Once Upon a Time 1x19

Kathryn (Anastasia Griffith) ist wieder zurück, Mary Margaret (Ginnifer Goodwin) ist frei - und Regina (Lana Parrilla) ist ziemlich sauer auf Mr. Gold (Robert Carlyle), weil dieser seinen Teil ihrer Vereinbarung nicht angehalten hat. Jedenfalls nach ihrer Interpretation des Deals. Die Rückkehr von Kathryn stellt Regina vor ziemlich große Probleme. Denn natürlich beginnt Emma (Jennifer Morrison) nun Fragen zu stellen, wie zum Beispiel: Wer hat Kathryn entführt? Und wer hat den DNA-Test des aufgefundenen Herzens manipuliert, so dass der Eindruck entstehen musste, dass Kathryn ermordet worden sei?
Mr. Gold treiben derweil ganz andere Sorgen um: Nachdem August W. Booth (Eion Bailey) mit Henrys (Jared Gilmore) Hilfe in sein Büro eingedrungen ist, kommt Gold mehr und mehr ein bestimmter Verdacht, wer Booth in Wahrheit sein könnte. In der Märchenwelt erfahren wir unterdessen, wie sich Rumpelstilzchen wegen seiner magischen Kräfte immer mehr von seinem Sohn Baelfire (Dylan Schmid) entfremdet hat...
Wir nähern uns langsam der Identität von Mr. Booth an - und sei es auch nur durch qua Ausschlussverfahren, indem wir jetzt immerhin schon mal wissen, wer er nicht ist. Er ist also nicht Rumpelstilzchens Sohn, so sehr The Return das zunächst auch nahezulegen scheint.
Der Ball, Mr. Golds Rede davon, nicht einfach jemanden in eine Schnecke verwandeln und zertreten zu können... Alles scheint auf eine Verbindung zwischen dem Märchenwelt-Plot rund um das schwierige Vater-Sohn-Verhältnis und die Handlung in der Storybrooke-Gegenwart hinzuweisen. Doch diesmal führt uns die Serie damit in die Irre. Was fast ein bisschen enttäuschend ist, weil es einfach so gut gepasst hätte. Dass Bael in unsere Gegenwart hinübergewechselt ist, bevor die Königin die Märchenwelt mit dem Fluch belegt hat, wäre eine perfekte Erklärung dafür gewesen, warum sich Booth zwar an die Märchenwelt erinnern kann, die Storybrooke-Gesetze (keiner kommt rein, keiner kann raus) für ihn jedoch nicht gelten.
Doch nun soll es halt nicht so sein. Immerhin gibt Booth mehr oder minder zu, von „drüben“ zu sein. Und wir erfahren, dass er in unserer Welt an einer tödlichen Krankheit leidet, welche nur durch Magie kuriert werden kann. Sein Plan A war deshalb, Emma, die Erlöserin, zum Glauben an die Märchenwelt zu führen, damit sie ihre Aufgabe erfüllen und die Magie zurückbringen kann. Doch es geht ihm ähnlich wie dem Zuschauer: Es dauert ihm einfach zu lange, dass Emma endlich auf den Trichter kommt. Deshalb ist er auf Plan B mit Rumpelstilzchens magischem Messer gekommen. Von dessen Existenz er zwar weiß, von dem er aber nicht so recht verstanden zu haben scheint, dass es in dieser Welt nicht funktionieren kann. Ein allwissender Erzähler ist er also schon mal nicht.
Das macht aber nichts. Denn immerhin erfahren wir Zuschauer dafür so einiges. Zum Beispiel über Rumpelstilzchens Motivation. Die Dialektik - wie überaus Hegelianisch von Ihnen, Mrs. Swan! - in seinem Verhalten geht also mindestens teilweise darauf zurück, dass er auf der Suche nach seinem Sohn ist. Deshalb hat er der Königin geholfen, die Märchenwelt kapeister gehen zu lassen. Das heißt aber nicht, dass er deshalb ihr größter Fan ist. Hält man sich vor Augen, wie sehr ihm an seinen magischen Kräften gelegen war, schließlich hat er dafür sogar seinen Sohn aufgegeben, dann liegt die Vermutung nahe, dass es ihm nur sehr recht käme, wenn Emma jetzt über Regina obsiegen würde. Schließlich hätte er dann seine Kräfte wieder zurück. Allen Vorbehalten seines Sohnes zum Trotz.
Der Konflikt zwischen Emma und der Bürgermeisterin gewinnt zum Ende der Folge hin wieder erfreulicherweise an Würze: Emma hat in letzter Zeit ja einige Blessuren kassiert (siehe die Untreuevorwürfe, die sich am Ende in Luft beziehungsweise einen Kinderspielplatz aufgelöst haben). Doch diesmal scheinen ihre Karten nicht schlecht zu sein. Denn Regina hat sich mit der aufgeflogenen Entführung Kathryns eine ernsthafte Blöße gegeben. Daran ändert auch das „Geständnis“ des liebeskranken Spiegels / Sidneys (Giancarlo Esposito) wenig. Die Machtbalance verschiebt sich. Doch reicht das aus, um Henry der Bürgermeisterin zu entreißen?
David (Josh Dallas) gewinnt unterdessen ein wenig von dem Respekt zurück, den er während eines Großteils der ersten Staffel verspielt hat, indem er sich auf eine Entschuldigungstour begibt, die aus echter Einsicht und Reue hinsichtlich seines schändlichen Verhaltens zu resultieren scheint. Das ist noch nicht Prinz Charming. Aber es ist zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Mary Margaret ahnt derweil nicht, wie recht sie doch damit hat, als sie den Verdacht äußert, irgendeine dunkle Macht scheine sie und David auseinander halten zu wollen. Wie wahr, wie wahr!
Fazit
Ein bisschen ist es schon schade, dass Booth nicht Rumpelstilzchens Sohn ist. Aber auch so ist The Return eine durchaus aufschlussreiche Episode, welche mit einem vielversprechenden Cliffhanger endet.
Auf der nächsten Seite folgt ein Promovideo für die Folgen bis zum Staffelfinale. Achtung, Spoiler!
Promo für die letzten Folgen bis zum Staffelfinale
Verfasser: Christian Junklewitz am Dienstag, 24. April 2012(Once Upon a Time 1x19)
Schauspieler in der Episode Once Upon a Time 1x19
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?