Once Upon a Time 2x08

Once Upon a Time 2x08

Emma und Snow versuchen, durch Auroras Träume mit Storybrooke zu kommunizieren und mit Rumpelstilzchens Hilfe einen Weg zu finden, wie sie Cora besiegen können. Eine traumhafte Episode.

Cora (Barbara Hershey) hat Hook (Colin O'Donoghue) am Haken. / (c) ABC
Cora (Barbara Hershey) hat Hook (Colin O'Donoghue) am Haken. / (c) ABC

Das passiert in der Once Upon a Time-Folge Into the Deep:

Hook (Colin O'Donoghue) ist wieder frei. Sein Problem ist jedoch, dass Cora (Barbara Hershey) davon überzeugt ist, dass er sie verraten hat - und ihn deshalb nicht länger nach Storybrooke mitnehmen möchte. Nachdem sie erfahren hat, dass Emma (Jennifer Morrison) den goldenen Kompass an sich gebracht hat, schickt sie die von ihr selbst getöteten Camp-Bewohner als Zombie-Armee los, um den Kompass zu beschaffen.

Emma und Snow (Ginnifer Goodwin) sind unterdessen ganz aufgeregt: Nachdem sie Aurora (Sarah Bolger) ein Bild von Henry gezeigt haben und sie ihnen bestätigt hat, dass es genau dieser Junge war, den sie in ihrem Feuer-Traum gesehen hat, wird ihnen klar, dass sie damit endlich einen Weg gefunden haben, um mit Storybrooke zu kommunizieren. Snow weiß, dass sie nur eine Chance gegen Cora haben. Und zwar dann, wenn Rumpelstilzchen (Robert Carlyle) ihnen hilft. Tatsächlich lässt Rumpel über Henry ausrichten, wie sie Cora bezwingen können. Unglücklicherweise wird Aurora jedoch aus dem Traum gerissen und von Coras Zombie-Armee entführt, bevor sie Henrys Botschaft empfangen und an Emma und Snow weiterleiten kann...

Träum um Dein Leben!

Wer hätte gedacht, dass Schlafen so spannend sein kann? Into the Deep ist eine durch und durch mitreißende Episode, dabei handelt sie überwiegend von Figuren, die alles daran setzen, ein Nickerchen zu machen. Wenn man so im Nachhinein darüber nachdenkt, dann hat die Folge auch etwas ungemein Ulkiges an sich. Doch zunächst zur Spannung: Die entsteht natürlich dadurch, dass der Schlaf nur Mittel zum Zweck ist - und unseren Protagonisten in den unterschiedlichen Realitäten einen Weg eröffnet, um miteinander in Kontakt zu treten und zu kooperieren.

Into the Deep ist dabei eine sehr geradlinige Folge. Es gibt keine Flashbacks und keine verschachtelten Plots. Alles ist hier Teil eines einzigen großen Handlungsstrangs: Cora erfährt, wer den goldenen Kompass hat, und will ihn sich holen, um nach zu Storybrooke zu gelangen. Emma und Snow suchen mit Unterstützung aus Storybrooke nach einem Weg, um das zu verhindern. Das ist eine sehr klare Konfliktlage, aus der sich im Grunde die gesamte Handlung der Folge speist - mit allen Verzweigungen, welche diese auch nimmt.

Notgedrungen Verbündete

Die Bedrohung, welche Cora darstellt, ist so groß, dass sich selbst alte Rivalen zur Zusammenarbeit genötigt sehen. So gelingt es zum Beispiel Regina (Lana Parrilla) nach mühevoller Überzeugungsarbeit, die Unterstützung Rumpelstilzchens zu gewinnen. Und sie selbst ringt sich gar zu anerkennenden Worten über Snow und Charming (Josh Dallas) durch. Mag das „Verbünden gegen einen gemeinsamen Feind“ auch nicht das neueste aller erzählerischen Stilmittel sein, so ist es hier doch einfach schön anzuschauen. Regina, Rumpel, Charming und Henry (Jared Gilmore) vereint auf ein und der gleichen Seite, um Emma und Snow zu helfen.

Dabei macht vor allem Regina den Eindruck, dass sie es mit ihrer Hilfe und Unterstützung ehrlich meint. Ihre Beteuerungen, sonst keine Magie mehr einzusetzen, wirken aufrichtig. Und auch Henry scheint ihr allmälich Glauben zu schenken. Der Moment, in dem sie, die Geläuterte, seine Hand umfasst und er das geschehen lässt, hat etwas sehr Anrührendes. Zugleich zeichnet sich damit aber natürlich eine künftige Konfliktlinie ab: Wie es wohl Emma, die offenkundig immer noch voller Bitterkeit gegen Regina steckt, gefallen wird, wenn sie nach Hause kommt und feststellen muss, dass ihr Sohn sich mit seiner einst verhassten Adoptivmama inzwischen wieder ganz gut verträgt?

Hook, der Herzens... entführer

Aber natürlich sehen wir in Into the Deep Figuren nicht nur kooperieren, sondern wir sehen auch reichlich Verrat und Täuschung. Da ist Mulan (Jamie Chung), welche die Wünsche ihres geliebten Prinzen umsetzen will, selbst wenn das bedeutet, dass Emma und Snow nie mehr nach Hause finden. Natürlich ist der Diebstahl des Kompass ein Verrat, aber zumindest ist er - angesicht der lebensbedrohlichen Gefahr, in der Aurora schwebt - zumindest ein verständlicher. Dagegen hat Hooks Verhalten schon etwas bösartiges: Ja, Emma hat ihn in Tallahassee verladen, aber Aurora das Herz aus der Brust zu nehmen - und sie zu einem fernsteuerbaren Spion-wider-Willen für Cora zu machen, das hat doch schon gleich eine ganz andere Dimension.

Allerdings stellt sich dem Zuschauer hier ohnehin zunächst einmal die Frage, wie Hook überhaupt dazu kommt, Herzen zu entfernen. Braucht es dazu nicht Magie? Zumal Aurora ja aufwacht und dann putzmunter von dannen zieht, was selbst in der Märchenwelt ohne ein Herz kaum möglich sein sollte. Wie ist es also überhaupt drin, dass Hook Cora dieses Geschenk machen kann?

Gut mitgedacht

Figuren in Fernsehserien agieren bisweilen etwas leichtfertig, ja dumm. So dass man als Zuschauer (auf dem gleichen Wissensstand) denkt, „Das kann doch nicht wahr sein!“. Umso schöner ist es, wenn man mal das Gegenteil beobachten darf. In Into the Deep fallen gleich zwei Szenen auf, in denen sich Figuren besonders intelligent, hellsichtig, verständig zeigen. Da ist zum ersten Aurora. Als Cora ihr anbietet, im Gegenzug für ihre Kooperation Phillip auferstehen zu lassen, da musste man mit dem Schlimmsten rechnen. Ich würde sagen: Neun von zehn Nebenfiguren (in beliebigen TV-Serien) wären auf Coras Offerte eingestiegen. Nicht dagegen Aurora, die tapfer der Versuchung widersteht und sich nicht einlullen lässt. Hut ab!

Auch David macht eine gute Figur. Er weiß, dass Snow unter einem Schlafzauber gestanden hat und damit ebenfalls als Kommunikator in der Traumwelt in Frage kommt. Vor allem aber weiß er, wie seine Frau tickt. Das ist es, was ihn ja überhaupt erst auf den entscheidenen Einfall bringt, noch einen Versuch zu unternehmen. Das ist von David erst mal richtig gut mitgedacht. Dass er dann unbedingt darauf besteht, selbst mittels Schlafzauber in die Traumwelt hinabzusteigen, ist dann vielleicht nicht mehr ganz so clever. Aber gut: Er kann halt nicht von seinem Schneewittchen lassen. Und dass sie ihn in der Traumwelt nicht wachküssen kann (dabei war die Szene an sich doch so was von herrlich romantisch), war ja wirklich nicht so ohne Weiteres vorherzusehen.

Fazit

Spitzenfolge - spannend, witzig, zu Herzen gehend, an der es nichts richtig auszusetzen gibt. Sogar die Spezialeffekte fielen diesmal nicht negativ auf.

Trailer zur Folge 2x09 „Queen of Hearts“

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Verfasser: Christian Junklewitz am Dienstag, 27. November 2012
Episode
Staffel 2, Episode 8
(Once Upon a Time 2x08)
Deutscher Titel der Episode
Hinab in verborgene Welten
Titel der Episode im Original
Into the Deep
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Sonntag, 25. November 2012 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Dienstag, 23. Juli 2013
Autoren
Kalinda Vazquez, Daniel T. Thomsen
Regisseur
Ron Underwood

Schauspieler in der Episode Once Upon a Time 2x08

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