinale auf.

Verfasser: Tim Krüger am Samstag, 6. August 2016
Episode
Staffel 1, Episode 9
(Outcast 1x09)
Deutscher Titel der Episode
Die falsche Seite
Titel der Episode im Original
Close to Home
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 5. August 2016 (Cinemax)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 8. August 2016
Regisseur
Howard Deutch

Schauspieler in der Episode Outcast 1x09

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