Once Upon a Time 4x11

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In Storybrook fliegen die Fetzen. Ingrids Fluch bringt die dunkle Seite der Bewohner hervor, was die Stadt zu einem äußerst gefährlichen Ort werden lässt. Emma (Jennifer Morrison) und Elsa (Georgina Haig) versuchen während des Chaos, den Machenschaften der Snow Queen (Elizabeth Mitchell) ein Ende zu bereiten.
Is ,savior' a real job here?
Der Blick in die Vergangenheit bringt Aufschluss über die letzten fehlenden Elemente der Beziehung von Ingrid und Emma. Nachdem Ingrid ihre „Schwester“ ausfindig macht und zu ihrer Pflegemutter wird, bauen die beiden eine liebevolle Beziehung zueinander auf. Doch diese erleidet einen herben Rückschlag, als Ingrid vergeblich versucht, Emmas Kräfte zu wecken, was in Emmas Flucht aus ihrem „Zuhause“ resultiert.
Von einer magischen Schriftrolle geleitet, findet die Snow Queen Emma schließlich in Storybrook wieder. Jedoch hatte Emma zu diesem Zeitpunkt ihre Rolle als „Savior“ noch nicht angenommen und stößt Ingrids Erklärungen mit großem Misstrauen entgegen, woraufhin diese ihr schließlich die Erinnerungen an ihre gemeinsame Vergangenheit nimmt.
In der Gegenwart laufen die Dinge aufgrund Ingrids Zauber allmählich aus dem Ruder. Emma und Elsa suchen gemeinsam nach einer Möglichkeit, ihre Armbänder abzustreifen und die Snow Queen so angreifbar zu machen. Ihr Plan involviert Regina (Lana Parilla) und deren vom Fluch gebündelten Hass auf Emma. Zwar geht das Konzept auf, doch von nun an ist dadurch auch eine Regina im „Evil-Queen-Modus“ auf freiem Fuß. Diese kann Emma zwar nicht mehr finden, legt sich aber alternativ mit gleicher diabolischer Freude mit den Charmings im Büro des Sheriffs an.
Emma und Elsa stellen die Snow Queen in ihren Unterschlupf und bekommen dabei unerwartete Unterstützung von Anna (Elizabeth Lail), die in Besitz der letzten Nachricht ihrer Eltern gelangt ist. Mit dieser kann sie Ingrid umstimmen und das Unrecht ihres eingeschlagenen Wegs erkennen lassen. Doch die einzige Möglichkeit, den Fluch zu beenden, ist sich selbst zu opfern. So rettet die Snow Queen mit ihrer letzten Tat Storybrook und taucht die Stadt ein letztes Mal mit ihrer Magie in das Weiß des Winters.

You found your family, even if it wasn't with me
Shattered Sight kann im Vergleich zur Episode der letzten Woche mehr überzeugen und bringt die „Frozen“-Storyline zu einem guten Abschluss. Allerdings gibt es auch ein paar fragwürdige Entwicklungen, welche im Vergleich zu den positiven Aspekten der Folge glücklicherweise in der Unterzahl sind. Zunächst einmal konnte Ingrid mit ihrer Magie Emmas Erinnerungen zu einer Zeit manipulieren, in der es in Storybrook theoretisch keine Magie gab. Dies könnte sicherlich über Umwege erklärt werden, wird jedoch von den Autoren unversucht gelassen.
Das viel angepriesene Chaos ist letztendlich doch nur eine milde Rauferei geblieben. Zwar ist das sicherlich ein Problem von Terminkonflikten der Schauspieler, doch hätten Figuren wie Ruby oder Dr. Whale mit ihren bösen Alter Egos die Situation ein wenig ernster und spannender gestalten können. Dafür gab es mit der schlafenden Belle und dem Erscheinen von Will Scarlett (Michael Socha) auch Auftritte, die nichts zur Geschichte haben beitragen können und die man sich in dieser Form auch hätte sparen können.
Hinzu kommt, dass ich, obwohl ich Rumpels (Robert Carlyle) Charakter mag, noch nicht sicher bin, wohin die Autoren mit seiner Figur wollen. Ist sein nächstes Ziel wirklich die Weltherrschaft? Es klingt zumindest ein bisschen danach und es bleibt abzuwarten, ob er tatsächlich nach dem strebt, was schon „Pinky und Brain“ nicht gelungen ist oder ob er sich zunächst doch kleinere Ziele gesteckt hat.
Dass Ingrid in letzter Sekunde mit einem praktischerweise aufgetauchten Gegenstand überzeugt wird, ist zwar nicht überaus kreativ, funktioniert aber trotzdem, da die Nachricht in der Flasche in den vorherigen Episoden bereits gezeigt wurde. Vielleicht hätte Ingrid nicht unbedingt sterben müssen, schließlich finden unsere Helden sonst immer einen Weg - beziehungsweise Annas Fluch wurde auch entfernt, ohne dass jemand das Zeitliche segnen musste. Allerdings ist ihr Ende somit wirklich gelungen, da es durch diesen Ausgang wesentlich emotionaler und trauriger gestaltet ist.
Ganz generell war Elizabeth Mitchells Darbietung ein Highlight der Folge. Angefangen bei der kurzen, aber spaßigen Sequenz mit der „Wahrsagerin“ bis hin zu ihrer glaubhaft dargestellten Beziehung zu Emma in der Vergangenheit. Davon hätte es gerne auch schon früher mehr geben können, denn Ingrid und die junge Emma (Abby Ross) sind sowohl schauspielerisch als auch erzählerisch ein starkes Team gewesen.
Lana Parilla konnte man ansehen, dass es ihr Spaß gemacht hat, einmal wieder in die Rolle der „Evil Queen“ zu schlüpfen. Diese Freude überträgt sich auch auf den Zuschauer, denn sie füllt sie gekonnt wie eh und je und mit spürbarem Enthusiasmus aus. Ihr kleines Duell mit Mary Margaret (Ginnifer Goodwin) war interessant mit anzusehen, obwohl im Grunde klar war, dass die beiden sich nicht ernsthaft verletzen würden.
Fazit
Shattered Sight bringt den „Frozen“-Arc zu einem tragischen, gelungenen Ende. Elizabeth Mitchell liefert noch einmal eine sehenswerte Performance als Snow Queen ab. Ob sich die Figuren aus Arendelle jetzt häuslich einrichten und Rumpel seine Ambitionen tatsächlich exorbitant erweitert hat, werden wir hoffentlich noch vor der Winterpause erfahren.
Verfasser: Tim Krüger am Montag, 8. Dezember 2014Once Upon a Time 4x11 Trailer
(Once Upon a Time 4x11)
Schauspieler in der Episode Once Upon a Time 4x11
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