Mr. Robot 3x09

© race Gummer in „Mr. Robot“ (c) USA Network
In der Episode eps3.8_stage3.torrent steckt sehr viel Bewegung und die Figuren von Mr. Robot finden sich schnell an anderen Positionen wieder. Darlene (Carly Chaikin) will für Elliot (Rami Malek) an Doms (Grace Gummer) FBI-Zugangsdaten gelangen, während er einen Hack des Netzwerks der Dark Army vorbereitet. Mr. Robot (Christian Slater) und Tyrell (Martin Wallström) erneuern derweil nach einigen Differenzen und einem Besuch von Phillip Price (Michael Cristofer) ihre Allianz.
Stage Three
Aus seinen Recherchen und einer Nachricht am Spiegel, die ihn vor dem FBI warnt, leitet Elliot ab, dass sein Alter Ego letzte Nacht wieder aktiv gewesen ist. Daraufhin sehen wir einen Flashback von dessen Besuch bei Tyrell, der trotz seiner Entlastung und Entlassung verständlicherweise seiner aktuellen Situation wenig Positives entnehmen kann.
Nachdem die beiden sowohl verbal als auch physisch aneinandergeraten, löst Price mit einem Überraschungsbesuch die Spannungen zwischen ihnen auf und konzentriert deren Antipathie auf sich selbst mit der Verkündung, dass er Wellick als Vorzeige-CTO für E Corp engagieren will, allerdings ohne ihm jeglichen Hauch von Macht übertragen zu wollen. Das animiert Robot und Tyrell dazu, ihre Differenzen beiseitezulegen und den Entschluss zu fassen, gemeinsam gegen die Hintermänner von E Corp und möglicherweise dadurch auch gegen die Dark Army anzutreten.
Elliot selbst geht nun konkrete Schritte, um sich Whiterose (BD Wong) und seiner Organisation entgegenzustellen. Während er es Darlene überlässt, einen möglichen Zugang zum internen „Sentinel“-Netzwerk des FBI zu finden, organisiert er unter dem Vorwand einer dritten Phase ein Treffen mit Vertretern der Dark Army, um deren Computernetzwerk zu infiltrieren.
Darlenes Vorhaben, Doms Einsamkeit auszunutzen, um an die Zugangsdaten der Agentin zu gelangen, schlägt jedoch spektakulär fehl, da sie dabei nicht nur auffliegt, sondern unter den Augen von Dark-Army-Maulwurf Santiago (Omar Metwally) auch noch ihre und Elliots Karten auf den Tisch legt. Das resultiert darin, dass Whiterose sich nach diesen Informationen unter Einfluss ihres Beraters Grant (Grant Chang) dazu entscheidet, die Aldersons auf die Abschussliste zu setzen. Angela (Portia Doubleday) geht derweil von instabil über zu paranoid und bereitet sich auf Dinge vor, die derzeit nur sie (und vielleicht Whiterose) sehen können.
Time to grow up. There are no gods.
Mit eps3.8_stage3.torrent bereitet Mr. Robot ein Staffelfinale vor, das sich schwierig vorausahnen lässt, denn viele Charaktere stehen am Ende der Episode vor einem Scheideweg beziehungsweise wandern auf einem neuen Pfad, der sich als sehr gefährlich erweisen dürfte.
Das wirft ein anderes Licht auf einige Figuren wie etwa Price (Michael Cristofer), denn ich muss gestehen, dass ich ihn durch seine selbstsichere Fassade genauso überschätzt habe, wie er sich selbst. Wie die ersten Flashbackszenen zeigen, war er schon immer geradezu süchtig nach Kontrolle, obwohl er das Zepter, wie seine Konfrontation mit Whiterose aufzeigt, nie so fest in der Hand hatte, wie er es gerne gehabt hätte.
Nachdem er Whiterose also bereits unterschätzt hat, scheint er mit Tyrell (Martin Wallström) und Robot (Christian Slater) den gleichen Fehler zu begehen, denn er scheint sich wenig Sorgen zu machen, dass die beiden in irgendeiner Weise Schaden anrichten könnten, nachdem er sie durch seine großspurige Ansage wieder zusammenschweißt. Darüber hinaus durchschauen wir als Zuschauer seinen Bluff, über alle Angriffe auf E Corp stets im Bilde gewesen zu sein. Zudem scheint die Theorie mit ihm als eventuellem Vater von Angela (Portia Doubleday) durch die Anfangssequenz und die Art und Weise wie die Blicke der beiden mit Schnitten miteinander verknüpft wurden, immer mehr in den Bereich des Möglichen zu rücken.
Robot und Tyrell werden nun wieder ein Team bilden und ihr Ziel der Vernichtung der Strippenzieher wird sie zweifellos über Price hinweg zur Dark Army führen, deren Manövern diese Folge untypischerweise ein paar Grenzen aufgezeigt werden, denn ihr Vorhaben im Kongo schreitet nicht so gut voran, wie Whiterose es gerne hätte.
Es scheint vielmehr so, als ob sie, statt vorauszuplanen, gezwungen sind zu reagieren, zumal sie Elliots Cyberangriff zunächst gar nicht in Betracht gezogen haben. Diese Unsicherheit manifestiert sich auch in der Beeinflussbarkeit, die Whiterose in ungewohnter Manier offenbart, denn ihr Adjutant und Liebhaber Grant (Grant Chang) kann seinen Willen doch deutlicher durchsetzten, als man es bisher vermutet hätte.

My angle is, you trust me
Angela (Portia Doubleday) gibt sich mittlerweile dem kompletten Aluhutprogramm inklusive Gesprächen mit imaginären Personen, manischer Wohnungsumgestaltung und nächtlichen Straßenausflügen mit dem Einkaufswagen hin. Doch, während sie Elliot nach dem Auftauchen von Leon (Joey Badass) fälschlicherweise als Teil der großen Verschwörung einordnet, hat sie zumindest mit einem Recht: Sie wird tatsächlich beobachtet und es sieht so aus, als ob die Dark Army wieder mit ihr in Kontakt treten wird.
Der zentrale Dreh- und Angelpunkt der Ereignisse, der letztendlich dazu geführt hat, dass die Aldersons nun auch von der Führungsebene der Dark Army zum Abschuss freigegeben sind, ist Darlenes Interaktion mit Dom. Sie nutzt dabei Doms Einsamkeit aus, die bereits früh als Charaktermerkmal der cleveren FBI-Agentin etabliert wurde. Da Dom für sich zu den sympathischsten Figuren der Serie gehört, war es einerseits schön zu sehen, wie sie sich ein wenig öffnete, doch anderseits fühlte es sich einfach falsch an mit anzusehen, wie kaltschnäuzig Darlene sie zu manipulieren versuchte, auch wenn sie natürlich einen triftigen Grund dafür hatte.
Vertrauen ist einer der Begriffe gewesen, der in der Episode im Rampenlicht stand, denn genau das war Darlenes Argument gegenüber Elliot, ihr die Sache mit dem Sentinel-Zugang zu überlassen. Doch nun hat sie nicht nur Doms Vertrauen verloren, sie ist auch direkt unter dem Druck zusammengebrochen und hat durch ihr riskantes Glauben an das FBI, welches zumindest bei Dom alleine gut aufgehoben gewesen wäre, ihre und Elliots Trumpfkarte offengelegt. Einen kleinen Lichtblick am Horizont sollte es aber geben, denn spätestens jetzt muss Dom eigentlich klargeworden sein, dass ihr Boss mit voller Absicht versucht, die Ermittlungen zu behindern.
Das bedeutet nicht nur für Elliot, der als Protagonist wohl nicht so leicht das Zeitliche segnen dürfte, große Gefahr, denn die gelassene und unbekümmerte Art, wie Irving (Bobby Cannavale) auf ihren Standort beim FBI reagierte, könnte bedeuten, dass er sich wenig Sorgen darüber macht, dass man Darlene bei Bedarf auch dort zum Schweigen bringen könnte.
Fazit
In einer spannenden Folge positionieren sich alle Figuren für einen großen Showdown. Nachdem viele Charaktere zwischendurch ihre Selbstfindungsphasen durchlebten, sind die Fronten weitestgehend geklärt und nun, da sich der Nebel gelegt hat, wird sich zeigen, wer die bessere Strategie, die notwendigen Ressourcen und den nötigen Willen hat, um der Zukunft seinen Stempel aufzudrücken.
Das einzige, was einem starken Staffelfinale noch im Weg steht, sind die damit verknüpften hohen Erwartungen. Hoffen wir also, dass Mr. Robot seiner deutlichen Steigerung und einer generell beeindruckenden Staffel mit einem würdigen Abschluss gerecht werden kann.

Der Trailer zum dritten Staffelfinale von „Mr. Robot:“
Verfasser: Tim Krüger am Donnerstag, 7. Dezember 2017Mr. Robot 3x09 Trailer
(Mr. Robot 3x09)
Schauspieler in der Episode Mr. Robot 3x09
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