Maid Staffel 1
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Die Serie Maid ist in den letzten Tagen auf Netflix im weltweiten Squid-Game-Hype etwas untergegangen. Aufmerksame Serienjunkies werden jedoch festgestellt haben, dass sich die zehnteilige Dramaserie seit vielen Tagen wacker auf dem zweiten Platz der Charts hält.
Worum geht es in der Serie Maid?
Alex (Margaret Qualley, The Leftovers) ist eine junge Mutter, die in ärmlichen Verhältnissen an der Nordwestküste der USA lebt. Gemeinsam mit ihrem jungen Freund Sean (Nick Robinson, Love, Victor) bewohnen sie einen simplen Trailer und versuchen, mit dem Einkommen von Seans Barkeeperjob über die Runden zu kommen. Der junge Vater hat ein Alkoholproblem und äußert ein aggressives Verhalten gegenüber seiner Kindesmutter. Nach einem Abend in Angst nimmt Alex ihre knapp dreijährige Tochter Maddy (Rylea Nevaeh Whittet) und flieht in ein Frauenhaus - eine soziale Einrichtung, welche ausschließlich physisch oder psychisch misshandelten oder von Misshandlung unmittelbar bedrohten Frauen und ihren Kindern zugänglich ist. Denn auch der emotionale oder psychische Missbrauch, der sich hier durch die Aggressionen, aber auch durch Abhängigkeiten äußert, wird in „Maid“ thematisiert. Ohne Auto kann Alex nirgendwo hin und ohne Datenvolumen auf ihrem Handy kann sie niemanden kontaktieren.
Ihr Freundeskreis besteht zumeist aus Freunden von Sean und auch auf ihre Eltern ist kein Verlass. Mutter Paula (Qualleys leibliche Mutter Andie MacDowell) ist ein Kunsthippie, die mit ihrem jungen Freund Basil (Toby Levins) ebenfalls in einem Wohnwagen wohnt, da er ihr Haus an Touristen vermietet. Schnell wird klar, dass auch Paula in einer toxischen Beziehung/Ehe lebt und auf psychologischer Ebene Hilfe bräuchte. Als Tagesmutter für Maddy ist sie meist unzuverlässig, doch Alex kann sich auch nicht auf ihren Vater verlassen, da die traumatische Kindheit erst aufgearbeitet werden muss.
Hinzu gesellt sich das Problem mit den Behörden. Um eine Sozialwohnung zu erhalten, braucht Alex einen Job. Für diesen Job aber eine Wohnung und für Lebensmittelkarten wiederum das eine, das andere oder beides zugleich. Sie findet jedoch schnell eine schlecht bezahlte Anstellung als Putzkraft, bei der sie jedoch nur eine begrenzte Anzahl an Stunden in der Woche arbeiten kann, Benzin und Putzmittel selbst zahlen muss und natürlich ihre Tochter während der Arbeitszeit unterbringen muss. Als dann noch das Auto bei einem Unfall einen Totalschaden aufweist, scheint die Lage aussichtslos.

Wie sieht es aus?
Maid besticht vor allem durch die schauspielerische Leistung von Margaret Qalley, die in jeder Sekunde die Verzweiflung und den puren Überlebenswillen der Figur transportiert. Für ein besseres Leben ihrer Tochter ist sie bereit dazu, alles zu geben und Qualley wird bereits jetzt für die kommenden Schauspielpreisnominierungen hoch gehandelt.
50 bis 60 Minuten umfassen die langsam erzählten und traditionell umgesetzten Episoden der zehnteiligen Serie. Doch vereinzelnd streuen die Showrunnerin Molly Smith Metzler und ihr talentiertes Regieteam kleine unerwartete Twists in das Seriengeschehen ein. Wenn Alex sich zum Beispiel vor Gericht ohne anwaltlichen Beistand gegen Sean behaupten muss, wird nur in legal, legal, legal gesprochen - rechtliche Fachausdrücke, die sie nicht versteht. Beim Tanken oder Einkaufen minimiert sich das wertvolle Geld am Bildrand rapide. Ein freudiger Moment wird mit einer bezaubernden Tanzeinlage gefeiert, so dass das triste und ernste Thema immer wieder etwas Auflockerung erhält.
Fazit
Maid mit seiner fantastischen Hauptdarstellerin Margaret Qualley spielt sich sehr schnell in die Herzen der Zuschauerschaft und ist bereits jetzt ein Kandidat für eine der besten neuen Serien beim US-Streamingdienst Netflix in diesem Jahr. Die Ereignisse sind glaubhaft, reflektiert und meist differenziert dargestellt. So ist der Freund Sean nicht immer das totale Arschloch, als das er hätte geschrieben werden können. Paula ist nicht immer nur die verrückte Mutter, sondern hat auch äußerst liebevolle und hilfreiche Momente. Ist der erfolgreiche Bekannte Nate (Raymond Ablack) wirklich nur der good guy ohne Absichten? Oder versteht man seine finale Entscheidung?
So kann sich die neue Dramaserie von einer klischeehaften Erzählweise größtenteils fernhalten und ihre Authentizität und Faszination über die gesamte Spiellänge von zehn Episoden ausbreiten. Die Charaktere sind facettenreich und vielschichtig und die Produktion schafft es immer wieder, die Spannung durch eine überraschende Wendung aufrechtzuerhalten und besticht vor allem durch die wundervoll geschriebenen Frauenrollen und ihre Darstellerinnen. So sind hier unter anderem Aimee Carrero als taffe Danielle zu nennen, die nachher gar nicht mehr so taff ist, wenn es sich um ihre eigenen Probleme dreht... Die smarte Regina (Anika Noni Rose), die nicht die „C...“ ist, für die man sie anfangs hält, und die hilfreiche Denise (BJ Harrison), die als Frauenhausleiterin mit einem Blick ein besseres Gefühl schaffen kann.
Am Ende der Serie wünscht man sich einfach nur ein Happy End für Alex und ihre Tochter und ein erfülltes, sicheres Leben.
„Maid“ basiert auf dem gleichnamigen Roman „Maid: Hard Work, Low Pay, and a Mother's Will to Survive“ von Stephanie Land. Falls jemand diesen gelesen hat, schreibt doch gerne in die Kommentare, welche Aspekte für die Serie geändert wurden oder wie sich dieser davon unterscheidet. Danke.
Hier abschließend noch der Trailer zur Serie „Maid“ auf dem Streamingdienst Netflix:
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Das Leben als alleinerziehende Mutter kann äußerst schwierig werden.

Welche Absichten verfolgt Nate wirklich? Und will sich Alex in neue Abhängigkeiten drängen lassen?

Legal, legal, legal im Verfahren um das Sorgerecht von Maddy.

Reinigungsservicechefin Yolanda (Tracy Vilar) kann auch zur Konkurrentin werden.

BJ Harrison kennen wir unter anderem aus Chilling Adventures of Sabrina oder Motherland: Fort Salem.

Oh, Danielle...

Regina ist eine sehr interessante Rolle in Maid.

Auch im echten Leben Mutter und Tochter: Margaret Qualley ist die Tochter von Andie MacDowell und Model Paul Qualley.


Der Vater Hank wird von Billy Burke gespielt, den wir aus unzähligen Serien kennen. Für viele Filmschauende ist er auch als Vater von Bella Swan (Kristen Stewart) aus der „Twilight“-Reihe bekannt.

Sean hat auch liebevolle Seiten und einen großen Moment der Erkenntnis...

Happy End für Mutter und Tochter und vielleicht ein paar ruhige, glückliche Momente für Alex.
«Maid» Trailer
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