Loki 2x01

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Mitte Juli 2021 gab es die letzte Folge aus der ersten Staffel der Serie Loki zu sehen und seitdem ist viel im echten Leben passiert. Was man wissen sollte: Sylvie (Sophia Di Martino) hat He Who Remains (Jonathan Majors) am Ende der Zeit umgebracht und damit eine neue Zeitlinie erstellt, in der seine Variante womöglich erst an die Macht kam.
Loki (Tom Hiddleston) muss das in der neuen Folge Ouroboros nun ausbaden, auch wenn sich offenbar in der TVA zunächst keiner mehr an ihn erinnern kann. Denn obwohl es eigentlich nicht gehen sollte, springt er im Hauptquartier unfreiwillig durch die Zeit...
Was passiert in der „Loki“-Folge „Ouroboros“?

Casey (Eugene Cordero) erinnert sich beispielsweise nicht an den Gott des Schabernacks und auch Kumpel Mobius (Owen Wilson) kann ihn nicht zuordnen. Erst, als er einmal unfreiwillig durch die Zeit springt, trifft er auf eine Version seiner Gefährten, die ihn erkennen. Das Problem: Die Zeit breitet sich immer weiter mit neuen Strängen aus. Mobius und B-15 (Wunmi Mosaku) wollen die Wahrheit verbreiten und der neue Hunter X-5 (Rafael Casal) spricht mit Mobius über seine Jet-Sky-Leidenschaft. So weit, so verwirrend.
B-15 und Mobius sprechen vor einem Richterrat vor, weil Ravonna Renslayer (Gugu Mbatha-Raw) spurlos verschwunden ist und wohl mit der Kang-Variante zusammenarbeitet. B-15 und Mobius haben die Ansicht, dass das Ausschalten der alternativen Zeitlinien Mord wäre, denn eigentlich sind alle nur Varianten, die aus ihren früheren Leben gerissen wurden.
Loki versucht, Mobius in Kurzform von seiner Begegnung mit He Who Remains zu berichten und was das für Konsequenzen für die TVA und alle im Multiversum haben könnte. Für Loki ist das Ziel klar, denn er muss Sylvie finden, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.
Tom Hiddleston macht seine Sache gewohnt gut, obwohl Loki sich als Figur natürlich im Laufe der Zeit fundamental geändert hat und längst nicht mehr der üble, machthungrige Schurke von einst ist.
I need a Loki Who Remains

Da Loki ständig fortteleportiert, bringt Mobius ihn zu einem Experten namens Ouroboros oder kurz O. B. (Ke Huy Quan, „Everything Everywhere All at Once“). Den hat Mobius zwar seit hunderten Jahren nicht mehr gesehen, doch der helle Kopf scheint die beste Chance zu sein, diverse, komplizierte Probleme lösen zu können. Er kennt das Phänomen, dessen Opfer Loki ist, meint aber, dass er es nicht einfach so beheben kann...
Was folgt, sind Details, die wahrscheinlich keine große Rollen spielen und ohnehin technisches Mumbo-Jumbo ohne Bedeutung sind. Die Kurzfassung lautet, dass Loki sich selbst aus der Timeline entfernen muss, wobei Mobius auch eine Rolle spielt und seine Haut wortwörtlich aufs Spiel setzt. O. B. ist übrigens auch die Person, die das TVA Guidebook geschrieben hat, das in der Zeitzentrale allgegenwärtig ist. Bei dem recht unübersichtlichen Versuchsaufbau spielt auch der sogenannte Temporal Loom eine Rolle.
Es ist ein bisschen schade, dass man sich für den Rückeinstieg in die Serie für eine Lösung entschieden hat, die vielen casual fans, aber auch mir als langjährigem Marvel-Freund irgendwie zu hoch ist. Ich fühlte mich beim Schauen der Auftaktfolge mehrfach ein wenig verloren und vom Zeitgeschwafel überfordert oder gelangweilt. Doch ich nehme das hin, weil ich hoffe, dass es nur ein Set-up ist, um uns auf den Weg und die Verfolgung von Varianten von He Who Remains zu bringen, wovon eine bekanntlich schon in der Abspann-Szene von „Ant-Man and the Wasp: Quantumania“ gezeigt wurde.
Das ganze Experiment droht zu platzen, bis irgendwie doch ein Auftritt von Sylvie aus dem Nichts (oder der Zukunft?) Loki und Mobius den entscheidenden Schubs gibt. Währenddessen macht sich Richterin Dox mit einigen Huntern auf, was dem Rest der TVA-Crew natürlich gar nicht behagt.
Obacht: Post-Credits-Szene!

Nach dem Abspann gibt es übrigens eine Post-Credits-Szene, die aber eigentlich besser im Hauptteil der Folge aufgehoben wäre. Man sollte also nicht direkt abschalten. Dort verschlägt es Sylvie nämlich in die Vergangenheit, genauer gesagt in die 80er, zu einem McDonalds - und sie möchte einfach nur ein ruhiges und unbehelligtes Leben führen. Dass das nicht gutgehen kann, steht natürlich außer Frage...
Fazit

Die erste Folge der zweiten Staffel der Serie „Loki“ stellt nicht den besten Wiedereinstieg dar und verfängt sich in gewollt komplizierten Fallstricken, die doch eher ermüdend als unterhaltsam sind. Nach einer langen Pause sieht man einige alte Bekannte wieder und lernt auch ein paar neue Spieler kennen. Gerade Ke Huy Quan aka O. B. bringt eine chaotische, wenn auch charmante Energie mit sich, die auch in den folgenden Episoden, über die wir hier natürlich erst zur gegebenen Zeit schreiben, spürbar ist.
Dennoch merkt man den Kreativteamwechsel an. Michael Waldron wurde als Haupt-Autor von Eric Martin abgelöst und zumindest die erste Folge könnte die Zuschauer einfach deutlich besser abholen. Denn die erste Staffel hatte Woche für Woche durch die zahlreichen Varianten, aber auch eine tolle Sylvie-Darbietung, mehr zu bieten als diese überkomplizierte Rückkehr zur TVA. Leider nur drei von fünf Temporal Looms.
Hier abschließend noch der Trailer zu der beim Streamingdienst Disney+ gestarteten, neuen Season der Serie „Loki“:
Verfasser: Adam Arndt am Freitag, 6. Oktober 2023Loki 2x01 Trailer
(Loki 2x01)
Schauspieler in der Episode Loki 2x01
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?