Once Upon a Time 4x12

Während die Frozen-Akteure die Bühne in Storybrooke verlassen, hat Rumpels (Robert Carlyle) Versuch, sich der Kontrolle des Dolches zu entziehen, tragische Konsequenzen. Auch Regina begibt sich auf eine Achterbahn der Gefühle, die große Auswirkungen auf ihre Zukunft haben wird. Darüber hinaus werden uns mit Maleficent (Kristin Bauer van Straten), Ursula (Merrin Dungey) und Cruella De Vil (Victoria Smurfit) die neuen Bösewichte für die kommende Staffelhälfte vorgestellt.
If anyone is going to crush your heart, it's gonna be me
Der Rückblick in die Vergangenheit zeigt uns die Begegnung von Belle (Emilie de Ravin) und Rumpel, mit dem Trio des Bösen, bestehend aus Maleficent, Ursula und Cruella De Vil und deren Versuch, dem Dark One einen magischen Handschuh abzujagen.
In Storybrooke nehmen die Gäste aus Arendelle Abschied, da es sie zurück in ihr Königreich zieht, bevor Hans dort größeren Schaden anrichten kann. Gleichzeitig versucht Rumpel sich der Kontrolle des Dolches zu entledigen und im gleichen Zuge seines alten Feindes Hook (Colin O'Donoghue) zu entledigen. Doch Belle kommt hinter sein Vorhaben und zieht daraus drastische Konsequenzen: Mit Hilfe des Dolches verbannt sie ihren Geliebten aus der Stadt.
Liebeskummer steht auch für Regina (Lana Parilla) an erster Stelle. Es gelingt ihr zunächst, Marian (Christie Laing) wiederzubeleben. Diese möchte, sehr zu ihrer Überraschung, ihrer Beziehung zu Robin Hood (Sean Maguire) nicht im Weg stehen. Doch alles kommt anders als sie sich erhofft, als Marians Zustand sich wieder verschlechtert und der einzige Weg sie zu retten darin besteht, sie über die Stadtgrenze zu schicken.
Robin Hood entschließt sich, Marian nicht als alleinerziehende Mutter in eine Welt ohne Magie zu entlassen und begleitet sie. Doch Regina hat nur wenig Zeit, ihrer Niedergeschlagenheit Ausdruck zu verleihen, denn Henry (Jared Gilmore) gelingt es, die Bibliothek des Autoren des Märchenbuchs ausfindig zu machen, welcher ihr ein gutes Ende verschaffen soll.
Kurze Zeit später sehen wir wie Rumpel im New Yorker Exil, mit Ursula die erste seiner neuen zukünftigen Verbündeten ausfindig macht, um diese für seine angepassten Pläne einzuspannen.
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Once I saw the man behind the beast. Now there's only a beast.
Heroes and Villains macht zunächst einige Dinge richtig, kann aber in vielen Punkten nicht völlig überzeugen. Regina und ihre Achterbahnfahrt der Gefühle bekommt viel Spielraum und Lana Parilla vermag es mit ihrer Geschichte gekonnt, den Zuschauer mitzureißen. Auch ihre Konversation an der Bar mit Emma sowie die Grundsatzdiskussion mit Rumpel (Robert Carlyle) kann überzeugen. Dessen Entwicklung ist für mich ein zweischneidiges Schwert: Einerseits ist es schön, ihn wieder als vollständigen Bösewicht in Aktion zu erleben, doch andererseits scheint seine Figur so gar nichts gelernt zu haben und er wird für die Ausführung seines Plans prompt bestraft.
Immerhin ist Belles Reaktion in dieser Hinsicht Konsequent gewesen, denn weiter in die Naivität hätte sie nun wirklich nicht abdriften sollen. Die Verbannung des Dark One war zwar emotional und gelungen umgesetzt, doch Rumpels Verhalten sechs Wochen später, als ob nichts bewegendes geschehen sei, steht in starkem Kontrast zu dieser Szene. Generell ist sein Verhalten inkonsistent in Hinblick auf dessen Versprechen am Grab seines Sohnes zu Anfang der Staffel. Wenn das so von Beginn an von den Autoren geplant war, so hätte man seinen inneren Kampf mit sich selbst ruhig stärker darstellen dürfen, anstatt ihn einfach so wieder zum Bösewicht zu machen.
Während Belle also aufgewacht ist, scheint Marian (Christie Laing) ein wenig Gefrierbrand abbekommen zu haben, anders ist ihre Resignation nicht zu erklären. Robin und Regina schauen sich liebevoll an, da kann sie ihn ja also ruhig aufgeben. Ein bisschen mehr für ihre Familie und ihre Liebe zu kämpfen, hätte man doch erwarten können.
Für die Charaktere aus Frozen war es Zeit, „Let It Go“ anzustimmen. Doch der Abschied schien im Vergleich zum Zeitaufwand der Storyline ziemlich vorgespult. Auch Annas (Elizabeth Lail) letzte Frage nach dem Entdecker des Portals ist keine sonderlich subtile Art gewesen, Emma (Jennifer Morrison) und Co auf dessen finstere Intentionen aufmerksam zu machen.
Dalmatiner, Tentakel und Drachen
Das neue „Trio des Bösen“ wird noch ein wenig Arbeit leisten müssen, um ausgerechnet in dieser Kombination zu überzeugen. Dazu sind noch so manche Fragen offen: Maleficent ist in der Serie nicht nur einmal gestorben, und da sie ja ziemlich sicher noch an Rumpels Seite auftauchen soll, bin ich gespannt, wie das Ganze begründet wird. Wie Cruella in dieses Gespann passt, kann ich momentan noch nicht nachvollziehen, aber den Autoren bleibt ja noch genug Zeit einen plausiblen Hintergrund für das Bündnis der drei zu schaffen. Der Dalmatiner in der Vergangenheit konnte zwar die Assoziation von Cruella wecken, aber seine Anwesenheit an sich schien dort vom Standpunkt der Geschichte aus eher sinnfrei.
Alles in allem würde ich mir für die zweite Hälfte der Staffel erhoffen, dass der Fokus nicht auf zu viele Figuren verteilt wird, denn die stärksten Momente von Once Upon a Time sind überwiegend zu erkennen, wenn den Hauptcharakteren genügend Zeit eingeräumt wird. Deswegen machen mich gleich drei neue Charaktere auf der Bösen Seite ein bisschen Skeptisch. Ich lasse mich aber gerne positiv überraschen.
Fazit
Mit Heroes and Villains zieht Once Upon a Time vor der Winterpause noch einmal alle Register, ist aber in der Umsetzung und der eingeschlagenen Richtung nicht vollends taktsicher. Dafür kann die Episode mit vielen starken Momenten der Hauptfiguren, insbesondere von Regina, aufwarten.
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Der Trailer zur nächsten Episode:
Verfasser: Tim Krüger am Dienstag, 16. Dezember 2014Once Upon a Time 4x12 Trailer
(Once Upon a Time 4x12)
Schauspieler in der Episode Once Upon a Time 4x12
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